Zitat von NurBen: Und das weißt du woher? Sie könnte doch genauso "verträge gebrochen, pflichten verletzt oder gelogen haben"
Aber wenn du es unbedingt "vergleichbar" haben willst, dann nimm jemanden der halt "hier und da mal jobt"
Du fragst: ‚Woher willst du wissen, dass sie nicht gelogen oder Verträge gebrochen hat?‘ Ganz ehrlich: Woher willst du das bei einer Frau mit einem Bodycount von 1 wissen? Nach der Logik müsstest du jeden Menschen unter Generalverdacht stellen, weil ja jeder lügen könnte. Das ist kein rationales Argument gegen einen Bodycount, sondern ein ganz grundlegendes Vertrauensproblem.
Dein Vergleich mit dem ‚Hier und da mal jobben‘: Der ist sogar richtig gut! Jemand, der während der Orientierungsphase hier und da mal jobbt, sammelt Erfahrungen, probiert sich aus und weiß am Ende ganz genau, was er will. Genau das ist Sex als Single. Es ist ungebunden, unverbindlich und bricht keine Regeln – weil es in einer Single-Phase schlicht keine Verträge gibt, die man brechen könnte. Einem Single vorzuwerfen, Single-Dinge zu tun, ist völlig absurd.
Zitat von NurBen: s.o. Woher willst du das Wissen, dass es eben keine ungesunden Muster sind?
Der Arbeitslose kann dir auch irgendwelche Geschichten auftischen, genauso wie sie.
Wie ich bereits in mehreren Beiträgen zuvor geschrieben habe, ist es die Abwägung von Wahrscheinlichkeiten.
Du fragst, ob man das ‚Risiko‘ eingeht. Das Risiko bei einem chronisch unzuverlässigen Arbeitslosen ist real und im Alltag sofort spürbar (Geldnot, mangelnder Antrieb im Hier und Jetzt). Das Risiko bei einer Frau mit Vergangenheit existiert dagegen nur in deiner Vorstellung. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen ‚Ich hatte Spaß als Single‘ und ‚Ich betrüge meinen festen Partner‘. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall: Wer sich ausgelebt hat, kommt viel eher dauerhaft an, weil er nichts mehr verpasst.
Am Ende bleibt es dabei: Du versuchst, eine persönliche, angstbesetzte Präferenz als rationale Risikoanalyse zu verkaufen. Aber die Vergleiche mit dem Jobmarkt funktionieren einfach nicht, weil Sex als Single kein Vertragsbruch ist.
Kleine Anekdote am Rande:
Ich hatte mal einen Mitbewohner, der war seit seinem 16. Lebensjahr mit seiner Freundin zusammen. Absolute Traum-Statistik, oder? Tja, mit Mitte 30 kam der große Knall: Er hat sich getrennt, weil er plötzlich Torschlusspanik bekam und das dringende Bedürfnis hatte, sich sexuell auszutoben.
Nach Jahren ohne Kontakt meldete er sich plötzlich bei mir, weil er in der Nähe arbeitete. Beim Treffen erzählte er mir ganz stolz, dass er jetzt mehrere Frauen parallel am Start hat. Und dann wurde es richtig creepy: Er baggerte mich völlig distanzlos an, machte schräge Anspielungen darauf, wie schwer es damals als Mitbewohner war, mich im Zimmer nebenan mit anderen Männern zu hören, und fragte mich im Ernst, ob ich mit ihm in einen Partnerwechsler gehe. Zwischen uns lief nie was! Der Typ hatte durch seine jahrelange sexuelle Enthaltsamkeit in seiner Beziehung einen derartigen Nachholbedarf angestaut, dass jeglicher Anstand flöten gegangen ist.
Seine Ex-Freundin dachte wahrscheinlich auch fast 20 Jahre lang, sie hätte den ‚treusorgenden Partner fürs Leben‘, der absolut sicher ist, weil er keinen Bodycount hatte. Am Ende war er ein wandelndes Pulverfass.
Fazit:
Da ist mir doch eine Partnerin dreimal lieber, die sich mit Anfang 20 ausgetobt hat, genau weiß, wer sie ist und was sie will, und heute gefestigt an meiner Seite steht – statt jemand, der mit Mitte 30 plötzlich eine Identitätskrise bekommt und meint, alles Verpasste auf Teufel komm raus nachholen zu müssen. Deine Risikoanalyse ist einfach ein riesiger Trugschluss