Bekannte
Gast
Er hat sich seit der Geburten vom Abteilungsleiter zum Geschäftsführer und vom "in der Ehe gefangen Fühlender" zum "heimlichen Freigänger" entwickelt, inklusive völlig ungeniert spontan-dringenden (und gerne auch begleiteten) Dienstreisen, wenn sie ihn bei den Kindern bräuchte, um was für sich zu tun. Bei ihm ist es ja schließlich beruflich bedingt und sie hat ja ohnehin immer den halben Tag Zeit (O-Ton AM von Dritten kolportiert).
Sie hatte wohl zu Beginn der Ehe auf getrennte Konten bestanden, um gleichberechtigt (prozentual anteilig) das Haus abzubezahlen. Das behielten sie auch bei, nachdem die Kinder da und ihr Job weg war (was man als AF alles vom AM so erfährt...). Und er ließ zu "meiner Zeit" anlässlich einer Beförderung wissen, dass er ihr die damit einhergehende Gehaltserhöhung "nicht erzählt" habe, sondern auf Ihr Frage mit "Du kennst ja unsere Firma, da muss die Ehre meist ausreichen" geantwortet habe. Zudem seit Geburt des 2. Kindes "private Vermögensanlagen" betreibe, die sie ja "nichts angingen", da sich ihr "Aufwand" ja nun auch nicht mehr erhöhen werde und sie ihn auch nie um eine Erhöhung ihres monatlichen Überweisungsbetrages von ihm gebeten habe. Schließlich zahle er ja alles für seine Familie und da müsse auch was für ihn bei rauskommen. (Sprich: Vermögensaufbau nur auf seinen Konten, manche ihr bekannt, andere nicht...)
Mal angenommen, die 7. Affäre von ihm in 10 Jahren ist das Absprungbrett: Dann steht die Frau, die ihm am längsten von uns allen vertraut hat, dass er sich nur anderen gegenüber "wie ein Finanzer" verhalten würde, mit knapp 60, keinem eigenen Vermögen, nach über 15 Jahren Hausfrau ohne Fortbildung auch ohne jede Berufsaussicht, und beim Vermögensausgleich auch noch angeschi**en da. Lange Ausbildung, spät geheiratet, ab Kinder nichts mehr für eine eigene Rente getan. Gruselig.
Sie und ich haben den gleichen Beruf und sind (ich vorübergehend) auf den gleichen Blender reingefallen. Daher meine persönliche Betroffenheit. Sie ist 10 Jahren älter als ich und hatte bei diesem Mann keine Chance, Beruf und Familie zu vereinbaren, obwohl sie (nach seiner Aussage) es mehrfach versucht und dann (nach seiner Aussage: aus Unprofessionalität und mangelndem Engagement - sehr wahrscheinlich aber für ihn bzw. im Glauben an die Ehe, in der er eben nur am Wochenende die Kinder übernehmen kann) zurückgesteckt hat.
Er bemerkte auf meinen Unglauben, dass sie doch zumindest über die gemeinsame Veranlagung mitbekommen müsste, dass sein Gehalt um mehrere 10.000 höher ist als er sie glauben macht, dass sie von Steuern eh nichts verstünde, ihm das Thema mit Kusshand überlässt und ihm da voll vertraut.
Während der Affäre mochte ich ja gerne glauben, dass sie ihn in den Anfangsjahren becirct und verwöhnt hat, nur um sich nach dem 1. Kind komplett gehen zu lassen, das 2. Kind per Punktlandung "eigenmächtig" nachzuschieben, während er da die Ehe schon gescheitert sah, auf die Wirksamkeit der Spirale vertraut und auf ihre Rückkehr in den Beruf gehofft habe, und nun "außer den gemeinsamen Kindern nichts Schönes mehr zwischen ihnen stattfände".
Ein paar Jahre später und um viele Threads ehemaliger EF bereicherter, gehe ich davon aus, dass er sie mit Kindern und Haushalt alleingelassen hat und dann angepisst war, wenn sie ihn abends nicht in vorgeburtlicher Konfektionsgröße mit warmer Mahlzeit als Held der Arbeit gebührend begrüßt hat, wo er "doch immer alles für die Familie gegeben" hat.
Und sich daraus sein inneres Anrecht auf außereheliches Privatleben und außerehelichen Vermögensaufbau gebildet hat.
Und zu der Frage, ob sie denn nichts merkt, kam zu "meiner Zeit" nur, er gebe ihr keinen validen Anlass zur Beschwerde, tue ihre Verdächtigungen als Hirngespinste ab, wisse, wie weit er gehen könne, damit es zu Hause harmonisch bleibe (selbstverständlich nur, um den Kindern die Familie so lange sie klein sind zu erhalten) und sei eben grundsätzlich sehr verschlossen.
Er will die Kinder jeden Tag um sich haben und ein harmonisches Zuhause, das ihm für den Job den Rücken frei hält und ihm privat ein erfolgreiches und stressfreies Familienvaterleben ermöglicht. Da kann man nur hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt und die Kinder und ihre "Nützlichkeit" in seinem Lebensentwurf die EF davor schützen, im Alter ohne alles dazustehen.
So wie ich den Mann kennen gelernt habe, ist er sehr überzeugend darin, Zukunftsbilder zu malen, in denen man nur noch kurz aushalten müsse, bis diese oder jene Hürde geschafft sei, und dass er dann kürzer treten und mehr Verantwortung übernehmen könne und man dann gemeinsam die Wünsche der Partnerin umsetzen könne und werde.
Ganz nach dem Motto: Ich tu es doch für uns.
Wenn der EF das irgendwann nicht mehr genügt und sie die Scheidung will, hat er finanziell schon vorgesorgt und sie wird weit unter 50% von dem bleiben, was er mit ihrer Mithilfe erworben hat.
Während der Affäre ist die EF für die Geliebte die Böse.
Nach einem Aufdecken der Affäre ist die AF für die EF die Böse.
Und wenn alle Emotion weg sind, erkennt man, dass beide sich furchtbar ähneln, die gleiche illoyale Behandlung erfahren und nur das Glück bzw. Pech hatten, dem Mann früher oder später im Leben begegnet zu sein.