max_1215
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Ende 2014 habe ich noch im Ausland gewohnt. Dann habe ich auf einer Dienstreise nach Deutschland zufällig eine Arbeitskollegin NN kennengelernt, die in Deutschland arbeitet. Ich fand sie toll. Irgendetwas muss ihr an mir gefallen haben. In den zwei Wochen in Deutschland sind wir uns nähergekommen. Es war alles toll; am meisten hat mich die emotionale Nähe umgehauen. Es war der Wahnsinn, einfach nur bei Ihr zu liegen, sich komplett verstanden zu fühlen und ihr zuzuhören. Ich bin beruflich erfolgreich und ich mochte, dass sie auf Augenhöhe war. Wenige Menschen habe ich so respektiert, wie sie. Ich habe mich nie zuvor von einem Menschen so gut verstanden gefühlt. Für eine kurze Zeit durfte ich sein, wer ich bin. Es war ein riesiges Geschenk.
Als ich nach zwei Wochen wieder zurück geflogen bin war das „rationale“ Abkommen, dass die Beziehung zu Ende ist. Die Vereinbarung war, keinen Kontakt zu halten. Ich bin verheiratet und wir sind Kollegen. Beide sind Gründe, dass eine Beziehung nicht klappt. Bereits an unserem ersten Abend habe ich Ihr klipp und klar gesagt, dass ich meine Frau nicht verlassen möchte. Soweit, die Absicht...
Im Frühling 2015 habe ich sie wiedergesehen. Ich hatte gehofft, die Affäre würde weitergehen. Aber sie hat mir zu verstehen gegeben, dass Sie mich nicht möchte.
Das Ganze ist jetzt über ein Jahr her. Ich denke täglich an sie.
Die Situation jetzt
Das Schicksal will es, dass meine Firma mich wieder in Deutschland haben wollte. Seit Januar sitze ich mit NN im selben Großraumbüro.
ES FÜHLT SICH AN, WIE AM LEBENDIGEM LEIB AUF NIEDRIGER TEMPARATUR GEGART ZU WERDEN. Sie ist kalt und abweisend zu mir. Grüßt nur, wenn Sie muss. Sie lächelt nicht, wenn wir uns am Gang begegnen. Es fühlt sich feindselig an. Es tut weh. Sie ist die Frau, an die ich seit Monaten täglich denkt. Es fällt mir schwer, die Fassade zu wahren. In den ersten Wochen seit meiner Rückkehr nach Deutschland war sie regelmäßig in meinen Träumen. Wenn NN im Raum ist oder wir mit Kollegen zusammen weggehen, fühle ich mich von Ihrer Distanz extrem gestresst. Ich respektiere Ihre Distanz und versuche keine Anspielungen irgendwelcher Art auf die Vergangenheit zum Machen. Aber es kostet Kraft. Und ich warte auf das Wunder der Erlösung.
Würde ich meine Frau und meiner Kinder verlassen, wenn sie mir sagen würde, dass Sie das selbe empfindet wie ich für Sie? Vermutlich ja. Es tut mir leid dass zu sagen, weil meine Frau ein liebenswerter Mensch ist. Aber es war nie annähernd das Feuer in unserer Ehe im Spiel, wie mit NN.
Glaube ich, dass es realistisch ist, dass NN dieselben Gedanken hat wie ich für Sie? Nein. Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich glaube, dass Sie mit mir abgeschlossen hat. Ich glaube, dass meine Anwesenheit und die mögliche Erinnerung an die Affäre sie nur nervt. Das zu Glauben, tut noch mehr weh.
Was will ich, in absteigender Reihenfolge:
1. Mit Ihr zusammenkommen und ein neues Leben anfangen.
2. Ein herzliches und freundschaftliches Verhältnis zu ihr aufbauen.
3. Die kühle Distanz bleibt, aber sie ist nicht mehr in meinem Kopf und meinen Träumen.
Was sind Eure Erfahrung? Wie soll ich mich ihr gegenüber verhalten? Was ist ein realistischer Wunsch und was muss ich tun, um es zu erreichen?