TemetNosce
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Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich hatte leider einen "Rückfall" wenn man so will. Hab mich emotional nicht unter Kontrolle gehabt und wieder angefangen zu trinken und nur negative Gedanken gehabt. Hier zurück ins Forum zu kommen, hätte für mich bedeutet, dass ich Selbstreflektion betreiben muss, was in meinem Fall zu 99% zu Schmerzen im Kopf führt und belastend ist. Das hätte ich nicht ausgehalten. Mir geht es auch körperlich an die Substanz. Hab wiederholt Übelkeits und Brechanfälle, die kein Arzt in den Griff kriegt.
"und so war es doch der einfachste Schritt: sich hier anmelden, berichten wie schlecht man doch ist, Zuspruch bekommen und dann weiter gehen. "
Das ist sehr verletzend, aber ich schätze auch nachvollziehbar. Aufjedenfall habe ich mich nicht stabil genug gefühlt darüber zu schreiben. Ich wüsste auch nicht, wozu ich Zustimmung brauche, dass ich sch. bin. Das weiß ich mittlerweile auch so.
Ich wünschte ich könnte euch irgendwelche Fortschritte berichten aus der Therapie. Es fallen mittlerweile häufiger einschlägige Schlagwörter die zu BPS passen würden, wir reden aber noch nicht über eine Diagnose oder woher das alles kommt. Es ist immernoch die Phase des Verstehens, was ist eigentlich passiert und was passiert gerade jede Woche. Sein es die Wutausbrüche beim Autofahren oder die häufigen Stimmungswechsel etc.
Mit oder ohne Diagnose fehlt mir einfach akut die Kraft, dass alles zu bewältigen. Ich weiß, würden meine Exfreundinen hier schreiben, sehe alles anders aus. Das weiß ich jeden Tag. Ich sitze hier und schreibe über meine Zerissenheit in der Brust, während meine letzte Exfreundin warhscheinlich für ihr Leben geprägt ist. Erst letztes Wochenende hatte ich dieses Ohnmachtsgefühl und kam auf die tolle Idee ihr zu schreiben, was für ein wichtiger Mensch sie ist, dass ich die Zeit und Wunden niemals umkehren kann, aber wie dankbar ich für alles bin.
Natürlich kam prompt die Antwort, ich bin das schlimmste was ihr jemals passiert ist, die Zeit mit mir war das grausamste was sie sich vorstellen kann etc. Alles nachvollziehbar. Ich bin auch ehrlich genug hier zuzugeben, dass es nicht das erste mal ist sowas gehört zu haben. Eigentlich fast immer.
Es ist schwer zu akzeptieren, dass das jetzt mein Leben ist. Ich hab das Leben mehrere Menschen nachhaltig negativ geprägt und kann daran nichts ändern. Ich kann es nicht rückgängig machen. Es ist ein unbeschreiblicher Zustand. Mir einzureden ich bin krank macht es nicht besser.
Ich halte mich nachwievor von emotionalen Bindungen fern. Auch wenn mir das sehr schwerfällt. Ich brauche eigentlich viel Nähe, aber ich hab einfach zuviel Angst davor rückfällig zu werden. Das macht mich sehr kaputt.