Zitat von Femira:Ich weiß nicht so recht, was ich dir noch dazu schreiben soll... Der Weg raus ist halt immer noch, allein einen Weg zu finden. Er ist nicht die ...
Ja ich weiß es rational aber zum einen versucht man natürlich zu spiegeln, was er durch unglücklichen Kommentar oder durch Projektionen von seiner Seite aus auslöst. Wenn er da keine Rückmeldung bekäme ist ja auch irgendwie doof. Zum anderen.. Im ertrinken greift man nach jedem Strohhalm.
Blöd ja aber wenn auf Wand einhacken nicht mehr hilft, wenn ich diese Gedanken nicht mehr ertrage, wenn alles zuviel wird.. Dann greift man um 23Uhr zu Telefon und fragt nach Schraubenzieher. Und er denkt ich bin bekloppt. Nein. Ich will ihn nicht mit Gedanken belasten die da lauten ob der Bohrhammer jetzt besser oder das Tapetenmesser, ich brauche dann eine Stimme, einen Menschen und ich fühle mich miserabel dort jemanden zu brauchen, es nicht allein lösen zu können aber die Diskussion und ein Streit ggf darüber ob ich denn wirklich um 23Uhr wegen einem Schraubenzieher anrufe ist allemal besser als mit Tapetenmesser Unsinn zu tun. Ich versuche es wirklich, wirklich allein und ich fühle mich schlecht es nicht hinzubekommen aber diese Gedanken ertrage ich schlicht nicht. Da will ich nur noch schreiend weg laufen.
😢 @Frau Drachin, Therapeutin.. letzte Woche haben wir viel organisatorisches besprochen und mit Biographie angefangen, hat natürlich auch einiges hochgeholt. Sie achtet sehr darauf, dass ich annehmbarer Erregung gehe aber es arbeitet natürlich und ein Punkt der stark immer wieder hoch kam war so die Frage, ob ich rational weiß, dass ich nicht Schuld an verkorkster Familiensituation. Ich habe ja gesagt aber die Wahrheit ist- ich hoffe es. Weil ich ein nein nicht ertragen kann und für ein ja zuviel dagegen spricht. Ich hoffe einfach.
Mit Partner ja.. sagen wir so- es kommt drauf an, in welcher Stimmung er ist. Ich bin ja in meinen Versuchen es anders, besser, reflektierter zu machen noch sehr umständlich, bemüht, langsam. Ist er in guter Stimmung, lässt er mir Raum, geht drauf ein, versucht es auch besser zu machen. Neigt aber sehr zum Lösungen suchen und macht mir damit viel Druck. Da ihn runter zu fahren, zu bremsen, hatte auch Therapeutin zu tun.
Montag war er von Arbeit genervt, eine kleine dumme Situation, ich versucht mich zu sortieren und er sieht ja sofort, was da passiert. Fühlt sich angegriffen und da er dann eh schon sehr gestresst, kann er keinen Druck raus nehmen. Kein Raum geben, sondern kleine Attacke, um sich zu verteidigen, um die "Kritik" (ich gucke falsch
🙄 ) von sich zu weisen und sich besser zu fühlen. Dass hat schon gereicht um mich in Starre fallen zu lassen und von außen hab ich mich angepiekst "hey mach.." Aber keine Chance mehr. Genervter Blick von ihm, Kreislauf in Gang. Was in dem Moment noch geholfen hätte, Hand nehmen, ruhig spazieren, zusammen runter regulieren, dann ankuscheln. Er war zu aufgebracht es anzubieten, ich zu erstarrt um es einzufordern. Dass ich dann stocksteif im Bett lag und nicht Nähe suchte, sah er als weiteren Angriff. Dienstag früh habe ich nochmal kurz Gespräch versucht aber er hatte es eilig, später, er hat zu tun und so blieb ich stehen, mit Gefühl es verkackt zu haben, nutzlos, weil eben kein Job, nix zu tun- und kam der Zug Lehre, faules A., beweise dass du kannst, dann wird alles gut um die Ecke und ich flüchtete zur Baustelle..
Wenn ich allein bin ist es grds noch heftiger. Dienstag Nacht bin ich dann letztendlich auch in sein Haus geflüchtet zum schlafen, dass ich im Notfall jemanden habe. Zwar auf Sofa gepennt aber im Notfall nicht allein sein. Mittwoch früh haben wir nochmal versucht zu reden aber letztendlich waren wir beide zu aufgebracht. Hätten es sein lassen sollen.
Ich noch von Dienstag und den Ereignissen in mir am zittern, er Angst, die er in Wut transformiert- 2,3 Sätze, Körperspannung hoch, Stimmlage geht hoch, ich erstarre, Hunde erstarren, er geht dann aus Situation, ich versuche mich zu regulieren, er wieder da, neuer Versuch usw. Es hat nix gebracht ausser, dass er irgendwann los musste zur Messe, ich völlig erledigt zurück blieb, alles ungeklärt. Beide unzufrieden. Dann noch Therapiegespräch und Donnerstag war dann Systemabsturz. Freitag wieder langsam hoch gefahren, gestern zack wieder in Strudel. Ich sag ja- bescheidene Woche. Dabei war Montag echt gut.
Ja es ist anders, offener, mehr um Verständnis bemüht aber mit sowas wie die Woche machen wir das zarte Pflänzchen halt echt kaputt. Und er ist ja nicht doof. Er weiß dass ich nicht wegen Schraubenzieher anrufe, er weiß dass ich nicht flüchte zu ihm, weil Angst vor Panikattacken. Und der eigentliche Grund, der macht ihm wahnsinnig Angst. Angst die ich ihm ersparen möchte. Da ist soviel Angst schon auf beiden Seiten, ich bin oft so wütend auf die erste Therapeutin. Die hat halt im Gespräch nicht gefragt wie es für mich ist, nicht mich gestoppt, ich hab es da null gefühlt und ich bin ungebremst in Katastrophe rein. Und auf meine Bitten ihn mal mit rein zu nehmen um ihm Druck, Angst zu nehmen, zu erklären was da passiert war- nein. Kann sie nicht. Ihm hat das Gespräch vorletzte Woche viel gegeben. Er war danach viel gelöster, hat sich mal aussprechen können, seine Ängste mitteilen. Dass vor dreiviertel Jahr, ich glaube es hätte uns viel viel Leid erspart.