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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Ich gehe davon aus, dass die meisten Affären für den, der sie führt, das kleinste Übel sind.
Auch durchaus manchmal der Weg des geringsten Widerstandes, ja.

🎯👍

Durchaus so in vielen Situationen. Und durchaus auch mit ausgesprochener oder unausgesprochener Duldung des Partners. Viele Grautöne statt 0-1-schwarzweiß

x 4 #1516


Fenjal
Zitat von Sternenguckerin:
Ich finde es übrigens seltsam, dass du genau dafür bei Verständnis hattest. Warum nicht auch bei anderen Menschen, insbesondere bei Frauen und Müttern?

Armin hat auf dem Hof seiner Frau geackert, ...neben seiner 100% Erwerbstätigkeit im Außen, daneben war er LU, hat den Hof mit den Hirschen und dem Holz geführt.
Seine Schwiegerfamilie hat ihn abgezockt, er kann sein wie er will, sicher ist er kein einfacher Typ, ein Schaffer, der wenn diese Hofarbeit wegfällt, sein Selbstbildnis ins Wanken gerät und er quasi orientierungslos wurde, für mich ist er zu 100% nachvollziehbar.

Mütter haben ja zum Kind gesagt, ohne Zwang, eine pesönliche Entscheidung mit allen Konsequenzen, die im Vorfeld bekannt sind.
Und selten werden ihnen Kinder "weggenommen", durch Schwiegerfamilien.
Ich kann diese Selbstverständlichkeit nicht nachvollziehen mit der sie Ansprüche geltend machen.
Im Job müssen Kollegen ihre Ausfälle decken, Ämter werden involviert, Ressourcen anderer abgegriffen.
Ich mag einfach dieses Trittbrettfahrerverhalten einiger nicht.
Für persönliche Entscheidungen lässt man andere nicht stramm stehen, diese Anspruchsmentalität und Selbstberechtigung kann ich nicht nachvollziehen.
Der Versuch Kosten für persönliche Entscheidungen auf die Allgemeinheit zu legen, ist für mich unredlich.
Dazu kommt Klagen, Überforderung,.... tja, dann muss man "beißen", Risiken, Mehrbelastung, Krisen, mit straffen Schultern stemmen und nicht nach Ressourcen anderer rufen.

#1517


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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N
Oder sich heulend ins Carport kauern, damit eine Mutter einen retten kommt, nachdem man sich komplett vergessen hat und zu Recht rausgeflogen ist.

#1518


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Für persönliche Entscheidungen lässt man andere nicht stramm stehen

Eben, die Ex von Armin hat genau das gemacht, was du hier ständig propagierst, sie setzte ihn vor die Tür, nachdem er sie nochmal betrogen hatte. Es war seine Entscheidung und sie musste dafür nicht stramm stehen. Was du allerdings in dem besagten Thread kritisiert hast.

x 2 #1519


Fenjal
@alleswirdbesser der Altbauer hatte dort Nießbrauchrecht, Armins Investionen und vor allem seine Leistungen kann er in den Wind schießen.
Er hat das Holz für die Holzfeuerung gemacht, die Gehege und den Tierbestand, einschliesslich Schießung geleistet, den Hof auf Vordermann gebracht auch mit Renovierung in Eigenleistung, davon konnte die Frau mit den Kindern gut leben, neben ihrer Friedhofarbeit. Dann hat sie sich beruflich verändert und ihn abgewertet, so seh ich das.
Er hat Fehler, richtig, aber faul und tranig ist der nicht, er schafft und quatscht weniger.
Aushäusiger Sex, ja, allerdings sehe ich sowas nicht beziehungsrelevant, Sex heisst nicht Liebe.
Geschenkt, jedenfalls ist das ein guter Typ, länger schreibe ich nicht über ihn, wollte die Frage von Sternenguckerin beantworten.
Eines noch, wie Armin oft abgwertet wurde, hat mir gezeigt wie manche drauf sind. Naja, hatte auch eine Sperre für den Thread, ..... daher geschenkt.

#1520


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
@alleswirdbesser der Altbauer hatte dort Nießbrauchrecht, Armins Investionen und vor allem seine Leistungen kann er in den Wind schießen. Er hat ...

Also war es dann nicht recht den Fremdgeher vor die Tür zu setzen? Die Ehefrau kann es nie richtig machen, ob Ehe 2.0 oder konsequente Trennung, sie ist immer die Böse.

x 1 #1521


Fenjal
@alleswirdbesser eines noch dazu, wenn mir eine EF mit Moral kommt, dann erwarte ich, dass sie ihre Maßstäbe auch beim Galan ansetzt, fogerichtig ihn vom Hof jagt, das ist richtig.
Nichts anderes hatte ich gesagt.
Nur, machen das diese Ehefrauen, die AF wegen deren fehlender Moral abwerten?
Werfen sie alle dann ihre Galane raus?
Denn deren Moral ist die gleiche der AF, sogar ist der Galan mehr in der Pflicht mit seiner Unterschrift und blabla.
Darum geht es.
Natürlich kann Armins Frau ihn rauswerfen, das ist richtig, nur ihn dann nicht entsprechend auszuzahlen ist nicht ok.
Das war mein Einwand.

#1522


FloraVita
Zitat von Fenjal:
@alleswirdbesser eines noch dazu, wenn mir eine EF mit Moral kommt, dann erwarte ich, dass sie ihre Maßstäbe auch beim Galan ansetzt, fogerichtig ihn vom Hof jagt, das ist richtig. Nichts anderes hatte ich gesagt. Nur, machen das diese Ehefrauen, die AF wegen deren fehlender Moral abwerten? Werfen sie alle dann ihre ...


Aha!? Sonst bist du gegen jegliche Erwartungen. Aber von einer Ehefrau, die von deiner Existenz vermutlich nichts weiß und in deren Ehe du nichts zu sagen hast, erwartest du Dinge die dich nichts angehen...
Hach, dieser Wind und diese Fähnchen immer... Und Ehefrauen erst recht Grinsendes grünes Gesicht

x 3 #1523


Fenjal
@FloraVita wenn die EF auch von der AF weiß, folgerichtig den Betrug ihres Gatten wahrnimmt und die fehlende Moral der AF ausführlich schildert, na, was wäre folgerichtig die Handlung, die den Galan treffen müsste? Von wegen Betrug und so,....Moral!
Jaja, dann kann man schon mal verwässern, hach Prinzipien... und so. Unwissender Smiley oder Doppelmoral? Oder so?
Von Folgerichtigkeit reden wir erst gar nicht, schon klar.

#1524


FloraVita
Zitat von Fenjal:
na, was wäre folgerichtig die Handlung, die den Galan treffen müsste?


Die, die EF für sich und für ihre Familie für richtig hält. So absolut ohne Rücksicht auf die AF. Denn, geht sie nichts an und selber schuld wenn sie von fremden Tischen nascht.

#1525


Fenjal
@FloraVita wer seine Prinzipien,... Affären sind unmoralisch.... von Personen abhängig macht, dann reden wir von parteilichkeit, sobald Maßstäbe sie selbst treffen, reden sie von Verständnis und Verzeihen,.... ich weiß schon lange, dass die Klientel EF nicht meine Liga ist.

Ketten, Unterschriften, Galane relativieren, AF abwerten,.... wer möchte dort mitspielen?
Charakter wird mit Lagerdenken verwechselt, denn Taten werden nach Belieben gewertet.
Unmoralische AF, armer betrügender Galan ..... da muss man doch Verständnis haben. Tja, wer kann soetwas nachvollziehen?
2+ 3 ergibt 17.

#1526


N
Zitat von Fenjal:
Werfen sie alle dann

Alle EF sind gleich. Jede reagiert gleich. Alle haben stets das gleiche Ziel. Nur Männer sind differenziert zu betrachten und in Schutz zu nehmen. Die Unschuldsvermutung, das Nachsehen von Fehlern, gilt nur für sie.

Wenn das mal nicht aktiv perpetuiertes Patriarchat mit internalisierter Misogynie ist. Von einer Feministin, die sich als AF ein Feindbild suchen muss und das gesellschaftlich am breitesten getretene gefunden hat.

Zitat von Fenjal:
deren Moral

kannst Du nicht nachvollziehen.
Urteilst jedoch gegen diese, während Du Deine eigene als AF unbeurteilt haben möchtest.
Und begründest das damit, dass ja alle Ehefrauen und Mütter ach so gegen Dich als kinderlose Affärenfrau seien. Dabei bist Du den meisten Frauen schlicht egal, weil Du in ihren Beziehungen keine Rolle spielst.

Die angeblichen Angriffe, von denen Du behauptest, sie würden Deine "Gegen"Angriffe rechtfertigen, gibt es gar nicht. Der komplette Kampf findet nur in Deinem Kopf statt. Und damit das nicht das Ende ist, pickst Du Dir hier wahllos irgendwelche Frauen raus und ziehst über sie her, damit sie sich wehren oder verteidigt werden und Du Dein Märchen, dass Dein Lebensstil irgendwen juckt, bestätigt bekommen kannst.

Folgerichtig und anständig wäre, Deine Themen mit einem Therapeuten gegen Geld zu besprechen, statt hier mit Dreistigkeit und Hinterfotzigkeit Leute zu Deiner ständigen Familienaufstellung zu missbrauchen.

Die Mütter und Frauen in festen Beziehungen hier sind nicht Deine Mutter. Die sozial dysfunktionalen, hart arbeitenden Männer hier nicht Dein Vater.

Wenn alle Dich auf ignore setzen würden, wann immer Du einen Thread mit Deinen Befindlichkeiten kaperst und zu Selbsttherapiezwecken und Aggressionsabfuhr missbrauchst, müsstest Du Dir endlich mal richtige, wirksame Hilfe suchen. Man täte Dir damit einen Gefallen.

x 3 #1527


Arev87
Hab nur den Eingangspost gelesen aber; ich fände alleine die Frage danach schon ziemlich befremdlich 😆.
Als wäre das ein Wettbewerb oder sowas 🙈.
Ich bin danach glücklicherweise noch nie gefragt worden aber meine Antwort wäre: " Bei 100 hab ich aufgehört mitzuzählen" 😜

x 1 #1528


W
Zitat von QueenA:
Mit Immanuel Kant gesprochen ist Moral Ausdruck der Vernunft. Sie ermöglicht es dem Menschen, nicht nur zu fragen, was er will, sondern auch, was er tun soll. In diesem Sinne setzt die Moral den Trieben Grenzen und schafft Orientierung für das Zusammenleben.

Diese moralischen Überzeugungen bleiben nicht auf der Ebene persönlicher Werte stehen. Sie prägen auch die Gesellschaft und ihre Rechtsordnung. So beruht unser Grundgesetz auf grundlegenden moralischen Prinzipien wie Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit, die anschließend in rechtlich verbindliche Regeln gefasst wurden.

Guten Morgen, @QueenA !

Interessant, dass Du ausgerechnet Kant hier ins Felde führst! Es war ja niemand anderer als eben dieser Kant, der unter anderem imperativistisch gesagt hat, wenn sich ein Freund, der von einem Mörder verfolgt wird, bei einem verstecke und der Mörder komme heran und frage, ob sich der Freund im Hause verschanzt habe, man unter allen Umständen, um eben dem Imperativ des Lügenverbots gerecht zu werden (allein dieser Imperativ oder auch nur die entsprechende Forderung ist schlichtweg ja nichts anderes als vollkommen verrückt und wäre, von allen konsequent umgesetzt, ja absolut tödlich, nebenbei gesagt), die Wahrheit sagen müsse, also: ja, Mörder, der Freund ist im Haus versteckt, nur zu!
Dazu wäre meine Moral ja die genau gegenteilige: Wenn sich ein Freund, ein echter, bei mir versteckte und die Polizei verfolgte ihn, würde ich ja, je nach Tat, sogar noch zur Polizei sagen, nein, keine Ahnung, wo der ist und wovon Sie überhaupt reden.

Die gesamte Kantsche Ethik und sogar noch das kantsche Vernunftverständnis scheinen mir ja einen nicht unbedeutenden genetischen Defekt als Grundlage zu haben, vielleicht eine preußische Feldwebelmutation, der unter anderem nicht nur das kantsche (Uhrwerk-) Leben an sich, sondern auch das natürliche Moralempfinden schwerwiegend unterwandert und - trotz seiner reichlichen Gesellschaft - zu einer exemplarisch ausgetrockneten Lebensfremdheit und Lebensfernheit geführt hat.

Dieser ganze kantsche Kategorische Imperativ ist ja eine Widerspruch in sich, falls man voraussetzt, dass er etwas Gutes sein soll. Nur nach den Maximen zu handeln, von denen man wollen könne, dass sie allgemeines Gesetz werden, heißt ja nichts anders, als ohnehin tun und lassen zu können, was man will. Jeder Dieb, jeder chronische Lügner, jeder Betrüger, jeder Mörder, jeder Psychopath usw. kann ja durchaus wollen in etwaigen persönlichen Paradiesvisionen, dass stehlen, morden, lügen, betrügen, ausgeufert sein usw. zum allgemeinen Gesetz werden und er sich somit völlig unbedrängt und unbehelligt in seiner dann allgemeinen "Wertewelt" tummeln und austoben kann.

Möglich, bei Kant hat alltäglich der Wecker eine Stunde zu früh geläutet, so dass es ihm nicht möglich war, seine durchaus fragwürdigen Gedanken und Thesen auch bis zu ihren vorletzten und letzten Konsequenzen zu durchdenken.


Zitat von QueenA:
Der Mensch unterscheidet sich daher vielleicht nicht dadurch vom Tier, dass er Triebe hat, sondern dadurch, dass er seine Triebe durch Vernunft und Moral beurteilen und begrenzen kann.

Ja, und das ja mit herausragendem Erfolg!
Wo sind denn die Kriege und Weltkriege der Tiere, die ja in die Millionen gehen müssten angesichts der Tatsache, dass Tiere schon deutlich länger die Erde bevölkern als die Menschen? Wo sind die Folterkammern und Mörser und Atombomben und Hexenscheiterhaufen und Galgen und Kerker und Skla. und Todeslager und Bombenwerfer und Massenhinrichtungsstätten und Rudolfs-H.'s und Zwangsjacken und Kreuzsymbole und Vernichtungsanlagen und -einrichtungen und und und der Tiere?

Aber natürlich, mit einem geradezu glänzenden, um nicht zu sagen göttlichen Erfolg hat der Mensch dank seiner Vernunft und seiner Moral die fürchterlichen Auswirkungen der Triebe begrenzt. Das ist ja unübersehbar und liegt deutlicher vor Augen als sonst etwas. Darauf kann der Mensch wirklich stolz sein, wenn schon auf kaum etwas anderes. Und man mag sich ja gar nicht vorstellen, was wäre, wenn der Mensch seine tierischen Triebe nicht dank seiner Vernunft und seiner Moral begrenzt hätte.

Dazu fällt mir eigentlich nur das biblische Wort ein: An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen.

x 3 #1529


W
Zitat von Blind-Meg:
Die wenigsten Menschen, die eine Affäre eingehen, tun das "gerne" oder weil ihnen der Partner egal ist oder mlt dem Gedanken "Was ich zuhause nicht kriege, hol ich mkr halt woanders". Ich denke, viele Affären sind sozusagen existenziell, weil sie für eine zeitlang für das emotionale "Überleben" eines Menschen bedeutsam sind.

Naja, ob es da gleich sogar um existenzielles (emotionales) Überleben geht, würde ich eher in Frage stellen.
Ansonsten würden etwa hartgesottene Singles emotional ja von vornherein nicht-existent sein, und das wird höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein.

Ich erachte Affären, vom ONS bis zur tatsächlichen großen Liebe, ja als gar nichts anderes als die (im ungebundenen Zustand) ansonsten eben vorkommenden Sex- und Liebesgeschichten, die im Allgemeinen ja nicht dieser strikten moralischen Beurteilung unterworfen werden (außer vielleicht teilweise noch bei großem Altersunterschied meinetwegen).
Warum solche Sex- und Liebesgeschichten überhaupt vorkommen, das wäre dann noch einmal ein anderes Thema; aber jedenfalls sehe ich da keinerlei Unterschied in der Anbahnung, im Geflashtsein, den Reizen und Andockpunkten, in der Anfangsflirterei, in der Begehrlichkeit, im Interesse usw. und auch nicht in der weiteren Entwicklung und Vertiefung (so das eintritt). Der tatsächliche Unterschied liegt doch allein in den Grundvoraussetzung (gebunden oder ungebunden) und in der Dynamik der weiteren Entwicklung, nicht aber im eigentlichen Zustandekommen.
Dass die Dynamik eine andere ist, im Fall von gebunden, kann ja auch nicht anders sein, nachdem es im unfreien Zustand eben nicht möglich ist, sich jeden Tag zu treffen, mal den ersten gemeinsamen Abend zu verbringen, den ersten gemeinsamen Urlaub usw.
Und hinzu kommt (im gebundenen Zustand): Dieser Kick des an sich Verbotenen, des Riskanten, des Nicht-Gesellschaftsfähigen, des Heimlichen ... da fühlt man sich dann vermutlich noch einmal wie das Kind, das mehr wagt, als es wagen darf, und somit zumindest für sich selber ein bisschen Held und Rebell und Freibeuter wird.

Ich habe diese Geschichte, eine wahre Geschichte, aus meinem eigenen Leben ja schon mehrmals erzählt; aber das bedeutet natürlich nicht, dass Du sie auch kennst.
Ich war mit meiner Ex-Lg 15 Jahre zusammen, eine durchwegs gute Beziehung, und im letzten Jahr der Beziehung, nachdem sie die Möglichkeiten des Internets entdeckt hatte, hatte sie so ungefähr (die genaue Zahl kenne ich nicht) 20 - 50 Affären jeder Art. Und da ging es durchaus nicht darum, dass sie neben mir und mit mir emotional verhungert wäre (auch wenn ich hier vielleicht manchmal so erscheinen mag, aber ich kann sagen, ich bin alles andere als ein unguter Typ oder emotionaler Bilndgänger oder Illoyalist oder so etwas); sondern da hatte sich plötzlich ein ganz neues, weites Feld aufgetan, mit zahllosen verlockenden Reizen, und das hat meine Ex-Lg heillos entflammt und regelrecht in den Bann gezogen.
Da ging es um nichts Großartiges, sondern um eine ungeahnte Spielwiese, auf der man sich, bislang ungekannt, austoben konnte, um neue Erfahrungen, um Selbstbestätigung um Selbstbestätigung usw.
Schlußendlich war unter den reichlichen Affären auch eine, die in Verliebtheit übergegangen ist (der Mann war übrigens selber verheiratet), und aufgrund diverser Nebenumstände hat das dann auch zur Trennung geführt.
Einige Jahre später hatte meine Ex-Lg, nun ja schon längst mit diesem Mann zusammen, im Verlauf ihres reichhaltigen Flüchtlingsengagements eine Doppelaffäre (mit zwei dreimal jüngeren Männern). Durch eine Abhöraktion ihres "neuen", also mir nachfolgenden Partners ist das dann irgendwann aufgeflogen, und seitdem dürfte, sicher auch des Alters und des Risikos wegen, Ruhe sein.

Oder selbst in dem biederen Dorf, in dem ich lebe, gab es so einige Affären. Ein damals neu zugezogener (verheirateter) Arzt hat ja beinahe das halbe weibliche Dorf im Lauf der Zeit flachgelegt, wie man sagt, und ist dann mit einer davon (ebenfalls verheiratet) wieder abgezogen. Eine durch und durch konservative Schuldirektorin hatte im Rahmen einer Ballveranstaltung mit dem Kapellmeister einen ONS, in einem weiteren Fall kam es zum klassischen "Ausspannen", also anfangs Affäre (Frau verheiratet, Mann ungebunden), dann Überlauf samt Heirat. Und sogar ein Dorfpfarrer, ein wirklich sympathischer, schüchternen Mann, ist seiner (verheirateten) Pfarrersköchin erlegen oder sie ihm (und wurde dann von der katholischen Kirche versetzt, lebt aber noch heute, gut und gerne 20 Jahre später, mit seiner Pfarrersköchin traut ungetraut zusammen).
Und in den 70ern, als es hier sogar noch ein Zwei-Frauen-Privat-Bor. gegeben hat, war ja überhaupt die vollkommene Affärenhölle los (falls man das in diesem Fall so bezeichnen kann). Vom Bürgermeister über alles mögliche und unmögliche Mannsvolk bis hin zum Pfarrer (das war damals noch ein anderer, ein absolut erzkatholischer noch dazu, der den ganzen Tag die Bibel studiert hat) hat sich alles vergnüglich ausgetobt.

Mir scheinen also, und das wollte ich damit sagen, diese sogenannten Affären als etwas absolut Natürliches und Alltägliches, in das man erst gar nichts hineingeheimnissen und von sonstigen Dingen dieser Art unterscheiden muss. Es gibt dafür gar keine anderen Gründe als für alle nur denkbaren Sex- und Liebesgeschichten im ungebundenen Zustand.

#1530


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