Oasis
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ich stehe aktuell vor einem emotionalen Dilemma und wünsche mir einen objektiven Blick von außen.
Ich (40, 3 Kinder, lebe getrennt) habe vor 2,5 Monaten eine Frau (35, alleinerziehend mit 2 Kindern) über eine Ehe-App kennengelernt. Ich fand sie sofort sympathisch. Sie hat eine sehr traumatische Ehe hinter sich (Flüchtlingshintergrund, toxische Beziehung), was man ihr anmerkt. Sie wirkt oft sehr schüchtern, fast kindlich und unsicher.
Zum Verlauf:
Anfangsphase: Wir haben 5 Tage telefoniert, dann das erste Date (5 Stunden). Danach hängte sie förmlich an mir, rief ständig an, schrieb voller Emotionen. Es gab Küsse und intensive Gefühle ihrerseits.
Der Wendepunkt: Als ihre Eltern aus dem Urlaub zurückkamen, änderte sich ihr Verhalten. Sie wurde distanzierter. Wann immer ich mich zurückzog, suchte sie wieder verstärkt Kontakt.
Das 5. Date: Sie hat mich überrascht und ihre Schwestern mitgebracht, ohne mich vorzuwarnen. Es fühlte sich an wie ein Verhör durch die Familie. Ich musste für alle bezahlen, ohne ein Wort des Dankes. Ich habe dabei eine Rolle gespielt („der glückliche Schwiegersohn in spe“), um die Situation zu retten.
Aktuelle Situation: Seit diesem Treffen ist sie wieder distanzierter. Die anfänglichen konkreten Heiratspläne sind verschwunden; jetzt sagt sie, sie brauche „Zeit“. Dennoch schreibt sie täglich, schickt Herzchen, sagt, sie liebt mich und will mich nicht verlieren – auch ihre Mutter und Geschwister sind bereits über mich informiert und fragen nach mir.
Meine Bedenken:
1. Widersprüchliches Verhalten: Sie sagt, sie sei nicht bereit für eine Beziehung, sucht aber ständig den Kontakt.
2. Veränderung: Bei Videoanrufen wirkt sie in letzter Zeit ungepflegt, was mich etwas irritiert, da sie sich anfangs sehr aufgestylt hat.
3. Meine gesundheitliche Lage: Ich habe kürzlich die Diagnose Epilepsie erhalten. Sie konnte oder wollte das nach meinem Krankenhausaufenthalt nicht richtig anerkennen.
4. Die Dynamik: Ich habe das Gefühl, ich werde „warmgehalten“, während sie mit ihrem Leben und ihren zwei Kindern total überfordert ist.
Ich hänge an ihr, aber mein Verstand sagt mir, dass das nicht gesund ist. Auf der anderen Seite habe ich Gefühle und auch zu ihren Kindern Kontakt aufgebaut.
Wie seht ihr das? Soll ich weiter an der Beziehung festhalten oder ist es besser, einen sauberen Schnitt zu machen, um mich selbst zu schützen?