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Zitat von Wannendlich:Lieber @ Schlaubi009
Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Das stimmt. Aber dennoch sehe ich es anders. Mir hilft die Zeit, alles zu verarbeiten. Es stimmt, dass die Narben bleiben. Aber sie verblassen. Die tiefe Wunde schmerzt längst nicht mehr so, wie anfangs. Demnach hilft mir die Zeit.
Frühere gescheiterte Beziehungen haben überhaupt keinen Bestand mehr in meinem Leben. Da sind selbst die Narben komplett weg. Und irgendwann wird auch der heute Schmerz komplett verarbeitet sein.
Du hörst dich nicht besonders positiv an. Magst du mehr von Dir erzählen?
Hallo und guten Morgen!
Meine Hintergrundgeschichte kannst Du gerne, wenn Du möchtest, in meinem Thread nachlesen ("Wie schaffe ich den Turnaround"). Das ist einfacher, als alles noch mal lang und ausführlich darzulegen.
Ich bin, was das Thema Frauen und Beziehungen betrifft, an einem Wendepunkt gelangt und glaube mittlerweile, dass da irgendwo vielleicht auch eine höhere mir unbekannte Macht, ein Schutzmechanismus, der mir unbekannt ist oder einfach nur das Schicksal dieses verhindern. Dazu meine eigene Unfähigkeit, mich an die neuen "Marktmechanismen" anzupassen, wie das Kennenlernen abläuft, dass Affären, ONS und Untreue belohnt werden, dass Verbindlichkeit augenscheinlich nicht gewollt sind, dass Menschen den angeblich so langweiligen Alltag (der aber natürlich auch bei Singles herrscht, aber niemand zugeben will) nicht mehr weiterleben wollen und dann sogar ganze Familien, langjährige Bindungen etc. gecancelt werden usw.
Diese Welt, diese Zeit, ist nicht meines. Es mag Menschen geben, die wie ich "ticken", aber die sind verdammt rar geworden, gerade in meinem räumlichen örtlichen Umfeld. Selbst Umzüge haben daran nichts geändert.
Was füllt mich in meinem Leben jetzt noch aus?
Ein alter Kater, der als Relikt in meinem Herzen übrig geblieben ist, der mir jeden Tag Freude und Liebe schenkt (auch, wenn er mal viel Blödsinn macht, aber auch das gehört in Beziehungen, auch zwischen Haustieren und Menschen, dazu
Ein TV-Gerät, wo ich mir meine Freizeit vertreiben kann mit DVDs von guten alten Serien und Filmen.
Ein bisschen Sport, um in Form zu kommen bzw. zu bleiben.
Hin und wieder ein Vintage-Computerspiel namens "Pirates", was mich auch heutzutage noch am PC fesseln kann.
Und American Football (NFL), wo in Kürze der Super Bowl stattfindet (den ich mir anschauen werde), der Sport, den ich mal selbst aktiv betrieb (als Spieler und Staffcoach).
Was Frauen und Beziehungen betrifft: 5 Jahre nach einer langen Ehe ohne Nähe, Intimitäten usw. sind zuuuu lang. Das hat mich verändert, frustriert, ein wenig gebrochen und vielleicht auch ein wenig verhärmt. Ich mag Menschen, ich kann gut mit Menschen ins Gespräch kommen, ich kann vor hunderten von Leuten Vorträge etc. halten - alles kein Problem.
Aber: Ich kann es nicht schaffen, mal eine für mich tolle attraktive Frau, die dann auch mal vor allem ungebunden ist (und nicht nur auf S. und Vög..n und Egopolitur o.ä. aus ist) zu finden bzw. zu bekommen. Es muss ja nicht gleich heiraten und zusammen ziehen sein, das wäre alles kein Ding. Aber der 1.Schritt geht schon schief.
Und auch wenn sicherlich da einiges an mir liegt, so kann ich aber auch offen sagen: Es liegt vor allem an der heutigen verrückten, wahnsinnigen, auf Leistung und Erfolg sowie Austauschbarkeit fixierten Zeit. Damit komme ich nicht zurecht. Somit ist dieses Kapitel abgeschlossen.
Mögen alle Paare, die jetzt noch zusammen sind, sich bloß am Riemen reißen. Wenn´s kaputt geht, kommt meistens nichts mehr nach, zumindest nichts gutes. Die wenigen angeblich widerlegenden Beispiele diesbezüglich lasse ich im Hinblick auf die Anzahl der gescheiterten Beziehungen nicht mehr als Widerspruch gelten. Ich vermute, auf eine neu geschlossene Beziehung kommen bestimmt etliche gescheiterte Beziehungen. Keine gute Entwicklung, wie ich finde.
Ich wünsche allen Foris hier einen schönen Sonntag!


