Arev87
Mitglied
- Beiträge:
- 315
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 621
- Mitglied seit:
Zitat von NurBen:Sorry, ne das ist es nicht. Das Frauen Status/Ressourcen des Mannes wichtiger sind als umgekehrt ist keine neue Erkenntnis. Die letzten Zahlen die ...
Du verwechselst hier die Kriterien bei der Partnerwahl (wer sucht wen) mit der psychologischen Dynamik innerhalb einer bestehenden Beziehung (wer verdient wie viel). Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Niemand unterschreibt den Scheidungsantrag mit den Worten, "Du verdienst mir zu viel". So banal funktioniert menschliche Psychologie nicht. Der Prozess läuft unbewusst: Die Studie der University of Bath zeigt glasklar, dass das psychische Stresslevel von Männern messbar steigt, wenn die Frau mehr nach Hause bringt als sie. Dieser Stress entlädt sich nicht in Diskussionen über das Gehalt, sondern in alltäglichen Konflikten, Frustration und schwindendem Selbstwertgefühl, weil das gesellschaftliche Rollenbild des "Ernährers" eben doch noch tief sitzt. Das führt dann schleichend zur Trennung – die Harvard-Studie belegt das erhöhte Scheidungsrisiko schwarz auf weiß.
Dass Männern der Beruf der Partnerin bei der Auswahl statistisch ‚weniger wichtig‘ ist, stützt übrigens genau meine Argumentation und nicht deine: Es zeigt nämlich, dass viele Männer biologisch oder gesellschaftlich darauf gepolt sind, die wirtschaftliche Vormachtstellung in der Beziehung zu haben. Sobald dieses Gefüge kippt, kommen die Probleme.
Die harten wissenschaftlichen Daten als "Minderheitenproblem" abzutun, nur weil es nicht in dein Weltbild passt, ist keine Argumentation, sondern Realitätsverweigerung. Die Zahlen der Soziologie sprechen hier eine eindeutige Sprache gegen deine Bauchgefühle 😉