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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

Blindfisch
Zitat von Blind-Meg:
Wenn es einfach eine persönliche Präferenz wäre, wär ja kein Problem. Aber die Herren RedPill Vertreter behaupten ja unentwegt, kein Mann könne eine Frau (als Partnerin) attraktiv finden, die einen hohen BC hat. Und dass Frauen das wissen und deshalb angeblich lügen oder ungern darüber sprechen. Pauschal.

Da haste dem Griechen nicht richtig zugehört: Die meisten Männer haben kein Problem mit dem bodycount der potentiellen Partnerin. Manche von denen setzten sich sogar auf einen Stuhl in der Ecke des Zimmers. Weil sie froh darüber sind, daß sich überhaupt eine Frau mit ihnen abgibt. Dummerweise sind es die Männer die Auswahl haben, die die Frauen attraktiv finden, die beim Thema Beziehung auf den bodycount schauen. Wenn dem nicht so wäre, müsste man (Frau) sich nicht so "ärgern" wenn einzelne Männer auf den bodycount schauen. Das wäre ja egal, weil es so viele andere Männer gibt, denen es egal ist.

#3511


Y
Zitat von So-What:
Wenn also jemand Spaß am Sex hat - an einem physiologischen Grundbedürfnis -, aber dafür jemand nicht sofort ewige Treue schwören will, ist er nicht "normalgesund"? Also krank? Oder semi-gesund? Oder was?

Hallo So-What, guten Abend dir.
So, wie du es geschrieben hast, möchtest du meinen Beitrag oder meine Meinung, weil sie dich vermutlich etwas ärgert, ad absurdum führen.
In dem du eine Gegenüberstellung wählst, die meine Beschreibung ein bisschen ins Lächerliche zieht.

Spaß an Sex= Selbstbestimmung=Freiheit.

Sex nur als Bindungs-Verbindungs-Akt ( meine Aussage)—-
sofort ewige Treue schwören müssen. (deine Überspitzung)

Also keine „Freiheit“ =Kette.

Glücklicherweise gibt’s diese komischen Diskussionen immer nur im Internet.


Ich mag aber Diskussion und bin auch nicht persönlich getroffen.
Sexualität heißt, dass man sich auch körperlich öffnet, man macht sich verletzlich, es kommt einem ein anderer Mensch mit all seinen Pilzen, seiner Microflora, seinem Immunsystem, seiner körperlichen Kraft, der Möglichkeit, verletzt zu werden, entgegen.

Diesen Akt als reine Entkopplung von einem Vorgang der Nähe-Bildung als reinen Spassakt zu sehen, halte ich für ein Ergebnis der seit Jahrzehnten andauernden Kommerzialisierung der Sexualität.
Wir sind sozusagen weich geschliffen worden.

Dem Ganzen nicht mehr großartig irgendetwas bei zu messen.

Spaß an Sex ist also ein Produkt geworden.
Verkauft als „Freiheit“.

Denn wer würde gegen Freiheit schon etwas sagen.

x 2 #3512


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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D
Zitat von Hansl:
Jedoch beläuft sich mein Wissensstand darauf, daß es bzgl werben etc verschiedene Ausführungen geben kann, aber dies nicht grundsätzlich eine evolutionsbedingte Anlage bzgl Mann oder Frau gibt.

Es ist vielleicht nicht grundsätzlich eine Evolutionsbiologische Sache … Ideologien, Gesellschaften, Religion und Weltanschauung, etc. verklären/verwässern diese Anlagen. Ich halte die Evolution bedingten Anlagen persönlich für bedeutender. Und, dementsprechend sind Sie für mich eher ein Leitfaden.

#3513


Ragna
Wer zweimal mit dem selben pennt, gehört schon zum Establishment.
Das die linke zur Zeit eher spießig mit dem Thema Segs umgeht, schon ein Plottwist.
Die Geister die ich rief.
Segs, aber nur wenn es real Love ist, Welcome Back in the 50
Meinetwegen können Männlein und Weibchen so viel knattern wie sie Lust haben, ich habe dennoch die Möglichkeiten mit die Partnerin zu wählen die ich möchte und mL ganz provokativ gesagt, ich wähle dann nicht die Frau, die ihren Ruf weg hat.

x 2 #3514


MissLilly
Was ich persönlich viel trauriger finde ist die Entwicklung, dass viele Menschen offenbar einen Kuss mittlerweile intimer finden als den reinen Sex zwischen zwei Menschen 🤣

x 2 #3515


So-What
Darf ja jeder finden (und suchen), was er will. Den Emoji dahinter verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht.

x 1 #3516


Y
Zitat von So-What:
trotzdem Spaß miteinander haben.


Zitat von So-What:
Vielleicht gibt es Menschen, die sich nicht in jeden Typen oder jede Type immer unsterblich verlieben und sich an dieser Person festhalten, aber trotzdem Spaß miteinander haben.

Du redest immer von „Spaß haben“.
Und führst es dann wieder ins Absurde, in dem du völlig überspitzt.

-Spaß haben-, ist eine Herauslösung eines körperlichen Vorgangs
aus einem Verbindungsprocedere.
Und die Degradierung zu einer Eventveranstaltung, bei der sich zwei Menschen sozusagen ein Ticket kaufen , für nur diese Einzelveranstaltung.

Um danach völlig „frei“ nach Hause zu gehen und voneinander losgelöst, andere Vorgänge zu konsumieren.
Essen, shoppen, Fernsehen und so weiter.
Für mich eine Denkweise, als Ergebnis jahrzehntelanger Ausbeutung der sexuellen Begegnung, als Wirtschaftsgut.

x 1 #3517


NurBen
Zitat von Yassa:
Diesen Akt als reine Entkopplung von einem Vorgang der Nähe-Bildung als reinen Spassakt zu sehen, halte ich für ein Ergebnis der seit Jahrzehnten andauernden Kommerzialisierung der Sexualität.
Wir sind sozusagen weich geschliffen worden.

Verurteilung und Scham hält die gesellschaftliche Moral auf Linie.
Wenn Menschen für gewisse Verhaltensweisen nicht mehr verurteilt werden, geht es in der Folge moralisch bergab.

#3518


Arev87
Zitat von Ragna:
Wer zweimal mit dem selben pennt, gehört schon zum Establishment. Das die linke zur Zeit eher spießig mit dem Thema Segs umgeht, schon ein ...

Mal abgesehen davon, dass es "die Linke" als homogenen Block überhaupt nicht gibt: Zu behaupten, ausgerechnet die linke und feministische Szene – die seit Jahrzehnten für Sex-Positivity, das Aufbrechen von Tabus und sexuelle Selbstbestimmung steht – sei jetzt "spießig wie in den 50ern", ist schon wilde Realsatire.
Kann es sein, dass du die Forderung nach Konsens, Respekt und Augenhöhe mit Pruderie verwechselst? "Sex nur bei Real Love" fordert da niemand. Es geht schlicht darum, dass beide Bock drauf haben und respektvoll miteinander umgehen.
Und klar: Du kannst daten, wen du willst. Niemand zwingt dich zu irgendwas. Aber eine Frau abzuwerten und zu behaupten, sie habe "ihren Ruf weg", nur weil sie ihr Sexualleben genau so aktiv genießt wie ein Mann, ist halt die Definition von verstaubtem Slut-Shaming. Du darfst deine Präferenzen haben, aber verkauf deine persönlichen Vorurteile nicht als allgemeingültigen Standard.

x 2 #3519


D
Zitat von Hansl:
Das habe ich auch als Mann nicht.

Völlig legitim. Ich selbst bin persönlich nur an einem Mann interessiert der wirbt. Der generellen den Drang verspürt und die Zuversicht in sich trägt seine Qualitäten demonstrieren zu wollen . Die Durchsetzungskraft hat seine Konkurrenz auszuschalten. Die Gabe hat Gebiet zu erobern und zu verteidigen. Eine Herausforderung als etwas sieht, über sich selbst hinauszuwachsen. 🤗

x 2 #3520


So-What
@Yassa
Hallo, Dir auch einen schönen Abend.

Ich diskutiere auch gerne.

Du hast in Deinem Text das Wort „normalgesund“ erwähnt. Es würde mich ernsthaft interessieren, was Du damit meinst. Da es sehr wertend klingt, habe ich auch absichtlich überspitzt geschrieben.

Ich halte es nicht für dem Kommerz geschuldet. Ich halte es einfach für eine sehr wohltuende Körperlichkeit, die im Kopf beginnt. D.h. aber definitiv nicht, dass man hier wahllos durch die Betten turnt.

#3521


F
Zitat von NurBen:
"Sorry, aber ich date niemanden der arbeitslos ist", dann kann sich der arbeitslose Mann zwar tierisch darüber aufregen und sich verurteilt fühlen

Zitat von NurBen:
Vollkommen richtig. Wenn ich mit Jogginghose einkaufen gehe, muss ich mich doch auch nicht wundern, wenn ich verurteilt werde.

Du verwechselst scheinbar eine subjektive Abneigung oder eine Präferenz mit einer Verurteilung bzw. vermischst beides.

Der Unterschied zwischen einer persönlichen Abneigung und einer Verurteilung liegt im Kern darin, welchen Gültigkeitsanspruch wir an unser Urteil knüpfen.
Während das eine eine rein subjektive Geschmackssache ist, erhebt das andere einen allgemeingültigen Anspruch auf Richtig und Falsch.

Wenn ich für meinen Lebensstil dringend einen Partner mit Job wünschen würde (was ich nicht tue, es ist mir schlicht egal) oder einen schlanken Mann, dann ist das genau dasselbe wie wenn ich sage: Ich mag Spargel lieber als Rosenkohl und kaufe mir lieber einen Porsche als einen Twizzy.
Es ist schlicht meine persönliche, ganz subjektive Geschmackssache. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und bewerte keinen anderen Menschen in seinem Wesen, wenn er/sie das anders sieht.
Wenn hingegen, wie du schreibst, verurteilt wird, dann geschieht das mit dem Anspruch, dass mehrheitlich zugestimmt wird und der Mensch in seinem Sein und Handeln bewertet wird.
Trägt eine Frau etwas tief Ausgeschnittenes oder hatte sie viele Partner, dann obliegt es selbstverständlich jedem ganz allein, für sich zu befinden, dass einem selbst das nicht gefällt.
Hiervon ist aber nicht auf grundlegende Charaktereigenschaften zu schließen oder das Gegenüber zu entwerten (billig, leicht zu haben, unsicher usw. usf.).
Wenn du nachts in einer dunklen Gasse ausgeraubt wirst, hast du dich vielleicht auch nicht „gewundert“, weil die Gegend gefährlich ist. Trotzdem käme niemand auf die Idee zu sagen: „Tja, selber schuld, du darfst dich nicht wundern, dass der Räuber dein Geld genommen hat – das macht den Raubzug völlig legitim.“
Der Räuber bleibt der Kriminelle. Genauso bleibt der Verurteilende derjenige, der sich respektlos verhält, die Erwartbarkeit einer Handlung legitimiert sie nicht im Geringsten.

Wer sagt: „Sie/Er darf sich nicht wundern“, der verteidigt nicht die Moral oder die freie Meinungsäußerung, sondern kapituliert vor dem mangelnden Respekt in unserer Gesellschaft und schiebt die Schuld dem Verurteilten zu (egal ob Frau oder Mann).

x 2 #3522


D

Y
Zitat von So-What:
drei, vier oder fünf mal locker drin, 1. Liebe, Ex-Ehemann und Vater der Kinder, Nach-Scheidungsfehltritt, Tinder-Irrtum, Bester-Freund-Ausrutscher, Lovebomber...whatever) negative (also eifersüchtige) Gefühlswallungen auslösen.

Darüber konnte ich jetzt aber gerade herzhaft lachen. Schöne Beschreibung.

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NurBen
Zitat von MissLilly:
Was ich persönlich viel trauriger finde ist die Entwicklung, dass viele Menschen offenbar einen Kuss mittlerweile intimer finden als den reinen Sex zwischen zwei Menschen

Da gibt es viele traurige Entwicklungen. Dazu reicht ein Blick in die amerikanischen Datingabgründe.
Denen hat Socialmedia und Datingapps völlig das Gehirn verbrannt.

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A


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