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Hoffnungslos und lebensmüde

Käfer2311


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Zitat von Heffalump:
Kann ich jetzt nicht sagen, Lebe kann ja enden, es kommt darauf an - wie der Nochpartner dies vermittelt - und sofort zur Next zu ziehen, ist bösartig

Das sehe ich auch so. Das hat mir so weh getan,aber ob ihn die jetzt glücklicher macht?

01.04.2021 08:49 • #46


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Käfer2311:
aber ob ihn die jetzt glücklicher macht?

Wen kümmert es?
Hauptsache dir geht es besser, ob es ihm besser geht - ist doch Jacke wie Hose

01.04.2021 08:55 • x 3 #47



Hoffnungslos und lebensmüde

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nimmermehr

nimmermehr


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Zitat von Mar-ion:
Man wird vorsichtiger weil man nicht wieder so verletzt werden möchte.



Ich glaube inzwischen (2 Jahre getrennt nach 20 Jahren) erst wenn man keine Angst mehr hat wieder verletzt zu werden, ist man wirklich bereit für was Neues und hat das Alte verarbeitet. Nur wer noch offene Wunden hat, hat Angst vor noch mehr Schmerz.

01.04.2021 09:03 • x 3 #48


Käfer2311


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Zitat von Heffalump:
Wen kümmert es? Hauptsache dir geht es besser, ob es ihm besser geht - ist doch Jacke wie Hose

Das stimmt!

01.04.2021 09:13 • #49


Mar-ion


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Bin euch unendlich dankbar für die lieben Worte. Sie helfen mir sehr.

01.04.2021 10:00 • x 1 #50


unfassbar


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Zitat von Mar-ion:
Vielen lieben Dank.Es tut so gut und ich hatte Tränen in den Augen. Das hätte ich schon viel eher machen sollen. Habe mich aber nicht getraut


Siehst du Marion, das bringt auch die Zeit mit sich und das ist durchaus positiv. Du wirst mutiger, wuppst viele neue Dinge allein, einfach weil du dich traust und weil du es kannst. Auch das macht stärker.
Sei nicht ungeduldig mit dir, du musst Schritt für Schritt herausfinden, was du willst, was dir Freude bereitet, was dich glücklich macht. Das kann ein Hund sein, das kann Sport sein, ein neues Hobby, etc. Du hast es in der Hand, du hast dein Leben in der Hand. Das kann wundervoll sein, es ist nur ungewohnt und deshalb ängstigt es dich. Aber Stück für Stück wirst du mutiger werden und immer größere Schritte in ein glücklicheres zufriedenes Leben starten.

Was machst du Ostern? Lass bloß nicht so viel Sentimentalität aufkommen. Mach dir einen Plan für dich. Koche für dich selbst, hole dir einen guten Wein, besorge dir einen lustigen Film, telefoniere mit Freunden, gönne dir eine schöne Wanne, hole die Sommerklamotten aus dem Schrank, probiere sie und sortiere aus, etc. pp.

01.04.2021 10:26 • x 1 #51


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Mar-ion:
Vielen lieben Dank.Es tut so gut und ich hatte Tränen in den Augen. Das hätte ich schon viel eher machen sollen. Habe mich aber nicht getraut.

Alles kommt, zu seiner Zeit. Du bist nicht allein, viele teilen dieses Schicksal, egal ob Mann oder Frau. Man kommt sich so abseits vor - und ich möchte wetten, das einige im Dorf dich beneiden, weil du endlich frei bist zu tun, worauf du Lust verspürst.

Wäre nicht Corona würde ich dir raten, in die Toskana zu fahren, den italienischen Frühling einzuatmen, die Wärme auf der Haut, Flirten üben - weil nach 30 Jahren ist das bestimmt eingeschlafen.

Ne Bekannte macht mit ihrer Freundin immer so Busreisen, ne Woche hier, ne Woche dort. Man lernt viele Leute kennen, alles so herrlich unkompliziert.

Lass Dich nicht entmutigen, es kann nur besser werden

01.04.2021 10:39 • x 1 #52


Sonnenblumen

Sonnenblumen


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Hallo Marion, ich kann gut verstehen, dass Du noch nicht loslassen kannst. Konnte ich auch sehr sehr lange nicht. Ich habe ihn viele Jahre unendlich vermisst, wollte ihn zurück haben. Konnte mich nicht wirklich auf etwas Neues einlassen, ich hab ihn sehr geliebt. Ist eine komplizierte Geschichte, die ich irgendwann in einem eigenen Thread schreibe.

Ich glaube dass die Menschen sehr unterschiedlich mit Trennungen umgehen. Es gibt Menschen, die sich sehr leicht neu orientieren können. Ist vielleicht Typsache. Und kommt auf die Stärke der Gefühle an und wie weit man in der Beziehung auch ein eigenes Leben gelebt hat, unabhängig war. Und kommt auch auf die Länge der Beziehung an. 30 Jahre ist ein halbes Leben. Alle Erinnerungen sind mit dem Partner verknüpft. Wenn das schöne Erinnerungen sind, dann ist das schon schwer, finde ich.

Trennungen von kürzeren Beziehungen fielen mir auch viel leichter, vor allem wenn die Gefühle nicht so stark waren.
Bei mir war leider auch eine zunehmende Abhängigkeit vor allem in den letzten Jahren in der Beziehung. Und ich habe auch zunehmend meine eigenen Interessen aufgegeben. Und das, obwohl ich eigentlich viele Hobbys und Interessen habe und schon vorher genau wusste wer ich bin und was ich will.
Wichtig war für mich, herauszufinden, warum ich irgendwann meine Interessen immer mehr aufgegeben habe. Wie war das vor Deiner Ehe? Hattest Du da Interessen und Hobbys?

Manchmal passt man sich aus Angst vor Einsamkeit auch dem Partner zu sehr an, weil man die Nähe und Geborgenheit nicht verlieren möchte. Anpassen ist zwar schon okay in einer Partnerschaft, aber das sollten sich eigentlich beide.

In den ersten Jahren meiner Beziehung hat das auch gut geklappt, ich hatte auch mein eigenes Leben, da war das "Kräfteverhältnis" ein anderes. Die Beziehung funktionierte gut, ich war glücklich. Irgendwann "kippte" dieses Gleichgewicht und es wurde schleichend ein Ungleichgewicht daraus.

Da spielen oft ganz viele unterschiedliche Faktoren rein.
Fakt ist aber ( denke ich), dass man oft aus Angst, die Nähe des Anderen zu verlieren, sich selbst aufgibt, Interessen aufgibt und sich zu stark anpasst, weil man den Partner nicht verlieren möchte.

Es sollte sich die Waage halten, eigentlich.

Ich kann Deine Worte gut nachvollziehen. Es ist so schmerzhaft, man fühlt sich wie amputiert. Man vermisst den Partner.

Für mich stellte sich aber auch die Frage: wie konnte er das tun, dass er mich nach so langer Zeit verlässt, einfach ersetzt? Das passte nicht mit meinen Gefühlen zusammen, denn ich konnte es nicht.

Waren seine Gefühle dann doch nicht so stark wie meine? Oder hatte er doch eine ganz andere Einstellung als ich in Bezug auf Beziehung?

Kannst / Konntest Du mit Deinem Mann über alles reden? Also, warum er sich getrennt hat?

Geb Dir bitte Zeit. Es dauert so lange wie es eben dauert. Wenn Du nicht so trauern würdest dann hättest Du nicht geliebt. Eine 30 jährige Ehe ohne Liebe fände ich noch schlimmer.

Kann es auch sein, dass Du auch trauerst, weil Du Dich selbst in der Beziehung zu stark verloren hast?

01.04.2021 11:09 • x 1 #53


Mar-ion


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Danke für die lieben Worte. Ich habe mich selbst in der Ehe aufgegeben war nur für ihn da versuchte alles ihm rechtzumachen.Habe meine Selbstständigkeit aufgegeben habe immer geglaubt es wird wieder wie am Anfang. Wurde aber immer schlimmer. Wurde ausgenutzt u.s.w.Tut wirklich gut zu lesen das ich nicht alleine bin und es viele Menschen gibt die mich verstehen.

01.04.2021 13:26 • x 2 #54


Lalalana1

Lalalana1


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Du sagst selbst dass du dich selbst aufgegeben hast. Und dann "ich wurde ausgenutzt. Nur mal so als zum nachdenken;)

Du nennst deine Beziehung toxisch. Sprich - sie hat Dir nicht gut getan. Das war am Ende nur Gewohnheit. Wir haben gute und schlechte Gewohnheiten. Freue dich dass du eine schlechte los geworden hat und den leeren Raum jetzt mit etwas gutem füllen kannst.

01.04.2021 15:53 • x 1 #55


Nesmejana

Nesmejana


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Liebe Marion, sorry für meinen Deutsch, ich bin nicht von hier.
Ich umarme Dich und verstehe deine Gefühle ganz gut. Ich befinde mich in dem gleichen Zustand. Wir waren 33 Jahren zusammen, wenn mein Mann sich in eine 22-jährige verliebt hat. Er hat sich von mir vor 4,5 Jahren getrennt, wir sind seit 1,5 Jahren geschieden. Die beiden Verliebten haben jetzt schon einen Kind zusammen und sind seit kurzem verheiratet. Und trotzdem... Ich kann nicht so richtig los lassen. Jeden Morgen fange ich mit dem Reden mit ihm oder mit dem lieben Gott an. Ich weiß inzwischen, dass es aussichtslos ist, dass ich mir nur Weh tu, dass ich mich nur verletze. Aber ich kann nicht anders.
Und dann schau ich mich an und verstehe, dass ich das kann. Und das ich schon so viel für mich getan habe. Und das mein Leben sooooo schön ohne ihm ist! Und das ich jeden Tag glücklich bin, einfach so. Ich habe einen Hund, ich habe mir einen Segelschein gemacht und schon 2 Mal Segeln gewesen, ich gehe wandern, ich habe mich sogar mit 55 verliebt, rein platonisch, in einen 14 Jahre jüngeren Mann, einen Segeln Kamerad. Und mit ihm bleibe wir in Kontakt und gehen mit dem Hund wandern. Was kann eine Frau sich nur wünschen? Das, oder einen genervten alten Mann an ihre Seite? Eine Lüge ohne Ende? Eine Demütigung? NEIN!

02.04.2021 00:25 • x 7 #56


DerBote


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Ich kann dich auch sehr gut verstehen. Mir geht es ganz ähnlich wie dir.
Habe das Gefühl mich in der Beziehung verloren zu haben, und kann mit dem Alleinsein nichts anfangen, oder zumindest nur sporadisch. Zuhause gehe ich förmlich ein, deswegen bin ich so oft draußen wie es nur geht.
Gestern ging es mir noch vergleichsweise gut, und heute ist es wieder ganz schlimm. Alle paar Tage falle ich in ein Loch, fühle mich erschöpft, betäubt.
Wie du siehst, du bist nicht alleine damit.

02.04.2021 12:46 • x 2 #57


alleswirdbesser


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Zitat von DerBote:
Ich kann dich auch sehr gut verstehen. Mir geht es ganz ähnlich wie dir. Habe das Gefühl mich in der Beziehung verloren zu haben, ...

Ist bei mir auch so, scheint typisch zu sein. Allerdings bin ich eher im Haus als draußen. Meine Trennung ist aber noch frisch, ich hoffe keine Jahre leiden zu müssen. Noch ein paar Monate bestimmt, da mache ich mir nichts vor, vielleicht ein Jahr. Ewig darf das nicht gehen.

02.04.2021 12:53 • x 1 #58


DerBote


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Zitat von alleswirdbesser:
Ist bei mir auch so, scheint typisch zu sein. Allerdings bin ich eher im Haus als draußen. Meine Trennung ist aber noch frisch, ich ...

Meine Trennung ist auch erst wenige Wochen her.
In der Beziehung hatte ich nie das Problem alleine zu sein. Wenn sie mal ein paar Tage weg war, kein Problem. Aber jetzt ist es gruselig.
Ich spüre in mir, immer wenn es hart wird, den Drang der Einsamkeit irgendwie entfliehen zu müssen.
Dann fallen mir die verrücktesten Dinge ein. Meine Ex zu bitten wieder einzuziehen, mir eine Affäre zu suchen usw.
Sobald ich mich gefangen habe, geht's wieder.

Schon skurril. Ich habe meiner Ex immer vorgeworfen sie könne nicht alleine sein, Hang zum Warmwechsel, immer Leute um sich usw.
Nun steh ich selber hier und hätte am liebsten eine Kompensation, eine Rebound-Geschichte, was weiß ich.
Aus dem rein egoistischen Bedürfnis mich nicht so beschissen fühlen zu müssen wohlgemerkt. Peinlich irgendwie, menschlich vermutlich auch, und schwach ganz sicher.
Aber so ist es wohl gerade. Ich habe zwar immer wieder sehr starke Phasen, und dann wiederum bin ich an Schwäche kaum zu übertreffen.
Diese Ups and Downs finde ich fürchterlich zermürbend, weil ich nie weiß wo ich gerade stehe, und was als Nächstes kommt.

02.04.2021 13:28 • #59


alleswirdbesser


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Zitat von DerBote:
Meine Trennung ist auch erst wenige Wochen her. In der Beziehung hatte ich nie das Problem alleine zu sein. Wenn sie mal ein paar Tage ...

Oh man, so ist es bei mir auch, irgendwie gruselig, dass du es schreibst und ich mich voll ertappt fühle. Ich hätte manchmal echt seine Hilfe gebraucht, einfach auch weil ich als Frau manche Dinger gerade nicht allein machen kann. Schwer heben zum Beispiel. Aber ich kann schlecht jemand anderes darum bitten, also mache ich weiter und versuche die Bauchschmerzen zu ignorieren. Diese gegenseitige Hilfe und Unterstützung fehlt mir auch, ich bin es nicht gewohnt so ganz allein zu sein und fühle mich verloren. Kisten packen kann ich, sie hochstapeln ist ein Problem gerade.

02.04.2021 14:21 • x 1 #60



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