Ex-Mitglied
Gast
Gute Frage. Nicht einfach.
Ich habe mich frei geschrieben. In Gedichten und Essays. War hier. Ich machte eine intensive Therapie. Das diente der Stabilisierung und Verarbeitung.
Am Anfang wollte ich auch verstehen. Gedankenkarusell jeden Tag.Ich war verzweifelt. Ein Wrack. Jeden Tag.Warum dieses,.warum jenes. Jede mögliche Antwort brachte nur neue Fragen.
Das war ebenfalls ungesund. Bindungskleister. Ablenkung von sich selber.
Dann war ich wütend. Ich tobte ohne Ende. Das ist schon gesünder. Schafft Distanz. In dieser Phase habe jeden Annäherungsversuch, jedes Angebot von ihm mit Füßen getreten. Er sollte meinen Schmerz spüren.
Auch das. Bindungskleister. Vor sich selber weglaufen. Die Wut auf ihn war auch meine eigene Wut auf mich selbst.
Dann entdeckte ich mich. Ich akzeptierte wie es war. Für etwas anderes gab es keine Ressource mehr. Ich musste. Ich mochte mich nicht mehr. Ich mochte mein Leben nicht.
Also musste ich mich lieben lernen.
wie geht das?
Ich verzieh mir..Ich verzieh ihm. Ich ließ los. Ohne Wut. Ich tat mir Gutes. Großes wie kleines. Ich achtete die Dinge, die ich hatte. Nicht die, die ich wollte. Ich ging weg, wenn es mit gut tat. Ich igelte mich ein, wenn ich brauchte. Ich lachte wieder. Die Fragen waren nicht mehr wichtig. Ich war wichtig und meine Zukunft.
Was bleibt sind Narben. Aber auch die verblassen.
Er hat mich geliebt. Er ist schwach.
Das konnte ich nicht verstehen.
Nicht auflösen.
Muss auch ich gar nicht.
Für mich nicht wichtig.
Nicht mehr.
Sein Karma.
Geblieben ist das Nachdenken über Beziehungsmuster. Wahrscheinlich weil mir vieles immer noch Angst macht.
Und ich bin ein Gönner geworden. Das befreit herrlich. Negatives zu meiden. In jeder Form.
Keine Ahnung . Mein Weg. Deiner kann anders sein.