@ WTG
natürlich gibt es die "Ausreißer" in funktionierenden/vermeintlich Intakten Familien - das lenkt
aber vom Thema ab. Proportional gesehen ist es aus meiner Sicht nicht vergleichbar.
Zitat:Jeder kann nur versuchen das Beste aus einer Krise zu machen.
Haben Kinder/Jugendliche die Verantwortung für die Krise der Eltern zu tragen, die sich
dann trennen/scheiden lassen? Nein. ein ganz klares nein.
Und dann haben die Kinder die "Pflicht zu versuchen", aus den Krisen der Eltern in
der Zukunft das Beste zu machen? Klar haben sie die Pflicht dazu. aber auf anderer
Basis beruhend.
"Auffällige" Kinder/Jugendliche - die Anzahl wird immer größer. Liegt das allein an den Kindern?
Nein. Kinder werden in etwas hineingeboren - sie können nichts dazu, dass das "passierte"!
Es ist zudem erstaunlich, wie diese Thematik wieder zu einer einseitigen wird - dass Trennungs-/
Scheidungskinder/-Jugendliche "es schon irgendwie" schaffen werden! Es gibt eine Kausalität,
was das Verhalten auffälliger Kinder/Jugendlicher DURCH Trennung/Scheidung der Eltern angeht.
Dass sich z. B. Kinder/Jugendliche für die Krisen der Eltern verantwortlich/"schuldig" fühlen, dass
es zu eklatanten schulischen, sozialen Diskrepanzen kommt. das ist nichts Neues! Und Eltern
wissen das nicht? Eltern wissen nicht, dass es dazu kommen kann? Rücksichtnahme in einer
Weise auf Kinder/Jugendliche. die schwächsten Glieder in der Kette "Affäre"? Steht das Wohl
der Eltern unbedingt und zwangsläufig VOR dem Wohl der Kinder/Jugendlichen?
Als Ausbilder in einem mittelständigen Betrieb mit Jugendlichen als Praktikanten und "Azubis"
zu tun gehabt zu haben. das will ich nicht weiter ausführen. Die Problematischsten waren
die Jugendlichen aus "verqueren" (Eltern)-Verhältnissen, weil diesen Jugendlichen einiges
fehlte, was sich "sozialer Bereich" nennt.
Nein. ich generalisiere nicht. und ich möchte diese Dinge einfach zur Diskussion stellen -
auch im Anbetracht der TE, die das Thema "Leben als Geliebte - Ich habe es satt" aufgerufen
hat. Das Spektrum um die "weitere Nebenwirkungen" zu erweitern, kann nicht außen vor
bleiben. denn diese "Nebengeräusche" werden NICHT öffentlich angesprochen. Da frage
ich mich nach dem "warum nicht"! Weil das kein Thema ist? Weil die Eltern entschieden
haben. womit die Kinder/Jugendlichen klarzukommen haben? Mit Kinder/Jugendlichen
wird evtl. gesprochen - aber werden sie auch wirklich ernsthaft gefragt? Viele Kinder/
Jugendliche fühlen sie verantwortlich/"schuldig"! Wie sollen deren Antworten realistisch
sein. Werden Kinder von dem ihnen näherstehenden Elternteil gefragt - was für eine
Antwort ist die wahrscheinlichste - die gewünschte?
Gleiches kenne ich aus Bereichen, in denen Kinder/Jugendliche sich als "Verantwortliche/
Schuldige" sehen - wenn ein Elternteil schwerst erkrankt ist. Auch hier nahezu gleiche
Anzeichen für Auffälligkeiten, Reaktionen von Kindern/Jugendlichen.
Gehört nicht in diese Problematik? Doch. weil Kinder/Jugendliche viel zu wenig bis
gar nicht in die Dinge einbezogen werden.
. andererseits wird geradezu seziert, warum sich ein Mensch in Ehe, Partnerschaft, Affäre,
Beziehung "so mies" verhalten hat.
Zitat Frischgeföhnt
Zitat:Wie das Leben wird, weiß niemand.
Wie es war, erst am Sterbebett.
Leben will gelebt werden.
. und auf dem Weg durch das eigene Leben wird auf NICHTS mehr Rücksicht
genommen - außer sich selbst?
Das Sterbebett ist dann die Stätte, an der das Resümee des eigenen Lebens gezogen
wird.
Zitat:"Hauptsache ist, dass es MIR gut gegangen ist!"
. egal, ob das zu Lasten Dritter ging?
Ganz ehrlich. das ist zynisch. weil ein schlag ins Gesicht der eigenen Kinder!