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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Du feierst es ernsthaft ab, dass Frauen sich in ein finanzielles Hochrisikospiel flüchten müssen, weil Politik, Wirtschaft und unwillige Partner ihnen keine echten, gleichberechtigten Alternativen bieten. Dass du diese strukturelle Sackgasse als freien Willen der Frauen deklarierst, ist nicht nur zynisch, sondern schlichtweg absurd

Du gibst hier eine Lebenslüge des Feminisnus preis. Frauen können Kinder bekommen. Wenn sie sie haben, haben sie sie jahrelang am Hals. Diese strukturelle Benachteiligung von Frauen ist auf diesem Planeten biologisch begründet und nicht änderbar. Diese Tatsache haben sich auch nicht die bösen Männer ausgedacht. Es ist einfach so.

Du kannst dem nur entgehen mit der Taktik a la @Fenjal - Verzichte auf Mutterschaft

In dem Moment, wo eine Frau ein Kind hat, ist sie in gewisser Weise in einer Falle. Jedenfalls eine Weile lang - ja nach ihrem Temperament und Verantwortungsbewußtsein. Eine klug agierende Frau hat sich rechtzeitig Beistand gesucht - und ist fähig, da hin und wieder einen Kompromiss einzugehen.

x 2 #2971


Fenjal
Zitat von Arev87:
Dass du diese strukturelle Sackgasse als freien Willen der Frauen deklarierst, ist nicht nur zynisch, sondern schlichtweg absurd

Absurd ist, dass in vielen eu Ländern Mütter meist in Vollzeit arbeiten, nur hierzulande glaubt man Teilzeit könnte eine stabile Absicherung generieren.

Zitat von Arev87:
Wenn eine Mutter wegen der Care-Arbeit in die (von dir benannte) Teilzeitfalle tappt, verliert sie genau diese eigenständige Absicherung.

Carearbeit als Begründung für TZ anzuführen ist albern.
Wer so tut, als käme die Rentenlücke völlig überraschend,... der denkt nicht folgerichtig.

#2972


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Arev87
Zitat von ElGatoRojo:
Du gibst hier eine Lebenslüge des Feminisnus preis. Frauen können Kinder bekommen. Wenn sie sie haben, haben sie sie jahrelang am Hals. Diese ...

Herzlichen Glückwunsch ElGatoRojo – dein Vorschlag Frauen sollten als ultimative Taktik einfach "auf Mutterschaft verzichten", ist der absolute Tiefpunkt dieser Debatte. Das ist kein Lösungsansatz, das ist der logische und gesellschaftliche Super-GAU.

Hast du diese geniale Idee eigentlich auch nur drei Sekunden zu Ende gedacht?
Der Kollaps des Systems: Wenn Frauen deinem glorreichen Rat folgen, bricht unser Generationenvertrag innerhalb kürzester Zeit wie ein Kartenhaus zusammen. Wer genau soll dann in 20, 30 Jahren die Wirtschaft am Laufen halten, unsere Renten sichern, die Infrastruktur finanzieren oder dich im Alter pflegen? Spoiler: Niemand!

Das Ende vom Lied: Dein evolutionärer Geniestreich läuft am Ende schlicht darauf hinaus, dass die Gesellschaft ausstirbt. Die Menschheit schafft sich ab, Hauptsache, man musste das Steuersystem und die unfaire Aufteilung von Care-Arbeit nicht reformieren. Ganz großes Kino!

Anstatt einzusehen, dass wir als Gesellschaft verdammt noch mal darauf angewiesen sind, dass Kinder geboren werden, und deshalb faire, sichere und gleichberechtigte Bedingungen für Mütter schaffen müssen, schlägst du kollektiven Selbstmord auf Raten vor?

Zu sagen "Kinder sind biologisch eben eine Falle, verzichtet halt drauf", ist die faulste Ausrede überhaupt, um sich nicht mit mangelnder politischer Infrastruktur und unwilligen Partnern auseinandersetzen zu müssen. Wenn dein einziger Ausweg aus einem ungerechten System die Selbstaufgabe der gesamten Menschheit ist, solltest du deine Definition von "klug agieren" dringend noch mal überdenken. 😉

x 1 #2973


Hansl
Zitat von Debby:
Wettbewerb und werben ist in unsere Evolutionsbiologie nicht angelegt.

Also, diese Aussage steht eben mMn gefühlt einfach der Rassenlehre nahe.
Ich könnte Dir jetzt seitenlang eine Ausführung der Thematik verfassen.
Aber ich fasse mich kurz:
Selbstverständlich werben und konkurrieren Frauen.
Eben nur anders.
Die heutige Forschung sieht menschliches Verhalten als Ergebnis eines Zusammenspiels von:
Evolutionären Einflüssen,
Individueller Persönlichkeit,
Sozialem Umfeld,
kulturellen Normen und
konkreter Situation.
Mit anderen Worten: Evolutionsbiologie kann mögliche Ursprünge bestimmter Konkurrenzstrategien erklären, sie behauptet aber nicht, dass jedes entsprechende Verhalten biologisch festgelegt oder unvermeidlich ist.
Sogar hier im Forum macht sich dies deutlich bemerkbar.

x 1 #2974


H
Es wäre mal ein interessantes Gedankenexperiment: ein Planet ohne Frauen.
Also ohne Mütter könnte hier niemand großspurig posten. Mir sind keine Ausnahmen bekannt.
Also feiert eure Mütter.

#2975


Hansl
Zitat von Fenjal:
Absurd ist, dass in vielen eu Ländern Mütter meist in Vollzeit arbeiten, nur hierzulande glaubt man Teilzeit könnte eine stabile Absicherung generieren.


Das deutsche Modell wird häufig kritisiert, weil es kein echtes Wahlmodell ist. Viele Mütter arbeiten nicht deshalb in Teilzeit, weil sie es unbedingt möchten, sondern weil Ganztagsbetreuung, Schulzeiten oder finanzielle Anreize Vollzeit erschweren. Gleichzeitig gibt es auch viele Familien, die sich bewusst für Teilzeit entscheiden und damit zufrieden sind.
Nun aber generell die deutsche Mutter anzugreifen, überflüssig.

x 1 #2976


Fenjal
Zitat von Arev87:
Generationenvertrag

Der längst am Ende ist.
wer immer noch glaubt, dass Beitragszahler dir deine Rente zahlen werden, der ist fern der Realität und glaubt auch dass der Himmel Brei regnen wird und man nur einen Löffel bereithalten muss.
Künftig wird KI und Robotik noch mehr Arbeitsplätze übernehmen,... als Konsequenz weniger Geburten, somit weniger Tritte für den Planeten.

#2977


ElGatoRojo
...... doppelt ............

#2978


ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Zu sagen "Kinder sind biologisch eben eine Falle, verzichtet halt drauf", ist die faulste Ausrede überhaupt, um sich nicht mit mangelnder politischer Infrastruktur und unwilligen Partnern auseinandersetzen zu müssen. Wenn dein einziger Ausweg aus einem ungerechten System die Selbstaufgabe der gesamten Menschheit ist, solltest du deine Definition von "klug agieren" dringend noch mal überdenken.

Ach komm - ich habe dir nur Fakten dargestellt, die du selbst beklagt hast. Wer ist denn der Mensch, der bestimmt, wann und wieviel Kinder geboren werden? Doch ganz allein die Frau, die über die Nachteile ihrer Situation nachsinnt und den potentiellen Risiken der Mutterschaft. Erschrickst du vor deinen eigenen Vorstellungen?

Zitat von Arev87:
Anstatt einzusehen, dass wir als Gesellschaft verdammt noch mal darauf angewiesen sind, dass Kinder geboren werden, und deshalb faire, sichere und gleichberechtigte Bedingungen für Mütter schaffen müssen,

... dann erzähl doch mal, was du vermisst oder verbessern willst. Aber komm nicht mit Krippe für alle schon im ersten Jahr -- das wollen nur manche Mütter.

x 1 #2979


Arev87
Zitat von Fenjal:
Der längst am Ende ist. wer immer noch glaubt, dass Beitragszahler dir deine Rente zahlen werden, der ist fern der Realität und glaubt auch dass ...

Wer Müttern ernsthaft einen Zweitjob als Lösung verkauft, sollte mit dem Begriff "Realitätsferne" ganz vorsichtig umgehen. Deine Vorstellung von Vereinbarkeit ist eine hanebüchene Utopie der Selbstausbeutung – und genau diesen absurden Vorschlag hast du hier gemacht.
Natürlich wackelt das Umlageverfahren. Aber deine "emanzipierte" Antwort darauf ist also, dass Frauen entweder gar keine Kinder mehr bekommen, oder sich als dankbare Gebärmaschinen und Arbeitsdrohnen im Hamsterrad zu Tode schuften, während der Staat und die Partner sich fein rausrechnen? Ganz großes Tennis.
Die Lösung für die Rentenkrise liegt in fairen Löhnen, dem Ende der Teilzeitfalle und einer paritätischen Aufteilung der Care-Arbeit – nicht darin, Frauen kollektiv in den Burnout und die Altersarmut zu jagen. Du verteidigst hier mit Händen und Füßen ein kaputtes, patriarchales System und merkst vor lauter Verbitterung gar nicht mehr, wie sehr du dich als Handlangerin genau der Strukturen einspannen lässt, die Frauen seit Jahrzehnten finanziell ausbluten lassen. Aber träum ruhig weiter von deinem Spa-Aufenthalt im 8-Stunden-Job. 😉

#2980


Arev87
Zitat von ElGatoRojo:
Ach komm - ich habe dir nur Fakten dargestellt, die du selbst beklagt hast. Wer ist denn der Mensch, der bestimmt, wann und wieviel Kinder geboren ...

Ach komm, @ElGatoRojo – diese billige argumentative Nebelkerze funktioniert nicht. Zu behaupten, strukturelle Nachteile seien Privatsache der Frau, nur weil sie biologisch Kinder gebären kann, ist der Gipfel der Ignoranz. Wenn die Gesellschaft Kinder braucht, um zu überleben, dann ist die Absicherung von Müttern eine gesamtgesellschaftliche Pflicht und kein persönliches Hobby, das man auf eigenes Risiko betreibt.
Und natürlich willst du mir das Thema Krippenplätze direkt verbieten – weil du genau weißt, dass verlässliche, flächendeckende und kostenfreie Kinderbetreuung der absolute Hebel ist, um die unfaire Verteilung von Care-Arbeit zu knacken. Es geht nicht darum, was "alle" oder "manche" Mütter wollen, sondern darum, echte Wahlfreiheit zu schaffen, statt Frauen durch fehlende Plätze automatisch in die Teilzeitfalle zu drängen.
Du willst wissen, was konkret verbessert werden muss?

Bitte, hier ist die Liste, die über deinen Tellerrand hinausgeht:

Abschaffung des Ehegattensplittings: Weg mit Steueranreizen, die das reine Zuverdienerinnen-Modell belohnen und Frauen langfristig die Rente kosten.

Verpflichtende, paritätische Elternzeit: Eine echte Aufteilung, die nicht nach zwei "Vätermonaten" aufhört, damit Unternehmen aufhören, Frauen im gebärfähigen Alter pauschal als "Risiko‘" zu betrachten.

Rentenpunkte für Care-Arbeit: Eine faire, staatliche Kompensation für die Zeit, die für die Erziehung der zukünftigen Beitragszahler aufgewendet wird – unabhängig vom Familienstand.

Recht auf Rückkehr in Vollzeit: Ein echter, einklagbarer Anspruch, damit aus der vorübergehenden Familienphase keine lebenslängliche Karriere-Sackgasse wird.

Ich erschrecke nicht vor meinen Vorstellungen, sondern vor deiner Weigerung zu begreifen, dass ein moderner Staat Rahmenbedingungen schaffen muss, anstatt Mütter sehenden Auges ins finanzielle Abseits laufen zu lassen. Aber es ist natürlich bequemer, die Schuld bei den Frauen zu suchen, als das System anzupacken 😉

x 1 #2981


Fenjal
@Arev87 na, wer hat denn eindringlich den Fulltimejob der Hausfrau und Mutter hier deutlich gemacht?
Dann wäre doch ein 8h Tag Erwerbstätigkeit Erholung.
Warum wird das nicht wahrgenommen?
Ach ja, sorry, Mütter gebären Kinder um das Sozialversicherungssystem zu stützen... das vergesse ich oft.
Persönliche Entscheidungen und Konsequenzen gehören zur Realität.

Bei dir endet Eigenverantwortung dort wo die Renteninformation beginnt.
Mehr Absurdität geht kaum noch.
Zitat von Arev87:
Mütter sehenden Auges ins finanzielle Abseits laufen zu lassen.

Ins Abseits läuft diese Klientel nicht durch fehlende Hilfen, soviel Geld für lau wie dort kassiert wird, ....muss man erst mal können.
Kalkulation sollte kein Zauberwort sein, Finanzierung der eigenen Wünsche durch Bla sollte kein Stück auf das Heckgitter bringen.

#2982


Arev87
Zitat von Fenjal:
@Arev87 na, wer hat denn eindringlich den Fulltimejob der Hausfrau und Mutter hier deutlich gemacht? Dann wäre doch ein 8h Tag Erwerbstätigkeit ...

Dein Vorschlag, das Ganze einfach umzudrehen – die Frau geht voll arbeiten (plus Zweitjob!) und der Mann bleibt komplett für die Care-Arbeit zu Hause –, löst das strukturelle Problem doch kein Stück. Du tauschst lediglich die Rollen im exakt gleichen, fehlerhaften System aus!
Wenn der Mann jetzt komplett zu Hause bleibt, tappt eben er in die von dir beschriebene Teilzeitfalle, verliert seine eigenständige Absicherung und steuert sehenden Auges auf die Altersarmut zu. Merkste selber, oder? Dein grandioses Modell basiert immer noch darauf, dass eine Person in der Partnerschaft finanziell komplett blankzieht und sich wirtschaftlich maximal abhängig macht.
Zu behaupten, die arbeitende Person könne sich im 8-Stunden-Job von der Care-Arbeit des Partners ‚erholen‘, bleibt trotzdem totaler Zynismus. Ein echter, moderner Ansatz bedeutet Partnerschaftlichkeit auf Augenhöhe – also dass beide Erwerbs- und Care-Arbeit fair miteinander teilen, anstatt dass einer als Alleinversorger in den Burnout rennt, während der andere finanziell abgehängt wird.
Du verkaufst hier das alte, unfaire Rollenmodell im neuen Gewand als Emanzipation. Mehr Absurdität geht kaum noch.

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MissLilly
Zitat von ElGatoRojo:
Frauen können Kinder bekommen

Ja, davon habe ich gehört und selbst auch schon persönlich gleich zweimal Bekanntschaft gemacht.

Zitat von ElGatoRojo:
Wenn sie sie haben, haben sie sie jahrelang am Hals


Interessant … und wieso genau haben nicht die Samenspender die Früchte ihrer Aussaat jahrelang am Hals?

#2984


RoteTablette
Zitat von ElGatoRojo:
Frage mich immer, warum Frauen und Mütter sich durch das Ehegattensplitting so benachteiligt fühlen.

<sarkasmus>Weil sie gerne mehr Steuern bezahlen wollen?</sarkasmus>
Zitat von ElGatoRojo:
Ich lese hier immer nur Klagen und Vorwürfe -- aber kaum konkrete Wünsche

Ich lese da schon einen Wunsch... aber nur zwischen den Zeilen: Sie wollen einen (möglichst großen) Teil ihres Lebens vom Staat finanziert bekommen, damit sie endlich unabhängig von Männern sind; ggf. auch selbst verdienen, aber dann nicht zu den harschen Konditionen, denen viele gut verdienende Männer unterliegen. Das ist ihrer Meinung nach am ehesten zu erreichen, wenn alle Ungleichheiten abgebaut werden, die zu ihren Lasten gehen (die anderen können bleiben, die sind ja kein Problem).

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A


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