BG
Gast
ich höre ihn so oft, weil ich finde, dass der satz eine richtigkeit in sich trägt. doch was ist es, was ich mir selbst in den weg lege? früher, als ich ein kind war, wollte ich ohne gefühle sein. so wie diese krsnkheit, wo man keine schmerzen spürt, wollte ich keine emotionen spüren. und ich lernte sie zu unterdrücken. meine emotionen. doch sie kamen kontinuierlich an die oberfläche, wie so ein vulkan, der ausbricht, weil zuviel druck in ihm ist. und der ausbruch war für mein umfeld heftig und nicht nachvollziehbar. also lernte ich mich zu regulieren: zu öffnen und emotionen zuzulassen. und mein umfeld nimmt mich nach wie vor als temperamentvoll wahr.
ich sitze hier und wünsche mir, ach ich weiss nicht. nicht die alte b zurück, welche die emotionen zurückhielt. denn dann brechen sie aus und dies ist auch für mich eine sehr intensive, oft schmerzerfahrene, zeit. ich wünschte, ich würde nicht so intensiv fühlen. mein sohn hat diese intensität auch. jetzt weiss ich zumindest, dass es vielleicht eine art persönlichkeit ist. der eine nimmt sich sachen intensiver an, als der andere typ. auch habe ich ein hohes mass an gerechtigkeit in mir. und diese zwei komponenten lassen mich in dieser schweren zeit nicht zur ruhe kommen. ich finde es absolut ungerecht, wie j mit mir umgegangen ist. die erziehung, der anstand, die moral. auch der respekt zu einem menschen verlangt! einen anderen umgang, als der, welchen er mir zugesteht.
und ich kann ihn nicht ändern. ich kann mich selbst verändern. also, bin ich mir selbst im weg. ich mit meiner einstellung.
ich schaffe auch die nicht so guten seiten an ihm zu sehen. und ich sehe auch, dass ich in der beziehung mit ihm, so wie er in seinem egoismus war, war er auch egozentrisch. über sämtliches handeln von mir hielt er sich als reiz ausschlaggebend. das war für mich ermüdend. und mich nervte es letztendlich, dass ich mich mehr und mehr zurückzog. und wir lebten nebeneinander. doch die krux ist, das ich dieses nebeneinander liebte. und ich vermisse dieses nebeneinander so sehr. es gab mir sicherheit. keine streitereien, nur einfache dialoge. eingespielte rituale, indenen jeder seine tätigkeit hatte.
ich kenne mich. ich bin nicht der typ, der lange eine gleichbleibende beziehung hält. dazu bin ich zu lebendig. ich verändere die beziehung, damit wieder frischer wind weht. und ich reiss meinen partner mit.
ich wusste und weiss, dass er mit mir glücklich geworden wäre. auch auf dauer. ich hätte/habe/ und arbeite an mir. bilde mich weiter, pflege meine sozialen kontakte, halte mich agil (auch körperlich). das sehe ich als meine stärke sn. diese o.g. eigenschaften.
doch ihm war ich zu stark. hat angst von mir. mir wird das mehr und mehr klar. ein mann kann in einer beziehung nicht glücklichnsein, wenn er tief in sich angst vor seiner partnerin hat. ein früherer freund meinte mal, und er ist sehr intelligent!, er kann keine frau neben sich haben, die gescheiter ist als er.
ich liess mich nicht auf eine diskussion ein, denn daraus würde ein machtspiel entstehen, und solchen aussagen möchte ich keine energie geben. aber jetzt, heute?
egal was ich lese: wie verführst du ihn? oder psychlogische essays oder verhaltensbiologische forschungen zeigen, dass mann gestärkt sein will, um in seiner kraft zu sein. und aufgrund jahrhundertlanger tradition stärkt frau den mann. und wie stärkt sich frau: indem sie sich selbst schön macht, damit mann durch sie gestärkt ist.