Also erstmal glaube ich, dass Liebeskummer schon viel Angst ist, aber es ist eben auch ein Verlust. Verluste sind schwer für Menschen. Also, da steckt schon viel drin. Aber Schmerz ist nur ein Gefühl, das kommt und irgendwann auch wieder gehen MUSS. Denn kein Gefühl bleibt je permanent.
Und wirkliche Liebe, das habe ich gestern noch gelesen, ist ein ruhiges Gefühl. Man vergisst sogar ab und zu, dass sie da ist. man weiß nur, dass man 100% darauf vertrauen kann, dass sie da ist, sollte man sich fallen lassen (müssen).
Wenn es so auf extreme Highs und up & down's drauf hinausläuft, ist etwas anderes im Spiel- Dein eigenes Bindungsmuster und die Angst, alleine dar zu stehen und das nicht zu können.Bei ihm und dir ist es 100% das letztere.
('Kleines' edit: Red dir jetzt aber auch bitte nicht ein, dass alles an dir liegt, du irgendwie krank oder tiefst im Inneren einfach irgendwas bei dir nicht stimmt etc. Seh' das einfach ganz praktisch. "Oh, ich habe gemerkt, ich traue mir gerade selber nicht mehr. Interessant. Das wäre sicher ein tolles Ziel, das wieder zu ändern, denn dann könnte ich wieder besser.....". Nicht "Oh Gott oh Gott, was ist da nur mit mir los, wurde ich als Kind mal wo stehen gelassen und jetzt bin ich für immer beschädigt?". Schon ein sehr wichtiger Unterschied, als Grundannahme. Sonst denkst du bei jedem schlechten Tag "SIEHST DU, (dein Name), du schaffst es einfach nicht. Geht ja auch gar nicht weil....)
Ich finde es total gut, was du eingangs geschrieben hast; von wegen, dass du dich selbst nicht mehr achtest, deiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr traust und so. Also, im Sinne von 'gut reflektierend'. Weil DAS Ziele sind, an denen du arbeiten kannst. Auch der Schmerz, dem du dich jetzt stellen musst- auch daran kannst du arbeiten und daher ist auch das in deiner Hand; ob du dich ihm stellst oder ihn herauszögerst und in die Länge ziehst.
Das heißt nicht, dass es nicht schmerzhaft ist, aber das ist GUT, weil dir das einen Ansatz gibt. Das hast Du in der Hand. Alles was er tut, nicht tut, manchmal tut aber dann doch wieder nicht......alles egal. All das musst du jetzt rausschneiden, aus deinem Leben.
Und wie man das schafft....das Buch guck ich mir selber auch mal an

Mein großer Tipp wäre, aus persönlicher Erfahrung, dass mir immer Prinzip "Mach neu" geholfen hat. Neue Routinen, Möbel umstellen, neue Klamotten, alte weg. Und sich wieder um sich selber kümmern. So richtig. Nicht einfach "Nehm ein Bad", sondern denk richtig drüber nach, wie du dir das Bad noch gemütlicher machen kannst, geh zum Dro. und guck ne halbe Sunde, was es da alles für Mittelchen und Kerzen und Badesalze gibt, überleg dir, welcher Film dir in der Wanne gut tun würde, und und und.........also: Will sagen, denk -richtig ernsthaft drüber nach, mach das zu deinem Projekt, dich zu kümmern, um dich. Tagebuch (auch in voice note -Format) hilft mir selber auch.
3 Dinge pro Tag aufschreiben, die gut gelaufen sind oder über die du dich freust oder für die du dankbar bist, hilft auch, um deinen gedanklichen Fokus zu balancieren/ändern.
Hilft nicht? Reicht nicht? Wie soll ein Bad bei SO einen Schmerz schon helfen?
Dazu noch meinen nächsten Tipp: Erwarte nicht, dass es ein tolles Wundermittel gibt, bei dem du dich dann von einer 2/10 wieder auf eine 8/10 aufrappeln kannst. Es geht bei diesen self-care Dingen um Langzeiteffekte, bzw von einem Moment zum anderen zu kommen; von einem Tag irgendwie zum nächsten---aber dieses Mal sich völlig der Realität stellend.