×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

2611

Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

W
Zitat von So-What:
Das ist doch Quatsch. Sorry. Für mich zumindest.

Ja, für Dich und in Deinem Fall mag es ja Quatsch sein.
Das Problem ist ja generell immer wieder, dass man in Diskussionen zu diesen und jenen Themen immer nur den Meistfall als Grundlage nehmen kann.
Und in dieser Angelegenheit scheint es im Allgemeinen ja doch so zu sein, dass das Selbstbewusstsein einen gehörigen Dämpfer bekommt und dann ein Ausgleich nötig wird.
Das heißt ja nicht, dass alle so reagieren. Klar kann es welche geben, die im Sexbetrugsfall regelrecht jubeln, entweder, weil sie sich für den Partner freuen, oder weil es für sie DIE Gelegenheit ist, einen vielleicht schon lange herbeigesehnten Trennungsgrund auf den Elfmeterpunkt gelegt bekommen zu haben. Und wieder andere hingegen greifen zur Waffe oder begehen Selbstmord oder sonst etwas.
Und Du gehörst hier eben zu den Ausnahmefällen und hast gemäß Deiner Natur und seelischen Konstitution reagiert. Alles gut!

x 1 #1456


W
Zitat von Fenjal:
Verantwortung teilen, sich umeinander sorgen, gemeinsam Lösungen finden und den anderen mit all seinen Unzulänglichkeiten gut ertragen können, das ist Liebe.
Vor allem gehört der andere mir nicht, er ist keine Kommode, die im Eßzimmer steht und die nur ich abstaube.

Das, und was Du ansonsten dazu geschrieben hast, kann ich nur unterschreiben.
So sehe ich diese Dinge auch.
Liebe - oder sonst ein Gefühl - lässt sich nicht vertraglich oder sonstwie fixieren, auch nicht "versprechen", sondern wenn, dann werden beide zusehen müssen, sie lebendig zu erhalten.


Zitat von Fenjal:
Er kann seine Freizeit verbringen wie er es möchte, er muss mir keinen Rapport geben.
Denn wenn er mich liebt, wird er nichts tun, was mich verletzen könnte und deshalb lege ich niemals "Ketten" an und brauche weder Zettel mit Unterschriften noch nach außen irgendwelche Demonstrationen die ein Paarsein bekunden.

Tja, manche all dieser im wahrsten Sinne des Wortes schrecklich Liebenden scheuen ja nicht einmal vor heimlichen Handy-, PC- und sonstigen Kontrollen zurück.
Das sind dann wohl schon die obersten Schubladen gelebter Liebe ...


Zitat von Fenjal:
Moralische Maßstäbe weden immer dann heruntergebrochen wenn es um persönliche Vorteile geht.

Naja, aus der Not eine Tugend gemacht und aus der Tugend eine Not. Lachendes Gesicht
Moral ist ja immer das, was man gegen andere ins Feld führen kann, ohne sich dabei selber zu beschmutzen.
Anders gesagt: Moral ist der Giftstachel der ansonsten Hilflosen. Und als ernsthaftes Argument natürlich immer unbrauchbar.


Zitat von Fenjal:
Um dann noch geradeaus gehen zu können, besetzt man Therapiestuben, die diese abgefahrenen Fassaden-Ehen irgendwie lebbar machen sollen.

Ja, was heutzutage so alles zur "Therapie" gebracht wird, das ist schon äußerst bemerkenswert! Kein toter Hund, mit dem es nicht versucht werden würde, und dazu selten ein Therpeut, der den toten Hund auch gleich oder überhaupt als toten Hund benennen würde.
Überhaupt Therapie ... wenn ich das schon höre! Es gibt heute ja schon mehr Therapien als Krankheiten, und wo zwar eine Therapie, aber noch keine Krankheit, dort muss halt rasch eine aus dem Boden gestampft werden, die dann zur zunächst verwaisten Therapie zumindest halbwegs passt.

Ich kann mir nicht helfen: Aber seit der längsten Zeit habe ich den Eindruck, die Menschen haben das wahre, blutvolle, vitale, natürlich auch wechselhafte und da und dort riskante Leben schon vollkommen verlernt und geistern nur noch als Hochempfindlichkeitssensoren in allerlei aufgeblähten Theoriepalästen herum. (Ausnahmen natürlich vorkommend.)
Anstatt dass die Menschen ihr ja sehr kurz befristetes Leben feiern, am besten Tag für Tag, sind sie oftmals mit den absolut banalsten und nebensächlichsten Dingen beschäftig von früh bis spät, als wäre da schon längst irgendwo ein Kummer- und Bekümmernis-Goldrausch ausgebrochen.

Aber mein Kernpunkt war ja: Warum Liebe und Liebesbetrug und Liebesverschwinden und Liebesuntergang mehr oder weniger völlig wurscht, Sex-Betrug hingegen eine Katastrophe und ein halber oder auch ganzer Weltuntergang. Da stimmt für mich etwas in der Gewichtung gewaltig nicht. Am erstaunlichsten ja noch dort, wo ein Paar schon seit 25 Jahren keine Sex mehr hatte, aber wenn einer von beiden dann doch wieder mal Sex hat, mit jemand anderem, stürzt dennoch die Welt zusammen. So weit muss man ja erst einmal kommen in der Kunst der Verschrobenheit!

x 4 #1457


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


W
Zitat von QueenA:
Ich konnte allem relativ gut folgen bis auf das obere: wenn ich jemand liebe oder meine dazu tun, dann wird es keine Verlockung geben

Hallo, @QueenA ,

ja, das wird wohl bei vielen so sein (bei mir selber übrigens auch), dass die Verlockungen schwinden, wenn man liebt.
Allerdings kommt das halt auch darauf an, vermute ich mal, wie "sexualisiert" jemand seiner Natur nach ist, wie es damit in der Beziehung steht, ob es überhaupt um Liebe geht usw.
Es gibt eben Menschen, die von Grund auf gar nichts verlockt oder andere, die mehr oder weniger alles verlockt - und alles dazwischen.
Zudem gehst Du ja davon aus: Du liebst. Aber was, wenn Du nicht (mehr) liebst, aber dennoch in einer Beziehung - aus welchen Gründen auch immer - festsitzt? Können auch dann keine Verlockungen vorkommen? Ist also das Verlockungsverhindernde die Liebe oder eine Beziehung?

Und da braucht man sich ja nichts vorzumachen: in den meisten Fällen von Seitensprüngen und Affärengeschichte existiert eben mehr oder weniger nur noch die Beziehung, aber nicht mehr die Liebe. Und so sind Verlockungen und auch das Nachgeben gegenüber diesen Verlockungen ja nicht gar so abwegig, wenn jemandem das diesbezügliche Feuer noch nicht ganz erloschen ist.


Zitat von QueenA:
Wenn dann noch jemand mir die Wahrheit vorenthält, weil er es nicht als Lüge bezeichnet und nicht als Betrug (weil banaler xex)… finde ich schlimm, dann wenigsten gradlinig und dazu stehen und die möglichen Konsequenzen in Kauf nehmen: zumindest erhöht es die Chancen, dass gemeinsam geschaut werden kann, ob die treue Person bleiben möchte oder nicht. Aber unter falschen Tatsachen zusammensein, fände ich persönlich nicht prickelnd.

Ich habe nicht gesagt, dass es gut ist, dem anderen die Wahrheit vorzuenthalten, aber eben verständlich (angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit einer unabsehbaren Eskalation). Nicht für mich gut sind aber eben auch die (verständlichen) Gründe, warum die Wahrheit vorenthalten wird, nämlich eben diese unberechenbaren Hochempfindlichkeitsreaktionen mit bisweilen enormer Sprengkaft. Auch das ist absolut nicht gut!
Und ja, das kann ich nur wiederholen: Im Vergleich zur Liebe ist Sex etwas Banales. Das geht auch in zehn Minuten in einer Hinterhofecke und kann bedeutungslos sein wie Eislutschen. Liebe hingegen, das ist ein echter Glücksfall, so es eben auch Liebe ist und nicht lediglich ein gefühlsumbrämtes Krallinstrument oder ein schwärmerischer Anfall. Und ein solcher Glücksfall ist nicht nur weitaus seltener als Sex, sondern auch etwas viel Tieferes und Bedeutsameres. Kann man also im Grunde überhaupt nicht vergleichen.
So halt meine Meinung dazu.

x 3 #1458


QueenA
@whynot60 guten Morgen,

Danke für Deine Gedanken.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, wie ich Liebe und Nähe empfinde.

Wenn ich jemanden liebe, dann möchte ich mich zeigen können, mit allem, was dazugehört. Vertrauen, Verletzlichkeit, Nähe, Körperlichkeit. Für mich hängt das alles zusammen. Deshalb fühlt sich Sexualität für mich auch nicht belanglos an. Natürlich weiß ich, dass man Sex haben kann, ohne große Gefühle zu investieren. Aber für mich persönlich wäre das nicht das, was ich mir wünsche. Vielleicht haben mich meine Erziehung, meine Werte und meine Lebenserfahrung geprägt. Ich habe meinen Körper nicht als etwas Beliebiges betrachtet. Und genauso wenig die Zeit, die Aufmerksamkeit, die Liebe oder das Vertrauen, die mir ein anderer Mensch schenkt.

Deshalb fühlt sich für mich eine liebevolle Beziehung auch wie etwas sehr Kostbares an. Nicht, weil sie perfekt sein muss, sondern weil zwei Menschen sich gegenseitig etwas von ihrem Innersten anvertrauen. Und vielleicht sehe ich es deshalb auch so: Wenn ich irgendwann merken würde, dass ich eine Beziehung nicht mehr so leben kann, wie ich sie selbst verstehe, dann würde ich lieber ehrlich hinschauen als festhalten. Nicht aus Selbstlosigkeit, sondern weil ich niemanden in einen Konflikt bringen möchte, den ich für mich selbst auch nicht wollen würde.

Vielleicht bin ich da altmodisch. Aber für mich gehören Liebe, Vertrauen, Aufrichtigkeit und auch Sexualität einfach zusammen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich selbst gut kenne. Deshalb hüte ich mich, so gut ich kann, davor, mit jemandem in eine Kennenlernphase zu gehen, bei dem ich früh merke, dass wir bei solchen Grundwerten sehr unterschiedlich ticken.
Wenn für einen Menschen körperliche Nähe oder Sexualität etwas eher Belangloses ist und für mich etwas sehr Verbundenes mit Vertrauen, Liebe und Nähe, dann ahne ich schon, dass wir wahrscheinlich nicht dieselbe Sprache sprechen.
Das bedeutet nicht, dass einer von uns Recht oder Unrecht hat. Es bedeutet nur, dass die Passung möglicherweise nicht gegeben ist.
Und genau deshalb glaube ich inzwischen, dass Sympathie allein nicht ausreicht. Es gibt ein paar grundlegende Werte und Sichtweisen auf das Leben, bei denen ich mir wünsche, dass sie ähnlich sind.

Ich denke bei Liebe oft an das Gedicht von Erich Fried. Das hat mir mal mit 20 ein Freund vorgelesen und ich mochte das Gedicht sehr.

„Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist, was es ist, sagt die Liebe.“

Ich glaube, dass jeder Mensch Liebe ein wenig anders erlebt und definiert. Geprägt durch die eigene Geschichte, die Erfahrungen, die schönen Momente und auch die Verletzungen. Deshalb wundert es mich gar nicht, dass Menschen Sexualität, Treue, Nähe oder Partnerschaft unterschiedlich bewerten. Wir bringen ja alle unser eigenes Leben mit.

Für mich gehören Liebe, Vertrauen, Nähe und Aufrichtigkeit eng zusammen. Für andere Menschen mag das anders sein. Das macht ihre Sicht nicht falsch und meine nicht richtiger. Es zeigt nur, dass wir alle aus unterschiedlichen Erfahrungen heraus auf dieselben Themen schauen.

Schönen Feiertag Dir & @ll

x 6 #1459


Brennessl
liebe @QueenA !

Zitat von QueenA:
Deshalb fühlt sich Sexualität für mich auch nicht belanglos an. Natürlich weiß ich, dass man Sex haben kann, ohne große Gefühle zu investieren. Aber für mich persönlich wäre das nicht das, was ich mir wünsche. Vielleicht haben mich meine Erziehung, meine Werte und meine Lebenserfahrung geprägt. Ich habe meinen Körper nicht als etwas Beliebiges betrachtet.


ich habe meinen körper auch nie als etwas beliebiges betrachtet und ebenso wenig meine sexualität als belanglos angesehen. beides ganz im gegenteil.

nur weil mann oder frau gerne unverbindlichen sex hat, heißt das noch lange nicht, dass man das so sieht wie du es hier beschreibst.

mit deiner aussage unterstellst du subtil, dass menschen wie ich wahllos und unüberlegt ihren körper und ihre libido auf den markt schmeißen, nichts dabei und nicht an sich denken und sich selbst weniger wert sind.

dieses wort "belanglos" kommt vor dir, einer person die (anscheindend?) keinerlei erfahrung mit sex außerhalb einer beziehung hat. warum glaubst du also das so bezeichnen zu können?


ich mein das echt nicht böse und verurteile in keinster weise deine lebensart, aber hier kommt es wieder:

Zitat von QueenA:
Wenn für einen Menschen körperliche Nähe oder Sexualität etwas eher Belangloses ist und für mich etwas sehr Verbundenes mit Vertrauen, Liebe und Nähe, dann ahne ich schon, dass wir wahrscheinlich nicht dieselbe Sprache sprechen.


denkst du für menschen die in singlezeiten gerne unverbindlichen sex haben zählen vertrauen, liebe und nähe nicht? oder nicht so sehr wie für dich?

was du hier tust ist werten. so fühlt es sich für mich zumindest an. und damit stellst du dich in die selbe reihe mit vielen anderen hier, die glauben menschen mit anderer lebesweise in die schublade stecken zu müssen.


nicht falsch verstehen, mir ist es völlig wurscht wie jemand über mich denkt, ich wollte nur freundlich darauf hinweisen, dass deine aussagen herablassend klingen, auch wenn du es vielleicht gar nicht so meinst.

kannst du irgendwie nachvollziehen was ich sagen will?


ps, natürlcih finde ich es völlig legitim, dass du dir einen partner wünscht der seine sexualität ähnlich gelebt hat wie du. das ist hier nicht das thema. 😉

x 6 #1460


Ragna
Zitat von whynot60:
Und da braucht man sich ja nichts vorzumachen: in den meisten Fällen von Seitensprüngen und Affärengeschichte existiert eben mehr oder weniger nur noch die Beziehung, aber nicht mehr die Liebe. Und so sind Verlockungen und auch das Nachgeben gegenüber diesen Verlockungen ja nicht gar so abwegig, wenn jemandem das diesbezügliche Feuer noch nicht ganz erloschen ist.

Diese Affären, sind für die meisten dann doch ein Erweckungserlebnis, da dümpelt man zig Jahren in einer leidenschaftslosen Beziehung herum, hat sich vollkommen selbst verloren und dann spürt man wieder das Leben.
Wenn Affären ein Sinn haben, dann, dass sich das Leben danach grundlegend verändert und man wieder anfängt zu leben.

x 1 #1461


QueenA
Zitat von Brennessl:
liebe @QueenA ! ich habe meinen körper auch nie als etwas beliebiges betrachtet und ebenso wenig meine sexualität als belanglos angesehen. beides ...


liebe @Brennessl
danke für deine Rückmeldung. 🙂🙏

Ja, ich kann nachvollziehen, was du sagen möchtest. Und wenn meine Worte bei dir so angekommen sind, als würde ich Menschen mit einer anderen gelebten Sexualität weniger Wertschätzung für sich selbst oder ihren Körper unterstellen, dann habe ich mich nicht gut ausgedrückt.

Tatsächlich wollte ich vor allem beschreiben, wie ich selbst Sexualität erlebe und welche Bedeutung sie für mich hat. Du hast recht: Nur weil jemand unverbindlichen Sex hat oder hatte, bedeutet das nicht automatisch, dass er seinen Körper, seine Sexualität oder sich selbst weniger wertschätzt. Diesen Zusammenhang würde ich so nicht herstellen wollen. Vermutlich habe ich an einigen Stellen zu sehr von meiner eigenen Sichtweise aus formuliert. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

Wir kommen vielleicht aus unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensentwürfen, aber ich finde es gerade spannend, solche Unterschiede besser zu verstehen. 🙂

x 3 #1462


ElGatoRojo
Zitat von whynot60:
und geistern nur noch als Hochempfindlichkeitssensoren in allerlei aufgeblähten Theoriepalästen herum. (Ausnahmen natürlich vorkommend.)

👍🎯

Yes, Sir!

x 1 #1463


Brennessl
Zitat von QueenA:
Du hast recht: Nur weil jemand unverbindlichen Sex hat oder hatte, bedeutet das nicht automatisch, dass er seinen Körper, seine Sexualität oder sich selbst weniger wertschätzt. Diesen Zusammenhang würde ich so nicht herstellen wollen. Vermutlich habe ich an einigen Stellen zu sehr von meiner eigenen Sichtweise aus formuliert. Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.


und ich danke dir, dass du wohlwollend auf eine kleine kritik eingehen kannst. das beweist anstand. 👍

und mir war eigentlich klar, dass du nicht bewerten wolltest, so schätze ich dich gar nicht ein.

ich wollte es nur klar gestellt haben. 😉

schönen feiertag!

x 2 #1464


QueenA
@Brennessl ich kann mich auch nur bedanken, für deine freundliche Art! Nehme mir Deine Rückmeldung mit. Dir auch einen schönen Tag. 🌻

x 1 #1465


FloraVita
Zitat von whynot60:
Anders gesagt: Moral ist der Giftstachel der ansonsten Hilflosen. Und als ernsthaftes Argument natürlich immer unbrauchbar.


Und nochmal anders gesagt: Moral ist das, was Menschen von Tieren unterscheidet, die nicht nach Moral sondern rein nach Trieben leben.

x 1 #1466


Fenjal
Zitat von whynot60:
Liebe - oder sonst ein Gefühl - lässt sich nicht vertraglich oder sonstwie fixieren, auch nicht "versprechen", sondern wenn, dann werden beide zusehen müssen, sie lebendig zu erhalten

Daumen hoch

Zitat von whynot60:
Überhaupt Therapie ... wenn ich das schon höre!

Selbst Liebeskummer, etwas das jeden Erwachsenen im Leben trifft, lässt manche in Therapiestuben laufen.

Zitat von Brennessl:
was du hier tust ist werten. so fühlt es sich für mich zumindest an. und damit stellst du dich in die selbe reihe mit vielen anderen hier, die glauben menschen mit anderer lebesweise in die schublade stecken zu müssen.

Es fühlt sich nicht nur so an,.
Es ist anmaßend Menschen, die ihre Sexualutät selbstbestimnt und ohne Bindung leben, zu verurteilen.
Unverbindlicher Sex ist kein Zeichen von Wertlosigkeit, sondern von Verantwortung und bewußter Entscheidung

Überhebkichkeit, die anderen gerne ihre Freiheit abspricht lese ich aus solchen Kommentaren und im Gegensatz zu dir, bin ich davon überzeugt, dass hier die viel beschworene Empathie nicht vorhanden ist, denn jeder Mensch bestimmt selbst, was ihm wertvoll ist
Ganz deutlich wird hier der abwertende Blick, den ich in dieser (n) Userin(ern) verankert sehe und mimimi, so wollte ich das nicht ankommen lassen, schnell hinterher geschoben, ist alles andere als ehrlich und kann man sich schenken.
So sehe ich das.

x 2 #1467


QueenA
@Fenjal

inhaltliche Kritik kann ich gut aushalten. Deshalb fand ich auch @Brennessl Beitrag an mich wertvoll, weil sie beschrieben hat, wie meine Worte bei ihr angekommen sind.

Was ich allerdings schwierig finde, ist, wenn aus einer Interpretation meiner Aussagen gleich auf meine Persönlichkeit, meine Empathiefähigkeit oder meine Motive geschlossen wird.

Man kann meine Sichtweise selbstverständlich kritisieren. Aber zwischen “ich lese das anders” und “du bist überheblich und unehrlich” liegt für mich ein Unterschied.

x 2 #1468


Fenjal
@QueenA
Zitat von QueenA:
Wenn für einen Menschen körperliche Nähe oder Sexualität etwas eher Belangloses ist

Sex ist niemals belanglos.
Für dich ist er es allerdins dann, wenn er unverbindlich ist

Dabei zeigt Unverbindlichkeit Freiheit und Vertrauen in sich selbst.
Manche erlauben sich ihre Bedürfnisse jenseits von Erwartungen zu leben.
Angst und feste Zwänge spielen hier keine Rolle.
Ich hab dich schon richtig verstanden, für mich ist Liebe nicht mit Romantik und Sex verknüpft, denn sie ist ein Miteinander und nicht nur ein Moment.
Auch wenn du relativierst, dein abwertender Blick ist deutlich.

#1469


QueenA
Zitat von Fenjal:
@QueenA Sex ist niemals belanglos. Für dich ist er es allerdins dann, wenn er unverbindlich ist Dabei zeigt Unverbindlichkeit Freiheit und ...

@Fenjal

Dann haben wir vermutlich einfach einen unterschiedlichen Blick darauf.
Mir ging es nicht darum, andere Lebensweisen abzuwerten, sondern zu beschreiben, was Sexualität für mich persönlich bedeutet.

Dass Menschen Liebe, Nähe und Sexualität unterschiedlich erleben, halte ich sogar für völlig normal und Realität.

x 1 #1470


A


x 4