Nalf
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Zitat von ElGatoRojo:Schätze mal, das ist eine reine Frage des Preises.
Eben nicht. Dachte ich ja auch, dass mindestens eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden müsste. Aber der Preis ist tatsächlich 0 da es eine ganze Gruppe an Männern gibt, die ihre Gene weitergegeben wissen möchten, ohne jemals Kontakt zum Kind haben zu wollen. Kann ich auch nicht nachvollziehen, warum man dafür so viel von sich Preis gibt. Aber ist seit Jahrzehnten ein stabiler "Markt".
Falls wiederum die Frauen (Solomütter haben entweder eine Partnerin oder ein Netzwerk) nicht so viel von sich preisgeben wollen (der Nichtvater erfährt ja durchaus Namen, Adresse u.ä.) kostet geprüfter, gereinigter, ausgeeählter Samen inklusive aller Behandlungsschritte 1.500 Euro. Also wesentlich günstiger als 14 Tage Karibik und wesentlich sicherer als 14 Tage Malle.
Trotz aller westdeutschen Boomer-Einverdienterhaushalte bringen bei nur noch 56 % aller Paare in Deutschland Männer mehr als 60 % des Haushaltseinkommens nach Hause. Wenn das Paar Kinder hat steigt der Anteil der mehrverdienenden Männer auf 65 %. Bei 44 % (bzw. mit Kindern 35 %) der Paare fällt also definitiv jede Ernährer- und Versorger-Rolle für den Mann flach. Tendenz steigend.
Und auch das "es braucht einen Mann für Kinder"-Thema hat insgesamt eine fallende Tendenz. Für Deutschland habe ich nur die Geburtenrate. In den USA fragt das Pew Research Center auch häufig nach Lebenszielen, so auch in 2024 die 18-34jährigen Menschen, die noch keine Kinder hatten, ob sie denn gerne welche hätten: "When asked about having children, 51% of young adults who are not parents say they would like to have children one day. Three-in-ten say they’re not sure, and 18% say they don’t want to have children.
While 57% of young men say they want children one day, a smaller share of young women (45%) say the same."
12% der jungen bis mittelhalten Amerikaner brauchen also eher eine bislang nicht fortpflanzungswillige Frau zum Kinderkriegen als einen Mann.
Da muss dann wohl das hier in besonderem Maß gelten:
Zitat von ElGatoRojo:Sogar verfügbar, wenn man nett zu ihnen ist.
Was im übrigen für ONS wie für Ehe und auch fürs Kinderzeugen gilt.
Wer ... will muss freundlich sein.
Wer den Großteil der Steuergelder generiert hält nicht den Staat am Laufen. Aber Deine (Blindfisch, nicht Gatow) eingeschränkte Sicht auf Leistung und Wichtigkeit ist genau der Grund, warum Frauen zunehmend keine unbezahlte Arbeit mehr in der Gesellschaft übernehmen wollen und werden.
Die Geschlechtermythen, dass Frauen sich eher von Emotionen leiten lassen und Männer rational seien, sind schon längst widerlegt.
Ganz im Gegenteil schneiden Männer im Schnitt bei Impulskontrolle und Emotionstegulation eher schlecht ab, während Frauen im Durchschnitt bei Entscheidungen mehr Fakten einbeziehen und planvoller vorgehen und dadurch rationaler agieren.
Bei zyklischen Gefühlsschwankungen liegen beide Geschlechter gleichauf. Bei der Resilienz gegen schlechte Gefühle (Jobverlust, Partnerverlust, Todesfall) haben Frauen durch ihr breiteres Netzwerk besser Möglichkeiten sich zu regulieren und fallen daher nicht so tief und sind nicht so lange negativ beeinflusst.
Und wieso sollen Männer daran gehindert sein, Verantwortung zu übernehmen, wenn die Rollen getauscht werden? Können Männer nur Geld verdienen, Rasen mähen und Reifen wechseln, solange Frauen das nicht auch können? Das wäre ja richtig misandrisch. Als bräuchten Männer einen Safe space für Unfähigkeit und brächen unter Konkurrenzdruck zusammen. So schwach sind die Männer in meinem Umfeld nicht. Deren Welt bricht nicht zusammen, wenn sie Verantwortung für einen Privathaushalt übernehmen sollen. Und das, obwohl Frauen das auch können. Männer sind halt spät dran mit ihrer Emanzipation von einer bemutternden Partnerin. Das heißt aber nicht, dass sie es nicht leisten können.