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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Ragna
Zitat von Nalf:
Getroffen und angebellt fühlen sich vor allem die Perzentile, die genau wissen, dass sie ihr Haus, ihre Kinder und ihre Karriere nie ohne die unbezahlte Leistung ihrer Frau gehabt hätten, aber trotzdem gerne allein auf dem Thron des "Machers" sitzen möchten. Und wissen, dass ihre Form von Partnerschaft nur dann funktioniert, wenn sie oben und die Partnerin unten ist, sie das Geld und die Partnerin die Abhängigkeit hat, sie führen und die Partnerin sich führen lässt.

Mhmm, ich überlege, nö, trifft auf mich persönlich nicht zu!
Bin glücklich Single und meine Kids groß.
Habe auch nach der Scheidung gerne "Carearbeit" gemacht, Fahrdienst, Nachhilfe, usw ein gutes Verhältnis zu der Mutter und wenn es eben möglich war WE übernommen, wenn sie außer Plan mäßig Arbeiten musste etc.

x 1 #2266


Hansl
Zitat von Löwenzeh:
Manchmal ist der Affe ein Spiegel und das hinschauen könnte sich lohnen.

Wie gesagt.... ☝😊

#2267


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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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NurBen
Zitat von Nalf:
Und diese Form der finanziellen Alleinherrschens und der damit einhergehenden Machtmöglichkeiten ist durchaus gewollt.

Mir ist aufgefallen, dass der Vergleich "Positive Seiten der bezahlten Arbeit" vs. "Negative Seiten der Care- und Erziehungsarbeit" auch so ein Feministending ist.
Überspitzt gesagt: "Der privilegierte Mann, der in sein klimatisiertes Büro fährt, kurz den PC anwirft und dafür 400 Schleifen einstreicht und dann entspannt in den Feierabend fährt." vs. "Die überarbeitete Mutter, die permanent Stress und keine Minute für sich hat."

Dann frag doch mal den Dachdecker Kalle, der bei 30 Grad in der prallen Sonne arbeitet. Oden den Straßenbauer Klaus, der bei 30 Grad eine Straße asphaltiert. Während seine Frau mit den Kindern im Freibad ist. Die Arbeiten nicht, weil sie die "Machtposition" so toll finden, sondern aus der Notwendigkeit heraus, dass die Familie ein Dach über den Kopf und Essen auf dem Tisch hat.

Ebenso die Annahme, dass es nur von männlicher Seite gewollt ist, dass der Mann der Ernährer ist.
Die meisten Frauen sind froh, wenn der Mann soviel verdient, dass sie sich aussuchen können ob sie arbeiten oder nicht.
Zitat von Nalf:
Merkst Du den Zusammenhang zwischen bezahlter Arbeit und "Verhandlungsgeschick" bei der Carearbeit?

Es geht um Arbeitsteilung dazu zählen für mich sowohl die Erwerbsarbeit als auch Carearbeit.
Und wenn du dir dazu die Statistik des Statistischen Bundesamtes ansiehst, dass die Arbeit zwischen Eltern ziemlich gleich aufgeteilt ist.... Fakt Männer arbeiten sogar 15 Minuten mehr die Woche als Frauen.
Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel...r-zve.html

x 2 #2268


Ragna
Welche junge Frau heutzutage möchte denn einen Mann der weniger als 5K im Monat nach Hause bringt, also wenn man den sozialen Medien glauben schenken darf?
Vielleicht ist das nicht zwingend das realistische Anspruchsdenken der Mehrheit der Frauen, aber wie es so ist, irgendwann wird diese Denke zum Mainstream. Und dann frag ich mich, so doof wie ich bin, warum nur muss Mann denn so viel Geld verdienen, wenn Frau eigentlich genauso erfolgreich sein kann und selbstbestimmt leben möchte?

#2269


Moody92
Zitat von Nalf:
Ähm... liest Du eigentlich auch, was Du schreibst? In 44% der Haushalte verdienen Frauen gleich viel oder mehr als ihr Partner. Und der bereinigte ...

Sind Frauen denn nun benachteiligt, weil sie so massiv viel weniger verdienen, oder weil sie so viel mehr Elternzeit nehmen als Männer, obwohl sie doch oftmals gleich viel oder sogar mehr verdienen? 😵‍💫

Zitat von Nalf:
Ist erforscht, kann man googeln.

Ich habe gegoogelt und herausgefunden, dass sich 45% der Frauen eine ausgewogenere Aufteilung der Elternzeit wünschen.
Was ich jedoch nicht gefunden habe - und vielleicht kannst du mir da weiterhelfen - wie viele Frauen sich das zwar einerseits wünschen (ich wünsche mir auch viel), andererseits aber z.B. nicht zu finanziellen Einbußen im Familienhaushalt bereit sind, wenn der Mann mehr verdient und/oder selber nicht auf ihre ~12 Monate Elternzeit verzichten wollen (wenn z.B. die Option im Raum stünde, man bleibt bei max. 12 Monaten Gesamtelternzeit für die maximale Subventionierung und teilt diese auf 6/6 auf).
Und auf der anderen Seite, bei vielen Frauen der Mann trotz bitten und betteln zu Hause auf den Tisch haut und sagt "Nein! Du bleibst zu Hause!".

Zitat von Nalf:
dass während der Segregation in den USA und der Apartheid in Südafrika nominal gleiche Rechte galten, was der systematischen Entrechtung und massiver Benachteiligung von Schwarzen nicht entgegen stand.

Und dazu, dass du die Situation von Frauen in Deutschland mit der Apartheid in einen Topf wirfst, fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr ein.

x 1 #2270


Fenjal
Zitat von Moody92:
45% der Frauen eine ausgewogenere Aufteilung der Elternzeit wünschen.
Was ich jedoch nicht gefunden habe - und vielleicht kannst du mir da weiterhelfen - wie viele Frauen sich das zwar einerseits wünschen (ich wünsche mir auch viel), andererseits aber z.B. nicht zu finanziellen Einbußen im Familienhaushalt bereit sind, wenn der Mann mehr verdient und/oder selber nicht auf ihre ~12 Monate Elternzeit verzichten wollen (wenn z.B. die Option im Raum stünde, man bleibt bei max. 12 Monaten Gesamtelternzeit für die maximale Subventionierung und teilt diese auf 6/6 auf).

Du kannst den Müttern nicht mit folgerichtigem Denken kommen, sie sagen a und handeln b und glauben noch dazu im Recht zu sein.
100% Erwerbstätigkeit der Frau, während der Mann 100% Kinderbetreuung leistet?
Lies in diesem Thread wie sich Mütter dagegen verwehren, allerdings parallel über Gleichberechtigung philosophieren.
Wer ständig predigt, aber selbst nicht danach lebt, verliert an Glaubwürdigkeit.
Bei mir hat diese Klientel längst verloren.

#2271


Hansl
Zitat von Moody92:
Und dazu, dass du die Situation von Frauen in Deutschland mit der Apartheid in einen Topf wirfst, fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr ein.

Naja, dies ist eben eine solcher Gegebenheiten, die ich mit Wohlstandsverwahrlosung in Verbindung bringe.
Auch dem Umstand geschuldet, daß heute jeder auf Informationen per www zurückgreifen kann und dann mitreden will und kann.
Da dies aber trotzdem nichts daran ändern muß, weltfremd zu sein kommen eben solche schrägen Vergleiche usw.
Werden von solch Klientel ja auch so einfacher strukturierte Dorfmenschen mit AFD Label auf eine Stufe mit Joseph Goebbels gestellt.
Und junge Schulschwãnzer rennen mit PLO Tüchern auf Demos, die sie nicht verstehen. Mit Schildern "*beep* raus". Inflationär.
Thema auch dann "Wohlstandsverwahrlosung".
Usw.

x 1 #2272


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
von gesundem Wald profitieren auch spätere Generationen

Hä? Es soll doch keine geben, wenn es nach dir ginge 😱

x 4 #2273


Balu85
was man hier teilweise so liest.....kannste dir ni ausdenken 🤦‍♂

x 1 #2274


Blind-Meg
Zitat von Moody92:
Sagenhafte 6% bereinigter GPG - heftig.

Auch nochmal an dich: dann macht es dir ja sicher nichts aus, jeden Monat 6% deines Gehalts an ein Frauenhaus zu spenden, nicht wahr?

x 1 #2275


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Auch nochmal an dich: dann macht es dir ja sicher nichts aus, jeden Monat 6% deines Gehalts an ein Frauenhaus zu spenden, nicht wahr?

Echt - was ist denn das für eine Logik?

Ich wünschte, irgendwo irgendwann wird in Deutschland mal gerichtsfest festgestellt, dass für die gleiche Arbeit in der gleichen Branche bei gleichem Tarifvertrag eine Frau weniger bezahlt bekam als ein Mann und das wäre o.k.

#2276


Moody92
Zitat von Blind-Meg:
Auch nochmal an dich: dann macht es dir ja sicher nichts aus, jeden Monat 6% deines Gehalts an ein Frauenhaus zu spenden, nicht wahr?

Tatsächlich spende ich jeden Monat gar nicht mal so wenig.
Nicht an ein Frauenhaus, aber ist ja auch meine Sache, was ich mit meinen durch meine männlichen Privilegien erwirtschafteten Mitteln anstelle.

x 1 #2277


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Auch nochmal an dich: dann macht es dir ja sicher nichts aus, jeden Monat 6% deines Gehalts an ein Frauenhaus zu spenden, nicht wahr?

Es gibt ja Gründe warum Person A weniger verdient als Person B. Sei es Berufserfahrung oder nur die Tatsache, dass er sein Gehalt besser verhandelt hat.

Der Punkt ist doch, wenn ich in einem Unternehmen arbeite und Person B 6% mehr verdient als ich, obwohl ALLES identisch ist, dann forde ich diese 6% ein.
Und wenn der "nein" sagt, hole ich mir +10% undzwar bei einem anderen Arbeitgeber.

Das erklärt nämlich auch die bereinigte GPG... Männer fordern i.d.R. viel häufiger eine Gehaltserhöhung und sind eher bereit den AG aufgrund eines besseren Gehaltes zu wechseln.
Somit ist es keine strukturelle Benachteiligung, sondern die eigene Entscheidung.

#2278


Moody92
Zitat von NurBen:
Es gibt ja Gründe warum Person A weniger verdient als Person B. Sei es Berufserfahrung oder nur die Tatsache, dass er sein Gehalt besser verhandelt ...

Ich glaube bis das in den Köpfen ankommt braucht es noch ein paar Bodycount-Threads.

#2279


Balu85
Zitat von NurBen:
Der Punkt ist doch, wenn ich in einem Unternehmen arbeite und Person B 6% mehr verdient als ich, obwohl ALLES identisch ist, dann forde ich diese 6% ein.

hm....jain. Also erst einmal muss man es ja wissen. Also wirklich wissen und nicht nur vermuten. Dann gibt es diese Unterschiede ja nur da wo KEIN Tarifvertrag greift. Bei den Posten die, wie man bei uns auf Arbeit sagt "außertariflich sind" (also mehr weil die Vergütungstabelle halt irgendwo aufhört), da fällt es natürlich unter die Kategorie "Verhandlungsgeschick". Aber das dürfte jetzt eher nicht die Mehrheit sein.
Des weiteren kann man natürlich einfordern was man möchte, ob man es bekommt ist dann ja wieder etwas anderes. Und da kommt es halt auch auf die Situation an.
- hat man sowas wie ein "Druckmittel" im Sinne von: ich hab ein besseres Angebot?
- kann man es riskieren unter Umständen beim nächsten Stellenabbau seine Kiste zu packen?
- was machste bei einer Abfuhr wenn man nicht gehen kann. Gibt ja auch Zeiten wo nicht jede Firma sucht.
- wie leicht oder schwer ist man zu ersetzen. Wer dan ganzen Tag nur Dokumente kopiert, Kaffee holt..naja das kann so ziemlich Jeder. Wird das Aufgabengebiet schon spezieller und anspruchsvoller ist das wieder was anderes.

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