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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

NurBen
Zitat von Debby:
Ich wüsste jetzt nicht, warum bei meinen Ansichten ein Geringverdiener dabei rauskommen sollte …

Wie ich vor einigen Seiten bereits erwähnt habe, werden dadurch doch sämtliche strukturellen Nachteile des Mutter-seins gelöst. Einfach ein Typ suchen ohne große Karriereambitionen.

Ich mein, wenn ich eine Frau suche, die sich um die Kinder kümmert, dann würde ich doch auch keine karriereorientierte Frau wählen.

x 1 #2926


Arev87
Zitat von NurBen:
Sorry, ne das ist es nicht. Das Frauen Status/Ressourcen des Mannes wichtiger sind als umgekehrt ist keine neue Erkenntnis. Die letzten Zahlen die ...

Du verwechselst hier die Kriterien bei der Partnerwahl (wer sucht wen) mit der psychologischen Dynamik innerhalb einer bestehenden Beziehung (wer verdient wie viel). Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Niemand unterschreibt den Scheidungsantrag mit den Worten, "Du verdienst mir zu viel". So banal funktioniert menschliche Psychologie nicht. Der Prozess läuft unbewusst: Die Studie der University of Bath zeigt glasklar, dass das psychische Stresslevel von Männern messbar steigt, wenn die Frau mehr nach Hause bringt als sie. Dieser Stress entlädt sich nicht in Diskussionen über das Gehalt, sondern in alltäglichen Konflikten, Frustration und schwindendem Selbstwertgefühl, weil das gesellschaftliche Rollenbild des "Ernährers" eben doch noch tief sitzt. Das führt dann schleichend zur Trennung – die Harvard-Studie belegt das erhöhte Scheidungsrisiko schwarz auf weiß.
Dass Männern der Beruf der Partnerin bei der Auswahl statistisch ‚weniger wichtig‘ ist, stützt übrigens genau meine Argumentation und nicht deine: Es zeigt nämlich, dass viele Männer biologisch oder gesellschaftlich darauf gepolt sind, die wirtschaftliche Vormachtstellung in der Beziehung zu haben. Sobald dieses Gefüge kippt, kommen die Probleme.
Die harten wissenschaftlichen Daten als "Minderheitenproblem" abzutun, nur weil es nicht in dein Weltbild passt, ist keine Argumentation, sondern Realitätsverweigerung. Die Zahlen der Soziologie sprechen hier eine eindeutige Sprache gegen deine Bauchgefühle 😉

x 2 #2927


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Blind-Meg
Zitat von NurBen:
missglückte Flirtversuche von Männer gleichstellen mit sexuelle Belästigung oder gar sexuelle Gewalt... sorry, aber wer soll das denn ernst nehmen.

Du könntest das vielleicht ernst nehmen, wenn deine Freundin davon betroffen wäre.


Zitat von NurBen:
Warum daten gutverdienende Frauen die ihre Karriere vorantreiben wollen, keine Männer die deutlich weniger verdienen und gerne Hausmann oder in Teilzeit gehen?

Weil es kaum solcher Männer gibt. Was wiederum daran liegt, dass du und andere Ewiggestrige den Männern einreden, dass keine Frau so einen Mann attraktiv finde.

x 1 #2928


FloraVita
Zitat von Worrior:
Doch ich bin der alte weisse Mann, meine Zeit ist abgelaufen, ich bin längst vom Spielfeld, keinen interessiert was ich will.
Die Leute da draußen wollen etwas anderes.
Woke, gegendert, klimaneutral, vegan, multikulturell und feministisch soll es sein.
Chipstüte nehmen zurücklehnen und die göttliche Kommödie genießen.


Wird gerne so vermittelt, trifft aber bei weitem nicht auf alle und ich würde behaupten nicht auf die meisten zu.

#2929


Arev87
Zitat von FloraVita:
So war er ursprünglich gedacht, jedoch mittlerweile zu dem verfallen was es nun (leider zum großen Teil) ist: Eine antifamiliäre, (weiße) Männer ...

Alsi ich kenne keine ziemlich viele Feministinnen und Feministin aus meinem Umfeld. Keiner von denen hasst weiße Männer 😅 .

Und die paar seltsamen Vögel die in Internetforen versuchen Hass zu schüren und die Gesellschaft zu polarisieren....
solche Typen begegnen mir komischerweise immer nur online 🤔.
Viele von denen wollen einfach den Hate Bait, haben einfach keine Hobbys und provozieren gerne oder haben ne politische Agenda (und ganz sicher keine feministische....sondern das genaue Gegenteil)

x 2 #2930


NurBen
Zitat von Arev87:
Du verwechselst hier die Kriterien bei der Partnerwahl (wer sucht wen) mit der psychologischen Dynamik innerhalb einer bestehenden Beziehung (wer verdient wie viel). Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Stimme ich dir zu. Während einer Beziehung ist es nämlich eine drastische Änderung der Beziehungsdynamik.
Entsprechend würde es sich auch verhalten, wenn z.B. ein Jobverlust eintritt. Eine Änderung in der Beziehungsdynamik ist eben mit Konflikten verbunden.
Zu dieser Änderung der Beziehungsdynamik würde es aber doch gar nicht kommen, wenn der Mann von Anfang an der "Geringverdiener" und die Frau eben der Hauptverdiener.

Entsprechend brachte ich ja auch den Fokus auf die Partnerwahl.
Dazu siehe mein Beitrag:

Zitat von NurBen:
Wie ich vor einigen Seiten bereits erwähnt habe, werden dadurch doch sämtliche strukturellen Nachteile des Mutter-seins gelöst. Einfach ein Typ suchen ohne große Karriereambitionen.

Ich mein, wenn ich eine Frau suche, die sich um die Kinder kümmert, dann würde ich doch auch keine karriereorientierte Frau wählen.

#2931


Blind-Meg
Zitat von Arev87:
Die Studie der University of Bath zeigt glasklar, dass das psychische Stresslevel von Männern messbar steigt, wenn die Frau mehr nach Hause bringt als sie. Dieser Stress entlädt sich nicht in Diskussionen über das Gehalt, sondern in alltäglichen Konflikten, Frustration und schwindendem Selbstwertgefühl

Oder Alk. oder exzessive Hobbys (bloß nicht zu viel zuhause sein) oder in der Midlife Crisis muss mit Anfang 50 der Porsche her und man(n) brennt mit der 20 Jahre jüngeren Sekretärin durch (die selbstverständlich weniger verdient)

#2932


NurBen
Zitat von Blind-Meg:
Weil es kaum solcher Männer gibt. Was wiederum daran liegt, dass du und andere Ewiggestrige den Männern einreden, dass keine Frau so einen Mann attraktiv finde.

Ich denke es wird nicht an Geringverdienern oder arbeitslosen Männern mangeln.
Dazu reden wir es den Männer nicht ein, sondern sprechen halt von Tatsachen.
Ein Mann der deutlich weniger verdient ist für eine Frau unattraktiv. Vielleicht nicht für eine kleine Liebschaft, aber als Partnerschaft definitiv.

x 2 #2933


Arev87
Zitat von NurBen:
Stimme ich dir zu. Während einer Beziehung ist es nämlich eine drastische Änderung der Beziehungsdynamik. Entsprechend würde es sich auch ...

Chapeau für diese geistige Gymnastik😅
Dein neuer Lösungsansatz ist wirklich pure Satire: Damit es in einer Beziehung nicht kriselt, wenn die Frau Karriere macht, soll sie sich also von Anfang an einen Geringverdiener suchen – quasi als präventiven Ego-Schutz für den Herrn, damit die Dynamik bloß stabil bleibt 🤣 ?

Das ist so herrlich weltfremd. Erstens: Menschen verändern sich, Karrieren entwickeln sich, und das Leben ist kein statisches Excel-Sheet, das man bei der Partnerwahl für die nächsten 40 Jahre vordefiniert. Zweitens – und das ist der entscheidende Punkt, den du immer noch elegant ignorierst: Der gesamtwirtschaftliche Gender Pay Gap verschwindet nicht, nur weil du das Problem auf die Partnerwahl abwälzt.
Frauen verdienen im Schnitt immer noch weniger. Wenn eine erfolgreiche Frau einen Mann datet, der noch weniger verdient, löst das das strukturelle Problem bei der späteren Kinderbetreuung und Elternzeit für die breite Masse der Gesellschaft genau gar nicht. Du versuchst hier immer noch krampfhaft, ein systemisches, politisches Problem durch rein privates Konsumverhalten beim Dating zu lösen. Netter Ablenkungsversuch, aber mathematisch und soziologisch bleibt es eine glatte Themaverfehlung 😅

x 2 #2934


NurBen
Zitat von Arev87:
Dein neuer Lösungsansatz ist wirklich pure Satire

Satire ist doch eher sich einen Mann zu suchen, der mehr verdient als Man selber, dem seine Karriere und sein Beruf wichtig sind und sich dann darüber zu wundern, dass er nicht seine Karriere hinten anstellt.

Gleiches gilt doch für Männer.
Wenn einem Mann es wichtig ist, seine Karriere voranzutreiben und die Frau sich um die Kinder kümmert, dann sucht man sich doch keine karriereorientierte Frau und beschwert sich dann, dass sie ihre Karriere nicht auf Eis legt um sich um die Kinder zu kümmern.

Das ist doch vollkommen unlogisch.
Zitat von Arev87:
Du versuchst hier immer noch krampfhaft, ein systemisches, politisches Problem durch rein privates Konsumverhalten beim Dating zu lösen.

Warum auch nicht. Man muss schließlich beim Individuum ansetzen.
Wenn das, was ich vorgeschlagen habe, viele Frauen machen würde...wurde doch logischerweise die "strukturelle Benachteiligung des Mutter-sein" auf den Vater wirken (der ja nun seine Karriere zurückstellt) und durch diese Benachteiligung würde sich auch die GPG zu ungunsten der Männer verschieben.

Also ist es im Grunde ja doch eine Problemlösung.

x 2 #2935


Arev87
Zitat von NurBen:
Ich denke es wird nicht an Geringverdienern oder arbeitslosen Männern mangeln. Dazu reden wir es den Männer nicht ein, sondern sprechen halt von ...

Es ist wirklich faszinierend, wie tief du in diesem rein materiellen, evolutionären Tunnelblick feststeckst. Natürlich ist finanzieller Erfolg für viele Menschen ein nettes Plus bei der Partnerwahl – das bestreitet niemand. Aber die Behauptung, dass Männer ohne Top-Gehalt für Frauen pauschal unattrativ wären, ist schlichtweg von gestern.
Wenn du dir nämlich mal große, repräsentative Untersuchungen wie die ElitePartner-Studie anschaust, wird dein Argument komplett pulverisiert.

Finanzieller Erfolg landet im Gesamtranking der wichtigsten Partnereigenschaften auf den hintersten Plätzen. Was Frauen stattdessen für eine langfristige Beziehung als absolute Top-Kriterien nennen, sind emotionale Qualitäten:

- Treue und Aufrichtigkeit
- Humor und emotionale Intelligenz
- Kommunikationsfähigkeit und Empathie

Eine modernere, finanziell unabhängige Frau sucht heute keinen Versorger mehr, sondern einen Partner auf Augenhöhe für eine emotionale Intimität. Ein Mann kann heute massiv über soziale Kompetenz, Zuverlässigkeit, Humor, einen tollen Charakter oder schlichtweg durch eine aktive, liebevolle Rolle in der Familienorganisation (Care-Arbeit) punkten.

Soziologische Forschungen (u.a. von Zentner und Mitura) zeigen sogar ganz deutlich: Je gleichberechtigter eine Gesellschaft ist und je besser Frauen selbst verdienen, desto unwichtiger wird der Status des Mannes bei der Partnerwahl.

Zu glauben, Frauen würden Männer wie ein laufendes Sparkonto bewerten, sagt also wesentlich mehr über dein eigenes, veraltetes Männerbild aus als über die Realität des modernen Datings. Ein Mann ist für Frauen viel mehr als die Zahl auf seinem Gehaltszettel.

x 3 #2936


Arev87
Zitat von NurBen:
Warum auch nicht. Man muss schließlich beim Individuum ansetzen.
Wenn das, was ich vorgeschlagen habe, viele Frauen machen würde...wurde doch logischerweise die "strukturelle Benachteiligung des Mutter-sein" auf den Vater wirken (der ja nun seine Karriere zurückstellt) und durch diese Benachteiligung würde sich auch die GPG zu ungunsten der Männer verschieben.

Also ist es im Grunde ja doch eine Problemlösung.

Merkst du eigentlich, was für ein gigantisches Eigentor du dir mit diesem Absatz geschossen hast? Du gibst hier gerade schwarz auf weiß zu, dass das System Menschen, die Care-Arbeit übernehmen (egal ob Mutter oder Vater), strukturell benachteiligt.
Deine glorreiche Lösung ist also ernsthaft: Wir reparieren das kaputte, unfaire System nicht, sondern wir verschieben die Ungerechtigkeit durch gezieltes Dating-Verhalten einfach auf die Männer? Das ist doch keine politische oder wirtschaftliche Lösung, das ist das Verschieben von Elend im Kreis!
Wahrer gesellschaftlicher Fortschritt bedeutet nicht, dass am Ende des Tages einfach ein Mann statt einer Frau die A****"karte zieht, beruflich abgehängt wird und im Alter von Armut bedroht ist. Das Ziel muss sein, dass Care-Arbeit und Erwerbsarbeit so flexibel und fair miteinander vereinbar sind, dass niemand – weder Vater noch Mutter – durch die Entscheidung für Kinder strukturell ruiniert wird.
Indem du vorschlägst, die strukturelle Benachteiligung einfach wie eine heiße Kartoffel an die Männer weiterzureichen, untermauerst du perfekt mein allererstes Argument: Es ist ein massives, systemisches Problem. Und genau deshalb braucht es gesetzliche Absicherungen. Danke, dass du meine Position damit so eindrucksvoll bestätigt hast

x 1 #2937


Y
Zitat von Blind-Meg:
Ist das nicht irgendwie Basics? Ich könnte gar keine Beziehung führen, die anders wäre.

Hallo Blind-Meg, guten Abend dir.
Ich meine, für progressive Menschen (m,w,d), wie dich ist das so. Die würden sich nicht scheuen mit ihrem Mann oder Ihrer Frau Öffis zu fahren oder Bahn und ER braucht keinen dicken Schlitten und kein dickes Portemonnaie. Sie achten auf die seelisch- mentalen Reichtümer und ob sie sich jeden Tag neu füreinander entscheiden würden. Weil sie ihre Persönlichkeiten ausbilden und nicht das Geld zählt.
Weil sie möchten, nicht weil sie müssen.
Andererseits gibt es viele Frauen, immer noch, oder wieder, die dieses Prinzessinnentreatment fordern, damit aber Geld und Luxus meinen…
Für diese und die entsprechenden Gegenstücke ist es wohl nicht ‚normal‘.

Reste des Patriarchats.

x 3 #2938


NurBen
Zitat von Arev87:
Aber die Behauptung, dass Männer ohne Top-Gehalt für Frauen pauschal unattrativ wären, ist schlichtweg von gestern.

Ich rede nicht von "Männern ohne Top-Gehalt", sondern von Männern die deutlich weniger verdienen, als die Frau. Sprich die Frau generiert 60%+ vom Haushaltseinkommen.
Zitat von Arev87:
Wenn du dir nämlich mal große, repräsentative Untersuchungen wie die ElitePartner-Studie anschaust, wird dein Argument komplett pulverisiert.

Naja, Elitepartner hat ein gewisses Klientel. Das da Männer und Frauen gleichauf sind, überrascht mich nicht.
Die Untersuchung von Parship sagt z.B. etwas ganz anderes aus.
https://www.parship.de/studien/parship-...-partners/

#2939


Fenjal
Zitat von Arev87:
Eine modernere, finanziell unabhängige Frau sucht heute keinen Versorger mehr, sondern einen Partner auf Augenhöhe für eine emotionale Intimität. Ein Mann kann heute massiv über soziale Kompetenz, Zuverlässigkeit, Humor, einen tollen Charakter oder schlichtweg durch eine aktive, liebevolle Rolle in der Familienorganisation (Care-Arbeit) punkten.

Aha, dann überlass dem Mann die Elternzeit, wenn er in Carearbeit punktet und Frauen keinen Versorger benötigen.
Wo bleibt deine Lohnlücke, die du ständig ins Feld führst um alte Rollenbilder zu zementieren.

#2940


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