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Ich bin emotional manipulativ - Absturz / Neuanfang

Tila


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Hallo
Wie geht es dir?
Nein du bist kein Narzist,auch meine Meinung.

13.05.2017 23:03 • #46


Salamander


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Guten Abend.

Ich habe beim Lesen deiner letzten Beiträge an eine reaktive Bindungsstörung aus deiner Kindheit gedacht.

Wir haben zwei Pflegekinder in der Familie. Beide heute Junge Erwachsene. Die ältere der beiden hat ebenfalls eine schwere Bindungsstörung.
Ergebnis:
- große Schwierigkeiten, empathisch zu sein
- manipulatives Verhalten (auch als Kind schon), sie "zwingt" andere in emotio Ale Zustände, um die eigenen Defizite auf der Ebene ausleben zu können oder um eine Rechtfertigung für ihre Handlungen zu erhalten (so wie: sehr ihr? Ihr liebt mich eben nicht!) ...
- kein enges Zusammenleben als Familie oder in der Partnerschaft dauerhaft moglich. im Zuge dessen ist sie inzwischen ausgezogen und lebt in einer Wohngruppe.
- Neigung zu Eskaltion der Emotionen, Affekthandeln ...durchaus mit späterer Reue..teils echt, teils weil es erwartet wurde.
- geringes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, labil, selbst ebenfalls wieder hochgradig manipulierbar durch Ältere insbesondere Männer, denen sie gefallen will.
- Neigung zu Dro., Alk. und Co , vermutlich, um diese emotionalen Achterbahnfahrten irgendwie zu betäuben und aushalten zu können.

Die gute Nachricht: die jüngere Schwester hat zwar ebenfalls eine Bindungsstorung (auch hier übrigens Gewalt des Vaters gegen die Mutter und teilweise auch gegen die Kinder, Mutter psychisch angeschossen) ...sie ist aber seit nunmehr 5 Jahren in therapeutischer Begleitung( inklusive Ergotherapie und Reittherapie) hat sich einen recht stabilen Freundeskreis ausgebaut und macht sich sehr gut.

14.05.2017 02:34 • x 2 #47




Tila


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Hallo!
Aber ist das alles nicht typisch Borderline?

14.05.2017 20:59 • #48


Gemini

Gemini


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Zitat:
Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Falls das stimmen sollte, dann kann ich mich ja gleich umbringen. Die Beschreibungen im Internet sind alle gleich: es wird sich nie etwas ändern.

Muss man sich selbst so genau in eine Schublade eingeordnet wissen? Fest steht ja, dass dein Verhalten nicht normal ist und war und auf eine psychische Störung hinweist. Es gibt zwar auch Anzeichen einer NPS, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die nur Anteile in sich haben, ohne ein voll ausgeprägter Narzisst zu sein. Das Narzissten wie ferngesteuerte und emotionslose Zombies dargestellt werden, ist sicher nicht immer zutreffend. Das ist wohl nur in den schlimmsten Fällen so. Das du neuerdings im Besitz von Mitgefühl und Reue bist, zeigt ja nur einen Entwicklungsschritt der irgendwie ausgelöst wurde. Die Persönlichkeit entwickelt sich immer weiter und auch ein persönlichkeitsgestörter Mensch entwickelt sich und in wenigen Fällen auch mal in die richtige Richtung.

15.05.2017 00:59 • x 2 #49


Polarbear


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Ich finde es interessant, dass er seit 6 Wochen nicht mehr geschrieben hat, obwohl noch viele Beiträge gekommen sind von Menschen, die sich seines Problems annehmen und ihm helfen wollen.

Ist das nicht einfach ein weiterer Punkt der Krankheit, Leute fallen zu lassen, die er jetzt nicht mehr benötigt und nicht mehr "gut genug" für ihn sind, weil er aktuell vielleicht wieder besser klar kommt?

30.05.2017 13:29 • #50


MKH

MKH


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Faszinierend finde ich allerdings: Ein Narzisst weiß i.d.R. nicht, dass er ein Narzisst ist. Er glaubt, sein Verhalten sei völlig in Ordnung und normal... der TE ist ja recht selbstreflektiert. Ich weiß nicht, ob ein Narzisst das auch ist.

30.05.2017 13:35 • x 1 #51


Polarbear


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Meiner Meinung nach geht das in Richting Borderline.

30.05.2017 14:21 • #52


Gaylen59


Zitat von TemetNosce:
...Aktuell kann ich meine Wut garnicht bis sehr schlecht loswerden, darum leide ich auch an diesen "Attacken" wie ich sie nenne. Ich kriege Magenkrämpfe, Kopfschmerzen und Schwindel. Das waren früher die Momente wo ich geschrien habe oder beleidigende SMS verschickt habe. Als Teenager habe ich mich dann eher geritzt, aber das war zum Glück nur eine Phase die jetzt 12-15 Jahre her ist.Ich hab mir jetzt Tennisbälle, einen Wutball und andere "Spielsachen" gekauft und versuche daran meine Wut auszulassen, leider mit mäßigem Erfolg. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich brauche irgendwo eine "Reaktion" wenn ich meine Wut auslasse. Ein lautes Knallen, ein Schmerz (gegen die Wand boxen), einen Gegenstand zerstören (Spiegel, Tisch, Sofa). Erst dann höre ich auf.


Ich fange erst an mich mit diesem Verhalten zu beschäftigen, da in meiner Familie gerade etwas ähnliches passiert.
Durch psychologischer Hilfe, die ich unbedingt zum "abklären " für nötig erachte, ist man auf eine "Emotionale instabile PS" Typ Borderline gekommen.
Die Worte des TE gleichen genau dem, was wir gerade erleben.
Da sind ev auch normal narz. Züge involviert, aber eine NPS schließe ich , auch aufgrund der Reflektionen ziemlich aus. Ein NPSler fragt nicht...ER weiß ...das er OK ist (meint ER)
Dazu ist aber die Diagnostik sehr wichtig um die Richtung in die eine Behandlung geht, gehen soll, kann, festzulegen.
Man kann in einer Therapie lernen, damit umzugehen.
Von allein bewegt sich sonst nicht viel.

30.05.2017 15:44 • x 1 #53


Santosha1951


@Gaylen59

Liebe Gaylen,

ich habe da ne seite im Netz gefunden, die wäre interessant, falls du sie noch nicht kennst.
www.grenzwandler.org/borderline-und-beziehung/

LG
Santosha

30.05.2017 16:08 • x 1 #54


Gemini

Gemini


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Zitat:
Ein Narzisst weiß i.d.R. nicht, dass er ein Narzisst ist. Er glaubt, sein Verhalten sei völlig in Ordnung und normal... der TE ist ja recht selbstreflektiert. Ich weiß nicht, ob ein Narzisst das auch ist.

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Es kommt vermutlich ganz auf die Stärke der Ausprägung der Störung an. Narzissten wissen ja angeblich ganau was sie tun und in ihrem Gefühlsleben ist das auch völlig in Ordnung so. Meiner Meinung nach schließt das aber nicht unbedingt aus, dass sie z.b beim Lesen zum Thema Narzissmus erkennen, dass sie sich genauso verhalten. Erkennen bringt noch lange kein schlechtes Gewissen oder Schuldgefühle mit sich. Ein echter Narzisst wird dann halt mit den Schultern zucken und es positiv sehen. "Narzisst, gefährlicher Kerl, unbezähmbar neben all den Schwächlingen etc..." Wirklich sehr selten wird wohl ein echter Wunsch nach Änderung entstehen.

30.05.2017 17:15 • x 1 #55


Polarbear


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Was wiederum bedeutet, dass sich "echte" Narzisten dann ja in ihrer Haut wohl fühlen müssten, oder?

30.05.2017 18:02 • #56


Gaylen59


Ich denke "wohlfühlen" ist nicht immer angesagt. für mich driftet der Narzisst zwischen manisch und depressiv hin und her (so ist zumindest meine persönl. Erfahrung).

Der Narzisst für sich selber unterliegt einem ständig schwankendem Stimmungswechsel.
Zwischen Bewunderung, Annahme, Aufwertung > hoch zufrieden und zwischen zB. Kritik, Unverständnis, Ablehnung von Seiten seines Gegenüber/ Partners etc.> depressiv.
Er fühlt ja teilweise für SICH schon.
Die Stärke dieser "Gefühle", die Stufe seiner narz. Ausprägung bestimmt dabei auch die Stärke "seiner Empfindungen" für sich selber.
Ich habe die erlebt, das ein sogar maligner Narz/ fast Psychopath auf diese Art und Weise reagiert.
Nicht das es IHN besonders interessierte , aber es beeinflusste ganz gewaltig sein Agieren/Gehabe.

Sie sind ebenso verschieden ausgeprägt in ihrer Individualität, wie jeder Mensch.

30.05.2017 19:23 • x 1 #57


Minila


Zitat von Polarbear:
Ich finde es interessant, dass er seit 6 Wochen nicht mehr geschrieben hat, obwohl noch viele Beiträge gekommen sind von Menschen, die sich seines Problems annehmen und ihm helfen wollen.

Ist das nicht einfach ein weiterer Punkt der Krankheit, Leute fallen zu lassen, die er jetzt nicht mehr benötigt und nicht mehr "gut genug" für ihn sind, weil er aktuell vielleicht wieder besser klar kommt?


ich muss zugeben, dass ich bei der Erstellung des Threads schon dachte: ein manipulativer Mensch weiss auch wie er Zusspruch bekommt.. würde man seine ExFreundinnen lesen, würde das alls anders klingen.. das ganze Leid, was da enstanden ist.. teilweise sehr traumatisierte Menschen..
und so war es doch der einfachste Schritt: sich hier anmelden, berichten wie schlecht man doch ist, Zuspruch bekommen und dann weiter gehen..

04.06.2017 13:03 • x 1 #58


Branda

Branda


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Zitat von MKH:
Faszinierend finde ich allerdings: Ein Narzisst weiß i.d.R. nicht, dass er ein Narzisst ist. Er glaubt, sein Verhalten sei völlig in Ordnung und normal... der TE ist ja recht selbstreflektiert. Ich weiß nicht, ob ein Narzisst das auch ist.


Die hochintelligenten Narcs wissen ganz genau, was sie sind und zelebrieren das.

04.06.2017 13:19 • x 1 #59


Antoninalove

Antoninalove


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@temetnosce: Wie geht es dir? Es ist schon mal ein sehr grosser Schritt, dass du es eingesehen hast und weisst, dass du etwas ändern musst. Galub mir ich habe das alles erlebt.. Mein EX war genauso und ich habe das 8 Jahre mitgemacht. Das traurige ist nur, dass er immer noch denkt er habe alles richtig gemacht. Hast du dir überlegt dich in eine Therapie zu begeben? Ich denke, dass ist das einzige was dir wirklich helfen kann..

08.06.2017 11:41 • #60



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