6717

Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 auch hier hofierst du erneut die Rollenbilder, das Gehalt des Mannes sollte höher als das der Frau sein, um Kinder zu zeugen,.... du führst ...

Du verwechselst das Beschreiben einer bestehenden Realität mit dem Hofieren eines Rollenbildes. Den Gender Pay Gap anzuführen ist kein Wunschkonzert, sondern Statistik: Solange Frauen in Deutschland im Schnitt spürbar weniger verdienen als Männer, ist die Entscheidung, dass der Hauptverdiener nach der Geburt Vollzeit weiterarbeitet, für viele Paare schlichte ökonomische Notwendigkeit, um die Miete zu zahlen. Das hat nichts mit ‚Komfortzone‘ zu tun, sondern mit wirtschaftlichem Pragmatismus in einem System, das genau diese Ungleichheit befeuert.
Und deine persönliche Erfahrung in allen Ehren, aber dass viele Mütter nicht Vollzeit arbeiten können oder wollen, liegt selten an mangelnder Lust, sondern am massiven Mangel an verlässlichen Ganztagsbetreuungsplätzen und dem sogenannten ‚Mental Load‘.
Zu fordern, eine Frau müsse ein Kind finanziell und zeitlich komplett ‚allein durchziehen‘ können, falls der Partner sich aus dem Staub macht, entlässt Väter komplett aus ihrer Verantwortung und macht Kinder kriegen zum reinen Luxusgut für Spitzenverdienerinnen. Eine Gesellschaft, die so denkt, schafft sich biologisch und wirtschaftlich innerhalb einer Generation selbst ab. Genau deshalb – ich wiederhole es gern noch mal – gibt es das BGB, das Väter und Mütter rechtlich in die Pflicht nimmt, statt Familie als reines Einzelkämpfer-Risiko zu betrachten. 😉

x 9 #2836


Arev87
@cline
Da hast du absolut Recht. Aber genau deshalb gibt es ja die rechtliche Absicherung für denjenigen der beruflich zurücksteckt um die Care arbeit zu übernehmen. Ist ist in der Realität aber leider noch die Seltenheit. Und das auch aus patriarchalen Strukturen. Wenn ein Mann z.b die komplette Elternzeit beanspruchen will stößt er im beruflichen Kontext häufig auf Unverständnis. Bei Frauen wird es hingegen schon fast vorausgesetzt.

x 3 #2837


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


Fenjal
@Arev87
Dein überholtes Narrativ solltest du überdenken.
Frauen sind längst in der Lage finanziell unabhängig zu sein und es ist an der Zeit diese alten Abhängigkeiten abzulegen.
Du flüchtest dich in die Passivität, vertraust mehr einem Typ als dir selbst.
Wartest auf vermeintliche Absicherungen, die wie Brei vom Himmel regnen sollen, dabei solltest du die Saukelle sicher händeln können, DAS ist Feminismus.

x 1 #2838


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 Dein überholtes Narrativ solltest du überdenken. Frauen sind längst in der Lage finanziell unabhängig zu sein und es ist an der Zeit ...

Du verwechselst Feminismus mit eiskaltem Sozialdarwinismus. Echter Feminismus kämpft für strukturelle Chancengleichheit, damit Frauen eben nicht zwischen finanzieller Unabhängigkeit und dem Wunsch nach einer Familie wählen müssen.
Zu fordern, dass eine Frau die gesamte Last der Care-Arbeit, der Kindererziehung und des finanziellen Risikos komplett im Alleingang wie eine ‚Einzelkämpferin‘ schultern muss, während der Partner sich fein aus der Verantwortung zieht, ist kein emanzipatorischer Fortschritt. Das ist die absolute Romantisierung von Überforderung und die totale Entlastung von Vätern.
Es hat rein gar nichts mit Passivität zu tun, wenn man verlangt, dass Verträge und gemeinsame Lebensentscheidungen in einer Partnerschaft – und auch vor dem Gesetz – für beide Seiten verbindlich sind. Wer eine Ehe führt, arbeitet als Team. Wer das als ‚Abhängigkeit von einem Typen‘ abstempelt, hat das Konzept einer partnerschaftlichen Wirtschaftsgemeinschaft nicht verstanden.

Abgesehen davon ist deine ganze persönliche Küchenpsychologie bei mir ohnehin komplett deplatziert: Ich bin Single, kinderlos und habe mich ganz bewusst für meine absolute finanzielle und persönliche Autonomie entschieden. Ich würde mich niemals von einem Mann abhängig machen.
Der Unterschied zwischen uns beiden ist schlichtweg: Ich besitze genug Empathie und Strukturverständnis, um zu erkennen, dass das System Frauen, die sich für Kinder entscheiden, massiv benachteiligt – während du diese strukturellen Probleme lieber zu persönlichem Versagen umdeutest.

Ich habe mein Leben und meine Finanzen also bestens selbst im Griff – ich nutze meine Energie nur lieber, um logische Fehlschlüsse zu zerlegen, statt die strukturelle Ausbeutung von Müttern schönzureden. 😉

x 8 #2839


Fenjal
@Arev87
Für mich ist diese starre Struktur der Ehe längst überholt.
Welche Frau lässt sich schon gern ihre individuelle Freiheit einschränken.
Statt an diesen alten verfilzten Zöpfen festzuhalten, sollten flexible Formen von Partnerschaft ermöglicht werden, in der jeder eigene Wege gehen kann.

Empathie für Mütter? Geschenkt, deren Aufmerksamkeits Gefordere und ihre Opferhaltung,... beeindrucken mich nicht.
Kinder entstehen aus persönlichem Wunsch, nicht auf gesellschaftlichen Druck.
Wer ja sagt, weiß um Konsequenz.

#2840


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 Für mich ist diese starre Struktur der Ehe längst überholt. Welche Frau lässt sich schon gern ihre individuelle Freiheit einschränken. ...

Und da ist sie wieder, die totale Empathielosigkeit, nett verpackt als vermeintlich ‚moderne Freiheit‘. Es ist schon ein starkes Stück, Frauen, die den Laden am Laufen halten und die Beitragszahler von morgen großziehen, ihr Recht auf Absicherung als ‚Aufmerksamkeitsgefordere‘ abzusprechen.
Du merkst vor lauter ideologischer Verblendung nicht einmal, wie widersprüchlich du argumentierst: Du forderst ‚flexible Partnerschaften auf Augenhöhe‘, bekämpfst aber zeitgleich die gesetzlichen Instrumente, die genau dafür sorgen, dass der wirtschaftlich schwächere Partner in solchen Modellen nicht am Ende der Dumme ist. Das ist kein moderner Feminismus, das ist einfach nur unsolidarisches und egoistisches Treten nach unten.
Es ist völlig okay, wenn du dich in deiner Blase verschanzt und die Augen vor der gesellschaftlichen Realität verschließt. Aber versuch bitte nicht, deine persönliche Verbitterung und soziale Kälte als fortschrittlich zu verkaufen. Genieß deine ‚individuelle Freiheit‘ – die Diskussion hier hast du inhaltlich und argumentativ jedenfalls auf ganzer Linie gegen die Wand gefahren. over and out. 👋

x 6 #2841


FloraVita
Jedes Mal nachdem ich hier gelesen habe, weiß ich meine Familie, auch die entfernte, immer mehr zu schätzen.

x 2 #2842


Fenjal
Solidarität von Frauen in traditionellen Mustern erwarte ich nicht.
Das sind oft konservative Leute, die Menschen als Besitz sehen und ein Ausscheren am liebsten mit einem Faustschlag, der auf die Bretter bringt, quittieren.

Bedürfnisse Obdachloser stehen mir näher, als bewusst provozierte Schwangerschaften ohne entsprechendes Fundament, das ist richtig.
Wenn wir schon von Unterstützung reden, dann jederzeit für Obdachlose, wenn ihre Optik oft nicht überzeugt, haben einige mehr Solidarität im Kleinzeh als manche Mutter, deren Zusammenhalt nur ihrer genetischen Reproduktion gilt, so meine Erfahrung.
Wenn ich etwas an die Wand fahre ziehe ich das Ganze mit dem Schlepper zumindest auf den Misthaufen und lasse den Kram nicht andere ausbaden.
Gute Zeit!

#2843


Hansl
Zitat von Arev87:
Du merkst vor lauter ideologischer Verblendung nicht einmal, wie widersprüchlich du argumentierst

Wenn die Frau nur einen Funken im echten Leben stehen und denken würde, dann würde sie primär erstmal erkennen, daß nicht die Teilzeit arbeitende Mutter Ressourcen ausbeutet, sondern erstmal unzählige Flüchtlingsfrauen, die gefühlt eingesperrt, ohne wirkliche Schulbildung dass Sozialsystem rigoros und professionell ausbeuten, im Prinzip ohne je einen Cent beigetragen zu haben.
Null Chance am Arbeitsmarkt.
Sich ihre gefühlt 10 Kinder, die meist nicht mal die Mittelschulen abschließen können lebenslang finanzieren lassen.
Dazu dann noch der Rest an all derer, die ebenso das Sozialsystem systematisch und absolut vorsätzlich, schamlos ausbeuten.
Jeder Mensch, der nur halbwegs mit Hirn und Wahrnehmung die Welt sieht, weiß um diesen Wahnsinn.
Vor diesem Hintergrund eine Mutter mit Kind als Sozialschmarotzer zu beschimpfen , die ihr Kind eben lieber selbst aufzieht, als es in Kitas und Kindergärten, Schulen dem Tsunami an Gewalt, Chaos und sozialer Verwahrlosung auszusetzen?

@Fenjal
Ich hab ja nichts gegen Dich, aber daß Du psychisch deutlich auffällig bist, daß steht für den klugen Mensch wirklich außer Frage.
Vielleicht mal wirklich Therapeuten nutzen.
Deine Welt wird immer kleiner, irrer und wahnhafter.

x 1 #2844


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Das ist historisch schlicht falsch. Die französische „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ galt nur für Männer.

Schrieb ich etwas anderes? Es war der Anfang einer Entwicklung. Und ohne diese Vorgänger standen Feministinnen heute nicht da, wo sie jetzt sind. Auf den Schultern der Riesen

#2845


Hansl
@Fenjal
So.
Jetzt ließ mal meinen Text.
Natürlich ist dieser übertrieben.
Aber eben im Kern die Konsequenz Deiner "Einschätzungen", Bewertungen und Verurteilung irgendwelcher Frauen, Müttern, Männer, Eltern.
Die eben den Mut haben, die Vertrauen dazu haben, Familien zu gründen.
Eine Welt, die Dir anscheinend komplett fremd ist, der Du im Prinzip gefühlt das Existenzrecht absprichst.
Warum?
Ich finde, im Prinzip die gleiche Welt, die ich nun eben übertrieben darstellte.
Passive Gewalt?

#2846


Balu85
Zitat von Arev87:
Schau mal in § 1356 BGB (Führung des Haushalts, Erwerbstätigkeit). Dort ist gesetzlich geregelt, dass die Haushaltsführung im gegenseitigen Einvernehmen bestimmt wird und der Partner, der den Haushalt führt, seine Pflicht durch Arbeit im Haus erfüllt.
Und genau deshalb gibt es bei einer Scheidung den Versorgungsausgleich (VersAusglG) und den Zugewinnausgleich (§ 1363 BGB).

hm....aber diesen Ausgleich gibt es ja auch wenn beide in Vollzeit arbeiten waren aber durch z.B. unterschiedlichen Branchen, Ausbildung oder ähnliches einen Einkommenunterschied hatten und sich die häuslichen Aufgaben (welche halt je nach Lebenssituation auch mehr als die immer wieder genannte Care-Arbeit umfassen) reinteilen.
Und theoretisch ist es durchaus möglich das eine Partei z.B. das Elternhaus verliert wenn es zur Scheidung kommt. Und zwar wenn der Wertzuwachs innerhalb der Ehezeit nicht gezahlt werden kann. Was ja bei den gestiegenen Preisen und Bauland und Immobilien in den sagen wir mal letzten 10-15 Jahren nicht sonderlich unrealistisch ist. Dabei ist es aber auch egal ob Mann oder Frau. Und ich denke das in den meisten Fällen sich die zukünftigen Expartner da irgendwie einigen.
Auch wenn es den ein oder anderen hässlichen Rosenkrieg gibt, so vermute ich das mehrheitlich die Scheidungen mehr oder minder geordnet über die Bühne gehen.

Zitat von cline:
Würde Frau langfristig denken, wäre ihr daran gelegen ihren Job eben nicht für zig Jahre an den Nagel zu hängen.

Ich persönlich sehe hier bei mir in der Region auch keine zwingende Notwendigkeit warum ein Elternteil zuhause bleiben muss. Es gibt Krippenplätze, Kitaplätze, aber spätestens mit der Einschulung ist das Kind betreut. An Grundschulen in aller Regel mit einem Hortbetrieb. Das es sowas nicht bundesweit gibt weiß ich, ist hier halt historisch gewachsen.

Aber was ich jetzt noch immer nicht weiß...wie hoch darf der BC denn nun sein? Gibt es eine tabellarische Übersicht BC in Abhängigkeit vom Alter? Ich muss doch wissen welche Zahl mir ehrlich gesagt wurscht ist (weil eh nicht überprüfbar).

x 1 #2847


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Da hast du absolut Recht. Aber genau deshalb gibt es ja die rechtliche Absicherung für denjenigen der beruflich zurücksteckt um die Care arbeit zu übernehmen. Ist ist in der Realität aber leider noch die Seltenheit. Und das auch aus patriarchalen Strukturen.

Ist nicht die Struktur der Ehe per se nur nötig für das Kinderkriegen? Ich mag diese Schlagworterei nicht - Liebesbeziehungen ohne Kinder bedürfen keinen besonderen Schutz, weil jede der beiden Personen selbst für seinen/ihren Unterhalt sorgen könnte.
Zitat von Arev87:
Und deine persönliche Erfahrung in allen Ehren, aber dass viele Mütter nicht Vollzeit arbeiten können oder wollen, liegt selten an mangelnder Lust, sondern am massiven Mangel an verlässlichen Ganztagsbetreuungsplätzen und dem sogenannten ‚Mental Load‘.

Gleichheit für Frauen in allen Ehren - aber sie sind eben die, die das Kind austragen und gebären. Und in der Regel die, auf die das Kind in der ersten Lebenszeit primär angewiesen ist. Die Frage ist doch auch, was wichtiger ist = frühe Berufstätigkeit der Mutter und Kinderverwahrung irgendwie oder ein Zeitraum, in dem sie im enen Kontakt mit dem Kind dessen erste Lebensschritte begleitet. Und natürlich muss das irgendjemand bezahlen. Für den Staat an einfachsten, wenn das der Ehemann oder Vater des Kindes ist.

#2848


Worrior
Fazit: Die Gründung einer klassischen Familienstruktur wird zum unkalkulierbaren Risiko.
Nur keine Angst, die Politik hat auf die demographische Verschiebung unserer Gesellschaft längst reagiert.
Durch Zuzug werden die gewünschten Familienbilder etabliert.
Auch alleinlebende, finanziell stabile Singles werden nicht vergessen.
Verschiedene Ideen hinsichtlich Steuern und geeigneter Zwangsabgaben wurden schon vorgetragen.
Beispielsweise Abgaben für Alleinstehende die zu viel Wohnraum beanspruchen.
Oder für Kinderlose ab einem bestimmten Alter.
Eine dann finanzkräftige, werktätige Bevölkerungsschicht wird nicht vergessen um jene zu finanzieren die gewollt sind.

#2849


Löwenzeh
Zitat von Arev87:
Gleichberechtigung für Frauen bedeutet nicht weniger Rechte für Männer


Es würde eine bessere Welt bedeuten.

Ich glaube nicht, dass die Menschheit schlau genug ist.

Nur einzelne, leider nicht die kritische Masse.

Denn die Männer geben nichts her und die Frauen ziehen nicht in den Kampf.

Und am Ende verlieren alle.

#2850


A


x 4