Zitat von ElGatoRojo: Ein Scheingespenst von dir aufgebaut. Beide Eltern Deutsche, dann ist es das Kind ebenso, auch wenn zufällig in Frankreich oder sonstwo geboren
Sieht die Schulbehörde Deiner Heimatstadt aber eben anders. Die Definition ist von denen, nicht von mir. Und deshalb fallen Menschen, die Du als Deutsch empfindest (ich übrigens auch) unter die X% an "Migrantenkindern", die die AfD als Schreckgespenst mit seiner kleinen Anfrage "aufgedeckt" hat. Damit haben sie dann denen, die auch irgendwie das Gefühl haben, dass heute weniger blonde und mehr schwarzhaarige Kinder zur Schule gehen und ihnen das irgendwie Angst macht, eine "harte Zahl" und "echte Fakten" an die Hand gegeben, dass ihre Ängste berechtigt sind und von der Politik mit Grenzschutz und Aufweichung des Asylrechts und Abschiebung krimineller Ausländer beantwortet werden müssen, damit sie sich wieder wohl fühlen. Dabei sind die wenigsten Grundschüler kriminell.
Aber lustig, dass Du mir vorwirfst, ein Scheingespenst aufgebaut zu haben. Du hattest also das richtige Bauchgefühl und hast Dich von Antipathie leiten lassen, um die Missempfindung zuzuordnen. Das geht objektiver und rationaler.
Zitat von ElGatoRojo: Schätze - unter den Frauen ist deine Regelung vermutlich eine Minderheitsmeinung
Ich regel gar nichts - außer vielleicht mein direktes Umfeld.
Aber ja, auch unter Frauen meines Alters vertrete ich eine Mindermeinung. Das sieht bei jüngeren Frauen schon anders aus. Die sehen vieles von dem, was ich als Minderheit gelebt habe, als völlig selbstverständlich an. Und das macht ja die Männer so besonders und zunehmend wütend.
Zitat von Thomi: wie das übrigens die gesamte Muslimische Gemeinde so handhabt,
Das hier ist blanker Rassismus. Die gesamte Muslimische Gemeinde war sich genauso wie jede andere heterogene Personengruppe noch nie in etwas einig. Und diese Pluralität ist auch gut so.
Zitat von ElGatoRojo: Warum sind sich als Feministiunnen verstehende Frauen so auf die Art Mann als Gegner fixiert, der keine Bedrohung für sie ist und vernachlässigen, dass andere Frauen in anderen Bevölkerungsgruppen / Kulturen ganz andere und gravierendere Probleme haben als die Aufteilung von Kochen, Putzen und Waschen
Ein Afghane in einem Flüchtlingscontainer ist eine geringere Bedrohung für mich als jeder Red Piller am Arbeitsplatz und jeder Mann in meinem Privatleben, der täglich Energie und Ressourcen abzieht. Um andere Frauen, die in Afghanistan dieselbe Abzocke erleben PLUS Entrechtung PLUS täglicher Bedrohung mit Gewalt kann ich mich übrigens gleichzeitig kümmern. Ich schaffe es also, mich um mich und Deutsche Frauen und Afghanische Frauen zu kümmern, während Dir die Afghanischen Frauen immer nur dann einfallen, wenn es darum geht, Deutsche Frauen auf Linie zu halten.
Zitat von ElGatoRojo: mindere Rechte kannst du nicht nennen.
Die sind auch nicht nötig und ein Feigenblatt, das Du und andere "Traditionelle" bei jeder Diskussion anführt. Aber als gebildeter Mann weißt Du genauso wie ich, dass während der Segregation in den USA und der Apartheid in Südafrika nominal gleiche Rechte galten, was der systematischen Entrechtung und massiver Benachteiligung von Schwarzen nicht entgegen stand. In Deutschland hätte nominal ja schon Artikel 3 GG reichen müssen, um jegliche Benachteiligung von Frauen (oder Ausländern) seit 1949 zu beenden. Hat er tatsächlich ja aber nicht. Hier Mal einen großen Dank an Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Wessel und Helene Weber, die die Gleichberechtigung überhaupt ins Grundgesetz reingekämpft haben. Gegen den Widerstand von 61 Männern im selben Gremium. Und ja, in dieser Zeit haben sie sich nicht zuerst um die Frauen in Afghanistan gekümmert.
Zitat von ElGatoRojo: Die Mühe und der Aufwand von Haus- und Carearbeit ist nur schwer objektiv messbar.
Dem widerspreche ich.
Aus welchem Grund sollte die weniger objektiv messbar sein als jede andere Arbeit? Weil sie Spaß machen kann und den eigenen Interessen dient? Das macht mir meine Erwerbsarbeit auch. Nur mit dem Unterschied, dass ich dafür bezahlt werden, Rentenpunkte und Aozialversicherungsansprüche bekomme, gesetzlich abgesichert bin und sich Männer darum reißen, mir diese Arbeit abnehmen zu dürfen, weil sie eben gut bezahlt ist.
Zitat von Hansl: Und dazu brauchen wir Kinder, die natürlich und liebevoll aufwachsen.
Ich hab heute schon Frühstück für zwei Kinder gemacht, sie liebevoll in den Tag begleitet, mir ihre Themen angehört, sie voll ausgestattet und zu ihren Hobbies gebracht. Für wieviele Kinder hast Du das heute getan?
Das Problem ist doch nicht, dass Frauen sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern. Das Problem war und ist immer noch, dass zu wenige Männer es ihnen gleichtun. Um dann mit wüsten Unterstellungen, Beleidigungen und Gewaltandrohungen (natürlich nur durch andere Männer ausgeführt) dafür zu sorgen, dass Frauen weiterhin ihre Arbeit mit machen, ohne sich zu beschweren, damit sie mehr Fußball schauen und mehr Politik machen und einfach mehr bestimmen dürfen, ohne mehr dafür tun zu müssen.
Und dafür soll ich dann Männer respektieren? Und ihnen den Haushalt machen? Ja lol.