juliet
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auch ich kan dich gut verstehen. meine trennungsgeschichte ist bereits 2,5 jahre her, aber gelegentlich schaue ich hier nochmals rein, weil mir damals so unglaublich geholfen wurde, das moechte ich weitergeben.
bei mir war es nach fuenf jahren, wir hatten gerade ein gemeinsames haus gekauft und bezogen, da trennte er sich. sein einziger kommentar war: meine gefuehle haben sich veraendert. (es war auch eine andere frau im spiel, wurde aber dementiert... logisch!)
mehr kam nicht, ich stand da, hilflos mit dem haufen voller fragen, die du und andere auch haben, nichts wurde beantwortet. nach 1,5 stunden war er weg. fuer immer... aus dem haus, aus meinem leben, einfach weg. ich fuehlte mich wie von einer bratpfanne gepudert. uff.
meine erfahrung ist: die fragen: warum, warum, warum... verlieren in dem maße an bedeutung, in dem wir uns selbst heilen. je mehr ich ueber die beziehung wegkam, und vor allem ueber die ueble und non-kommunikative art der trennung, desto mehr konnte ich das beduerfnis nach antworten loslassen. irgendwann ist es schlichtweg egal, warum.
ich stimme auch ariane in allem zu, genauso sehe ich es auch und es deckt sich weitegehnd auch mit meinen erfahreungen, was sie schreibt.
:-)
Ansonsten hast du den vorteil, eine wochenendebeziehung gehabt zu haben. das gibt dir den vorteil,ein stabiles netz an menschen, aktivitaeten usw. zu haben, was dir helfen wird, die schlimme zeit zu ueberstehen und einen eigenen weg zu finden bzw. diesen weg fortzusetzen. du wirst sehen, er wird dich auf JEDEN fall zu neuen schoenen erfahrungen fuehren. irgendwann wirst du dich ganz SICHER hinstellen und sagen: man GUT, dass er sich damals getrennt hat!
ehrlich, es gibt so viele schoene dinge zu erleben, die man natuerlich am anfang wegen des immensen schmerzes nicht sehen KANN.
und noch etwas: mein partner liess mir damals auch nicht den funken von hoffnung, wie dein partner auch. das ist ein VORTEIL! ich sehe es so: hoffnung verlaengert die qualen, den schmerz, das leid. am anfang hasst man den partner fuer seine anscheinende grausamkeit, fuer diesen feigen rueckzug. aber auf dauer betrachtet stellt es sich doch so dar, dass du dadurch gleich gezwungen bist, nein - die chance hast! - dich um dich selbst zu kuemmern, deinen eigenen weg zu suchen, nicht mehr zurueck-, sondern voran zu blicken!
viel glueck, nur einen tag nach dem anderen!
juliet