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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
Meine Oma hatte Power, erwirtschaftete ihr Auskommen allein und hätte gelacht über deine Forderung Carearbeit zu honorieren, denn genau das bringt ...

War deine Oma kinderlos?

x 1 #2941


FloraVita
Zitat von Yassa:
Hallo Blind-Meg, guten Abend dir. Ich meine, für progressive Menschen (m,w,d), wie dich ist das so. Die würden sich nicht scheuen mit ihrem Mann oder Ihrer Frau Öffis zu fahren oder Bahn und ER braucht keinen dicken Schlitten und kein dickes Portemonnaie. Sie achten auf die seelisch- mentalen Reichtümer und ob sie ...


Das ist nun wahrlich kein Anzeichen von progressiven oder konservativen Werten. Weder das eine, noch das andere.

x 1 #2942


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Ema
Zitat von alleswirdbesser:
War deine Oma kinderlos?

🤭

#2943


Y
Zitat von Fenjal:
überlass dem Mann die Elternzeit, wenn sie in Carearbeit punkten und Frauen keinen Versorger benötigen.

Haben zwei der drei Bekannten gemacht… Als Mann Elternzeit genommen. Die Familien mussten sich finanziell einschränken, aber den beiden Vätern war es wichtig…

x 1 #2944


Fenjal
@Yassa tja, andere glauben, dass der finanziell potentere seinen Job zu machen hat und der weniger verdienende die Elternzeit übernimmt.
Schön, dass nicht der Euro entscheidet, oder ein Uterus, wer in Elternzeit geht.

x 1 #2945


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Paare wollen vor den Kindern oft Gleichberechtigung, fallen aber nach der Geburt wegen des Gender Pay Gaps und des Ehegattensplittings fast automatisch in das Zuverdienstmodell zurück, weil es rein ökonomisch die Miete sichert.

Paare wenden das Zuverdienstmodell an, weil sie den voll bezahlt arbeiten lassen, bei dem es sich mehr lohnt. Das ist in den meisten Fällen der Mann -- und in den meisten Fällen ist dieser Mann auch von der Frau wegen seiner Skills ausgewählt. Paaren ist dabei des Hemd näher als der Rock und das wirtschaftliche Überleben wichtiger als die Erfüllung der femministischen Erwartungen.
Zitat von Arev87:
dass die gemeinsame Care-Arbeit in einer Partnerschaft über Gesetze wie den Versorgungs- und Zugewinnausgleich verbindlich und fair abgesichert ist.

Zugewinnausgleich bei Scheidung als Beispiel? Ansonsten willst du ja wohl hoffentlich nicht darauf hinaus, dass jedes Paar einen täglichen Care-Arbeits-Erledigungsnachweis zu führen hat, sondern dass es langt, wenn sich beide miteinander einigen
Zitat von Blind-Meg:
Weil es kaum solcher Männer gibt. Was wiederum daran liegt, dass du und andere Ewiggestrige den Männern einreden, dass keine Frau so einen Mann attraktiv finde.

Wenn doch aber mindestens 1,80 m gewünscht wird und ein eher höheres Gehalt -- wer hat es "den Frauen" denn eingeredet?
Zitat von Arev87:
Frauen verdienen im Schnitt immer noch weniger. Wenn eine erfolgreiche Frau einen Mann datet, der noch weniger verdient, löst das das strukturelle Problem bei der späteren Kinderbetreuung und Elternzeit für die breite Masse der Gesellschaft genau gar nicht.

Nö, höchstens für das betreffende Paar.. Und? Gibt vermutlich bereits ein paar solcher Einzelfälle. Im Grunde Rundungsdifferenz des gesellschaftlichen Mainstream. Kommt vor, ist aber nur wenig relevant. Anekdotisch
Zitat von Arev87:
Soziologische Forschungen (u.a. von Zentner und Mitura) zeigen sogar ganz deutlich: Je gleichberechtigter eine Gesellschaft ist und je besser Frauen selbst verdienen, desto unwichtiger wird der Status des Mannes bei der Partnerwahl.

Das läßt sich denken und hat eine gewisse Logik. Der Haken ist nur = wer bekommt die Kinder? Kann man wohl nichts bei ändern? Also muss man das auch weiterhin berücksichtigen - das Kind und die emotionalwen und finanziellen Folgen
Zitat von Arev87:
Das Ziel muss sein, dass Care-Arbeit und Erwerbsarbeit so flexibel und fair miteinander vereinbar sind, dass niemand – weder Vater noch Mutter – durch die Entscheidung für Kinder strukturell ruiniert wird.

Siehe auch oben. Eine Mehrzahl der Ehen wird nicht geschieden, sondern endet mit dem erst Tod. Hier ist die Frage der Benachteiligung durch Care-Arbeit zumindest bis zum Todeszeitpunkt des ersten Partners irrelevant, da sich beide einigen können. Über die Bedingungen von Witwen- und Witwerrenten kann man ja diskutieren. Problem werden die ganzen Beziehungen Unverheirateter sein mit unklaren Rechtsfolgen und Erwartungen (z.B. auch bei Alleinerziehenden). Vielleicht wäre mal sinnvoll, konkrete Rechtsfragen und gewünschte Regelungen von feministischer Seite darzulegen statt allgemeinen Worten über Benachteiligung.

#2946


H
@Arev87

Das sehe ich ähnlich, im realen Leben treffe ich auf aufgeschlossene, modern denkende Menschen. Überwiegend.
Im Internet hingegen treten die "hater" auf, ich nenne sie nägelkauend aus dem Keller, das ist eine eigene Welt, oft sehr laut, aber real nicht repräsentativ.
Hoffe ich für die Zukunft.

#2947


NurBen
Zitat von Arev87:
Merkst du eigentlich, was für ein gigantisches Eigentor du dir mit diesem Absatz geschossen hast?

Nein, weißt du auch warum?
Weil Frauen niemals überwiegend die Versorgerrolle annehmen würden.

Was waren die Zahlen des statistischen Bundesamtes!? 14% der Frauen der Frauen in kinderlosen Beziehungen sind Hauptverdiener und 11% in Beziehung mit Kindern.... irgendwie so. Wohingegen 50%+ der Männer die Hauptverdiener sind. Das zeigt doch schon eindeutig, dass bereits im Voraus ein "Versorger" ausgesucht wird.

Auch zeigt mein Link von Statsta dass der Großteil der Mütter gar kein Bock drauf hat, vollzeit zu arbeiten. Der Großteil wünscht sich eine Teilzeit, sprich auch mehr Zeit mit dem Kind.

x 1 #2948


Arev87
Zitat von NurBen:
Ich rede nicht von "Männern ohne Top-Gehalt", sondern von Männern die deutlich weniger verdienen, als die Frau. Sprich die Frau generiert ...

Danke für den Link zu Parship – du hättest ihn vor dem Posten nur selbst einmal lesen sollen. Die offizielle Parship-Studie ("Frauen wollen Geld, Männer Sex?") pulverisiert deine Argumentation nämlich komplett.
Schauen wir uns doch mal die harten Zahlen von Parship an:
Karriere ist irrelevant: Parship schreibt wörtlich, dass die Karriere für Singles auf Partnersuche kaum eine Rolle spielt. Gerade einmal 4 % der Befragten erwarten überhaupt, dass ein neuer Partner beruflich erfolgreich ist.
Der Generationen-Fakt: Dass Frauen angeblich nur auf Status schauen, ist ein veralteter Mythos. In der jüngeren Generation (18 bis 29 Jahre) ist es gerade einmal 24 % der Frauen wichtig, dass der Partner finanziell auf eigenen Beinen steht. Die Prioritäten liegen längst ganz woanders (Humor, Zuverlässigkeit, Werte).
Die Angst vor Armut: Selbst der Parship-Beziehungsexperte Eric Hegmann erklärt in dem Artikel, warum manche Frauen (vor allem ältere) auf finanzielle Stabilität gucken: Weil das Armutsrisiko für alleinerziehende Mütter in unserem System am höchsten ist.
Damit schließt sich der Kreis zu meinem allerersten Argument: Frauen suchen keine Statussymbole aus Gier, sondern sie haben in einem fehlerhaften System berechtigte Angst vor der strukturellen Benachteiligung durch Care-Arbeit.
Und zu deiner 60%-Haushaltseinkommen-Zahl: Wenn eine Frau das Geld nach Hause bringt, scheitert die Beziehung laut der University of Bath eben nicht am mangelnden Interesse der Frau, sondern am messbar steigenden psychischen Stresslevel des Mannes, dessen Ego mit dem Aufbrechen des klassischen Ernährer-Rollenbildes überfordert ist.
Du hast mir also eine Quelle geliefert, die belegt: Frauen scheren sich kaum um die Karriere des Mannes, haben aber Angst vor struktureller Armut durch Kinder – während Männer psychisch darunter leiden, wenn die Frau mehr verdient. Du hast dich argumentativ gerade komplett selbst schachmatt gesetzt.

x 1 #2949


alleswirdbesser
Zitat von Fenjal:
@Yassa tja, andere glauben, dass der finanziell potentere seinen Job zu machen hat und der weniger verdienende die Elternzeit übernimmt. Schön, ...

Ein großer Vorteil der Mütter wird mir unweigerlich klar, sie sind eines Tages in der Regel mit dem Thema durch - wer nimmt EZ, wer kümmert sich zum größten Teil um die Kinder, wer arbeitet Teilzeit usw. , ist halt nur eine Phase. Die Kinder werden älter, die Umstände ändern sich, das Leben geht weiter, passt sich an. Ich habe solche Themen aktuell überhaupt nicht mehr auf dem Schirm, arbeite Vollzeit, die jüngeren Kinder leben bei mir, die Partnerschaft ist anders und passt zu dem aktuellen Lebensabschnitt. Dich dagegen wird dieses Thema glaube ich bis ins Grab verfolgen, und das obwohl du selbst nie in dieser Position je warst. Dein Mütterthema packst du halt nicht an der Wurzel an, sondern gräbst unermüdlich drum herum.

x 2 #2950


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Parship schreibt wörtlich, dass die Karriere für Singles auf Partnersuche kaum eine Rolle spielt. Gerade einmal 4 % der Befragten erwarten überhaupt, dass ein neuer Partner beruflich erfolgreich ist.

Ähmmm - so Meinung auf Parship ist also harten Fakt? 🤔

#2951


Arev87
Zitat von NurBen:
Nein, weißt du auch warum? Weil Frauen niemals überwiegend die Versorgerrolle annehmen würden. Was waren die Zahlen des statistischen ...

Es ist wirklich faszinierend, wie konsequent du Ursache und Wirkung vertauschst. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes und von Statista belegen doch nicht, dass Frauen sich einen "Versorger" herbeisehnen 😆 – sie belegen das exakte Gegenteil: wie brutal die strukturellen Zwänge in Deutschland immer noch wirken!
Warum verdienen denn so wenige Frauen mehr als ihr Partner?

Die systemische Logik: Durch den Gender Pay Gap verdienen Frauen im Schnitt weniger. Kommen Kinder, sorgt das deutsche Steuersystem (Stichwort: Ehegattensplitting) dafür, dass es für das Haushaltskonto fast immer am sinnvollsten ist, wenn der Höherverdienende (statistisch der Mann) Vollzeit durchzieht und die Frau verkürzt. Das ist keine romantische Partnerwahl, das ist reines finanzielles Überlebensmanagement in einem veralteten Steuersystem!

Der Teilzeit-Mythos: Dass viele Mütter in Umfragen angeben, Teilzeit arbeiten zu wollen, liegt nicht an akutem Unwillen zur Vollzeitkarriere. Es liegt an der mangelnden Infrastruktur (fehlende, verlässliche Ganztagsbetreuung) und der unfairen Aufteilung der unbezahlten Care-Arbeit (Mental Load). Wenn der Mann seine Stunden nämlich nicht reduziert, bleibt der Frau gar nichts anderes übrig, als in Teilzeit zu gehen, um das Kind nicht um 14 Uhr allein vor der geschlossenen Kita stehenzulassen. Das ist kein "Wunschkonzert", sondern eine pragmatische Notlösung gegen den drohenden Burnout zwischen Job und Familie.
Du verkaufst hier die Anpassung an ein mangelhaftes System als den freien Willen der Frauen. Das ist so, als würde man behaupten, Menschen im Regen stünden total auf nasse Kleidung, weil sie keinen Regenschirm dabeihaben. Du argumentierst komplett an der Realität von Familien vorbei.

x 1 #2952


Y
Zitat von Fenjal:
finanziell potentere seinen Job zu machen hat und der weniger verdienende die Elternzeit übernimmt.

Solange das noch immer finanziell betrachtet wird und so ist es im System gewesen,
werden Familienarbeit und Kinderversorgung immer noch mental einem monetären Wert zugeordnet, und keinem menschlichen. Beide tragen weiterhin den Malus einer Privat-Luxus-Veranstaltung. Keiner gesellschaftlichen Aufgabe, bei der es gilt, diesen Malus aus den Köpfen der Gesellschaft zu entfernen.
Familien zu ermächtigen, sich beidgeschlechtlich persönlich, und somit auch gesellschaftlich, im Kontakt zu kleinsten Kindern zu entwickeln.

#2953


Fenjal
@Arev87 es gibt deutlich mehr Männer, die in Elternzeit gehen.
Vermutlich passt das nicht in dein konservatives Wetbild.
Finanzielle Einbußen werden akzeptiert.

Übrigens Frau könnte hier z.B. durch einen Zweitjob die Lücke, wenn nötig füllen, das Kind wird versorgt, demnach kein Problem auf weiter Flur.

Zitat von Yassa:
Beide tragen weiterhin den Malus einer Privat-Luxus-Veranstaltung. Keiner gesellschaftlichen Aufgabe, bei der es gilt, diesen Malus aus den Köpfen der Gesellschaft zu entfernen.
Familien zu ermächtigen, sich beidgeschlechtlich persönlich, und somit auch gesellschaftlich, im Kontakt zu kleinsten Kindern zu entwickeln.

Da bin ich bei dir.
Ein Mann kann oft besser mit Kindern umgehen das ist völlig richtig.

#2954


ElGatoRojo
Zitat von alleswirdbesser:
Ein großer Vorteil der Mütter wird mir unweigerlich klar, sie sind eines Tages in der Regel mit dem Thema durch - wer nimmt EZ, wer kümmert sich zum größten Teil um die Kinder, wer arbeitet Teilzeit usw. , ist halt nur eine Phase. Die Kinder werden älter, die Umstände ändern sich, das Leben geht weiter, passt sich an.

..... wobei es zwei hauptsächliche Grenzen gibt
* Kinder mit um 25, die zeimlich selbständig sind wenn die Frau um 40 ist und neu mit Energie durchstarten kann
* Kinder mit fast 40, wenn die Frau ein bestimmtes Level gewohnt ist, sich einschränkt fürs Kind und mit 55 vor der Frage steht, what now?

Frauen sollten sich ihre Strategie durchaus überlegen ..............................

#2955


A


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