×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

3713

Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Fenjal
@alleswirdbesser geschenkt Frau, ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich folgerichtiges Denken UND Handeln bevorzuge.
Mir sagen etliche Einlassungen von Müttern nichts, weil sie nicht stimmig sind.

Beispiel: treffe weitläufige Bekannte, frische Mutter, erzählt mir von schwieriger SS und schwerer Geburt - nie wieder...

Ca 2 oder 2,5 Jahre später begegnen wir uns wieder - Supermarkt, Stadt - sie schwanger, ...ich, ach wieder schwanger?
Sie, ja, ich wollte noch ein 2. Kind.

Ich verabschiedete mich schnell und dachte, was für eine Schwätzerin.
Wie die Typen zu Hause klar kommen, es ist mir schleierhaft.
Schönen Sonntag @all.

x 1 #2341


Hansl
Zitat von Blind-Meg:
Das ist aus 2011, also total veraltet.

Stimmt, in der Statistik fehlen noch die unzähligen weiblichen Zuwanderer, denen mehr oder weniger ihre Rolle im Leben zugeteilt wird.
Sowie die generellen Erhebungen der restlichen Jahre bis heute.

#2342


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Das ist nichtmal mein Hauptproblem. Mein Problem ist eher, wenn jemand in Teilzeit geht, sich dann aber über die Carearbeit beschwert.

Und wer macht das?

#2343


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Weder die Aussage "xy % arbeiten Teilzeit" noch "yz% wünschen sich Teilzeit" sagen irgendwas darüber aus, welche Wünsche die Frauen ans Gehalt des Mannes haben.

Da reicht ebenfalls ein Blick in die Statistik von Stat. Bundesamt.
Lediglich 11% der Frauen in kinderlosen Beziehungen sind Hauptverdiener (Sprich tragen mehr als 60% zum Haushaltseinkommen bei) im Gegensatz zu über 51% der Männer.

Das bedeutet, dass Frauen bereits im Vorfeld Männer aussuchen, die ihnen zukünftig Teilzeit erlauben.

x 1 #2344


Blind-Meg
Zitat von ElGatoRojo:
ja - und alle möglichen Aussagen sagen nur wenig über Wünsche von Männern betreff Aussehen und Handeln von Frauen

Natürlich nicht.
Hast du verstanden, worum es gerade geht?
Ben behauptet, Frauen wünschen sich Männer mit genug Gehalt, dass die Frau sich aussuchen kann, ob und wie viel sie arbeiten möchte. Als Beleg zeigt er eine Statistik aus 2011, die besagt, dass die meisten Frauen sich ein Leben als "Mutter mlt Teilzeitstelle" wünschen.
Irgendwo taucht plötzlich die Unterstelling auf, ich hätte behauptet, Frauen würden unfreiwillig Teilzeit arbeiten, unterdessen versuche ich zu erklären, dass Bens Statistiken nichts über die Wünsche der Frauen ans Gehalt des Mannes aussagen.
Und jetzt kommst du mit "Aber die Männer haben auch Wünsche an die Frauen ☝☝☝" - was überhaupt NICHTS mit dem Thema zu tun hat. Denn ich diskutiere nicht über die Wünsche der Frauen, sondern darüber, welche Wünsche Ben den Frauen unterstellt.
WTF?

x 1 #2345


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Da reicht ebenfalls ein Blick in die Statistik von Stat. Bundesamt. Lediglich 11% der Frauen in kinderlosen Beziehungen sind Hauptverdiener (Sprich ...

Wenn du das meinst, dann bedeutet es das selbstverständlich. Okay.

#2346


Fenjal
@Blind-Meg halt dich doch einfach an das was du in deinem Betrieb vorfindest.
Ich bin mir sicher, dass Mütter, auch wenn sie Angebote für 100% Erwerbstätigkeit bekommen, auch in deinem Betrieb ablehnen.

Dieses Philosophieren über jederzeit bereit ... straft die Realität Lügen.
Jeder hier im Job hat diese Erfahrung und wenn du noch so oft verneinst.

#2347


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Ben behauptet, Frauen wünschen sich Männer mit genug Gehalt, dass die Frau sich aussuchen kann, ob und wie viel sie arbeiten möchte. Als Beleg zeigt er eine Statistik aus 2011, die besagt, dass die meisten Frauen sich ein Leben als "Mutter mlt Teilzeitstelle" wünschen.

Sorry, ich gehe mit dir konform wenn man sagt "naja, die Studie ist 15 Jahre alt". Das bedeutet aber nicht, dass die Ergebnisse irrelevant sind. Es sei denn du hast eine Studie, die das Gegenteil bekräftigt. Desweiteren habe ich dir Statistiken geliefert die diese "alte" Studie untermauern.
Allgemein gibt es massive Probleme mit Studien/Statistiken die sich mit "ich wünsche..." beschäftigt.
Wenn du solche Erhebungen interessant findest, kannst du dir die Umfrage von Parship anschauen.
z.B. https://www.t-online.de/finanzen/aktuel...-geld.html
oder hier:
https://www.presseportal.de/pm/55165/2041411

Zitat von Blind-Meg:
Irgendwo taucht plötzlich die Unterstelling auf, ich hätte behauptet, Frauen würden unfreiwillig Teilzeit arbeiten, unterdessen versuche ich zu erklären, dass Bens Statistiken nichts über die Wünsche der Frauen ans Gehalt des Mannes aussagen.

Wenn ich was falsch verstanden habe, möchte ich mich entschuldigen.
Bzgl. Gehalt: s.o.

#2348


P
Mein Eindruck ist, dass es Quatsch ist, wenn Frauen und Männer sich gegenseitig die Schuld dafür zuschieben, warum Frauen so häufig in Teilzeit arbeiten und Männer oft in die Alleinverdienerrolle rutschen. Das Problem löst man dadurch nicht. Es handelt sich vielmehr um eine Art gesamtgesellschaftliches Selbsterhaltungssystem.
Bis zur Geburt des ersten Kindes haben Frauen und Männer häufig sehr ähnliche Erwerbsbiografien. Danach greifen plötzlich althergebrachte Rollen- und Traditionsvorstellungen. Männer haben oft den Eindruck, dass sich durch die Geburt eines Kindes an ihrem sonstigen Leben möglichst wenig ändern sollte. Frauen wiederum durchlaufen in den ersten Monaten mit dem Kind gewissermaßen eine Art Spezialistenausbildung. Durch Schwangerschaft, Stillzeit und die intensive Betreuung entsteht eine enge Zuständigkeit, aus der der Wechsel in eine gleichmäßigere Aufteilung später teilweise schwerfällt.
Dazu kommt der gesellschaftliche Druck auf Frauen. Wenn man als Mutter eines Kleinkindes sagt: „Ich arbeite übrigens Vollzeit“, bekommt man teilweise ganz schön Gegenwind – und zwar nicht nur von Männern, sondern auch von anderen Frauen und Müttern. Frauen stehen hier deutlich stärker unter Beobachtung. Das zeigt sich auch an vielen Kleinigkeiten im Alltag: Kindergarten oder Schule rufen oft zuerst die Mutter an, wenn etwas passiert oder ein Kind abgeholt werden muss. Dahinter steckt die gesellschaftliche Erwartung, dass Mütter in erster Linie für die Kinder zuständig sind.
Und ja, ich arbeite Vollzeit, seit mein jüngstes Kind in der Schule ist. Und ja, ich hätte auch schon vorher gerne mehr gearbeitet. Dafür hätte es aber gebraucht, dass der Vater meiner Kinder, mein Ex-Mann, sich stärker in die Erziehung und Betreuung einbringt. Er war nicht bereit, Elternzeit zu nehmen. Auch unsere Versuche, die Familienarbeit gerechter aufzuteilen, sind letztlich gescheitert. An den Tagen, an denen er nachmittags die Kinder betreut hat, gab es abends regelmäßig Streit. Es ging dann darum, dass ich seiner Meinung nach zu spät nach Hause gekommen sei oder andere Dinge nicht so gelaufen wären, wie er sich das vorgestellt hatte.
Wir sind mit dem Versuch einer gerechteren Arbeitsteilung im Alltag gescheitert und ich habe meine Arbeitszeit reduziert um den Familienfrieden zu erhalten. Meine Bemühungen, die Verantwortung gleichmäßiger zu verteilen und dadurch selbst mehr zur Erwerbstätigkeit beizutragen, sind letztlich nicht mitgetragen worden (anektodktisxhe Evidenz, ich weiß). Deshalb finde ich es zu einfach, Frauen pauschal vorzuwerfen, sie würden sich freiwillig für Teilzeit entscheiden. Viele dieser Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie werden innerhalb von Beziehungen, Familienstrukturen und gesellschaftlichen Erwartungen getroffen. Oft sind die tatsächlichen Handlungsspielräume deutlich kleiner, als es von außen erscheint.
Genau deshalb ist das kein Problem von Frauen gegen Männer oder von Männern gegen Frauen. Es ist eine gesellschaftliche Erwartungshaltung, die über Generationen gewachsen ist und sich immer wieder selbst reproduziert. Sie zu durchbrechen ist eine gemeinschaftliche Aufgabe.

x 5 #2349


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Ben behauptet, Frauen wünschen sich Männer mit genug Gehalt, dass die Frau sich aussuchen kann, ob und wie viel sie arbeiten möchte. Als Beleg zeigt er eine Statistik aus 2011, die besagt, dass die meisten Frauen sich ein Leben als "Mutter mlt Teilzeitstelle" wünschen.

Für solche allgemeinen Fragen empfinde ich 2011 nicht direkt als veraltet - und dass sich nun viele Mütter mit jüngeren Kindern wünschen, nicht oder nur Teilzeit zu arbeiten kann ich aus eigenem Erleben durchaus nachvollziehen. Nicht, damit ein Mann Macht über die Frau hat, sondern damit sich die Mutter losgelöst von ein paar Zwängen sich aufmerksam und freundlich um das gemeinsame Kind kümmern kann. Was ja nicht ausschließt, dass auch er für es etwas macht.
Zitat von Blind-Meg:
Hast du verstanden, worum es gerade geht?

Natürlich verstehe ich, dass es nur und primär um Frauen gehen kann............. beten Aufmunternde Emojis Smiley mit Geschenken

x 1 #2350


ElGatoRojo
Zitat von Prachtspiere:
Bis zur Geburt des ersten Kindes haben Frauen und Männer häufig sehr ähnliche Erwerbsbiografien. Danach greifen plötzlich althergebrachte Rollen- und Traditionsvorstellungen.

Die schlichte biologische Tatsache ist doch, dass es die Frauen sind, die schwanger werden und die das Kind gebären. Da kann man dann noch so viel herumdiskutieren, es leiten sich dadurch gewissse Gegebenheiten ab, die das Wohlergehen des Kindes zu berücksichtigen haben. Und jede Mutter uind jeder Vater trägt da Eigenverantwortung und wenn denn das Elternpaar bestimmte Regelungen vereinbart und für sich und das Kind als gut und positiv auffasst -- dann ist mir ehrlich gesagt der gesamtgesellschaftliche Zusammenhang relativ gleichgültig.

x 2 #2351


NurBen
Zitat von Prachtspiere:
Sie zu durchbrechen ist eine gemeinschaftliche Aufgabe.

Die Lösung ist relativ simple.
Sucht euch einen Mann der deutlich weniger verdient, ungern in seinen Job arbeitet und gerne auf Teilzeit gehen würde um sich um Haushalt und Kinder zu kümmern.

Das Problem ist halt nur, dass diese Männer nicht sonderlich attraktiv für Frauen sind.

x 2 #2352


Ragna
Zitat von NurBen:
Da reicht ebenfalls ein Blick in die Statistik von Stat. Bundesamt. Lediglich 11% der Frauen in kinderlosen Beziehungen sind Hauptverdiener (Sprich ...

Thats the Point, bei der Auswahl des Partners, frühstücken die Mädels nie unterhalb ihrer Tischkante und suchen einen Herren, der sozial und finanziell ein lohnenswertes Invest verspricht.
Eine Frau schaut immer auf die Möglichkeiten des potentiellen Partners, das hat wenig mit Romantik zu tun.
Früher reichte es wenn der Mann sozial anerkannt und entsprechend Geld verdient hat um die Kids durchzubringen, heute muss er noch den Vorstellungen eines idealen Mannes in der feministischen Community entsprechen, da wird die Auswahl mitunter dünn, die Folge, Männer bashing und Frustration

x 1 #2353


P
Zitat von NurBen:
Die Lösung ist relativ simple.
Sucht euch einen Mann der deutlich weniger verdient, ungern in seinen Job arbeitet und gerne auf Teilzeit gehen würde um sich um Haushalt und Kinder zu kümmern

Oder Männer, die das Kümmern um gemeinsame Kinder auch als gemeinsame Verantwortung verstehen, unabhängig von Gehalt.

x 3 #2354


Ragna
Zitat von Prachtspiere:
Oder Männer, die das Kümmern um gemeinsame Kinder auch als gemeinsame Verantwortung verstehen, unabhängig von Gehalt.

Unterstellt, dass sich die meisten Väter einen Dreck kümmern.
Der Punkt ist, nicht die feministischen Mainstream Mädel geben die Messlatte vor, dass kriegen die Jungs schon hin, aber da verlieren einige Mädels halt die Kontrolle und die Deutungshoheit 😉

x 1 #2355


A


x 4