Zitat von PapaEmeritus: Beziehungen zwischen deutschen und Besatzungssoldaten galten damals wahrscheinlich als sehr tabu.
Das war auch im "Westen" so. Zumindest bis in die späten 70'er.
Meine Familie mütterlicherseits waren Gutsbesitzer in Pommern (heute kurz hinter der polnischen Grenze). Meine Urgroßmutter eine kaiserliche Beamtenwitwe aus Berlin.
Mein Vater war amerikanischer Offizier (den ich nie kennenlernte.) Meine Mutter wuchs bei Tante und Großmutter auf, arbeitete dann nach ihrer Ausbildung als Zivilangestellte in der US-Kaserne, wo sie meinen Vater kennenlernte. Als ich unterwegs war gab es den großen Knall. Sowohl Vaters als auch Mutters Seite gingen auf die Barikaden (Der Grund, warum ich nicht hier geboren bin)
Mein Großvater väterlicherseits - Berufsoffizier - sorgte dafür, das mein Vater vorzeitig in die Staaten zurück versetzt wurde. Meine Mutter zog zu ihrer Mutter, die damals - nach der Flucht - in Westfalen hängen geblieben war. Dort wurde ich geboren.
Ich kann mich noch eine eine Anekdote meiner Mutter erinnern. Nachdem ich auf der Welt war, telefonierte meine Großtante mit ihr und fragte: "Wann kommst
du wieder nach Hause?" Mama antwortete: "Wenn, dann kommen
wir..."
Uroma und Großtante haben über meinen Vater nie ein Wort verloren. Mama von sich aus auch nicht, obwohl sie meine wenigen Fragen immer ehrlich beantwortet hat.
"Besatzungskinder" sind immer Aussenseiter...