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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

alleswirdbesser
Zitat von Blindfisch:
Den Gang zum Altar habe ich bisher vermieden.

Oh sorry, hatte das falsch auf dem Schirm. Ich werde nun auch auf ewig beim Status geschieden bleiben 😁

Da ich bisher keinen Partner mit hohem BC hatte/habe, kenne ich es gar nicht anders. Wobei beim FG weiß ich es nicht, was inzwischen auch egal ist. Im Grunde interessiert mich nur der Mann, mit dem ich zusammen bin.

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alleswirdbesser
Zitat von Aiyla:
warum ein höherer Bodycount

Ich würde nochmal zwischen höher und hoch unterscheiden. Dass jemand, der nicht Jahrzehnte lang in einer Beziehung war, einen höheren BC hat, als jemand, der das war, ist für mich selbst erklärend. Zwischen höher und hoch liegen jedoch Welten.

x 2 #1382


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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W
Zitat von So-What:
Da muss ich Dir rechtgeben. Der aushäusige Sex war nicht mein größtes Problem nach der Affäre meines Ex-Mannes. Eher die Lügen und die Täuschung währenddessen, die Nicht-Kommunikation vorher, das Weglaufen vor Konflikten und Konfrontationen im Alltag.

Ich habe zu diesem Thema früher schon mehrmals etwas geschrieben, und es wird heute natürlich nicht besser gefallen wie damals.
Aber man kann realistischerweise ja nicht erwarten, dass jemand, der weiß, dass ihm die Rübe umgedreht wird, tischt er so mir nichts, dir nichts Wahrheiten dieser Art auf, und er vielleicht auch noch hochkant aus dem Haus und dem Leben geschleudert wird, mit eben dieser Wahrheit unter den gegebenen Umständen auch rausrückt.
Gut zu heißen braucht man das natürlich nicht, aber gerade darüber am meisten in Saft zu gehen, ist mir zwar verständlich, aber auf der anderen Seite doch auch fragwürdig, weil der Mensch eben der Mensch ist, und ein solcher wird nicht gerne in Krawall und allerlei Unannehmlichkeiten verwickelt, lässt es sich irgendwie vermeiden, und daher wird eben gelogen und getäuscht und in diesem Fall ja in erster Linie verheimlicht (und das ist durchaus etwas anderes als lügen im Übrigen).
Es ist nicht gut, es ist aber nachvollziehbar, scheint mir, und nicht so abwegig. Erst recht nicht, wenn für den Betreffenden diese außertourliche Geschichte womöglich gar nicht so wichtig ist, dass er dafür großartig etwas aufs Spiel setzen möchte.


Zitat von So-What:
Auch wenn für mich Sexbetrug nicht völlig bedeutungslos ist. Hier greift "leider" mein Besitzanspruch. Da kann man jetzt drüber diskutieren, ob das gut oder schlecht ist, aber ich bin halt auch nur ein Mensch.

Eben - Du bist auch "nur" ein Mensch. Und das ist ja auch gut so! Und in diesem Sinne sind alle Deine Empfindungen wie ebenso Deine "Besitzansprüche" natürlich auch zu respektieren.

Darum ging es mir aber auch gar nicht in erster Linie. Sondern mein zentraler Punkt war, weil ich das bis heute nicht verstanden habe, weshalb zwar viele, wenn nicht die meisten oft sogar ganz gut mit einer gewaltigen Liebes- und Lebenslüge leben können, ja diese oft sogar selber immer wieder geradezu beschwören, was die Liebe betrifft offenbar sogar ein komatöser Zustand bestehen kann, und es ist egal, kein Grund jedenfalls zu akuter Aufregung, aber ausgerechnet bei diesem sogenannten Fremdgehen gleich ein gewaltiges Feuer am Dach ist und das ganze Beziehungshaus niederbrennt wie eine Strohhütte. Gerade so, als hätte man zufrieden seinen gemütlichen Liebes-Dornröschenschlaf geschlafen und sei plötzlich von einem überdimensionalen Dorn in die raushängende Ferse gestochen worden.
Mir ist das wirklich seit jeher vollkommen unbegreiflich gewesen. Und wenn ich mir vorstelle, zwei Menschen sind einander in wahrhafter tiefer Liebe verbunden (was ja ein Ausnahmeglücksfall ersten Ranges ist, sollte so etwas überhaupt vorkommen), und einer der beiden erliegt dann mal einer Verlockung, dann ist es für mich vollkommen unvorstellbar, dass an etwas vergleichsweise derart Banalem wie Sex diese Liebe, diese Beziehung zugrunde gehen sollte.
Wenn diese Beziehung hingegen ohnehin nur noch ein trüber, mehr oder weniger ausgetrockneter und ausgefischter Tümpel ist, dann bitte. In dem Fall ist es ja auch nicht schade drum, und ihr sozusagen in diesem wütenden Aufflackern den Rest zu geben, ist dann ja egal.

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W
Zitat von Fenjal:
Einerseits weisen Ehefrauen auf Werte und ihren moralischen Kompass hin, werten AF ab, betiteln sie als billig, oder sie hätten wenig Anspruch, was Männer anginge usw, es wird scharf verurteilt.

Naja, Fenjal, aber das fällt doch unter seelische Notwehr, oder? Lachendes Gesicht
Wenn da eine Ehefrau betrogen wird, wie man es nennt, und eine betrogene Ehefrau ist immer zugleich eine moralische Frau mit moralischen Ansprüchen, und das Selbstbewusstsein einen schweren Schlag in die Magengrube oder auch mitten ins Herzchakra abbekommt, dann muss die Affärenfrau, früher ja gleich Nebenbuhlerin genannt, zwangsläufig und ganz naturgemäß eine billige Schl.... sein, damit das eigene schwer mitgenommen Selbstbewusstsein ihre Inhaberin trotz allem weit über eben diese fürchterliche Affärenschl... hinaushebt. Und womit sonst als mit Moral könnte hier auch gewütet und argumentiert und gemessen werden? Mit Bettkunststückchen oder Farben und Formen wäre in dem Fall wohl völlig fehl am Platz (obwohl es an sich ja das Naheliegendste wäre).
Und diese generelle "scharfe Verurteilung" rührt einfach von einem (latenten) Bedrohungsgefühl her, von der eigenen Angst, der Mann könne fremdgehen, oder gar von der heimlichen Sehnsucht nach eigenen, nicht geduldeten, gewagten Abenteuerlichkeiten. Kann alles sein. Es gibt ja sehr vielfältige und teilweise auch völlig verworrene Selbstschutzmechanismen, die oftmals nicht einmal untereinander klarkommen.
Die erstaunlichste Kapriole in diesem Zusammenhang scheint mir jedenfalls die zu sein, wenn der Mann dann als der ärgste Halunke und Idiot und H....sohn usw., als das Letzte und Allerletzte auf jeden Fall, verstanden und dargestellt wird, aber ihm dann letztlich Tür und Tor und Bettdecke doch wieder geöffnet werden mit guter Miene. Wie sich das ohne Imageverlust vor sich selber unter einen Hut bringen lässt, ist mir ein Rätsel.
Aber dennoch - nichts einzuwenden dagegen. Der Mensch ist ja nicht umsonst eben der Mensch.



Zitat von Blind-Meg:
Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass es vielen eben mehr darauf ankommt, einen schönen Schein darzustellen (auch vor sich selbst) statt wirkliche Substanz und Aufrichtigkeit. Hauptsache die Nachbarn merken nichts und Hauptsache man selbst kann so tun, als würde man ebenfalls nichts merken. Und Hauptsache die Illusion einer Ehe bleibt aufrecht.
Ich sagte ja vor einigen Seiten schon, dass ich der Ansicht bin, die meisten Beziehungen dümpeln so vor sich hin und man hat sich "arrangiert", hat sich eigentlich nichts mehr zu sagen, ist aber auch nicht schlimm genug und so schön bequem, dass man einfach da bleibt.

Ja, genau diesen Eindruck habe ich auch. Die Ehe samt gepflegtem Schein ist halt der Doktortitel unten den verschiedenen Arten von Beziehung, und den legt man nicht gerne ab, will zugleich aber auch nicht blöd und mehr oder weniger vernichtet dastehen.
Es mag ja in den meisten Fällen mit einer gewissen Verliebtheit beginnen. Aber wenn sich die Liebes- und Begehrensgefühle dann im Lauf der Zeit verziehen, die Echtheit sozusagen verstorben ist, bleibt halt auch nichts anderes mehr als der Schein, bleibt nichts mehr als alle möglichen Fassaden auf Liebe und Glück zu polieren und zu schmücken. Die notwendigen Präsentationspflichten will man da keineswegs vernachlässigen, auch wenn in den Innenräumen schon alles vermorscht und zerfressen und verfallen ist. Und da das ja viele, die meisten so machen, es praktisch genau so der allgemeine Brauch ist, fällt das auch gar nicht weiter auf und bleibt im Stillschweigen hingenommen.

Ich muss aber sagen, dass ich dafür durchaus Verständnis habe. Denn das Konzept Ehe ist ja kein Konzept der Liebe, sondern des Formalismus und der Lebenspraxis (die offenbar da und dort nach wie vor vorteilhaft erscheint). Durchaus vergleichbar mit den früheren Zuständen, wo romantische Gründe zum Zweck der Ehegründung ja gar nicht vorgekommen sind, die Beteiligten zumeist ja auch keinerlei Mitspracherecht hatten, sondern die Ehen gewissermaßen fremde Stifter, meist die Eltern, hatten. Zu diesen Zeiten brauchte dann natürlich auch gar nicht großartig etwas vorgegaukelt zu werden.
Heute allerdings, wo ja die Liebe Stifterin und Erhalterin der Ehe sein soll, kann und darf die banale und bisweilen sogar brutale und selbstmörderische Wahrheit nicht nach außen durchdringen. Sonst erschiene dieses desaströse Zweiergespann ja als etwas durch und durch Gescheitertes, als ein fulminanter Liebestotalschaden - und das will und muss natürlich verhindert und verborgen werden.

Das Problem, scheint mir, ist eben, dass das Konzept Ehe, wie gesagt, seiner Natur nach ja gar nichts mit Liebe zu tun hat, aber aus mir unbekannten Gründen dennoch offenbar so aufgefasst und oft ohne Rücksicht auf Verluste auch durchgezogen und durchgehalten wird.
Irgendwann wird man sich wohl entscheiden müssen: Entweder Liebe oder eben Ehe. Was davon soll als Grundlage dienen für Zweiergespanne? (Wobei das Einfachste natürlich wäre: Ehe (oder feste Partnerschaft) als Basis, alles andere beidseits frei flottieren lassen, wie es eben kommt - aber das ist für die Meisten, die ja an nichts besser gewohnt und angepasst sind als an die umfassende Unfreiheit, wohl ein Ding der Unmöglichkeit, wiewohl ich überzeugt bin, dass sich genau das irgendwann auch durchsetzen wird als das stabilste und ehrlichste und sinnvollste Lebenskonzept hinsichtlich gemeinsamer Lebensbewältigung, weil alles andere schlicht und einfach nicht mehr haltbar ist.)

x 2 #1384


P
Zitat von Nalf:
Boy logic.

Zitat von Nalf:
Auf mich wirkt es so, als solle der persönliche Kontrollverlust und der Ekel vor der eigenen Sexualität den Frauen als Kollektiv zur Verantwortung gemacht werden.

Mal abgesehen davon, dass ich offensichtlich zu dumm war, diese plumpe Blenderei, die nur dem Generieren von Klicks und Likes dient, zu erkennen ...

Mir ist dabei noch nicht wirklich klar, was es mit Kontrollverlust oder Ekel zu tun hat, wenn ich in der Ansicht bin, dass sich Intimität in einer Beziehung auch dadurch ausdrückt, dass eben nicht die gesamte restliche Welt jeden, aber auch wirklich jeden, Quadratzentimeter Haut meiner Partnerin kennt?

Zitat von Nalf:
Einkommens- und Machtgewinn.

Und dann stelle ich mir - wie schon mal angedeutet - die Frage, welche Art von Partner dann genau diese Damen anziehen?

x 1 #1385


Blind-Meg
Zitat von Blindfisch:
Der "akzeptierender" Partner hat immer Kopfkino, ob er will oder nicht. Die Eifersucht kickt....und das passiert automatisch weil der Partner mit hohem bodycount "bewiesen" hat, das er illoyal ist.

Äh - nein.
Mein Partner hat einen sehr hohen BC und ich habe mit ihm null Kopfkino und empfinde so gut wie keine Eifersucht. Und das, obwohl wir 80km auseinander wohnen und uns nur am Wochenende sehen.
Da hatte ich bei anderen Partnern, mit denen ich zusammen gewohnt habe und die deutlich geringere BC hatten, mehr Eifersucht und Kopfkino.
Mein Partner war nie und ist icjt illoyal. Er hatte in seiner Jugend und in Singlezeiten viele Frauen, die meisten davon nur 1x, einige Beziehunngen von 5-8 Jahren Dauer und zwischendurch die eine oder andere F+. In Beziehungen war er immer treu und in allem anderen immer ehrlich In seinen Absichten.
Ich wüsste nicht, woher ich Kopfkino haben sollte.

Zitat von Aiyla:
Wo ich gerade hängen bleibe ist, warum ein höherer Bodycount automatisch mit Illoyalität gleichgesetzt sein sollte (kann ist klar..)...?...

Das ist eben der Punkt, den auch ich nicht verstehe und der auch keinen Sinn ergibt.

Bei mir wäre der Ofen aus, wenn ein potentieller Partner mehr als 1x fremd gegangen wäre. Da hätte ich Kopfkino und Probleme zu vertrauen. Bei 1x Fremdgehen kommt es auf die Umstände des Fremdhehens an und wie er darüber spricht, damit umgeht und was er draus gelernt hat. Wenn er meint, 1x im Club ein Ausrutscher unter Alk. sei das "harmloseste": Für mich nicht. Da hätte ich Kopfkino jedesmal wenn er das Haus verlässt. Und wer mehrmals fremd gegangen ist, wäre bei mir auch raus.
Aber allein wegen eines hohen BC? Nö. Den kann man auf so viele verschiedene Arten "eingesammelt" haben, das würde ich nicht pauschal beurteilen.

x 3 #1386


Q
Zitat von whynot60:
und einer der beiden erliegt dann mal einer Verlockung, dann ist es für mich vollkommen unvorstellbar, dass an etwas vergleichsweise derart Banalem wie Sex diese Liebe, diese Beziehung zugrunde gehen sollte.

@whynot60 Hallo,

Ich konnte allem relativ gut folgen bis auf das obere: wenn ich jemand liebe oder meine dazu tun, dann wird es keine Verlockung geben - es sei denn ich suche diese bewusst auf! Und das ist der Punkt. Wenn dann noch jemand mir die Wahrheit vorenthält, weil er es nicht als Lüge bezeichnet und nicht als Betrug (weil banaler xex)… finde ich schlimm, dann wenigsten gradlinig und dazu stehen und die möglichen Konsequenzen in Kauf nehmen: zumindest erhöht es die Chancen, dass gemeinsam geschaut werden kann, ob die treue Person bleiben möchte oder nicht. Aber unter falschen Tatsachen zusammensein, fände ich persönlich nicht prickelnd.

x 1 #1387


S
Zitat von Blindfisch:
Nun ja, für mich (wegen der politischen Korrektheit) hat bodycount nichts mit Moral sondern mit Biologie zu tun. Ich sag ja nur Entspannter Smiley

Das stimmt nicht, du kannst es einfach nicht mit der Moral erklären...
....was soll das Thema den mit politischer Korrektheit zu tun?
Oder willst du schreiben "...Frauen die einen hohen BC haben, sind alles alles Schl....?" Das wäre dann nicht nur politischen unkorrekt, sondern auch eine Beleidigung...
...aber wolltest du doch nicht.

Ich finde du willst hier uns hier ein wenig, mit Begrifflichkeiten gepaart mit Ironie, in die Irre führen, weil scheinbar du ein Problem hast deine Position zu begründen.

Dabei musst du deinen Position nicht begründen - sag doch einfach ich sehe das so! Fertig!
Ich habe auch mit bestimmten Dinge Probleme, wenn eine Frau bestimmte Dinge in der Vergangenheit gemacht hat, habe ich hier schon geschrieben.

Der einzige Unterschied ist, das mir klar ist, dass sich das in meinem Kopf abspielt - das hat auch nichts mit Krankhaft zu tun, trotzdem ist das erstmal mein Problem - und man kann auch mal hinterfragen warum das so ist...

Eifersucht ist erstmal ein normales Gefühl und auch nicht krankhaft, aber wenn du eifersüchtig bist ist das erstmal dein Problem.

Ich finde nur, wenn man von einen hohen BC auf den Charakter schließen könnte, oder auf ein krankhaftes Verhalten, dann spielt der BC eine Rolle. Aber ab welcher Zahl wäre das so?
100, 20, 10, 5, 2 im Jahr?

100 im Jahr, das würde ich sagen da stimmt was nicht, aber bei 5 im Jahr?

Und das mit der Loyalität verstehe überings Null - weiß nicht was du meinst... ...weil das wirklich nichts mit den Sexualpartner vor dir zu tun hat, ist doch ein Deal zwischen dir und deiner Freundin...

x 3 #1388


S
Zitat von QueenA:
@whynot60 Hallo, Ich konnte allem relativ gut folgen bis auf das obere: wenn ich jemand liebe oder meine dazu tun, dann wird es keine Verlockung ...

Mir wäre Erblichkeit wichtiger, um Vertrauen zum Partner aufzubauen, das jemand nicht Loyal ist, fremdgeht, lässt sich nicht am Anzahl der Sexualpartner abzählen, sonder es geht mehr darum, ob jemand in der Vergangenheit schon mal untreu war...

x 2 #1389


Q
@Schnuddel74

Ja, ist was dran.
Vertrauen entsteht für mich ohnehin nicht durch Zahlen, sondern durch das, was ein Mensch über längere Zeit hinweg zeigt. 🙂

x 2 #1390


Fenjal
Zitat von whynot60:
Das Problem, scheint mir, ist eben, dass das Konzept Ehe, wie gesagt, seiner Natur nach ja gar nichts mit Liebe zu tun hat,

Richtig, rechtliche Vorteile bringt eine Ehe, was sollte das mit Liebe zu tun haben?
Verantwortung teilen, sich umeinander sorgen, gemeinsam Lösungen finden und den anderen mit all seinen Unzulänglichkeiten gut ertragen können, das ist Liebe.
Vor allem gehört der andere mir nicht, er ist keine Kommode, die im Eßzimmer steht und die nur ich abstaube.

Er kann seine Freizeit verbringen wie er es möchte, er muss mir keinen Rapport geben.
Denn wenn er mich liebt, wird er nichts tun, was mich verletzen könnte und deshalb lege ich niemals "Ketten" an und brauche weder Zettel mit Unterschriften noch nach außen irgendwelche Demonstrationen die ein Paarsein bekunden.

Zitat von whynot60:
Die erstaunlichste Kapriole in diesem Zusammenhang scheint mir jedenfalls die zu sein, wenn der Mann dann als der ärgste Halunke und Idiot und H....sohn usw., als das Letzte und Allerletzte auf jeden Fall, verstanden und dargestellt wird, aber ihm dann letztlich Tür und Tor und Bettdecke doch wieder geöffnet werden mit guter Miene. Wie sich das ohne Imageverlust vor sich selber unter einen Hut bringen lässt, ist mir ein Rätsel.
Aber dennoch - nichts einzuwenden dagegen. Der Mensch ist ja nicht umsonst eben der Mensch.

Richtig!
Moralische Maßstäbe weden immer dann heruntergebrochen wenn es um persönliche Vorteile geht.
Eigene Vorteil werden über moralische Prinzipien gestellt, es werden Ausreden gesucht um den " Betrug" des Galans zu relativieren, Standards gesenkt.

Nur bei der AF kann und darf man lustig moralisieren, Sätze wie,... ich würde nie mit einem verheirateten Mann,... raushauen.
Mich amüsiert soetwas, man sieht sich selbst im besseren Licht, verwässert allerdings seine Maßstäbe wenn es um "Betrug" des Galans geht und demonstriert nach außen eine gute Ehe.
Um dann noch geradeaus gehen zu können, besetzt man Therapiestuben, die diese abgefahrenen Fassaden-Ehen irgendwie lebbar machen sollen.

x 1 #1391


Sarong
Ich kenne einige Männer und Frauen mit einer hohen Anzahl von wechselnden Partnerschaften, die plötzlich sehr treu und lieb anhänglich und verbindlich wurden, weil die/der Richtige auftauchte, da geben sie sich dann plötzlich Mühe, sind kompromissfähig, etc. Und schaffen es sogar diesen Partner über viele Jahre zu halten und glückliche und harmonische Beziehungen zu führen. Ich frage mich dann jedesmal, was hat dieser Partner an sich, diese bindungsscheuen Gesellen an sich zu binden? Deren Geheimnis würde ich gerne kennen lernen. Ich glaube das hat einfach nur was mit lieben und sehr viel Glück zu tun. Das gelingt nun mal nicht allen und jedem.

x 4 #1392


R
@Sarong
Kenne ich tatsächlich genauso.
Wenn diese Leute plötzlich mal richtig verliebt sind, dann tun sie plötzlich ALLES für den neuen Partner. Gehen Kompromisse ein etc

x 3 #1393


G
@Sarong
Vielleicht ist es die Passung? (Die hat ja nichts mit dem "Wert" der Einzelnen - wer will den auch schon festlegen und warum? - zu tun?)
Vielleicht auch die persönliche Entwicklung (zu der der letzte Partner) beitrug?

x 3 #1394


Q
Zitat von Aiyla:
Passung


Zitat von Aiyla:
persönliche Entwicklung


Das sind auch meine Gedanken dazu.

x 2 #1395


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