Zitat von sadMonkey: Tiefergründig muss ich aber sagen - auch wenn ich finde es klingt ganz schlimm - dass das alles sehr bedürftig klingt.
Naja, es gibt mMn eben Grenzen.
"Bedürftigkeit" in dem Sinne wie man es oft liest, darüber kann man wie ich es finde diskutieren. Dieses nach "Ratgebern", einfach blind übernommene Verurteilen, Nachplappern sehe ich als weltfremd.
Denn was ist denn überhaupt "Bedürftigkeit"?
Wenn ich dann immer diese Statements lese, in denen programmierte Datingneurotiker meist unglücklich verliebten Menschen erklären, sie wären bedürftig und darum würden sie nicht gemocht, geliebt? Sie müssen sich jetzt unbedingt "rar" machen und die Zeit dann nutzen, um an der ansässigen VHS einen Kurs der Schauspielerei zu belegen.
Denn, wer bedürftig "wirkt", wird abgewiesen.
Was bedeutet es, verliebt zu sein?
Lt. militanter Datingrobotern eine Krankheit, ein Verbrechen?
Ich finde, fehlt dem "Entscheider" wirklich das Wissen, empathisches Einfühlungsvermögen, Nachsicht, Geduld sowie dann vermutlich keine echten Gefühle oder Zuneigung, dann hat dieser biologische Rechenschieber den verliebten Mensch auch nicht verdient. Also, als ich noch jung und knackig war, die Seuche Datingwelt in weiter Ferne, hatte ich auch nicht selten zu entscheiden. Nie waren Symptome der Verliebtheit der Grund, eine Dame abzuweisen. Selbst als eine immer an meinem Haus vorbei fuhr, fühlte ich mich nie gestalkt, bedrängt oder sonstwas. Es waren bei mir einfach keine Gefühle da. Erstrecht nicht hätt ich sie als bedürftig abgeurteilt. Ganz im Gegenteil, letztes Jahr traf ich diese, nach Jahrzehnten. Hatte Familie, war gut aussehend und mir auch sofort wieder zugewandt. Sympathisch.
Ja, im Prinzip hab ich es jetzt wirklich bereut, damals mich nicht darauf eingelassen zu haben.
Eine andere hat mir ungelogen in die Backe gebissen, in einer Kneipe, vor allen. Hatte 4 Wochen den Abdruck ihrer Zähne in der Backe.
Heute oft noch ne Story wert. Ich glaube, auch die war ok.
Mit Bedürftigkeit hatte auch dies nichts zu tun.
Sondern damit, was ich auch hier im Forum manchen an den Kopf werfe, zu doof, zu arrogant oder einfach zu feig eine echte Chance zuzulassen.
Also, ob "Bedürftigkeit" ein Killer für Gefühle darstellt, dazu fehlt mir einfach der Beweis. Für mich ist dies einfach eine Frage des Charakters.
Eine Frage der eigenen Werte.
Nach den heute geltenden Regeln bin auch ich bedürftig. Weiß auch darum.
Ja, man kann vielleicht schon ein wenig sich zusammenreißen.
Aber wenn jetzt meine Bedürftigkeit mit der Anlass war, sich gegen mich entschieden zu haben, dies auch heute so bestätigt bekommen hätt, wäre ich hier im Forum Geschichte. Eine Frau, deren Basis dann Vorurteile wären , eine für mich andere Welt. Im Rahmen gehalten find ich es auch etwas schönes, etwas anhänglich zu sein.
Aber natürlich, hier aktuell könnte ihr schon eine eher nicht maßvolle Rolle zuzufallen. Kenne ich auch, tendenziell Ödipus, hier aber eher Mutter Theresa. Es gibt schon einen Zug Richtung Bemutterung, Versorgen usw
Zitat von badlyinlove: Ich möchte mir wirklich nichts vormachen, aber das passt doch alles nicht zusammen ... kann es nicht sein, dass auch er hin- und hergerissen ist und nicht weiß, was er möchte oder sich immer in die falsche Frau (bislang) verliebt hat?!
Klar.
Wo bleibt die weibliche Raffinesse?
Hätt ich mich darauf aktiv verlassen wäre ich nicht im Forum.
Lass es doch einfach laufen. Lass in Quatschen wie er will. Hab auch so nen Müll gequatscht und bin trotzdem in der Wüste, seit Jahren.
Problem ist doch deine Verkopfung, hier auch noch gefüttert.
Zitat von badlyinlove: Klar möchte ich meinen Stolz vor mir selbst nicht verlieren
Stolz?
Stolz halt ich für negativ.. Wähle Würde, diese ist wesentlich dehnbarer und menschlicher.
Zitat von badlyinlove: Irgendwie sehe ich da noch eine kleine Chance ..
Normal.
Zitat von badlyinlove: andererseits, wenn ich alle Eure Meinungen lese, muss ich mir vom Verstand her eingestehen, dass Ihr wohl recht habt.
Ich nehme mich da raus.