Zitat von FloraVita: Mir ist es sowas von schnuppe, ob irgendwelche fremden Menschen mich als die "gestrige" bezeichnen.
Ja, mir auch. Man bekommt aber spätestens dann irgendwann ein Problem, wenn man gar nicht mehr so leben
kann, wie man es gerne möchte (es sei denn, man wäre schwer reich), weil nach und nach die Gesellschaftsstruktur entsprechend umgestellt wurde.
Es ist ja jetzt schon kaum mehr möglich, dass ein Elternteil sich längere Zeit um die Kinder kümmert, weil es inzwischen zwei Einkommen braucht, um überhaupt über die Runden zu kommen.
Das strukturelle Problem, dass derjenige, der nichts oder wenig verdient, sich vom anderen wirtschaftlich abhängig macht, das sehe ich schon durchaus auch. Das wird vor allem dann ein Problem, wenn die Beziehung aus irgendwelchen Gründen nicht mehr hält. Und dann kann es ein richtig großes Problem werden.
Im Moment bewegen wir uns aber in die Richtung, die die DDR einst genommen hat: Dort wurde die Arbeitskraft der Frauen gebraucht, also wurden Kinder so früh wie möglich in Ganztagsbetreuung gesteckt. Wie es dort zuging und was das mit den Kindern angerichtet hat, kann man inzwischen vielfach nachlesen.
Die Lösung kann also nicht darin bestehen, staatlich gefördert dafür zu sorgen, dass Fremdbetreuung für alle Kinder gewährleistet ist, damit man sie schon mit einem Jahr (oder sogar noch früher!) regelrecht weggeben
muss. Ob es einem das Herz bricht oder nicht.
Das zu propagieren, halte ich weder für Emanzipation, noch für eine "fortschrittliche" Gesellschaft. Das halte ich schlicht für unmenschlich.