Zitat von Blindfisch: Kann man(n) das so schreiben oder wäre es übergriffig und anmaßend wenn ein Mann über Weiblichkeit so redet? Oder ist das sogar misogyn?
Klar kannst Du das so schreiben. Das ist auch nicht misogyn, weil es einfach nur Quatsch ist. Wo tötet denn "moderne Weiblichkeit"? Wo unterdrückt sie, lebt auf Kosten anderer, versucht per Vergewaltigung Machtverhältnisse herzustellen?
Es fehlt der Machtanspruch und die Jahrhunderte lang gewachsene Struktur des Machtgefälles.
Und deshalb ist dieser "ja, ja, ja, aber, aber, ihr doch genauso"-Ansatz eben Quatsch und soll wieder nur vom eigentlichen Problem ablenken. Und das geht in unserer Gesellschaft nicht strukturell von den Frauen aus.
Und nun tu mal nicht so, als würde nicht noch der letzte Krummmichel es sich natürlich jederzeit erlauben, Frauen irgendwas zu seinen Erwartungen von "echter Weiblichkeit" zu erzählen. Nur dass es eben zunehmend keine Frau mehr interessiert, welche Erwartungen "die Männer" haben. Weil unser Leben und Überleben nicht mehr davon abhängt. Der richtige Mann wird die gleichen Erwartungen haben wie man selber. Und alle anderen Männer dürfen sich gerne geschlossen halten. Denn eine gesellschaftliche Notwendigkeit, eine "toxische Weiblichkeit" zu bekämpfen, gibt es nicht. Also handelt es sich nur um ihre Privatmeinungnund ist vernachlässigbar.
Zitat von ElGatoRojo: Würde ja auch langen, ich müsste Uschi nur vor Günther schützen.
Hast Du ja aber auch nicht. Und zwar nie. Zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte wurden Frauen von Männern vor Übergriffen der Günthers beschützt. Allenfalls der eigene Besitz wurde beschützt. Deshalb ist diese Ausrede, man müsse nun zusätzlich(!) gegen fremde Männer schützen, so lächerlich. Die größte Gefahr geht nach wie vor vom eigenen Mann, dem eigenen Vater, den Onkeln, Opas, Ärzten, Arbeitskollegen und anderem engsten männlichen Umfeld aus. Und zwar in einer Ratio von mindestens 10 zu 1.
Wie feige ist es da, mit dem Finger auf die 1 zu zeigen und dabei die 10 mal eben zu übersehen. Weil es eben viel angenehmer ist, auf irgendeinen Fremden zu zeigen, statt den eigenen Bruder oder Vereinskamerad anzuzeigen.
Zitat von FloraVita: Das weiß man natürlich schon im Voraus, wie sich das Leben dieser jungen, progressiven Männer entwickeln wird
Die ersten der neuen Generation sind um die 40. Da kann man schon ganz gut sehen, wer eine Frau abbekommt, mit ihr Kinder bekommt, und wer leer ausgeht. Und da stehst es jetzt um die einen "Alternativen" schon deutlich besser als um die anderen "Alternativen".
Zitat von NurBen: Man kann Sprüche bringen, sich gegenseitig mal eins reindrücken. Am Ende lacht man trotzdem drüber.
Da brauche ich keinen Soja-Torben dabei, der sich bei jeden Spruch gleich angegriffen fühlt
Ja lustig. Aber wehe, es kommt ein Spruch einer Frau. Da vergeht Dir sofort das Lachen, wenn diese Bratzen respektlos werden. Und wehe einer der Jungs schert aus und hat keine Lust, sich durch Abwertung Dritter gegenseitig aufzuwerten. Das verdirbt dann die ganze lockere Stimmung.
Zitat von Blindfisch: Sie entschuldigen sich dafür das sie ein Mann sind.
Hab ich nie gehört, dass sich einer fürs Mannsein entschuldigt hätte. Wäre ja auch Schwachsinn. Weder sucht man sich das Geschlecht aus, noch ist eines der Geschlechter per se besser als das andere. Wofür sich aber viele Männer in meinem Umfeld entschuldigen, ist das Verhalten anderer Männer, das auch sie nicht ausreichend unterbunden haben, obwohl sie es auf ähnliche Art auch aus dem Sportverein oder dem Job "unter Männern" kennen und bislang für reine Luftpumpensprüche und Gelaber hielten. Und dann im Austausch mit Frauen merken, wieviel von dem Gelaber als noch legale oder schon kriminelle Handlung in die Familien dieser Männer getragen wird. Das fängt bei Sexualisierung von Mädchen/Minderjährigen an und geht über Verachtung für bestimmte Tätigkeiten bis zu superschlauen Tipps, wie man sich vor Verantwortung drücken oder Frauen "überreden" kann. Und das ist die "Männlichkeit", die keiner braucht und von der anständige Männer häufig glauben, es sei nur Maulheldentum und würde nicht wirklich umgesetzt.
Zitat von Ragna: Habe auch nach der Scheidung gerne "Carearbeit" gemacht, Fahrdienst, Nachhilfe, usw ein gutes Verhältnis zu der Mutter und wenn es eben möglich war WE übernommen, wenn sie außer Plan mäßig Arbeiten musste etc.
Und andere Männer machen eben schon vor der Scheidung gerne oder auch einfach aus Pflichtgefühl Carearbeit.
Zitat von ElGatoRojo: Lies mal durch, wie die meisten der verlassenen Männer sich darstellen -- zugeneigt, fleißig, familienorientiert, häuslich usw. usw.
Ja klar. Immer "alles für die Familie gemacht". Und auf Nachfrage dann eben doch nur arbeiten gegangen und "geholfen" wenn's gepasst hat. Und dann kam die Trennung aus heiterem Himmel und "ohne Grund". Und der familienorientierte, häusliche Mann war täglich 12 Stunden oder mehr außer Haus und kümmert sich nach der Scheidung mehr um Kinder und Haushalt als je zuvor.
Zitat von Blindfisch: Frauen hingegen lieben anders.
Zitat von Blindfisch: Das ist nicht zu verurteilen, das ist Biologie.
Und das ist einfach nur Geschwurbel. Mit "Biologie" hat das nun wirklich nur insofern was zu tun, als sich diese "Gesetzmäßigkeiten im Liebesverhalten von Männern und Frauen" irgendein verwirrter Mann aus dem A gezogen hat. Insofern ist Darmflora die einzige Biologie, auf der der altruistisch liebende Mann und die berechnend liebende Frau basiert. Allein die Anzahl der männlichen versus weiblichen Partner, die ihre Gatt(inn)en nach einer Krebsdiagnose verlassen, beweist -wenn überhaupt- das Gegenteil. Aber nicht aus biologischen Gründen, sondern aufgrund einer Sozialisation, bei der Männer die Arbeitsfähigkeit ihrer Frau als Grundpfeiler der Ehe voraussetzen. Liefert die nicht mehr in Bett, Küche und auf der Sorgeeinbahnstraße, behält er sein Geld und seine ehelichen Verpflichtungen lieber für sich.
Zitat von Worrior: Seltsam aber so steht es geschrieben.
Jetzt wissen wir wenigstens, was Dir so widerfahren ist. Aber warum Du daraus ganze Gesetzmäßigkeiten zu stricken versuchst, erklärt das noch nicht.
Psychologen der HU Berlin behaupten, dass Liebe immer im Kontext von Persönlichkeit, Erfahrungen, Normen und Machtverhältnissen entsteht.
Wenn Red Pill statt dessen von "MMUD-Hormonen" faselt oder die "Quantenebene des Samenergusses" diskutiert, ist das reine Fiktion, die aber einen großen Vorteil bietet: Sie schont das männliche Ego.
Wenn die Beziehung scheitert, weil "Frauen aufgrund Biologie einfach so sind", dann entlastet das von sämtlichen eigenen Anteilen und Irrtümern. Und der "stabile Mann" war dann halt nur nicht informiert genug, um die richtige Auswahl zu treffen, die allein über das Gelingen oder Misslingen einer Partnerschaft bestimmt. Das mindert die Frustration. Gibt einem durch Trennung verunsicherten Menschen die Kontrolle zurück. Er bekommt die Selbstsicherheit zurück, "es jetzt endlich verstanden" zu haben und deshalb jetzt nicht mehr scheitern zu müssen. Das entlastet ungemein, gibt Sicherheit und verspricht ein neues Selbstbild. Vom Loser zum Alpha in 90 Gym-Tagen. Und ein einsamer Mensch kann in den Stammtisch-Sprüchen auch eine neue Gemeinschaft und soziale Zugehörigkeit finden.
Alles völlig legitime Bedürfnisse. Und völlig nachvollziehbare emotionale Abwehrmechanismen.
Nur eben dem erstbesten Bauernfänger, der den eigenen Schmerz in eine (nur für ihn lukrative) Ideologie überführt, in der man sich nach harter Arbeit als Gewinner fühlen darf, auf den Leim gegangen.
Zitat von Balu85: Sie lieben ihn solange er "liefert".
Und wäre das Leben nicht viel einfacher, wenn das "Liefern" wieder nur Geld wäre? Statt dessen soll man jetzt auch noch emotionale Verbundenheit liefern und bekommt die nicht frei Haus von der Frau. Ein Haus ist so viel einfacher zu besorgen, als einer Frau, die den Sex kritisiert, zuzuhören und sie zu verstehen.
Bill Burr hat das mal ziemlich treffend zusammen gefasst. Er habe nun das Haus und das Geld und die Sicherheit, die er seiner Frau bieten könne. Das einzige, was sie ihm jetzt noch vorhalten könne, wäre seine shitty personality.
Zitat von Balu85: Für Frau A ist es ein Alpha (Regeln werden gebrochen) für Frau B aber ein Beta (er muss sich beweisen)?
Und wieder einer, der dem Schmerz ausweichen möchte und sich eine Ideologie anschaut, nach der er seine Ex-Frauen und Ex-Freundinnen für schlecht befinden darf und sich selbst für gut und jetzt nach Möglichkeiten sucht, die paar wenigen guten Frauen aus all den schlechten herauszufiltern.
Und die Frau ist dann so lange "gut", wie sie bei einem bleibt. Und für die tut man dann alles. Nur nicht so genau zuhören und auch nicht aktiv die emotionale Verbindung zu ihr herstellen. Und geht die dann, lag es eben wieder daran, dass man selbst zu gut war und der Next ein Bad Boy mit unwiderstehlicher Anziehungskraft und die Frau eigentlich ja auch von Anfang an schon Red Flags hatte, die man nur übersehen hat. So wird ganz schnell aus der Traurigkeit über den Verlust eine Wut auf ihre Defekte und Biologie. Und schon kanns weitergehen.
Liebe entsteht im Kontext von Persönlichkeit, Erfahrungen, Normen und Machtverhältnissen. Deine nächste Liebe wird also davon geprägt sein, dass Du von der Persönlichkeit eher friedlich und auf Gleichheit bedacht bist, durch Deine Erfahrungen aber ein gebranntes Kind bist und daher peinlich genau darauf achten wirst, nie wieder zu kurz zu kommen. Die gesellschaftlichen Normen in Deinem Landstrich sehen eine ebenfalls arbeitende Frau vor, der Du aber trotzdem etwas (materielles) glaubst bieten zu müssen, obwohl Du Dich dieser Norm eigentlich nicht unterwerfen möchtest. Und was die Machtverhältnisse angeht, bist Du einerseits über Deine Tochter gebunden und von Dritten abhängig, andererseits aber auf Unabhängigkeit von jeder weiteren Frau bedacht. Du bist also weder Alpha, noch Beta, sondern ein gebranntes Kind, wie so viele hier im Forum. Also bist Du auf eine geduldige, großzügige Frau angewiesen, die keine großen Erwartungen an Deine Flexibilität oder Großzügigkeit stellt.
Dabei kann Dir der ganze Red Pill Mist nicht helfen, weil der auf wenigen "Naturgesetzen" basiert, nach denen die Frauen eben immer einen Versorger suchen und Du Dich als Geber andienen musst, dafür dann aber auch Performance in Küche und Bett als "Liebesbeweis" erwarten darfst.
Wenn Du auf die Frau wartest, die für Dich "alle Regeln bricht", wartest Du im Grunde auf narzisstisches Lovebombing. Und sollst das dann auch noch als Mann "dominieren" und "führen". Meine Glaskugel sagt, dass das in die Hose gehen muss.
Fun fact: Eine Red Pill Maxime besagt, dass kein Alpha die Kinder eines anderen Mannes aufzieht, weil er dann nur der Versorger/Beta, aber nicht der Erzeuger ist.
Andrew Tate hat das Kind seiner Frau Brooke aus einer früheren Beziehung adoptiert und zieht jetzt das Kind eines anderen Mannes groß.
Klaus Thiele zieht die Kinder eines anderen Mannes groß.
Joe Rogan hat eine Kellnerin geheiratet und deren Tochter adoptiert.
Und auch der selbsternannte Alpha Andrew Wilson zieht die Kinder eines anderen Mannes groß. Seine Frau war vor ihm schon zwei Mal geschieden und hat drei Kinder von drei Vätern, von denen er keiner ist. Also nach Red Pill Regeln eine riesige Red flag. Er hätte die Frau sofort als bindungsunfähig aussortieren müssen und hat sie statt dessen geheiratet und füttert die Kinder der anderen Männer durch.
Von denen hält sich also keiner an die angeblich so sicheren Kriterien zur Partnerschaftswahl. Keine ihrer Frauen dürfte nach ihrer eigenen Meinung als "gute Frau" durchgehen und geheiratet werden. Das würde mir als jemand, der sich für die Red Pill "Naturgesetze" interessiert, schon zu denken geben.