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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Y
Zitat von Blind-Meg:
den Männern einreden, dass keine Frau so einen Mann attraktiv finde.

👍

#2956


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 es gibt deutlich mehr Männer, die in Elternzeit gehen. Vermutlich passt das nicht in dein konservatives Wetbild. Finanzielle Einbußen ...

Mich als "konservativ" abzustempeln, während du dich für einen dystopischen Albtraum feierst, ist echte Realsatire. Eine frischgebackene Mutter soll also neben Baby, Haushalt und Hauptjob noch einen Zweitjob annehmen, um strukturelle Fehler auszubügeln? Das ist nicht "emanzipiert", das ist die perfekte Anleitung für einen kolossalen Burnout. Du verkaufst hier die totale Selbstausbeutung der Frau als modernen Feminismus.
Manchmal frage ich mich bei solch absurden Beiträgen ja ernsthaft, ob du für diese gezielte gesellschaftliche Spaltung ein nettes Nebeneinkommen aus Moskau oder von einer bestimmten blauen Partei beziehst 😉 – aber das ist wahrscheinlich genau so ein Wunschdenken wie dein "Zweitjob"- Vorschlag.
Und deine Zahlen zur Elternzeit? Pure Rosinenpickerei. Ja, mehr Väter gehen in Elternzeit – aber über 70 % von ihnen nehmen laut Statistischem Bundesamt stur nur die zwei gesetzlichen Mindestmonate mit. Den Löwenanteil von 10 bis 12 Monaten stemmen nach wie vor die Frauen, inklusive aller finanziellen Knicke im Lebenslauf.
Müttern in dieser Situation ernsthaft zu raten, einfach noch mehr zu schuften, statt faire Partnerschaftlichkeit und gesetzliche Absicherung zu fordern, ist kein Fortschritt. Das ist patriarchale Ausbeutung im Gewand von pseudomodernem Geschwätz. Wenn das dein Feminismus ist, können wir darauf verzichten 🤐.

Ich frage mich wirklich ernsthaft, wie man sich mental so dermaßen im Kreis drehen kann. Wie kann eine Frau, die sich selbst das Label "emanzipiert" und "feministisch" aufklebt, bitteschön so eine zutiefst frauenfeindliche Weltanschauung vertreten? Du übernimmst eins zu eins das härteste patriarchale Narrativ, das Frauen seit Jahrhunderten kleinwuchtet: Wenn sie unter der Last von Familie und Beruf zusammenbrechen oder finanziell abgehängt werden, sind sie ganz allein selbst schuld, weil sie sich eben nicht "genug angestrengt" haben. Das ist kein Feminismus, das ist verkleideter Frauenhass, der Müttern das Recht auf ein faires, abgesichertes Leben abspricht

x 2 #2957


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Fenjal
@Arev87
Zitat von Arev87:
Eine frischgebackene Mutter soll also neben Baby, Haushalt und Hauptjob noch einen Zweitjob annehmen,

Baby und Haushalt übernimmt der Vater.
Das ist der viel beschworene Fulltimejob, die Mutter kann sich während ihrer Erwerbstätigkeit erholen.

Ein 8 h Tag sind doch Peanuts gegenüber der Sorge- und Carearbeit, glaubt man Müttern.
Also wo ist jetzt das Problem?
Oder eskaliert hier Bedeutungslosigkeit in Lautstärke, Satire.

#2958


Y
Zitat von ElGatoRojo:
Paaren ist dabei des Hemd näher als der Rock und das wirtschaftliche Überleben wichtiger als die Erfüllung der femministischen Erwartungen.

Wenn es menschliche Bedürfnisse wären, die sie nicht leben, weil sie das Geld brauchen (müssen) ?
Gar nichts mit Feminismus and so on… ?

Nur menschliche Nähebedürfnisse?

Männliche Nähebedürfnisse auch.
Sah ich im Freibad unlängst einige Männer, die liebevoll ihre kleinen Frischlinge auf Händen, in der Sommerhitze unter den sanften Strahl der Kinderdusche hielten…

People of Color ganz im Besonderen sogar…

Es hat mich sehr angerührt, bei der Betrachtung.

Die Männer ( Menschen, die in männlichen Körpern stecken.), haben dieses Nähebedürfnis genauso. Sie entfremden sich möglicherweise gezwungenermaßen, weil ihr Gehalt höher ist, und nur aus diesem Grund die logische Entscheidung.
Aber keine gewollte.

x 1 #2959


F
Zitat von ElGatoRojo:
Kinder mit fast 40, wenn die Frau ein bestimmtes Level gewohnt ist, sich einschränkt fürs Kind und mit 55 vor der Frage steht, what now?

Sind die Kinder selbstständig, kann Mama mit Ende 40 sogar noch ein Studium wagen. 😉

x 1 #2960


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Die systemische Logik: Durch den Gender Pay Gap verdienen Frauen im Schnitt weniger. Kommen Kinder, sorgt das deutsche Steuersystem (Stichwort: Ehegattensplitting) dafür, dass es für das Haushaltskonto fast immer am sinnvollsten ist, wenn der Höherverdienende (statistisch der Mann) Vollzeit durchzieht und die Frau verkürzt. Das ist keine romantische Partnerwahl, das ist reines finanzielles Überlebensmanagement in einem veralteten Steuersystem!

Statistik ist soch eine ganz biegsame Sache. 🤔
Die Wirtschaftsgemeinschaft Frau - Kind - Mann funktioniert individuell, nicht gesamtstatistisch. Was geht mich als Mutter der Gender-Pay-Gap Europas an, wenn der Vater meines Kindes individuell ein paar Hundert Eurouro mehr erhält, als ich bekommen könnte. Und klar nehme ich das Ehegattensplitting mit - man sollte es Elternsplitting nennen und meinetwegen auch auf sie beschränken. Frage mich immer, warum Frauen und Mütter sich durch das Ehegattensplitting so benachteiligt fühlen.

Zitat von Arev87:
Der Teilzeit-Mythos: Dass viele Mütter in Umfragen angeben, Teilzeit arbeiten zu wollen, liegt nicht an akutem Unwillen zur Vollzeitkarriere. Es liegt an der mangelnden Infrastruktur (fehlende, verlässliche Ganztagsbetreuung) und der unfairen Aufteilung der unbezahlten Care-Arbeit (Mental Load). Wenn der Mann seine Stunden nämlich nicht reduziert, bleibt der Frau gar nichts anderes übrig, als in Teilzeit zu gehen, um das Kind nicht um 14 Uhr allein vor der geschlossenen Kita stehenzulassen. Das ist kein "Wunschkonzert", sondern eine pragmatische Notlösung gegen den drohenden Burnout zwischen Job und Familie.

Es wollen schlicht nicht alle Mütter gleich wieder Vollzeit arbeit und ihre Karriere verfolgen - sie wollen sich um die Entwicklung ihres Kindes selbst kümmern und es nicht irgendwo fremd verwahren. Das hat nun nichts mit "1950" zu tun, sondern ist legitimer Wunsch einer Vielzahl von Müttern und viele machen das einfachste, was sie machen können: Sie suchen sich schlicht einen Mann, der das ganz oder überwiegend bezahlt. Völlig legitim und gesellschaftlich akzeptiert.

Kinder "gesellschaftlich" aufzubewahren, damit die Mutter möglichst früh wieder arbeiten kann ist von Standpunkt des Kapitalisten eine gute Entwicklung hinsichtlich seiner Lohnkosten. Mal so als quasi fun-fact

x 1 #2961


Y
Zitat von Arev87:
Ja, mehr Väter gehen in Elternzeit – aber über 70 % von ihnen nehmen laut Statistischem Bundesamt stur nur die zwei gesetzlichen Mindestmonate mit. Den Löwenanteil von 10 bis 12 Monaten stemmen nach wie vor die Frauen, inklusive aller finanziellen Knicke im Lebenslauf.
Müttern in dieser Situation ernsthaft zu raten, einfach noch mehr zu schuften, statt faire Partnerschaftlichkeit und gesetzliche Absicherung zu fordern, ist kein Fortschritt. Das ist patriarchale Ausbeutung

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#2962


Arev87
Zitat von ElGatoRojo:
Statistik ist soch eine ganz biegsame Sache. 🤔 Die Wirtschaftsgemeinschaft Frau - Kind - Mann funktioniert individuell, nicht ...

Warum sich Frauen beim Ehegattensplitting benachteiligt fühlen? Weil das Geld zwar im Moment der Ehe nett auf dem gemeinsamen Konto aussieht, im Falle einer Scheidung aber nur einer mit einer anständigen Rente und Karriere dasteht – und das ist statistisch der Mann in Vollzeit. Das Splitting belohnt die klassische Rollenverteilung im Hier und Jetzt, bestraft die Frau aber langfristig, weil ihre eigenen Rentenpunkte und Jobchancen auf der Strecke bleiben. Zu sagen "Was geht mich die Statistik an" funktioniert genau so lange, bis man selbst Teil der Scheidungsstatistik wird.
Ihr könnt euch die Welt der ungleichen Verteilung von Care- und Erwerbsarbeit schönreden, wie ihr wollt. Am Ende des Tages bleibt es ein System, das finanzielle Abhängigkeit fördert und Frauen das Risiko von Altersarmut aufbürdet, sobald der "Versorger" wegbricht. Wer das heute noch als Nonplusultra verkauft, hat die letzten 30 Jahre schlicht verschlafen.

#2963


NurBen
Zitat von Arev87:
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes und von Statista belegen doch nicht, dass Frauen sich einen "Versorger" herbeisehnen – sie belegen das exakte Gegenteil: wie brutal die strukturellen Zwänge in Deutschland immer noch wirken!
Warum verdienen denn so wenige Frauen mehr als ihr Partner?

Natürlich tun sie das. Sie suchen sich einen Partner der gleich oder mehr verdient, damit sie in Teilzeit gehen können und sich um die Kinder kümmern können.

Und bei Statista ging es um die Idealvorstellung der Frau und nicht um "Ich muss ja oder werde dazu gezwungen"
Sprich: 59% wünschen! sich Teilzeit + Kind. Tun wir doch bitte nicht so, als würden sie dazu gezwungen werden.
Das schaffen sie eben nur, wenn sie einen Partner haben, der das Finanziell ermöglichen kann.

x 1 #2964


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Ihr könnt euch die Welt der ungleichen Verteilung von Care- und Erwerbsarbeit schönreden, wie ihr wollt. Am Ende des Tages bleibt es ein System, das finanzielle Abhängigkeit fördert und Frauen das Risiko von Altersarmut aufbürdet, sobald der "Versorger" wegbricht. Wer das heute noch als Nonplusultra verkauft, hat die letzten 30 Jahre schlicht verschlafen.

Carearbeits-Verteilung zwischen Paaren ohne Kinder ist für mich nicht gesellschaftlich regelwürdig, weil das die beiden Beteitigten frei unter sich aushandeln können. Beide sind ja mündig und gleichberechtigt. Das geht von Sugar-Daddy mit Baby bis zur Liaison des Musikers mit der Chefärztin - auch wenn die Verteilung der Care-Arbeit in manchen Beziehungen unfair verteilt sein mag. Das ist dann auch eine Machtfrage. Wenn du auch das geregelt haben willst -- viel Glück

Kompliziert wird es doch nur mit Kindern währen der Kindheit und Jugend des Kindes oder der Kinder und den langfristigen Folgen davon. Deswegen ist ja das Konstrukt "Ehe" potentiell auf Dauerhaftigkeit ausgelegt, um da langfristig die Interessen auszugleichen. Funktioniert allerdings in einer erheblichen Zahl der Fälle nicht mehr, weil die Leute sich scheiden lassen.
O.k. - das macht die Frau durch ihre Mutter-Tätigkeit abhängig. Was kannst du dir als Verbesserung vorstellen?

Ich lese hier immer nur Klagen und Vorwürfe -- aber kaum konkrete Wünsche

x 1 #2965


Fenjal
@Arev87 was für bornierte Aussagen.
Erwerbsbiographien sind doch kein Naturereignis, sondern das Ergebnis von privaten Entscheidungen und Verantwortungsteilung, Rentenlücken entstehen nicht durch Muttersein, sondern durch das System Teilzeitfalle, das du noch befeuerst.
Das wird bewusst über Jahre von beiden Seiten in der Partnerschaft mitgetragen.

Wem möchtest du die Karrikatur der hilflosen Mutter, bei wegbrechendem Versorger verkaufen?
Moderne Risiken entstehen nicht in der Ehe, sondern durch fehlende eigenständige Absicherung.
Du erklärst Abhängigkeit zur Norm und erklärst sie überraschend als Risiko.
Für mich völlig sinnbefreit.

#2966


Arev87
Zitat von NurBen:
Natürlich tun sie das. Sie suchen sich einen Partner der gleich oder mehr verdient, damit sie in Teilzeit gehen können und sich um die Kinder ...

Es ist wirklich faszinierend, wie tief du in deiner Blase stecken musst, um den Unterschied zwischen einem "konditionierten Wunsch" und echter Wahlfreiheit nicht zu begreifen 🤐

Warum wünschen sich wohl 59 % der Mütter in der aktuellen Realität Teilzeit? Weil die Alternative in Deutschland oft genug bedeutet: Vollzeit schuften plus den Bärenanteil der unbezahlten Care-Arbeit zu Hause aufgebrummt zu bekommen, weil die Kita um 15 Uhr schließt und der Partner keine Minute reduzieren will.
Wenn die Wahl also lautet: "Vollzeit-Burnout" oder "Teilzeit-Entlastung", dann ist Teilzeit logischerweise der "Wunsch".
Das ist kein freiwilliger Luxus, das ist schadensbegrenzende Anpassung an ein kaputtes System!

Und wie rührend du diesen "Versorger" framest, der das finanziell überhaupt erst "ermöglicht" 😅 .

Nennen wir das Kind doch beim Namen: Dieser Versorger ermöglicht vor allem eins – eine massive finanzielle Abhängigkeit.
Was du als romantisches Wohlfühlmodell verkaufst, bedeutet für die Frau konkret:
Ein massiver Knick in der eigenen Rentenbiografie (hallo Altersarmut!).
Finanzielles Bittstellen im Alltag.
Das existenzielle Risiko, bei einer Scheidung mit fast nichts dazustehen.
Du feierst es ernsthaft ab, dass Frauen sich in ein finanzielles Hochrisikospiel flüchten müssen, weil Politik, Wirtschaft und unwillige Partner ihnen keine echten, gleichberechtigten Alternativen bieten. Dass du diese strukturelle Sackgasse als freien Willen der Frauen deklarierst, ist nicht nur zynisch, sondern schlichtweg absurd 🙄

#2967


H
Dann werden Partner oder die Gesellschaft mal etwas Neues lernen: das zu wollen und zu müssen.
Der Feminismus wird übernommenen patriarchalischen Strukturen wehtun. So wie die Demokratie der Vorherrschaft des Adels wehtat.
Es gilt, Neues zu lernen.

#2968


MissLilly
Zitat von NurBen:
Sprich: 59% wünschen! sich Teilzeit + Kind.

Ja, das mag so sein, bedeutet aber nicht automatisch das hier 👇
Zitat von NurBen:
Das schaffen sie eben nur, wenn sie einen Partner haben, der das Finanziell ermöglichen kann.

Ne, das würden sie auch dann schaffen, wenn der Mann auch dazu bereit wäre Teilzeit + Kind zu machen Zwinkerndes Gesicht

#2969


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 was für bornierte Aussagen. Erwerbsbiographien sind doch kein Naturereignis, sondern das Ergebnis von privaten Entscheidungen und ...

Du merkst vor lauter rhetorischem Eifer scheinbar gar nicht mehr, dass du mir in deinem Beitrag in fast jedem Punkt recht gibst und dich am laufenden Band selbst widerlegst.
Erst behauptest du, Erwerbsbiografien seien das Ergebnis rein "privater Entscheidungen", um nur einen Satz weiter wörtlich vom "System Teilzeitfalle" zu sprechen. Was denn nun, Fenjal? Sind es freie, private Entscheidungen im luftleeren Raum oder ist es ein System, das Frauen in eine Falle lockt? Merkste selber, oder? Genau das ist die Definition einer strukturellen Schieflage.
Und dann dein absoluter Geniestreich: „Moderne Risiken entstehen nicht in der Ehe, sondern durch fehlende eigenständige Absicherung.“
Exakt! Danke, dass du meinen Punkt nach all den Stunden endlich begriffen hast. Wenn eine Mutter wegen der Care-Arbeit in die (von dir benannte) Teilzeitfalle tappt, verliert sie genau diese eigenständige Absicherung. Und deine "emanzipierte‘" Lösung von vorhin war ernsthaft, sie solle einen Zweitjob annehmen, um diese Lücke zu füllen? Das ist keine Absicherung, das ist Ausbeutung.
Ich erkläre Abhängigkeit nicht zur Norm – ich benenne sie als das reale Risiko, vor dem du die Augen verschließt. Wer die Realität von Millionen Müttern und die harten Fakten des Rentensystems ignoriert, nennt Logik eben "borniert".

Aber danke für die Schützenhilfe, besser hätte ich mein eigenes Argument gar nicht untermauern können 😉

#2970


A


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