Hallo
KleinerNiemand,
ich bin zutieftst beeindruckt und ich fühle bei jeder deiner Zeilen mit dir. Wie ich heute
bereits erwähnt hatte, habe ich mir in den letzten Tagen schon einige Sorgen
gemacht. Umsomehr freue ich mich natürlich, dass du jetzt diese Einträge schreibst.
Für mich war und bleibt es eine sehr traurige, aber ebenso, sehr ehrreiche Geschichte.
Eigentlich müsste jeder "Hoolywood - Regisseur", nach dieser "Liebes-Story" schreien.
Du schreibst:
Aber das klingt so weit weg. Es ist noch sehr unausgegoren. Aber selbst wenn
wir uns nicht zusammenfinden, dann wird sich einiges in meinem Leben grundlegend
ändern. Denn studieren möchte ich auf alle Fälle. Und wäre ich weg, würde ich nicht
mehr unter der Kontrollfuchtel meines Umfelds stehen.
Du hast ganz klare Ziele sowie Vorstellungen von deinem Leben und das erfüllt mich
irgendwo mit ein wenig Stolz. Ich bin überzeugt, dass du nach diesen Erfahrungen,
tatsächlich einiges "grundlegend" in deinem Leben verändern wirst.
Du schreibst weiter:
Ich muß hier weg und ich muß dazu stehen, daß mein Leben und die Werte, die ich
bisher hatte, einer Generalüberholung bedürfen. Nichts wird mehr so sein wie früher.
Aber ich möchte endlich hinaus, an einen Ort, wo ich frei bin, über mich entscheiden zu
können.
Es ist schön zu hören, dass du erkannt hast, dass dein Leben und die Werte, die du
bisher hattest, einer Generalüberholung bedürfen. Das Wichtigste ist glaube deine
eigene Erkenntnis, dass du frei sein und über dich selbst entscheiden möchtest.
Nichtzuletzt schreibst du:
Es geht hier darum, meine Liebste nicht in Gefahr zu bringen. Das ist das Letzte,
was ich je gewollt hätte. Ich will sie schützen und daher muß entweder das
Unmögliche tun und Wege finden, wie wir beide ein sichereres Leben führen können
Bevor hier wieder einige versuchen, diese Tatsache zu verniedlichen, möchte ich dir
aufgrund meiner
beruflichen Erfahrungenen bestätigen, dass diese Aussage
leider eine traurige Wahrheit ist und ihr euch in der
jetzigen Situation, in eine
extreme Gefahr begeben würdet.
Aber da du deine Zukunftspläne dargelegt hast, gibt es auch wieder Hoffnung:
Sollte es dir langfristig gelingen, dein Studium aufzunehmen, dann kannst du dich
langsam, aber ebenso zielegerichtet und unauffällig, von deinem Umfeld sowie von
deiner Familie lösen. Dann wirst du auch wirklich frei sein und alleine entscheiden
können. Ich glaube ganz fest daran, dass du all deine Ziele erreichen und diesen
neuen Weg auch ebenso erfolgreich gehen wirst!
Kopf hoch und halte die Ohren steif!
PS
Ich gebe dir für deinen letzten Eintrag ein "Danke!"
VG Holzer
