Hey ihr Lieben,
Zitat von Sense:Dazu gehört erstmal die Definition "Fehler". Das ist schon schwer, da man ja erstmal das als Fehler sieht, was Ex bemängelte. Doch Exes Gründe sind Exes Gründe und per se gar keine eigenen Fehler. Nur Inkompatibilität. Das zu erkennen, sich soweit von der Meinung des ehemaligen Lieblingsmenschen abzugrenzen, abzukoppeln gelingt (erst/nur), wenn man den eigenen Selbstwert (wieder) erkennt. Manchmal macht man alles richtig und verliert trotzdem.
Gute Sicht der Dinge, Sense. Danke dir.
Ich habe definitiv in der Schlussphase nicht alles richtig gemacht. Darum habe ich bei mir Fehler zu reflektieren, bearbeiten und verzeihen gefunden.
Wenn ich mir den Fall von @blackcat-69 hingegen ansehe, hast du recht. Sie hat nichts falsch gemacht und trotzdem verloren.
Es ist halt immer unterschiedlich.
Mein Ex hat an mir Sachen bemängelt, da musste ich mich erst mal lösen davon. Das waren nämlich keine Fehler. Aber wie geschrieben: Er brauchte einen Grund um morgens ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel zu schauen. Das hat tatsächlich viel gutes zureden von Freunden und Familie gebraucht, um da einigermaßen rauszufinden. Und ganz drüber hinweg bin ich definitiv nicht. Beim Wiedererlangen des Selbstwert benötigt es (bei mir) Zeit. Ich hatte nie viel davon, aber er hat es schon geschafft, den kläglichen Rest in Grund und Boden zu stampfen. Vielleicht kann ich mich deswegen noch nicht so richtig lösen.
Auch da baue ich auf die Zeit.
@Minion84
Es ist zwar Wannendlichs Thread, aber ich weiß was sie sagen würde: Herzlich Willkommen! Jeder darf hier gerne schreiben.
Fühl dich mal
Was ist normal? Definiert jeder anders und man muss erstmal in unserer Situation stecken, um mitreden zu können. Außenstehende reden sich leicht. Da bin ich keine Ausnahme. Seit ich verlassen wurde, sehe ich die andere Seite. Man urteilt manchmal viel zu schnell. Ja, ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Mein Ex sollte mir im Grunde genommen am Ar sch vorbeigehen. Trotzdem vermisse ich ihn in manchen Situationen schmerzlich. Unsere Gespräche. Ich dachte mal, er wäre mein bester Freund, aber: beste Freunde belügen und betrügen nicht. Davon konnte ich mich schon mal lösen.
Es dauert halt. 5, 6 oder 7 Monate.... Du darfst trotzdem traurig sein, Tränen vergießen und bist deswegen nicht unnormal.
Zitat von Kessifee:Liebe Minion. Wir sitzen alle im selben Boot, auch mich wirft es jedes Mal aus der Bahn, wenn ich ihn irgendwo sehe oder auch nur jemanden aus seiner Familie. Ich denke, so wie die anderen hier auch richtig schrieben, man muss sich einfach Zeit geben. Wenn man so sehr geliebt hat und dann verlassen wurde, dann reißt es dir ein Stück Herz, im wahrsten Sinne des Wortes raus. Bis das wieder heil ist, braucht es sehr viel Zeit, viele gute Freunde, viel Gespräch und viel Gutes, was du dir selbst tun sollst.
Lass die Trauer zu und den Schmerz. Es tut oft unheimlich weh, aber es wird besser, ganz bestimmt. Beim einen dauert es halt länger, beim anderen weniger. Da sind wir Menschen ganz verschieden. Du schaffst das! Bzw. wir schaffen das!
Zitat von Sense:@minion,
Das stark sein täuscht, bzw. ist ein Blick auf Menschen die einfach einen Schritt weiter sind als Du. Wir sind alle durch ein tiefes Tal der Tränen gegangen. Der/die eine bis zur völligen Kraftlosigkeit, Erschöpfung, der/die andere hat sich etwas früher auf den Weg gemacht. Der Knackpunkt ist, dass man irgendwann die Hoffnungslosigkeit einer Fortführung der Beziehung erkennt. Dass alles eigene Streben, wünschen, hoffen, hadern nichts bringt, weil zu einer funktionierenden Beziehung eben zwei gehören. Den Blick aus der (vermeintlich) schönen Vergangenheit in eine ungewisse Zukunft zu richten ist eine Mammutaufgabe.
Auch wieder sehr schön und treffend geschrieben!
Zitat von blackcat-69: Schreib einfach hier weiter, wir sind hier gemeinsam stark, besonders wenn sich die einzelnen Mal schwach fühlen, was auch täglich vorkommt und normal ist.
Genau @blackcat-69... Eine von uns hat einen schlechten Tag?! Was solls... Schreib hier rein, es antwortet dir jemand und versucht dir aus dem dunklen Loch zu helfen. Den Schmerz, die Enttäuschung, die verlorenen Hoffnungen können wir uns nicht gegenseitig abnehmen, aber beim Tragen helfen....