Zitat von ElGatoRojo: ..... wobei es zwei hauptsächliche Grenzen gibt
* Kinder mit um 25, die zeimlich selbständig sind wenn die Frau um 40 ist und neu mit Energie durchstarten kann
* Kinder mit fast 40, wenn die Frau ein bestimmtes Level gewohnt ist, sich einschränkt fürs Kind und mit 55 vor der Frage steht, what now?
Ist niemand aufgefallen, dass hier die Mutter +/- 15 ist?
Zitat von Fenjal: Ein 8 h Tag sind doch Peanuts gegenüber der Sorge- und Carearbeit, glaubt man Müttern.
Ich habe beides. Einen 8 h-Tag in Führungsposition und bin alleinerziehend. Ich könnte jetzt noch hinzufügen, dass sich die Anzahl der Kinder um -1 verändert hat, seit mein Ex ausgezogen ist.
😜 Ich erhole mich tatsächlich an manchen im Büro.
😉 Habe aber meinen Job auch im Griff. Mein Kind die meiste Zeit auch, aber "blöderweise" begann der irgendwann zu wachsen, sich zu entwickeln und pubertieren. Er hat Emotionen, Bedürfnisse...furchtbar
😉 . Am Ende mache ich beides mit Herzblut.
Zitat von ElGatoRojo: Kinder "gesellschaftlich" aufzubewahren, damit die Mutter möglichst früh wieder arbeiten kann
Daraus wird immer nur in D ein riesiges Thema gemacht.
Zitat von ElGatoRojo: Frauen können Kinder bekommen. Wenn sie sie haben, haben sie sie jahrelang am Hals.
Und die Väter sind dabei wo?
Zitat von Arev87: Verpflichtende, paritätische Elternzeit: Eine echte Aufteilung, die nicht nach zwei "Vätermonaten" aufhört, damit Unternehmen aufhören, Frauen im gebärfähigen Alter pauschal als "Risiko‘" zu betrachten.
Und Elterngeld sollte nur in den Monaten bezahlt werden, wenn der Elternteil alleine für die Betreuung zuständig ist. Meist werden ja die Vätermonate noch während der Elternzeit der Frau genommen. Und dafür beklatscht.
Zitat von RoteTablette: aber dann nicht zu den harschen Konditionen, denen viele gut verdienende Männer unterliegen.
🙈Zitat von Blindfisch: Frauen die ihre Kinder so schnell wie möglich in staatliche Obhut geben wollen um einer "Karriere" zu verfolgen. Wer macht denn "Karriere"? Und was ist "Karriere"? Wollen alle auf einmal im Vorstand eines Dax-Unternehmens sitzen oder heißt "Karriere" einen Bürojob nachzugehen in den man/frau jederzeit austauschbar ist?
Vielleicht gibt es Frauen, die gerne ihren Job ausüben. Und die auch mal gern professionelle Gespräche mit Mitarbeitern, Kollegen, Kunden, Lieferanten....führen. Neben Windelwechseln, Fahrdiensten, U-Untersuchungen, Schwimmkursen, etc....und was man halt sonst noch so macht. Ich übrigens auch und zwar gerne.
Zitat von ElGatoRojo: Finanziell abhängig braucht eine Frau nur zu sein, wenn sie Kinder haben will oder hat.
Braucht sie nicht. Außer sie lässt sich einreden, dass ihr Kind einen Dachschaden bekommt, wenn es unter drei Jahren ein paar Stunden weg von zuhause unter Gleichaltrigen betreut wird. Das Elterngeld fand ich schon ziemlich cool übrigens.
Zitat von ElGatoRojo: Natürlich liegt es dann nahe, den kurzfristigen Vorteil zu nutzen (Partner verdient mehr in Vollzeit) und den langfristigen Nachteil in Kauf zu nehmen (Risiko Altersarmut bei Scheitern der Ehe).
Für mich liegt es nicht nahe. Kurzfristig denke ich, wenn ich mich frage, was es zum Abendessen gibt. Oder ob ich doch den Aperol bei meiner Freundin auf der Terrasse dem Staubwedel vorziehe. Beim Wohlergehen meines Kindes, falls meinem Ehemann die Luft ausgeht (wäre auf verschiedene Arten denkbar) und meiner Altersvorsorge würde ich dann noch eher langfristig denken und das auch so raten, wenn ich danach gefragt werden würde.
Zitat von FloraVita: Der Staat wird sich dann schon seine Bürger von Geburt an erziehen. Elternliebe und zwar so viel wie das Kind es braucht und möchte, ist doch völlig überbewertet.
Falsch. Nur sind alle irgendwie davon scheinbar überzeugt, dass Elternliebe dann aufhört, wenn man das Kind morgens zur Kita bringt. Hier sind wir wieder beim Wort "Rabenmutter".
Natürlich mag ich mein Kind so gar nicht. Abends hab ich es vor den Fernseher gesetzt und am Wochenende zur Oma gebracht. Oder einen Babysitter organisiert. Ich hatte nämlich nie frei und eine katastrophale Organisation. Und selbst habe ich natürlich meine Bedürfnisse kein bisschen runtergeschraubt. Die Kosten für den Psychologen sind schon einkalkuliert.
🙄Meine Mutter war übrigens auch arbeiten. Ich mag sie dennoch sehr. Meine Oma war da. Sie war nicht besonders nett und liebevoll, eher narzisstisch. Einen an der Waffel habe ich nicht. Zumindest nicht mehr wie andere Menschen auch. Keine Ängste, keine psychologischen Auffälligkeiten. Kein fehlendes Urvertrauen. Nicht mal nach einer Affäre meines Ex. Keine fehlende Elternliebe.
Witzig finde ich auch, wenn man früheren Generationen zuhört. Da gibts oft Schelte für die bösen Frauen, die heutzutage arbeiten und dann auch noch Ansprüche stellen. Die armen Kinder usw.
Und gleichzeitig wird erzählt, dass die Frau immer einen Job im Niedriglohnbereich nebenher machen musste, der Vater kaum zuhause war, weil er neben dem Hauptjob schwarz gearbeitet hat und danach zum Stammtisch ging. Oder man in der Landwirtschaft fast den ganzen Tag viel arbeiten musste, im Stall und auf dem Feld, und die Kinder im Grundschulalter soooo toll selbstständig ihre Hausaufgaben machten und im Haushalt helfen mussten. Und die verzogenen Bengel von heute gar nicht mehr zu schätzen wissen, wie gut es ihnen ginge, weil sie alles in den @rsch geblasen bekommen und die Mutter sie den ganzen Tag von A nach B fährt. Früher war den ganzen Tag keiner da. Da musste man bei -10 Grad 5 km in die Schule laufen.
Diese Geschichten habe ich nicht erfunden.
Will damit sagen, für irgendjemand macht man es immer falsch. Alt vs. jung, Hausfrau vs. arbeitende Mutter usw. Jeder ist davon überzeugt, dass die Kinder der anderen Fraktion "falsch" geraten. Wenn man damit mal aufhören könnte, und akzeptiert, dass sich Zeiten grundsätzlich immer ändern und nicht nur darüber jammert oder andere bewertet, wäre schon viel geholfen.
Zitat von Ema: Glaub mir, die Zeiten sind vorbei. Auch wenn es noch nicht alle sehen.
Das wird seit Corona erzählt. Ich erkenne kein verändertes Freizeit- oder Urlaubsverhalten (eine Flugreise, mindestens einmal Skifahren plus den ein oder anderen Kurztrip) in meinem Umfeld. Weiterhin sprießen Neubaugebiete aus dem Boden, wo junge Familie EFHs hinstellen, inkl. Landschaftsgärtner. Ein Auto mit zehn Jahren gilt als uralt und auf dem IKEA-Parkplatz sowie auf dem der Einkaufszentren muss man samstags kreiseln bis wieder einer wegfährt. Kein Restaurantbesuch ohne vorherige Reservierung. Spontan wird schwierig.
Es gibt aber sicher Gegenden, wo das anders ist.
In meiner Kindheit war das aber auch hier völlig anders. Meine Eltern mussten sich Geld wirklich einteilen. Urlaube waren wirklich selten, auch mal ein paar Jahre gar nicht möglich, die Autos alt. Selten Freizeitparks oder Zoos. Bespaßung nur mit Mitteln, die schon da waren. Materielle Kinder- oder Jugendwünsche konnten nur ganz selten an Geburtstagen oder Weihnachten erfüllt werden. Markenklamotten...oje. Dagegen baden die Menschen heute im Luxus, am genau selben Ort.