Zitat von Worrior: Hast Du mal Gespräche gehabt mit Frauen welche Dir tatsächlich die wahren Gründe für ihre Trennung geschildert haben?
Selbstverständlich haben Freundinnen die ehrlicheren Gespräche.
Und feine Antennen dafür, welche Stories Du gerne hören möchtest und daher als "die tatsächlich wahren Gründe" selektieren wirst. Denn wenn Dir eine Freundin sagt, dass sie den Respekt vor ihrem Ex verloren hat, als er nach einem beruflichen Rückschlag nur noch selbstmitleidig in der Kurve hing und sie per Sex sein Ego wieder aufrichten sollte, wird "der wahre Grund" sicher gewesen sein, dass keine Frau einen Arbeitslosen haben will (TM Red Pill). Und wenn sie Dir sagt, dass sie keine Zukunft mit einem Mann sieht, der am Wochenende am liebsten auf der Couch netflixt und nur noch bewährte Restaurants ansteuert, dann bleibt bei Dir als "wahrer Grund", dass die sexuelle Anziehung von Anfang an nicht gegeben war, weshalb er für sie dann in jedem Fall langweilig werden musste und das nichts mit seinem Verhalten, sondern nur mit ihrer Bindungsfähigkeit zu tun hat (TM Trust Me Bro University).
Und jetzt kommen wir ganz nah an "die Wahrheit", warum es diese Bodycount-Trennungsgründe von Frauen- echte Männlichkeit Märchen überhaupt gibt:
Zitat von ElGatoRojo: Er kann ja für andere Menschen trotzdem ein netter Kerl sein, ist vielleicht ein netter Ehemann und seine Kinder mögen ihn. Ich allerdings würde kein B. mit ihm trinken.
Aufgrund der patriarchalisch geprägten homosozialen Neigung "traditioneller" Männer. Eure Performance ist weder für eine Frau noch für euch selbst, sondern dient der Anerkennung durch andere Männer.
Aus diesem Grund malt Worrior diese schönen Bilder des in sich ruhenden, lonesome Wolf, der sich das Singleleben bewusst ausgesucht hat, um seine männliche Energie zu halten.
Und aus diesem Grund findet Gato es so viel weniger erstrebenswert, als Mann nur gut zu Frau und Kindern zu sein, aber nicht als Biertrinkkumpel für andere Männer in Frage zu kommen.
Weil es aufgesetztes Verhalten ist, um bei anderen Männern als "echter Mann" Anerkennung zu finden. Ein klassisch patriarchales Muster. Nicht der Hund bestimmt, wer ein gutes Herrchen ist, sondern die anderen Herrchen, wenn sie sehen, wie gut der Hund auf sein Herrchen hört.
Und ihr merkt gar nicht, wie sehr ihr euch selbst dabei behindert.
Zitat von Thomi: Wie bitte? Er sagt:
Es sind immer Männer:
Richtig. Bei Amokläufen, körperlicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen UND Männer, bei Stadioneskalationen und Wutreaktionen im Straßenverkehr, bei Badetoten und den meisten Obdachlosen nach Eheverlust sind es immer Männer.
Nicht alle Männer, aber immer ein Mann.
Und da all diese Schicksale keine schönen sind, sollte es doch auch im Interesse der Männer sein, daran mal langsam etwas zu ändern.
Aber bei Dir kommt nur an: Er will, dass ich und meine Söhne Weicheier werden, die nicht mehr Amok laufen, sich "wehren" und im See ertrinken können.
Zitat von Thomi: Ja mehr noch, er ruft dazu auf Mädchen nicht darauf vorzubereiten, dass wir in einer veränderten Welt leben.
Die Welt hat sich für Frauen nicht verändert. Du kannst Deine Männlichkeit nicht beweisen, indem Du Uschi vor einer Vergewaltigung durch Ali schützt. Denn die Vergewaltigung durch Günter gab's immer und davor hast Du sie auch nicht geschützt. Du kämpfst an der völlig falschen Stelle, sollte es Dir wirklich um den Schutz Deiner Töchter gehen.
Zitat von Thomi: Es geht darum, dass ein Mann mal sagt, ja unsere Gesellschaft hat ein Problem mit Männlichkeit.
Haben wir auch. Nicht mit allen Männern. Noch nicht mal mit "den" Männern. Sondern damit, was "traditionelle" Männer für "Männlichkeit" halten. Diese Männlichkeit braucht heute kein Mensch mehr. Am allerwenigsten die Männer selbst. Denn die lässt sie mit viel zu hoher Wahrscheinlichkeit gewalttätig werden, bei Frauen scheitern, keine Freundschaften schließen, sich im Job verausgaben, während sie zu Hause gebraucht werden, zu häufig an Gefäßkrankheiten und Depression erkranken, Arbeitsunfälle erleiden, schwere Verkehrsunfälle verursachen und führt in einen zu frühen Tod.
Das alles nimmst Du in Kauf, nur um "ein echter Mann" (nach patriarchalischen Muster) sein zu dürfen? Wie unklug.
Du tust Dir selbst weh und nimmst Dir die Möglichkeit, echte Nähe und Vertrauen zu Frau und Kindern aufzubauen, nur um Applaus von anderen, ebenso einsamen Männern zu bekommen.
Wenn Deine Männlichkeit darauf basiert, keine Frau zu sein und Dich nicht wie eine zu verhalten, ist Deine Männlichkeit negativ und schädlich. Vor allem auch für Dich.
Und dass es anders geht, beweisen die jungen und progressiven Männer. Die dann mehr Sex haben, stabilere Beziehungen, eine bessere Gesundheit und ein längeres Leben. Aber dafür eben den Spott anderer "echter" Männer ertragen müssen.
Muss man halt wissen, was einem wichtiger ist.
Zitat von Thomi: An welchem Problem sind deiner Meinung nicht die Männer schuld?
An keiner bestehenden Struktur sind die aktuell lebenden Männer schuld. Aber Du trägst die volle Verantwortung für Dein eigenes Handeln und ob Du schädliche Männlichkeitsideale selbst lebst und propagierst und der nächsten Generation vorlebst.
Und sowas wie Söhne nicht zu Weicheiern erziehen, um die heute angeblich nicht mehr sicheren Städte zu verteidigen, ist einfach die eigenen Kinder der Gewalt zum Fraß vorsetzen. Damit gehörst Du nicht zu den 98% der guten Menschen, sondern lebst das Problem. Nicht Du bist ein Problem oder schuld, sondern Dein Verhalten (bzw. das, was Du hier propagierst) ist problematisch, schädlich und führt dazu, dass Männer Schuld für ihre unsinnigen Taten auf sich laden.
Mehr wickeln, weniger wüten.
Mehr reden, weniger rüpeln.
Mehr sehen, weniger saufen.
Mehr zuhören, weniger sofort empört zurückweisen.