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Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

ElGatoRojo
Zitat von Arev87:
Aber ‚entmystifizieren‘ bedeutet ja nicht, dass Sex lieblos oder bedeutungslos wird. Es bedeutet nur, dass man die Scham, die Tabus und die krampfhafte Leistungsangst verliert. Man kann reichlich sexuelle Erfahrung haben und Sex in einer festen Partnerschaft trotzdem als etwas tief Emotionales, Intimes und Besonderes erleben. Das eine schließt das andere absolut nicht aus.

Du hast insofern Recht, dass Worte einfach nicht alles widerspruchsfrei und ohne Missverständnisse zu diesem Thema beschreiben können. Was du mit "entmystifizieren" sagen willst, das hast du ja noch einmal verdeutlicht - kann man in der Interpretation folgen.

#3601


Balu85
Zitat von Arev87:
Aber ganz so radikal wie Tür-Zuknallen muss es ja gar nicht sein. Wenn hier bei mir sonntags tatsächlich mal jemand klingelt, gibt es von mir einfach direkt die freundliche, aber glasklare Ansage: „Nein, danke, ich bin Atheistin.“

also auf dem Dorf ist es eigentlich üblich das man jemanden zum Schnap. rein bittet. Spätestens nach 10 HÄusern brechen die ab und kommen nie wieder. Ich bin so froh um die "Wir sammeln für Hochzeit/Runden Geburtstag von XY" als Sammler herum gekommen zu sein. Das nimmt kein Gutes Ende.

x 2 #3602


A


Hoher Bodycount - wichtig oder egal?

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Blindfisch
Zitat von Arev87:
Es gibt keine magische Zahl. ‚Ausleben‘ ist ein innerer Zustand, kein Punktekonto. Man ist dann bereit anzukommen, wenn man die Neugier abgehakt hat und im Reinen mit sich ist. Bei dem einen ist das nach 3 Partnern so, beim anderen nach 30.

Ich würde sagen, das eine magische Zahl ist. Bereit anzukommen heißt das ich mich für die eine/für den einen entscheide. Solang es gut läuft. Und das ich mit ganz viel sexueller Erfahrung, mit den Fähigkeiten vieler sexueller Partner in der Vergangenheit den aktuellen Partner vergleiche und messe, liegt auf der Hand. Und sobald Unzufriedenheit auftaucht, erinnere ich mich an früher. "Da fühlte ich mich gesehen".
Zitat von Arev87:
Da wird deine Signatur am Ende leider zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Wer so durchs Leben geht, bleibt im Inneren tatsächlich einsam und leer

Meine Signatur ist von den Ärzten "Nichts in der Welt"....bitte laut aufdrehen Tanzender Smiley

#3603


Arev87
Zitat von Blindfisch:
Man kann nicht switchen. Zumindest als Mann nicht. Entweder führt man oder man ist unterwürfig. Wenn beide die beiden Seiten der Medaille wahrnehmen wollen, kommt es unweigerlich zu Konflikten. Was langfristig nicht gut ausgeht.

Wenn man Partnerschaft nur als Hierarchie begreifen kann – als ein reines Machtspiel, bei dem einer „führen“ und der andere „unterwürfig“ sein muss –, dann wird eine selbstbestimmte, unabhängige Partnerin natürlich zur permanenten Bedrohung. Eine starke Frau, die finanziell, emotional und sozial auf eigenen Beinen steht, braucht keinen Anführer zum Überleben. Sie entscheidet sich aus freiem Willen für eine Beziehung. Das erfordert von einem Mann aber echte innere Sicherheit. Wer die nicht hat, versucht die Partnerin über moralische Maßstäbe (wie den Bodycount) abzuwerten, um sich selbst wieder „überlegen“ zu fühlen.
Und genau da bricht auch deine ganze „Risikoanalyse“ zusammen:
Du tust so, als wäre Unerfahrenheit die Garantie für eine sichere, treue Zukunft. Die Realität sieht oft komplett anders aus. Ich hatte bei gesagt ja einen Mitbewohner, der war seit seinem 16. Lebensjahr mit seiner Freundin zusammen.Mit Mitte 30 kam der große Knall: Er trennte sich, weil er plötzlich panische Torschlusspanik bekam, alles Verpasste nachholen zu müssen. Er meldete sich Jahre später bei mir, hatte mehrere Frauen parallel am Start, baggerte mich völlig creepy und distanzlos an und wollte mich sogar in einen Partnerwechsler mitschleppen.
Es war also eben NICHT die sexuelle Erfahrung, die seine Beziehung zerstört hat, sondern die jahrelang ungestillte, unterdrückte Neugier, die irgendwann wie ein Pulverfass hochgegangen ist.
Da ist mir persönlich eine Partnerin dreimal lieber, die sich in ihrer Single-Zeit ausgetobt hat, genau weiß, wer sie ist, und sich heute ganz bewusst und gefestigt für mich entscheidet – statt jemand, der mit Mitte 30 eine Identitätskrise bekommt.
Am Ende wird deine Signatur leider zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Wer Beziehungen nur als Machtkampf führt und sich hinter vermeintlich rationalen „Risikoanalysen“ versteckt, um sich bloß nicht verletzlich machen zu müssen, bleibt am Ende tatsächlich einsam und leer. Aber das liegt dann nicht am Bodycount der Frauen da draußen, sondern an der eigenen Unfähigkeit, echte Nähe auf Augenhöhe zuzulassen.

#3604


FloraVita
Zitat von Arev87:
Man ist dann bereit anzukommen, wenn man die Neugier abgehakt hat und im Reinen mit sich ist.


Das wäre ja traurig, wenn kein Bedürfnis danach bestehen würde, dieser Neugier mit seinem Partner nachzugehen, da schon alles erlebt. Kann man das mit abgestumpft gleichsetzen? Ich denke schon.

x 1 #3605


Balu85
Zitat von FloraVita:
Das wäre ja traurig, wenn kein Bedürfnis danach bestehen würde, dieser Neugier mit seinem Partner nachzugehen, da schon alles erlebt.

Das ist aber nicht schlimm, weil man ja dann eh einen "nehmen" muss der "eigentlich nicht so mein Typ" ist...sooo, ich kann auch Öl ins Feuer gießen.

Aber mal unabhängig davon, ja sicher kann man "alles schon erlebt haben". Aber dennoch ist es doch mit einer anderen Person immer wieder anders. Geht doch beim Küssen schon los...wer kennt sie nicht, die Angst vor der Propellorlüsserin. Oder bei den damen halt der Propellorküsser.

#3606


Blindfisch
Zitat von Arev87:
Wenn man Partnerschaft nur als Hierarchie begreifen kann – als ein reines Machtspiel, bei dem einer „führen“ und der andere „unterwürfig“ sein muss –, dann wird eine selbstbestimmte, unabhängige Partnerin natürlich zur permanenten Bedrohung. Eine starke Frau, die finanziell, emotional und sozial auf eigenen Beinen steht, braucht keinen Anführer zum Überleben. Sie entscheidet sich aus freiem Willen für eine Beziehung. Das erfordert von einem Mann aber echte innere Sicherheit.

Ja, da bekommt die "moderne" Frau Schnappatmung. Führung des Mannes heißt nicht die Frau zu unterdrücken oder einzusperren. Das heißt Verantwortung zu übernehmen und die Frau zu unterstützen, das sie sich selbst verwirklichen kann und zu Hause sich fallen lassen kann. Sich anlehnen und vertrauen in ihren Mann haben kann. Das er zu seinem Wort steht und sie einfach Frau sein kann. Und da sind die Männer "einfach" gestrickt. Entweder sie können es oder nicht. Sie zwitchen nicht.

x 3 #3607


FloraVita
Zitat von Balu85:
Das ist aber nicht schlimm, weil man ja dann eh einen "nehmen" muss der "eigentlich nicht so mein Typ" ist...sooo, ich kann auch Öl ins Feuer gießen.


Merk ich schon, du hast heute eine richtige Brandstifterlaune Grinsendes Gesicht

Natürlich ist es mit jedem Partner anders, aber dennoch nichts neues.

#3608


Balu85
Zitat von FloraVita:
Merk ich schon, du hast heute eine richtige Brandstifterlaune

Jap....ich will die Welt in Flammen sehen.
Zitat von FloraVita:
Natürlich ist es mit jedem Partner anders, aber dennoch nichts neues.

Aber irgendwann hat man auch mal alles durch. Und es gibt ja dann auch persönliche Grenzen wo man sagt "öhm....nein, muss ich nicht testen um zu wissen das ich DAS NICHT WILL".

#3609


FloraVita
Zitat von Balu85:
Aber irgendwann hat man auch mal alles durch. Und es gibt ja dann auch persönliche Grenzen wo man sagt "öhm....nein, muss ich nicht testen um zu wissen das ich DAS NICHT WILL".


Na so schnell geht das nicht. Je vertrauter, desto interessanter...

x 1 #3610


Balu85
Zitat von FloraVita:
Na so schnell geht das nicht. Je vertrauter, desto interessanter...

Was meinst du jetzt damit? Bezüglich der Grenzen oder das es langweilig wird?

#3611


FloraVita
Das letztere.

x 1 #3612


H
Zitat von Arev87:
Es geht schlicht darum, dass beide Bock drauf haben und respektvoll miteinander umgehen.


Jo,
genau darauf kommt es an.

Was manche Männer hier für Befindlichkeiten haben kann ich auch nicht verstehen.
Dann könnte Mann sich ja mit keiner Frau einlassen.
Den wahren BC werde ich eh nur selten erfahren, wenn überhaupt.

Also, Frauen und Männer, nicht so viel über Vermutungen nachdenken.

Ach so, euch Männer hab ich trotzdem lieb.

x 1 #3613


Hansl
Zitat von Debby:
Völlig legitim. Ich selbst bin persönlich nur an einem Mann interessiert der wirbt. Der generellen den Drang verspürt und die Zuversicht in sich trägt seine Qualitäten demonstrieren zu wollen . Die Durchsetzungskraft hat seine Konkurrenz auszuschalten. Die Gabe hat Gebiet zu erobern und zu verteidigen. Eine Herausforderung als etwas sieht, über sich selbst hinauszuwachsen

So gibt es eben unterschiedliche Charaktere.
Ich persönlich berechne und konsumiere eine Frau nicht.
Auch keine Gebrauchsanalysen auf Tauglichkeit.
Ich reagiere auf den Mensch..
Aber klar, mit analytischen Frauen komme ich meist erst gar nicht groß ins Gespräch, weil mich dann diese systematischen Verhöre nerven, nach Leitfaden. Diese durchschaubare Verhalten.
Ich erzähl dann schon mal, daß ich eigentlich meist zuhause Fussball schaue. 3 Bezahl Sportsender nutze. Und am Wochenende aber schon rausgehe. Mit Kumpels auf den Sportplatz, Lokal Fussball, da *beep* wir uns dann schon auch mal weg.
Meine Busenfreundin meint schon seit Jahren, ich solle doch die nur "interessierte" Frauen nicht so anquatschen. Ich kontere oft dann schon mit dem Vermerk, ich erzähle ihnen genau das was sie hören wollen.
Naja, es gibt ja auch noch Frauen, die Empathie und Authentizität einem entgegenbringen.
Man reden kann.

#3614


Ameise_78
Zitat von Hansl:
ich meist erst gar nicht groß ins Gespräch, weil mich dann diese systematischen Verhöre nerven, nach Leitfaden.

Man sollte nicht analytisch und zwanghaft oder verbittert verwechseln... das gilt auch für Männer. Ein analytischer Verstand ist etwas Schönes und etwas sehr seltenes und bereicherndes. Ein Mensch, ganz gleich welchen Geschlechts, der andere verhört, ein Alptraum.

#3615


A


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