Zitat von Caecilia: Für mich gibt es auch ein Idealbild a la "da möchte ich hin", das mich als großzügige Person, die dem Ex nichts mehr nachträgt und die über den Dingen steht, beinhaltet. Zudem einen entspannten Umgang zwischen uns, keine Freundschaft, aber auch kein Adrenalin mehr auf meiner Seite, wenn wir uns sehen, z.B. bei Terminen der Kinder.
Ich denke mal die meisten werden sowas wie ein Idealbild oder nennen wir es "Umgangsziel" haben.
Persönlich muss ich dabei aber für mich nicht das Selbstbild haben "großzügig" zu sein. Für mich sehe ich da keinen Mehrwert drin und auch keinen nennenswerten Grund NF gegenüber großzügig sein zu müssen.
Liegt aber vielleicht auch daran das ich damit rechnen muss das dies ausgenutzt wird (wenn auch eher unbewusst).
Wichtig finde ich ja immer das man Eltern und Paarebene trennt und das man auf die Elterneben eben nicht die Verletzungen der Paarebene hineinträgt. Ich denke mal das meinst du mit "nichts mehr nachtragen".
Auf der anderen Seite bin ich inzwischen an einem Punkt wo ich mir sage, es ist aber auch keine Einbahnstraße. Ich habe und nehme viel hin, beiße mir des Öfteren auf die Zunge um keine unnötigen Konflikte aufkommen zu lassen. Gerade für unsere Tochter.
Zitat von BernhardQXY: Die Aufforderung , Gründe zu finden, warum man der Mutter seiner Kinder dankbar sein kann, fand ich spannend. Natürlich, es gibt keine andere Lösung, als dass eine biologische Frau ein Kind austrägt. Aber dass ist kein Grund es schulterzuckend als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Für mich fand ich folgende Gründe:
Die Mutter meiner Kinder hat sie ausgetragen, nicht abgetrieben- ich hätte keine Chance gehabt, das zu verhindern.
Die Mutter meiner Kinder hat die Verantwortung übernommen. Ich konnte nach wie vor Essen und trinken, was ich wollte. Meine Frau mag gerne mal ein Gläschen Wein, darauf hat sie verzichtet.
Die Mutter meiner Kinder hat tapfer die Folgen der Hormonumstellung ertragen. Sie litt unter Sodbrennen, musste nachts raus, hat die Schmerzen der geburt zweimal ertragen.
Sie hat nach der Geburt mit Brustentzündung und Andockschwierigkeiten zu tun gehabt, abgepumpt.
Alles Dinge, die Sie nicht hätte tun müssen.
Ich schätze deine Beiträge im Grunde ja sehr...aber diesen finde ich etwas skurril.
Aus rein biologischer Sicht lässt es sich nun einmal nicht ändern, egal ob man sich gerade als Frau, Mann, Giraffe oder Gießkanne fühlt.
Aber in aller Regel dürften die Mütter ja selbst den Kinderwunsch haben und das nicht nur aus reiner Liebe zu Partner auf sich nehmen. Und je nachdem wie die Schwangerschaft läuft und vor allem wie die werdende Mutter von ihrem Charakter her ist "leiden" die Väter ja vorsorglich mit...
😉 Meine Mutter sagt immer "Mein Gott, die Frau ist schwanger und nicht krank". Wobei man aber auch bedenken sollte, das es heute auch wieder was anderes ist als noch vor 20,25 oder mehr Jahren. Die Möglichkeiten die unangenehmen Begleiterscheinungen erträglicher zu machen sind doch besser geworden.
Und es ist ja nun nicht so, das die Väter ihr gewohntes Leben einfach weiter leben....also zumindest war das bei mir nicht so. Ich bin natürlich auch nachts aufgewacht...aber halt gleich wieder eingeschlafen. Nicht aus Ignoranz, sondern weil ich nach 15h Tagen (Schicht + Hausbau) einfach auch fertig war und doch irgendwie zumindest 5h Schlaf brauchte.
Also ich persönlich in dankbar dafür das es unsere Tochter gibt, ich weiß das es meinen Raketenkäfer nur mit dieser Frau möglich war. Aber ich persönlich finde nicht das man die Dame jetzt deswegen Glorifizieren muss und alles was davor oder danach geschehen ist damit nichtig ist weil sie die Bürde der Schwangerschaft auf sich genommen hat.
Zitat von BernhardQXY: auch keinen Groll zu hegen. Groll und Hass macht hässlich
Für mich wieder Elterneben vs. Paarebene.
Die Verletzung auf der Paarebene verblasst mit der Zeit. Und irgendwann muss man aufhören der anderen Person dies nachzutragen. Manchmal stellt man auch rückwirkend fest....das man fast schon dankbar sein sollte das ein anderer sich ihrer umgehend angenommen hat.
Zitat von BernhardQXY: Das ist ja auch richtig so. Es geht ja darum, sie zu entmonsterisieren,
Das heißt nicht, dass du nicht aufpassen und dein Herz schützen sollst
Im allgemeinen ja....aber es gibt noch immer sehr spezielle Fälle. Ich denke da z.B. an die Ex von @EngelohneFlügel .
Eine Schlange bleibt eine Schlange, egal wie man sie nennt oder sehen möchte. Manche sind eben auch giftig.
Grundsätzlich gehe ich aber immer erstmal davon aus, das beide Elternteile ihre Kinder lieben. Manche aber vielleicht sich selbst noch ein wenig oder im Rahmen der Überforderung nicht aus ihrer Haut können. Und eher Impulsgesteuert sind....das baden dann die Kinder auch aus. Deswegen ist niemand ein Monster.
Aber unglückliches Verhalten zu benennen ist auch keine Monsterisierung.