@megan
jetzt würfelst Du einiges zusammen, aber es ist ja auch komplex.
Zitat:ich denke, den grössten fehler, dem man/frau machen kann, ist der, zu denken, der andere müsste doch so oder so ähnlich wie man/frau selbst sein
oder, wenn schon nicht so, dann doch zumindest so anders, wie man/frau es durch erfahrungen mit dem anderen geschlecht erfahren hat
also zunächst einmal sind das 2 verschiedene Themen, die sich natürlich gegenseitig bedingen:
1. Unterschiedlichkeit und die Akzeptanz oder eben auch nicht.
Und selbst wenn die Nähebedürfnisse divergieren, sollte es beiden Seiten doch möglich sein, sich mitzuteilen.
Auch in anderen Beziehungen teilten wir uns manchmal unsere Bedürfnisse mit und gingen aufeinander ein.
Ich bin meistens auch in Freundschaften diejenige, die etwas mehr Distanz braucht. So war es Thema mit einer sehr schmusigen Freundin. Ich habe das aber nicht einfach von mir gewiesen, will nichts damit zu tun haben und fertig, sondern ging drauf ein. D.h. aber natürlich nicht, dass ich mich ihrem Nähebedürfnis komplett anpasse.
Ich meine nicht, dass Jons Frau mit ihm schmusen oder sechseln soll, wenn ihr nicht danach ist. Aber seine Gefühle komplett zu ignorieren, nachdem er sich ihr mitteilte, finde ich beziehungslos. Durchaus kann man nachfragen usw.
Und es ist ja auch 2. die Frage, ob sie einfach nur sooo wenig Nähe braucht, oder ob sie einfach den Kontakt zu ihm verloren hat.
Manchmal verlieren sich Menschen aus den Augen, obwohl sie sich mal näher waren.
Darunter leidet manchmal auch der distanziertere Partner.
Zitat:möglicherweise hat das gegenüber (ein sehr maskuliner mann zb) gar kein bedürfnis nach kontakt und nähe
also entschuldige, aber wenn ich eine Beziehung mit einem Menschen führe, dieser aber keinerlei Bedürfnis nach Nähe zu mir hat- auch emotional-, dann ist das nach meinem Verständnis eben keine Beziehung.
Finde ich sehr seltsam, sich Liebespaar zu nennen, aber auf Kontaktlosigkeit zu bestehen, gleichzeitig aber das Exklusivnäherecht auf den Partner zu beanspruchen. Keine andere darf ihm emotional oder körperlich nah sein und die Ehefrau will es aber auch nicht. Und möchte auch nicht von den Bedürfnissen meines Liebsten behelligt werden.
Ist das Akzeptanz? Oder Ignoranz?
Zitat:das macht ihn ja nicht zu einem schlechteren menschen, oder?
davon war hier doch gar nicht die Rede!
Zitat:jedenfalls findet man/frau nur heraus, wie das wesen eines anderen ist, wenn man/frau ihm achtsam gegenüber ist, nicht vorurteilsbehaftet
auch ohne Vorurteile hat man doch trotzdem Bedürfnisse. Was bringt es mir, zu akzeptieren, dass mein Mann keine Nähe zulässt, wenn sie für mich Basis einer Beziehung ist? Klar kann ich es akzeptieren, würde mich aber trennen.
Einmal hatte ich auch einen sehr unschmusigen Partner. Das war Trennungsgrund für mich. Das heißt weder, dass er falsch ist, noch ein schlechter Mensch, nur dass ich nicht bereit bin, eine unschmusige Beziehung zu führen.
ysa
Zitat: Denn Tauschgeschäfte finden auch, oder manchmal gerade in asechsuellen Beziehungen statt.
megan
Zitat:ja, und man/frau darf nicht dem glauben anheimfallen es gäbe eine zauberformel (liebe) die dazu führt, dass die gesetze aufgehoben sind, dass der mensch beziehungen eingeht, weil er sich davon zumindest keine nachteile erhofft
Ja klar, wenn mir eine wie auch immer geartete Beziehung nichts gibt, mich in keiner Weise bereichert, dann führe ich sie nicht. Also ja, in diesem Sinne Tauschgeschäft. Das bestreitet wohl auch kaum jemand. Ich bin jedenfalls noch nie jemandem begegnet, der eine Freundschafts oder Liebesbeziehung führt, die ihm nichts gibt

Aus purer altruistiischer Liebe verbringe ich mein Leben mit jemandem, der mir nix gibt. Wer tut das denn bitte?