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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

So-What
Zitat von Worrior:
Hast Du mal Gespräche gehabt mit Frauen welche Dir tatsächlich die wahren Gründe für ihre Trennung geschildert haben?
Zu denen Du ein richtiges Vertrauensverhältnis aufgebaut hattest?

Frauen mögen sich manchmal eher zu Bad Boys hingezogen fühlen. Das ist oft entweder nur ein Strohfeuer oder hat weniger mit Liebe zu tun, als mit sich etwas beweisen wollen. Das gleiche gilt für Gutverdiener etc.
Mag sein, dass es den Anschein für Männer hat, dass einige Frauen eine Auslese treffen, die ihr als gegeben definiert. Ich verstehe nur nicht, dass ihr solche Oberflächlichkeiten feiert und euch dann auch darauf einlasst. Ich würde behaupten, das wurde nicht von Liebe sondern vom Ego der Dame gesteuert. Manchmal sogar mit Berechnung (Großverdiener, Kinder, Wohlstand, Versorgung). Die ist von Liebe auch weit entfernt.
Verliebt sich eine Frau wirklich tief, sind solche Dinge Nebensache und unwichtig, manchmal zufällig im Gesamtpaket, aber selten komplett oder anfangs gar nicht auffallend, manchmal auch gar nicht da.

Frauen haben Respekt vor Männer und verlieren diesen auch nicht, wenn sie Verantwortung übernehmen können. Aber nicht finanziell.
Wenn einer ein rosa Shirt trägt und sich damit selbst gefällt. Und nicht die coole Lederjacke, weil er denkt, dass es anderen gefällt. Und es ist spürbar, wenn er diese Lederjacke zwar trägt, aber es ihm gar nicht auffällt, dass sie anderen gefällt.
Oder wenn er Ängste hat und Verletzlichkeit zeigt und damit mit sich fein ist. Oder Hausmann ist und ihm dieser Status - und viele andere - egal ist. Und keine Rechtfertigungen braucht, warum das aktuell halt so sein muss. Wenn er seinen Job (welchen auch immer) gern macht und das die Motivation für seine Wahl zuerst ist und nicht mit der Überlegung, dass ihm dafür ein dickes Bankkonto winkt. Wenn er einfach da ist, mitdenkt, spricht und sich über Männlichkeit keine Gedanken macht.

Verliert sie den Respekt, weil er weniger Geld verdient und dafür selbst mehr mit einspringen muss. Oder weil er zuhört und kommuniziert und die Führung abgeben kann. Oder sich auch emotional um die Familie kümmert, auch mal schwach ist, hat sie ihn nie wirklich geliebt.

x 2 #3211


Fenjal
@MissLilly wenn Ehe und die damit verbundenen Ketten sowie die vermeintliche Sicherheit, die in Wahrheit nur Belastung ist, endlich versenkt werden, trennt es sich leichter.

#3212


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

x 3


A
Zitat von Fenjal:
wenn Ehe und die damit verbundenen Ketten sowie die vermeintliche Sicherheit, die in Wahrheit nur Belastung ist, endlich versenkt werden, trennt es sich leichter.

Sag mir bitte welcher Mensch ohne " Ketten" lebt .
Die Ketten sehen nur unterschiedlich aus .

x 3 #3213


Fenjal
@Abendrot jedenfalls habe und werde ich mir von einem Mann keine Ketten anlegen lassen
Freiräume, eigene Konten, Eigentum, immer individuell bleiben.. 👉 läuft.

#3214


A
Zitat von Fenjal:
@Abendrot jedenfalls habe und werde ich mir von einem Mann keine Ketten anlegen lassen Freiräume, eigene Konten, Eigentum, immer individuell bleiben.. 👉 läuft.

Dafür fesseln dich andere Ketten , so wie mich auch .

x 3 #3215


MissLilly
Zitat von Fenjal:
wenn Ehe und die damit verbundenen Ketten sowie die vermeintliche Sicherheit, die in Wahrheit nur Belastung ist, endlich versenkt werden, trennt es sich leichter.

Sprichst du hier von der Ehe in Deutschland ?

#3216


So-What
Zitat von Abendrot:
Dafür fesseln dich andere Ketten , so wie mich auch .

Unbewegliche Wirtschaftsgüter z.B.
Eigentum verpflichtet.

Oder der Job.
Oder Haustiere.
Und früher wars noch die Oma.

x 2 #3217


Worrior
@So-What
Das hatte jetzt mit dem bad-Boy-Beta-Gedöhns eigentlich gar nichts zu tun.
Auch die Frage an Dich!
Hast Du Dich schon mit Frauen unterhalten welche Dir ehrlich über ihre Trennungsgründe und Partnerselektion erzählten?

#3218


MissLilly
Zitat von Worrior:
Hast Du Dich schon mit Frauen unterhalten welche Dir ehrlich über ihre Trennungsgründe und Partnerselektion erzählten?

Ich für meinen Teil denke manchmal das das mein eigentlicher Beruf ist 😅
Die Gründe hierfür aufzuzählen würden wahrscheinlich mehrere Seiten Textwand einnehmen😁

#3219


So-What
Zitat von Worrior:
schon mit Frauen unterhalten

Ist das nötig? Was Frauen dazu sagen?
Sie sagen alle, dass sie einen treuen, ehrlichen, einfühlsamen, humorvollen blabla Partner haben wollen.
Trennungen nach Jahren mit Ehe, Haus und Kindern passieren meist - meine Beobachtung - weil eine dritte Person ins Spiel kommt. Dann wars das „Auseinanderleben“, Alltagstrott, mangelnde Aufmerksamkeit, Sex.

Fast alle verheirateten Frauen, die irgendwie genervt von ihren Männern sind, erzählen von dem Zustand, dass er unzuverlässig ist und man ihm alles sagen muss, wie einem weiteren Kind,
So ähnlich wars bei mir auch.
Was soll ich anziehen?
Wo sind meine Sachen?
Oh, vergessen.
Mache ich gleich/später/morgen.
Das Kind war so unentspannt *heul* und nix war recht und hat nicht auf mich gehört (wenn man mal weg war).

Letztendlich spielt es aber keine Rolle, was andere Frauen denken oder wollen. Ich spüre, was ich will.
Ich habe mich einfach verliebt, viermal in unterschiedliche Typen. Dann war mir vieles oberflächliche egal.
Einer war eher klein und Arbeiter. Einer war groß mit Bauch, finanziell gut dagestanden, aber eher labil. Mein Ex-Mann war wieder ganz anders, eher dürr, ein „Spaßvogel“, und hat weniger verdient als ich. Ich kann Dir nicht genau sagen, warum ich mich damals verliebt hatte. Es war einfach so. Trennungen alle, weil sie unreif waren.

Mein jetziger ist einiges älter, die Rahmenbedingungen ganz anders und manche würden sagen ungünstig, und trotzdem wie mein Deckel. Er sagt von sich, ihn ihm steckt 50% Frau. Stimmt auch irgendwie. 😂 Hat 0,0 Ego-Probleme, anderen Männern gegenüber, mir gegenüber, steht selbstbewusst zu seinen Schwächen. Aber das beste was mir je passiert ist. Zuverlässig, kommunikativ…alles.

Alle anderen Abenteuer waren halt gut, zu diesem Zeitpunkt passend und hatten verschiedene Motive. Mein Ego war auch dabei. Einer wie gemalt, einer sehr gut verdienend und erfolgreich…usw….mit keinem wollte ich lange zusammen sein, weil die Gefühle nicht ausreichten. Und dann habe ich immer schnell etwas gefunden, was mich störte. Auch unterschiedliches.

Nur echte Gefühle sind für mich entscheidend bei der Partnerwahl. Und die konnte ich nie mit Attributen erklären.

x 2 #3220


N
Zitat von Worrior:
Hast Du mal Gespräche gehabt mit Frauen welche Dir tatsächlich die wahren Gründe für ihre Trennung geschildert haben?

Selbstverständlich haben Freundinnen die ehrlicheren Gespräche.
Und feine Antennen dafür, welche Stories Du gerne hören möchtest und daher als "die tatsächlich wahren Gründe" selektieren wirst. Denn wenn Dir eine Freundin sagt, dass sie den Respekt vor ihrem Ex verloren hat, als er nach einem beruflichen Rückschlag nur noch selbstmitleidig in der Kurve hing und sie per Sex sein Ego wieder aufrichten sollte, wird "der wahre Grund" sicher gewesen sein, dass keine Frau einen Arbeitslosen haben will (TM Red Pill). Und wenn sie Dir sagt, dass sie keine Zukunft mit einem Mann sieht, der am Wochenende am liebsten auf der Couch netflixt und nur noch bewährte Restaurants ansteuert, dann bleibt bei Dir als "wahrer Grund", dass die sexuelle Anziehung von Anfang an nicht gegeben war, weshalb er für sie dann in jedem Fall langweilig werden musste und das nichts mit seinem Verhalten, sondern nur mit ihrer Bindungsfähigkeit zu tun hat (TM Trust Me Bro University).

Und jetzt kommen wir ganz nah an "die Wahrheit", warum es diese Bodycount-Trennungsgründe von Frauen- echte Männlichkeit Märchen überhaupt gibt:
Zitat von ElGatoRojo:
Er kann ja für andere Menschen trotzdem ein netter Kerl sein, ist vielleicht ein netter Ehemann und seine Kinder mögen ihn. Ich allerdings würde kein B. mit ihm trinken.

Aufgrund der patriarchalisch geprägten homosozialen Neigung "traditioneller" Männer. Eure Performance ist weder für eine Frau noch für euch selbst, sondern dient der Anerkennung durch andere Männer.
Aus diesem Grund malt Worrior diese schönen Bilder des in sich ruhenden, lonesome Wolf, der sich das Singleleben bewusst ausgesucht hat, um seine männliche Energie zu halten.
Und aus diesem Grund findet Gato es so viel weniger erstrebenswert, als Mann nur gut zu Frau und Kindern zu sein, aber nicht als Biertrinkkumpel für andere Männer in Frage zu kommen.

Weil es aufgesetztes Verhalten ist, um bei anderen Männern als "echter Mann" Anerkennung zu finden. Ein klassisch patriarchales Muster. Nicht der Hund bestimmt, wer ein gutes Herrchen ist, sondern die anderen Herrchen, wenn sie sehen, wie gut der Hund auf sein Herrchen hört.

Und ihr merkt gar nicht, wie sehr ihr euch selbst dabei behindert.

Zitat von Thomi:
Wie bitte? Er sagt:
Es sind immer Männer:

Richtig. Bei Amokläufen, körperlicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen UND Männer, bei Stadioneskalationen und Wutreaktionen im Straßenverkehr, bei Badetoten und den meisten Obdachlosen nach Eheverlust sind es immer Männer.
Nicht alle Männer, aber immer ein Mann.
Und da all diese Schicksale keine schönen sind, sollte es doch auch im Interesse der Männer sein, daran mal langsam etwas zu ändern.

Aber bei Dir kommt nur an: Er will, dass ich und meine Söhne Weicheier werden, die nicht mehr Amok laufen, sich "wehren" und im See ertrinken können.

Zitat von Thomi:
Ja mehr noch, er ruft dazu auf Mädchen nicht darauf vorzubereiten, dass wir in einer veränderten Welt leben.

Die Welt hat sich für Frauen nicht verändert. Du kannst Deine Männlichkeit nicht beweisen, indem Du Uschi vor einer Vergewaltigung durch Ali schützt. Denn die Vergewaltigung durch Günter gab's immer und davor hast Du sie auch nicht geschützt. Du kämpfst an der völlig falschen Stelle, sollte es Dir wirklich um den Schutz Deiner Töchter gehen.

Zitat von Thomi:
Es geht darum, dass ein Mann mal sagt, ja unsere Gesellschaft hat ein Problem mit Männlichkeit.

Haben wir auch. Nicht mit allen Männern. Noch nicht mal mit "den" Männern. Sondern damit, was "traditionelle" Männer für "Männlichkeit" halten. Diese Männlichkeit braucht heute kein Mensch mehr. Am allerwenigsten die Männer selbst. Denn die lässt sie mit viel zu hoher Wahrscheinlichkeit gewalttätig werden, bei Frauen scheitern, keine Freundschaften schließen, sich im Job verausgaben, während sie zu Hause gebraucht werden, zu häufig an Gefäßkrankheiten und Depression erkranken, Arbeitsunfälle erleiden, schwere Verkehrsunfälle verursachen und führt in einen zu frühen Tod.

Das alles nimmst Du in Kauf, nur um "ein echter Mann" (nach patriarchalischen Muster) sein zu dürfen? Wie unklug.
Du tust Dir selbst weh und nimmst Dir die Möglichkeit, echte Nähe und Vertrauen zu Frau und Kindern aufzubauen, nur um Applaus von anderen, ebenso einsamen Männern zu bekommen.

Wenn Deine Männlichkeit darauf basiert, keine Frau zu sein und Dich nicht wie eine zu verhalten, ist Deine Männlichkeit negativ und schädlich. Vor allem auch für Dich.

Und dass es anders geht, beweisen die jungen und progressiven Männer. Die dann mehr Sex haben, stabilere Beziehungen, eine bessere Gesundheit und ein längeres Leben. Aber dafür eben den Spott anderer "echter" Männer ertragen müssen.

Muss man halt wissen, was einem wichtiger ist.

Zitat von Thomi:
An welchem Problem sind deiner Meinung nicht die Männer schuld?

An keiner bestehenden Struktur sind die aktuell lebenden Männer schuld. Aber Du trägst die volle Verantwortung für Dein eigenes Handeln und ob Du schädliche Männlichkeitsideale selbst lebst und propagierst und der nächsten Generation vorlebst.
Und sowas wie Söhne nicht zu Weicheiern erziehen, um die heute angeblich nicht mehr sicheren Städte zu verteidigen, ist einfach die eigenen Kinder der Gewalt zum Fraß vorsetzen. Damit gehörst Du nicht zu den 98% der guten Menschen, sondern lebst das Problem. Nicht Du bist ein Problem oder schuld, sondern Dein Verhalten (bzw. das, was Du hier propagierst) ist problematisch, schädlich und führt dazu, dass Männer Schuld für ihre unsinnigen Taten auf sich laden.

Mehr wickeln, weniger wüten.
Mehr reden, weniger rüpeln.
Mehr sehen, weniger saufen.
Mehr zuhören, weniger sofort empört zurückweisen.

x 3 #3221


B
@Nalf
Dein Engagement in allen Ehren. Aber selbstverständlich sind die Menschen die du aufzählst nicht ausschließlich Männer. Ihr Anteil mag größer sein als ihr Anteil an der Bevölkerung, aber in allen von dir benannten Gruppen gibt es auch Frauen

#3222


Arev87
Zitat von Nalf:
Haben wir auch. Nicht mit allen Männern. Noch nicht mal mit "den" Männern. Sondern damit, was "traditionelle" Männer für "Männlichkeit" halten. Diese Männlichkeit braucht heute kein Mensch mehr. Am allerwenigsten die Männer selbst.

Bullseye 👏❤!

x 2 #3223


Blindfisch
Zitat von Nalf:
Haben wir auch. Nicht mit allen Männern. Noch nicht mal mit "den" Männern. Sondern damit, was "traditionelle" Männer für "Männlichkeit" halten. Diese Männlichkeit braucht heute kein Mensch mehr. Am allerwenigsten die Männer selbst.


Haben wir auch. Nicht mit allen Frauen. Noch nicht mal mit "den" Frauen. Sondern damit, was "moderne" Frauen für "Weiblichkeit" halten. Diese Weiblichkeit braucht kein Mann. Am allerwenigsten die Frauen selbst.
Kann man(n) das so schreiben oder wäre es übergriffig und anmaßend wenn ein Mann über Weiblichkeit so redet? Oder ist das sogar misogyn?

x 4 #3224


F
Zitat von Blindfisch:
Haben wir auch. Nicht mit allen Frauen. Noch nicht mal mit "den" Frauen. Sondern damit, was "moderne" Frauen für ...

Ich finde das legitim.

Gibts dazu auch Inhalt?

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A


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