Florentine
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Ich wollte meine einzigen etwas stressfreieren Tage nach einem albtraumhaften November eigentlich ruhig angehen und zeichnen, spazierengehen, den Garten winterklar machen...bevor mich dann bis Januar die Arbeit wieder erschlägt.
Stattdessen werde ich wohl die nächsten 2-3 Tage ein fieberndes Kind betreuen.
Der Vater sieht sich dazu leider völlig außerstande, er habe dafür "keine Zeit" und könne sich das auch beruflich nicht erlauben.
Hab ich es da als Frau leichter?
Ähm...nein.
Muss ich wieder und wieder erklären und darum kämpfen, dass die Erziehung/Pflege/Bildung der Kinder weitgehend paritätisch laufen sollte und es keine Selbstverständlichkeit ist, dass ich aufgrund meines Geschlechts und meiner Rolle als Mutter den Löwenanteil dieser Aufgaben übernehme?
Ja.
Habe ich mir da naiverweise einen Mann des "alten" Schlages ausgesucht, der vieles davon als genuine "Frauenarbeit" betrachtet?
Auch ja.
Zu selbstverständlich habe ich damals wohl angenommen, dass dies ein überholtes Denkmodell sei, dessen es keiner größeren Diskussion bedürfe.
Sein "ich beteilige mich natürlich an allem/will mich an allem beteiligen" bedeutete leider nie den Umfang an Beteiligung meiner Annahme/Erwartung.
Passiert mir auch nicht wieder.
Mir kommt kein Typ mehr ins Haus.
Dafür habe ich vorhin einen ganz schicken Brief mit einer fetten Gehaltsmitteilung (Erhöhung plus ausbezahlte Überstunden) geöffnet
Yay.
Gut...das wird wohl für meine Gasrechnung draufgehen oder für den TüV vom Auto...aber ein Saunaabend ist bestimmt noch drin für mich.