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Ich bin verlassen worden und möchte nur noch weg

Funkelstern

Funkelstern


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@Douru



Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht.

Den Schmerz annehmen und ihn zulassen, ist schon der richtige Weg und weinen ist gut.

Mir hat es geholfen, es nimmt diesen schrecklichen Druck vom Herzen.

Auch wenn du es jetzt nicht glauben und erkennen kannst, es wird besser, aber es braucht einfach

seine Zeit.

01.05.2022 20:25 • #46


Wirdschon

Wirdschon


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@Douru

Lass Dich umarmen!
Liebeskummer ist ein ganz großer Misthaufen!
Und unfair ist es obendrein, doch wozu weglaufen? Nimmst dich ja schließlich mit. Und mit einer Decke überm Kopf unterm Tisch kannst du auch zu Hause sitzen. Wenn die Kids im Bett sind oder sonstwo!
Und außerdem dürfen auch deine Kinder wissen, dass du ein Mensch bist und Gefühle hast, selbst so mistige Gefühle wie Trauer, Angst oder Wut kann man den Kindern erklären

Hab doch etwas Geduld mit Dir. Ich würde wetten, mit allen anderen hast du die auch!

Nochmal einen Sack voll Kraft und Zuversicht

LG
Wirdschon

01.05.2022 23:17 • #47



Ich bin verlassen worden und möchte nur noch weg

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Douru

Douru


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Ja, ich würde mich mitnehmen. Egal wo ich hingehe. Das ist mir klar.

Ich kann mich halt einfach selber nicht mehr aushalten. Immer wieder überrollen mich negative Gefühle, mal unendliche Traurigkeit, dann wieder unglaubliche Wut oder unaushaltbarer Schmerz.
Ich kann mich selbst nicht mehr aushalten. Wie sollen andere mich dann ertragen?

Meine Kinder leiden unter meinem Kummer und sehen mir meine Gefühle oft an, egal wieviel Mühe ich mir gebe, sie zu verbergen. Sie möchten nicht, dass ich traurig bin. Aber sie möchten auch nicht, dass ich schlecht über ihren Vater rede. Und dann bin ich da, gefangen in meiner Negativität und soll mich auch noch loyal zeigen gegenüber dem Menschen, der mich so verletzt hat. Das zerreißt mich. Dann will ich nur noch weg.

01.05.2022 23:28 • #48


Wirdschon

Wirdschon


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Kennen hier viele, es ist ein Spagat und auch wieder unfair.
Trotzdem wirst Du diesen weiter machen, denn es geht um deine Kinder. Sie werden das verstehen, werden immer wissen, wer für sie da war und auch immer besser die Zusammenhänge begreifen … da kann er Spassvater sein, soviel er will.
Liebes, es ist alles noch soooo frisch bei Dir. Du willst es nicht lesen, denn das wollen eben viele nicht und noch weniger glauben, einschließlich mir. Zeit und Geduld (würg) solltest Du Dir nehmen. 17 Jahre sind nicht einfach so wegzukloppen, und ich hab es trotzdem probiert!
Im Nachhinein war das wohl meine Lektion. Geduld mit mir selber zu haben, nix am Innenleben ist mit Gewalt zu entfernen und Zeit lassen , keinen Druck fabrizieren.

Ich hör Dich schon schimpfen, die Alte hat gut reden, pfffff
Es wird nicht leicht, das weißt du ja schon. Aber vielleicht hilft Dir ja die Aussicht, dass es mit Zeit und Geduld irgendwann besser und noch irgendwanner richtig gut wird

LG
Wirdschon

01.05.2022 23:40 • x 1 #49


Delenn

Delenn


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Zitat von Douru:
Ja, ich würde mich mitnehmen. Egal wo ich hingehe. Das ist mir klar. Ich kann mich halt einfach selber nicht mehr aushalten. Immer wieder überrollen mich negative Gefühle, mal unendliche Traurigkeit, dann wieder unglaubliche Wut oder unaushaltbarer Schmerz. Ich kann mich selbst nicht mehr aushalten. Wie sollen ...

Wär es für dich eine Alternative bei der Telefonseelsorge anzurufen, wenn dich die Gefühle überrennen? Ist anonym und es erleichtert und du kannst dann den Kindern gefühlsneutral gegenübertreten.

01.05.2022 23:52 • #50


Douru

Douru


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@Delenn
Nein, dort anzurufen geht aus persönlichen Gründen leider gar nicht.

02.05.2022 00:04 • #51


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Douru:
Aber sie möchten auch nicht, dass ich schlecht über ihren Vater rede

Machs hier.

Oder erkläre es ihnen, den Kindern, das dir das zusteht, weil du dich damit abnabelst. Weil du damit dich, deine Ehe und deinen Umgang mit dem Ende reflektierst. Er kann ja ein toller Vater sein, aber als Ehemann hat er in den letzten Wochen leider keinen Punktsieg hinterlassen.

Du darfst wütend und traurig sein, du hast in der wilden See deinen Hafen verloren - und treibst steuerlos umher. Erinnere die Kinder, wenn sie mit dem besten Freund richtig Streit hatten - war der Umgang miteinander auch nicht immer erste Sahne.

Momentan solltest du Dich schützen - nicht andere.

02.05.2022 05:21 • x 1 #52


bifi07

bifi07


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Zitat von Douru:
Eine davon ist es, sich über das bewusste Wahrnehmen von Geräuschen aus den Gedanken in die Wirklichkeit zurückzuholen.

Das stimmt und mit Übung hilft es wirklich!
Ich habe das im Zuge meiner Tinnitus-Therapie gelernt.
Allerdings solltest du dich nicht auf das Fallen deiner Tränen, was ja dann negativ wäre, konzentrieren, sondern z.B. beim Spaziergang auf das Singen der Vögel oder, wenn du zuhause bist, auf ein gutes Hörbuch, was mir auch sehr gut geholfen hat.

Was das Reden mit den Kindern über deinen NM angeht.
Wollen Sie denn mit dir über ihn sprechen, oder kommt das eher von dir?
Ich hab damals, bei aller Trauer, so gut wie gar nicht mit ihnen über ihren Vater und die Situation gesprochen, sondern eher mit Freundinnen oder auch Schwester/Mutter. Hast du diese Möglichkeit auch (hab ich vielleicht überlesen, sorry)?

02.05.2022 07:14 • x 1 #53


Warsdas

Warsdas


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Ich verstehe dich sehr gut, dass es dich enorm schmerzt, wenn du wegen der Kinder auch noch loyal sein sollst. Was dein Mann dir angetan hat, ist einfach himmelschreiend ungerecht, und man will das irgendwie auch von den Kindern bestätigt bekommen, weil es einfach die Wahrheit ist. Punkt. Geht mir gleich. Aber egal was mein Mann mir grad antut - die Kinder sind loyal zu ihm. (Theoretisch weiss ich auch, dass das richtig ist, trotzdem tut es zusätzlich weh).

Ich habe neulich mit einer Freundin über dieses Thema geredet, die ihre Kinder grösstenteils alleine grossgezogen hat und von ihrem Ex regelrecht fertig gemacht wurde (Verweigerung der Unterhaltszahlungen etc. etc.) Auch ihre Kinder halten weiterhin zu ihrem Vater (sowie zu ihrer Mutter). Ist ja gut. Und doch fühlt es sich einfach ungerecht an.

02.05.2022 07:43 • #54


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Warsdas:
die Kinder sind loyal zu ihm

Kinder sollten nicht gezwungen werden, zu entscheiden, wer der bessere ist. Die Loyalität ist gut und gesund.

Aber in Punkto ungerecht - stimme ich zu. Nicht mal schimpfen darf man

02.05.2022 07:45 • x 1 #55


Souvenir


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Zitat von Douru:
Und dann bin ich da, gefangen in meiner Negativität und soll mich auch noch loyal zeigen gegenüber dem Menschen, der mich so verletzt hat. Das zerreißt mich.


Hallo Douru,

ich denke, du solltest dich in erster Linie loyal gegenüber deinen Kindern verhalten sie nicht mit deinen unguten Gefühlen gegenüber deinem Exmann zu belasten und deiner schlechten Laune.

Sie können nichts dafür, sie sind unschuldig, sie verlieren ihren Vater in kürze auf eine sehr weite Entfernung, sie sind sowieso schon belastet genug, obwohl sie dir das nicht so mitteilen werden, da sie dich wahrscheinlich nicht noch zusätzlich belasten wollen.
Für sie ist es bestimmt auch ein Schock den Vater an eine andere (fremde) Frau zu verlieren, der er den Vorzug einfach so gibt.
Er verlässt seine Kinder, zieht 600 km weit weg und lässt seine Kinder zurück - was meinst du wie die sich gedemütigt fühlen, bestimmt sehr bemüht sind, das nicht offenzulegen, da sich Kinder an jedem Strohhalm festhalten und vielleicht noch die Stunden genießen möchten, wo er noch in der Nähe wohnt.

Loyal solltest du auch dir selbst gegenüber sein.
Versuche in all den Situationen, wo Kontakt hast mit deinem Exmann, die Contenance zu bewahren, ich weiß, das ist nicht einfach, aber das macht stark, das gibt Kraft und so machst du dir gegenüber selbst ein achtvolles Gefühl.

Dein Mann soll doch nicht merken, dass du noch so an ihm hängst, oder?
Wenn du dich sachlich und kühl verhälst, weiß er das nämlich nicht.

Auf dass es besser wird, ich empfehle Sport, so lapidar das klingt, wenn der Körper sich auspowert gehts der Seele besser.

Beste Grüße

02.05.2022 10:00 • #56


Douru

Douru


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Es hat mir sehr gut getan, eure Beiträge zum Thema Kinder/Vater zu lesen. Ich fühle mich mit meinen Gedanken jetzt nicht mehr so alleine und sehe, dass andere die gleichen Fragen umtreiben und ähnliche Gefühle belasten.

Mein schlechtes Gewissen, mich den Kids gegenüber nicht richtig zu verhalten, kommt trotzdem immer wieder durch.
Zitat von Heffalump:
Oder erkläre es ihnen, den Kindern, das dir das zusteht, weil du dich damit abnabelst. Weil du damit dich, deine Ehe und deinen Umgang mit dem Ende reflektierst. Er kann ja ein toller Vater sein, aber als Ehemann hat er in den letzten Wochen leider keinen Punktsieg hinterlassen.

Das ist eine Einstellung, die ich vielleicht teilweise für mich übernehmen könnte. Es steht mir momentan einfach zu. Punkt. Auch wenn die Kinder es doof finden. Sie können mir ja jederzeit sagen, ich soll damit aufhören. (Versuche ich ja eh schon meistens, ich rede gegenüber den Kindern kaum noch über ihn.)

Die Frau wird demnächst übergangsweise erstmal zu ihm ziehen, er hat eine Übergangswohnmöglichkeit in der Nachbarstadt. Dann wollen sie von dort aus in Arbeitsnähe etwas suchen, das ist so knapp 50 km entfernt. Ich bete, dass sie ganz schnell dort eine Wohnung finden und einfach aus meiner Nähe verschwinden.
Für die Kinder wird das alles nur noch blöder. Sie wollen die Frau nicht sehen und werden sich dann nur noch auswärts mit ihm treffen können. Das stört ihn aber nicht. Wie sagte er mir heute so schön: Das wird sich alles fügen.
Er glaubt auch fest daran, dass wir demnächst befreundet sein werden...

11.05.2022 19:52 • #57


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Douru:
Sie wollen die Frau nicht sehen und werden sich dann nur noch auswärts mit ihm treffen können. Das stört ihn aber nicht.

Wenn er sich alle 2 Wochen die Kosten für eine Wochenendunterkunft leisten kann...... Kann er ja machen.

11.05.2022 21:47 • #58


Douru

Douru


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Es wird dann wohl eher auf ein kurzes Treffen ab und zu hinauslaufen. Mal essen gehen oder in die Sauna oder so. Oder die Oma besuchen (seine Mutter), die wohnt nicht weit von uns entfernt. So hält er es jetzt ja auch mit den Kindern. Ganze Wochenenden kommen da nicht vor.
In der ganzen Zeit seit der Trennung hat nur eins meiner Kids insgesamt drei oder vier Mal bei ihm übernachtet, die anderen beiden haben ihn nur unregelmäßig stundenweise gesehen. Mehr war wohl von beiden Seiten aus nicht gewünscht.

11.05.2022 22:54 • x 1 #59


Heffalump

Heffalump


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Alles noch frisch. alles muss sich erst wieder finden.
Da braucht es auch Zeit für - und es betrifft dich nur am Rande, wann die Kinder ihn wo auch immer...

Zitat von Douru:
Für die Kinder wird das alles nur noch blöder. Sie wollen die Frau nicht sehen und werden sich dann nur noch auswärts mit ihm treffen können.

Ist auch völlig normal. Kindern bricht ja zunächst auch ihre Familie auseinander. Aber wenn er den Kindern Zeit lässt, es zu akzeptieren - kann sich das auch einpendeln.
Zitat von Douru:
Wie sagte er mir heute so schön: Das wird sich alles fügen.
Er glaubt auch fest daran, dass wir demnächst befreundet sein werden...


Nach fünf Jahren Trennung, kann ich dir sagen, Freundschaft sieht anders aus. Wenn ich ihn treffe, so ein, zwei Mal im Jahr, bin ich froh, das die Zeitspanne meist kurz ist. Freunde fallen sich nicht so in den Rücken, wie er es tat, damals. Das ist auch nicht nachtragend von mir, aber was soll ich ihm aus meinem Leben groß erzählen.

12.05.2022 00:39 • #60



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