Zitat von NurBen: Jemand der sich -überspitzt gesagt- sein Leben lang durch die Weltgeschichte geknattert hat, hat nicht plötzlich eine Erleuchtung.... er lässt sich nieder, weil ihm die Optionen ausgehen.
Mag sein, dass es sowas auch gibt. Aber das ist gewiss nicht der einzige Grund.
Mein Partner hat mir das so erklärt, dass er schon früh gemerkt hat, dass Sex in Beziehung und Sex einfach so nicht vergleichbar sind und er die Variante Beziehung bevorzugt hat. Einfach nur Sex wurde ihm tatsächlich zu langweilig, er meinte "irgendwann hat man halt alles gesehen und dann kickt das nicht mehr". Lockere Geschichten in Singlezeiten waren für ihn "besser als gar kein Sex", aber mehr eben auch nicht. Er hat ab seinem ca. 25. Lebensjahr eher feste Beziehungen gesucht und auch welche gehabt. Dazwischen hatte er durchaus lockere Geschichten oder F+ (aber auch mal über ein Jahr gar keinen Sex), war aber weiter auf der Suche nach einer festen Beziehung. Als ich ihn kennenlernte, hatte er gerade zu der Zeit eine Sexbekanntschaft laufen, der er klar gesagt hat, dass er weiter was Festes sucht und die Sache mit ihr sofort beenden wird, wenn er eine Partnerin findet. Und genau so hat er das auch gemacht, als wir ein Paar wurden. Die Dame (selber geschieden mit Kindern und hatte die Schnauze voll von Beziehung) hat sogar noch weiter versucht, sich im Spiel zu halten und hat sich sporadisch bei ihm gemeldet, wohl um abzuchecken, ob nicht doch nochmal was geht, was mir dann irgendwann gegen den Strich ging, denn die beiden waren keine Freunde und ihre Absichten waren klar. So hat er dann den Kontakt zu ihr endgültig beendet.
Also er hatte im Grunde meistens irgendwelche Optionen, bloß wollte er irgendwann einfach was mit mehr Tiefgang und nicht nur stumpfsinniges Geboomse.
Ich kann mir aber vorstellen, dass dein übersichtliches Weltbild nicht ausreicht, um dir vorzustellen, dass es sowas wirklich geben kann.