Zitat von carlos7: singelmalt hat sich freiwillig in eine übertriebene Helferrolle begeben und zugelassen oder befeuert, dass sich eine ungesunde Rollen- und Verantwortungsverteilung in der Beziehung etabliert hat. Er hat sich mitnichten FÜR seine Partnerin aufgeopfert, er hat sich aufgeopfert, weil er das so für SICH als richtig und stimmig für sein Wohlbefinden empfunden hat.
Selbstverständlich kann man versuchen, jemanden in eine Knechtschaft zu manövrieren, während man dies als Fürsorge tarnt.
Das kommt sehr viel häufiger vor, als man landläufig so meint.
Menschen sind selten wirklich altruistisch. Auch und gerade die mit einem Helfersyndrom, die sich nach außen hin ständig für andere aufopfern, machen das nicht aus Selbstlosigkeit.
Wenn man dem anderen alles abnimmt, ihn in jeder Hinsicht verwöhnt, kann das zum Beispiel ein bewusstes oder (häufiger) unbewusstes Mittel sein, denjenigen in immer größere Abhängigkeit zu bringen.
Ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht. Dazu hat der TE insgesamt zu wenig Infos rausgerückt. Und man müsste auch die andere Seite hören.
Aber solche Aussagen machen mich zumindest mal misstrauisch:
Zitat von singlemalt: Ich hatte nach einer Woche bereits einen neuen Vertrag und konnte sogar ein recht fürstliches Gehalt aushandeln. Theoretisch hätte sie nicht mehr arbeiten müssen.
Heutzutage einer Frau nahezulegen, sie brauche doch nicht zu arbeiten, weil man selbst fürstlich verdient, ist ziemlich ignorant - wenn nicht manipulativ.
Denn selbstverständlich geriete sie damit in eine sehr ungesunde Abhängigkeit, ließe sie sich darauf ein. Von seinem Geld kann sie nämlich nur leben, solange die Beziehung hält. Was ihr also Trennungsabsichten weitgehend austreiben dürfte.
Und übrigens:
Ich koche auch ein ausgezeichnetes Gulasch. Jeder, der je dazu eingeladen war, hat sich alle Fingerchen danach geleckt

Dennoch würde ich es nicht für jemanden kochen, der immer wieder betont, dass er kein Fleisch mag.