Zitat von Laura543: Lob annehmen- kann ich (noch) nicht, weil Leistung nie genug war, Lob nur vorgeschobener Sarkasmus um dann alles auseinander zu nehmen..
Du bist jetzt in der, wahrscheinlich, Mitte deines Lebens. Du bist frei genug. um sagen zu können, das du die Kindheit hinter dir und das biblische Alter vor dir hast.
Als ich Kind war, war so ziemlich das Credo meines Großwerdens: nicht geschimpft, ist gelobt genug. Mein Bruder (Stammhalter der Familie) wurde gehypt und ich, als Mädel, naja - wird sich schon einer finden, der dich will.
Bruder hätte studieren dürfen - bei mir hätte auch 9 Jahre Grundschule gereicht.
Mir wurde quasi nichts zugetraut und nix an mir wurde als förderlich gesehen. Ich war halt das obligatorische zweite Kind. Zwar nicht lieblos, oder besonders liebevoll, eher so Mitläufer Liebe - mehr brauchte es nicht.
Man kann sich lösen, von - nie ganz, aber genug um für sich zu sagen, dass es nicht meine Zukunft zu stark belastet.
Zitat von Laura543: Mein Überlebenswille sagt ganz ehrlich, dass einfach einschlafen viel einfacher wäre.
Klar, es wäre so viel einfacher. Aber wäre es das wirklich? Es erfordert auch eine Menge Mut und Verzweiflung es zu tun und was - wenn es schief ginge?
Wenn man danach, gefangen im Körper, wach im Geist - nichts mehr kann.
Wäre mir dann immer noch, das vorige Leben zu schwer?
Es geht immer noch schlimmer - aber es geht auch a weng leichter. Du liebst Tiere, sie geben dir - was kaum ein Mensch kann. Sie sind immer da, sie trösten besser als mancher Mensch.
Und wenn Du etwas gutes machst, ist deren Freude so ursprünglich und echt!
Zitat von Laura543: endlich aufzuarbeiten
Du darfst Dir etwas wert sein. Denn Du bist Du, mit allen Ecken, Kanten und Rundungen. Wenn es dir schlecht geht, darfst du dir via Arzt und Medikamente, oder Frischluft und langer Spaziergang, deine Akkus laden, Jeden Tag, ein Stückchen mehr.
Aus dem Schatten der Vergangenheit in das Licht der Gegenwart treten.
Deine Eltern hatten ihre Dämonen, als sie sich aufmachten Kinder zu haben und zu erziehen. Aber alle Eltern machen Fehler, wir Kinder sind, teils sehr gnadenlos - was unsere Kindheitsnarben betrifft. Betrachtet man aber diese Verletzungen, aus Erwachsenen Sicht, dann kann man einiges auch vergeben - Sie wussten es auch (nicht) besser.
Auch wenn Sie, teils, nicht mehr leben, es hallt nach und wir entscheiden, wie laut dieser Hall tönt. Du bist, deines Glückes Schmied. Was also hindert Dich?
Was macht Dir Angst?
Solches für sich gut beantworten zu können, schon die halbe Miete. Und was kann ich tun, um dieser Angst zu begegnen. Mich nicht mehr von Wortdolchen runter bekommen zu lassen? Mir nicht, die Bestätigung von außen holen, mich innerlich aufrichten.
Dein inneres Kind - will Frieden finden.
Buchtipp: Stefanie Stahl - Das Kind in dir muss Heimat finden