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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Fenjal
@H-Moll reine Selbstinszenierung ist das ständige Beharren der Mütter darauf, wieviel sie zu tun haben.
Wahre Heldinnen, die den Alltag banalisieren,... was für Herausforderungen.....
Für mich nichts als Einrichtung einer Komfortzone.

#2041


H
@Fenjal
Also reine Selbstinzenierung machst du doch hier auch.
Also du bist nicht anders als wir hier, und wir sind nicht anders als du
So kann man doch miteinander reden.

#2042


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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FloraVita
Zitat von Nalf:
Mensch Flora! Nicht in vielen, sondern nur in einer einzigen in NRW, die durch sämtliche Zeitungen geistert. Dann gibt es noch eine Schule in Schweinfurt mit 70%. Und Deine "vielen" Schulen haben 29 - 40 % Kinder mit Migrationshintergrund.


Du ich wohne weder in NRW noch in Schweinfurt.
An „Ich schreibe mir die Welt wie sie mir gefällt“ Diskussion habe ich keinen Bedarf und driftet noch weiter vom Thema ab als es schon der Fall ist.

#2043


N
Zitat von Ragna:
Deutschland ist das Hauptzielland und beherbergt die größte absolute Zahl an Migranten

Na wie.gut, dass Deutschland auch die größte absolute Zahl an Einheimischen in der EU beherbergt. Und darüber hinaus auch die größte absolute Zahl von EU-Bürgern in einem Land in der EU.
So schnell werden Fakten geframed.

Zitat von Balu85:
Wenn beide ein gleiches Einkommen haben ist es völlig Hupe wer zuhause bleibt und wer nicht.

Und das scheint laut den Zahlen eben nicht der Fall zu sein. Was eben gegen das Argument spricht, dass es nur am Einkommen liegt.
Denn bei rund 44 % der Paare in Deutschland hat die Frau ein gleich hohes oder höheres Einkommen als der Mann. Und nur ca. 10 % der Väter nehmen 6 oder mehr Monate Elternzeit pro Kind.

Zitat von ElGatoRojo:
mag sein aber nur 9.999 oder sogar 10.002? So what.

Das "so what" ist eben doch auch ein Trennungsgrund.

Zitat von ElGatoRojo:
Totale Gerechtigkeit in der Praxis benötigt viel zu viel Aufrechnen und Beobachten.

Ist Dir im Privaten viel zu aufwändig. Aber im beruflichen Kontext völlig normal. Denn Begriff des mental loads gibt's seit den 1970ern und Listen mit Haushaltsaufgaben auch schon viele Jahre. Wer will kann also für eine gerechte Aufteilung sorgen. Aber lustigerweise findet ein Geschlecht das häufig zu mühsam, zu aufwändig, zu ungenau, zu ...

Die Uni Bamberg hat geforscht und ermittelt, dass weder früher noch heute die Aufgaben in einer Mann-Frau Paarbeziehung explizit und gleichberechtigt abgesprochen werden, sondern sich geschlechtsspezifisch und traditionell entwickeln mit dem Hauptverdiener als treibender Kraft und dem Zuverdiener oder Nichtverdiener als "Auffüller". Der mit dem Geld entscheidet, ob er Reparaturen selbst macht oder vergibt, eine Putzfrau engagiert oder selbst putzt, etc. Der mit weniger Geld füllt auf, was der andere übrig lässt. So kommt es, dass in 80% der Haushalte der Mann für gelegentlich anfallende Arbeiten wie Reparaturen oder Rasenmähen oder Regenrinnen säubern zuständig ist, während Frauen für täglich anfallende Routinearbeiten zuständig sind

Die Bertelsmann Stiftung hat dann die Wahrnehmungsunterschiede untersucht: 68% der Männer gaben an, die Aufgaben seien in ihrer Beziehung gemeinsam und gleich verteilt und nur 44% der Frauen. (Anmerkung Nalf: Das sind übrigens 22% Differenz. Und 20 % der Frauen, die in ungleicher Verteilung leben, denken über Trennung nach.)

Bei Paaren, die Angaben, die Hausarbeit gemeinsam zu erledigen, leisteten die Frauen im Schnitt 4 Stunden pro Woche mehr Hausarbeit. Empfanden die Männer die Kinderbetreuung als gleich verteilt, leisteten die Frauen im Schnitt 10 Stunden die Woche mehr.

Anmerkung Nalf: Und ja, das ist messbar, wie an Arbeitsstellen auch. Schon erstaunlich, dass Männer zwei Arbeitsbereiche als gleich verteilt wahrnehmen, wenn ihre Frau messbar fast zwei Arbeitstage pro Woche mehr leistet als sie. Kein Wunder, dass manche Männer lieber nichts "aufrechnen" wollen.

Grund für diese Diskrepanz: Das traditionelle Rollenmuster, das Ben so gerne politisch unterstützt sehen möchte. Männer empfinden Haus und Kinder nicht als ureigene Aufgaben und überschätzen daher ihren Beitrag, auch weil sie ja schon mehr tun als ihre Väter. 10% der Männer bezeichnen sich als "Hausmann", was aber nur von 2% der befragten Frauen bestätigt wurde. Den saisonalen Aufgaben der Männer wird auch von beiden Geschlechtern mehr Bedeutung und Aufwand unterstellt als den unscheinbareren täglich wiederkehrenden Aufgaben der Frauen. Viele Frauen sind es auch gewohnt, dass ihre Arbeitszeit nicht endet, während deutlich mehr Männer Pausen und Ruhezeiten für sich einfordern.

Anmerkung Nalf: Es können also beide Geschlechter noch von einander lernen.

Zitat von ElGatoRojo:
Wäre ja schon bald im Bereich der Rundungsdifferenz

Das wären 1,8 Millionen Frauen in Deutschland, die weniger über Trennung nachdenken. Kann man Rundungsdifferenz nennen oder ernst nehmen - je nach Bedarf.


Zitat von FloraVita:
An „Ich schreibe mir die Welt wie sie mir gefällt“ Diskussion habe ich keinen Bedarf

Das ist das Problem, wenn man einer Schlagzeile oder einem Gefühl oder einer Individualsicht die messbaren Zahlen gegenüber stellt und dann die Diskussion schlagartig endet. Du kannst gerne die 40% als zu viel empfinden. Aber es sind keine 80%.

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FloraVita
Zitat von Fenjal:
Wahre Heldinnen, die den Alltag banalisieren,... was für Herausforderungen.....


Jep! Sind sie. Sie ermöglichen den Fortbestand der Menschheit. Grinsendes Gesicht

x 2 #2045


FloraVita
Zitat von Nalf:
Das ist das Problem, wenn man einer Schlagzeile oder einem Gefühl oder einer Individualsicht die messbaren Zahlen gegenüber stellt und dann die Diskussion schlagartig endet. Du kannst gerne die 40% als zu viel empfinden. Aber es sind keine 80%.


Diskussionen in denen Fakten nicht interessieren sondern es nur um verteidigen und durchsetzen der eigenen Ideologie geht, sind müßig und sinnlos.
Jeder der ernsthaft gewillt ist, findet Zahlen und Fakten innerhalb weniger Minuten.
Solchen Zahlen wie:
- Hamburg: 20 Schulen mit 80%
-Niedersachsen 13 Schulen über 90% mit bis zu 80% dementsprechend mehr
-Berlin : mind. 38 Schulen über 80%
kommen weder von Björn noch von Elon (aber damit kann man versuchen es ins lächerliche zu ziehen) und sind nur ein kleiner Teil aus der gesamten Lage. Tendenz steigend. Nix da mit sich anpassender Geburtenrate.
Viel Spaß beim recherchieren oder alles Gute.

x 2 #2046


F
Zitat von Nalf:
Kollegen fragten, wie ich das denn dem Kind und meinem Mann antun könne

Same.
Ich bin nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen, habe Milch abgepumpt und hatte eine "Rückseite" voll von Problemen bürokratischer und sozialer Natur, weil es überall als selbstverständlich gesetzt ist, dass die Mutter erstmal in Elternzeit geht.
Darüber hinaus ist das eine hohe Belastung, da man eben trotzdem nachts aufwacht, abpumpen oder stillen muss und morgens wieder grade auf der Arbeit stehen muss.

Zitat von FloraVita:
und sind nur ein kleiner Teil aus der gesamten Lage

Allerdings, zu der gesamten Lage gehört auch der Umstand, bezahlbaren Wohnraum zu finden, da solche Zahlen, wie du sie nennst, fast ausschließlich in Ballungsräumen und sehr selten in ländlichen Regionen auftreten.
Dazu gehört auch ein völlig marodes Bildungssystem, das sich - Föderalismus sei Dank - zig unterschiedliche Systeme innerhalb Deutschlands leistet und eine Mehrgliedrigkeit, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt (aus naheliegenden Gründen, denn diese Idee ist nicht nur extrem teuer, sondern auch im internationalen Vergleich kein Erfolgsmodell).
Fakt ist auch, dass Länder mit hohen Migrantenzahlen wie Kanada, Australien etc. bessere Resultate im Bildungswesen erzielen als Deutschland, was aber auch damit zusammenhängt, dass in diesen Ländern Zuwanderung traditionell qualifikationsorientiert läuft.
Länder mit ähnlichen Zahlen wie Deutschland (Österreich, Schweden) diskutieren inzwischen dieselben Probleme im Bildungswesen und schon seit Längerem ist Schweden daher nicht mehr das "Vorzeigekind" unter den Bildungssystemen. Auch Schweden erlebt seit den 2000ern Segregation, freie Schulwahl (nett für die Eltern, verstärkt aber tendenziell immer die Unterschiede zwischen einzelnen Schulen) und durch Reformen mehr private Schulen, mehr Wettbewerb und dadurch weitere Verschärfung der Unterschiede.
Wenn man sich beispielsweise heute Schulen in Malmö anschaut, findet man ähnliche Diskussionen wie in deutschen Großstädten: sehr hohe Anteile neu zugewanderter Kinder an einzelnen Schulen, Lehrkräftemangel in schwierigen Stadtteilen und große Unterschiede zwischen einzelnen Schulen derselben Stadt. Das wäre in den 1990er Jahren noch ungewöhnlich gewesen.

x 2 #2047


alleswirdbesser
Zitat von Balu85:
Ist eigentlich ganz einfach und eine Frage vom Haushaltseinkommen. Wenn beide ein gleiches Einkommen haben ist es völlig Hupe wer zuhause bleibt und ...

Ich bezog mich auf Ben, der hier öfter sein gutes Einkommen erwähnt. Außerdem gibt es für Väter noch die Möglichkeit hier und da einen Monat EZ zu nehmen, ohne dass die Familie hungern muss. Zum Beispiel in der Zeit des Mutterschutzes, da bekommt die Mutter noch kein Elterngeld.

#2048


alleswirdbesser
Zitat von Balu85:
Wird das Geld aber gebraucht "muss" halt der oder diejenige die Elternzeit nehmen der weniger zum gemeinsamen Einkommen beiträgt. Ist eigentlich eine simple Rechnung

Solange man zusammen ist. Nur sagt ja NurBen, dass Frau gefälligst für sich selbst sorgen muss, wenn sie sich trennen will. Wie soll das in der Praxis funktionieren? „Du, ich finde du sollst jetzt zu Hause mit den Kindern bleiben, weil ich Vollzeit arbeiten muss.“ „Wieso das denn? Wir haben doch am Anfang ausgemacht, dass ich als Mehrverdiener arbeite und du die Kinder übernimmst, weil du als Frau weniger zum Familieneinkommen beibringst.“ „Das war damals, jetzt plane ich eine Trennung und muss schauen, dass ich die Kohle verdiene, um nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein.“ „Alles klar Schatz, dann machen wir das so, total vorbildlich von dir, ich bleibe zu Hause und bin dann derjenige, der auf Sozialleistungen angewiesen ist.“ „Oder wir geben die Kinder in eine rund um Betreuung an, und gehen beide Kohle verdienen, um diese zu finanzieren.“ „Aber Moment mal, was ist dann mit meinen Trennungsplänen?“

#2049


Blind-Meg
Zitat von Hansl:
Weil Du ohne Kinder und ohne jegliche Verantwortung in dieser Diskussion und überhaupt gar nicht mitreden kannst.

Erzähl mir nichts von Verantwortung. Ich war verheiratet, habe ein Kind, war nach der Trennung im Wechselmodell und seit April ist mein Exmann tot und ich seitdem komplett alleine verantwortlich, und zwar ohne Exitstrategie, ohne Entlastungsperson, ohne alles. Wenn ich aufhöre zu funktionieren, ist mein Kind am Ar.. Das ist als wäre der Vater über alle Berge verschwunden, nur dass so ein Vater evtl noch wenigstens Unterhalt zahlen würde (oder ich Unterhaltsvorschuss bekäme). Meine Eltern sind auch beide schon tot (mit 61 und 64), mein Kind hat noch genau 1 Großvater, der such nur so mäßig für sie interessiert. Ich bin selbstständig und falle ohne Arbeitslosenversicherung hart, wenn was schiefgeht.
Also erzählst du und kein anderer mlr was von Verantwortung!

x 3 #2050


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Dann verrate mir wieviel Prozent der älteren Menschen zuhause versterben dürfen

War bei meiner Oma so. Allerdings im Haus meiner Eltern. Wie gesagt, offenbar war es bei deinen Eltern nicht möglich? Man hat dich der Oma überlassen und später die Oma dir. So viel zum Uterus.

x 2 #2051


alleswirdbesser
Zitat von H-Moll:
@Fenjal Kinder zu erziehen ist nicht Baby schaukeln. Das ist eine sehr wichtige und wertvolle Arbeit. Genauso wichtig ist, wenn Menschen sich in den ...

Da hat jemand noch nie arbeiten gehen und gleichzeitig Kinder versorgen müssen - null Ahnung halt. Das Gejammer wäre doch riesig, müsste sie jetzt zwei kleine Kinder übernehmen und parallel versuchen ihr Leben zu leben.

x 4 #2052


S
Zitat von Nalf:
Aber Du bist nicht der einzige Mann, der glaubt, dass das Haus ja eigentlich ihm gehöre, weil er das Geld verdient hat

So kenne ich es leider auch aus meiner Umkreis. Nach der Trennung, ist das Haus, was davor so eine super Wertsteigerung hatte, plötzlich nur noch die Hälfte wert und fällt angeblich an alle Ecken und Enden auseinander🤷‍♂...
...das Haus wollen sie immer auf jeden Fall "halten" - kosten es was es wolle. "Kreative" Väter, versuchen dan sogar, dass die Kinder 100 Prozent bei ihnen wohnen, damit sie keinen Kindesunterhalt zahlen müssen.
Auch wenn man sich vorher kaum darum gekümmert hat, wie zum Beispiel der Ex von meiner besten Freundin. Am Ende ist sogar das Wechselmodell gescheitert, weil die Kids nicht mehr zu ihm wollen. Und plötzlich verlangt er nun, dass sie 100 Prozent arbeit, wissentlich, dass der Jüngste große Probleme hat und das gar nicht gehen würde...
...und das ist kein Einzelfall, ich kenne direkt mehrere Fälle wo das so, oder so ähnlich war.

x 2 #2053


S
Zitat von alleswirdbesser:
War bei meiner Oma so. Allerdings im Haus meiner Eltern. Wie gesagt, offenbar war es bei deinen Eltern nicht möglich? Man hat dich der Oma ...

Die Rolle ihrer Eltern lässt sie immer unter den Tisch fallen...

x 3 #2054


Hansl
Zitat von Fenjal:
Dieses ständige Heucheln der Mütter von Selbstaufopferung ist für mich nichts als ein fauler Ausweg sich der Bequemlichkeit hinzugeben.

Naja, weißt Du, grundsätzlich sehe ich Deinen Wissensstand bzgl. dieser Thematik als ziehmlich verfehlt.
Meine Erfahrung bzgl. Frauen, die es verpasst haben den richtigen Mann zu finden, kinderlos zu erkennen ist eben diese, daß sie aus Verbitterung eben gegen die Familienwelten wettern: Es gibt schon zu viele Kinder auf dieser Welt, es wäre moralisch verwerflich usw.
Und so weiter und so fort.
Die Wahrheit ist aber in den allermeisten Fällen, daß Bindungsstörungen etc. dahinterstecken.
Viele belügen sich dann eben selbst um sich nicht eingestehen zu müssen, gescheitert zu sein.
@Fenjal
Vielleicht mal nochmal von vorne anfangen und die Beziehung zur Oma, deren Rolle, deren Einfluß auf Dich, Dein Leben neu zu bewerten.
Wo waren Deine Eltern?
Und nein, Frauen die sich für ihr Kind entscheiden, anstatt die Fürsorge fremden Menschen zu überlassen sind weder faul noch schräg.
Ich denke diese Diskussion hier sollte man Menschen überlassen, die wissen von was sie reden. Verantwortung im Leben für Leben übernehmen.

x 3 #2055


A


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