×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

587

Ich kann nicht abschließen

Blindfisch
Zitat von 123456789:
Dass Männer untereinander über solche Dinge nicht reden, habe ich im Freundeskreis schon mehrfach erlebt, die waren da wirklich oft etwas lost. Mein Bruder hat von den Trennungen seiner beiden besten Freunde jeweils erst im Nachhinein erfahren. Mein Mann, der jahrelang ein liebevoller Partner war, konnte offensichtlich unsere/seine Probleme nicht mit mir besprechen, sondern nur noch mit seiner neuen Freundin.

Diese Männer sind nicht lost. Es sind einfach nur Männer. Genau so wie Frauen alles intime mit ihren Freundinnen besprechen. Nicht alle Männer und nicht alle Frauen. Aber die Mehrheit. Und das führt zu diesem Forum. Männer und Frauen sind unterschiedlich und erwarten dennoch das der Gegenüber genauso so denkt und handelt wie man es selbst tun würde. Du denkst: "Er ist nett zu mir, er ist unglücklich in seiner Beziehung, das kann was werden." Er denkt: "Da ist endlich mal eine Frau die mir Aufmerksamkeit schenkt, das nehme ich mit....aber meine Frau verlasse ich nicht....auch wenn es weh tut aber die Familie geht vor." Unterschiedliche Denkweisen....unterschiedliche Vorstellung von Verantwortung. Willkommen im Spiel der Geschlechter Entspannter Smiley

x 3 #301


Zitat von Blindfisch:
Diese Männer sind nicht lost. Es sind einfach nur Männer. Genau so wie Frauen alles intime mit ihren Freundinnen besprechen. Nicht alle Männer und ...

Nunja, meinem Mann oder den Freunden meines Bruders ging die Familie nicht vor.

Mit einem kleinen Unterschied: Ihre jeweils neuen Frauen haben bereits während der bestehenden Ehen schon mit ihnen geschlafen. Dazu bin ich tatsächlich nicht bereit

x 1 #302


A


Ich kann nicht abschließen

x 3


Zitat von merretich:
Hier würde ich mich an Deiner Stelle fragen: warum verleitet mich die Tatsache, dass ich wütend werde (aufgrund offensichtlicher ...

Einer dieser Typen war viele Jahre ein toller Partner. Er hat "nur" einen richtig blöden Weg genutzt um es zu beenden. Ich kann auch meinen Nochmann nicht nur schwarz oder weiß sehen.

x 1 #303


T
Zitat von 123456789:
(Ehering oder Kinder hin oder her)

Das ist oft der Hemmschuh, genauso wie die finanziellen Aussichten. Es gibt sehr viele Paare, die schon getrennt schlafen, aber nicht den Schritt wagen, weil sonst die Pleite droht und die Kinder büßen müssen.
Das neue Nest bei einem anderen Partner ist auch nicht wirklich vor Regen geschützt.

x 2 #304


M
Zitat von 123456789:
Wie gesagt, ich bin meinem Mann nicht böse, dass er nicht mehr glücklich mit mir war, sondern dass er nie etwas dergleichen gesagt hat. Wenn es nicht mehr passt, passt es nicht mehr. Die Frage ist aber wie man es beendet. Und ähnlich sehe ich die Geschichte des anderen auch. Wenn es nicht mehr passt, ist es sein ...

Ja, das ist klar.
Aber die entscheidende Frage ist doch nicht was diese Männer möchten sondern was Du möchtest.
Ich persönlich zB habe ein Bedürfnis nach Klarheit und Kongruenz. Und wenn ich wütend auf jemanden werde, würde weil er inkonsistent ist oder schwammig, würde ich mich eher schützen als ihm ausliefern, weil ich nicht jemand in meinem Leben haben möchte der mir aus welchen Gründen auch immer bereits am Anfang schadet.
Ich denke es würde Dir helfen, Standards für DICH zu entwickeln. Weil da liegt Deine Gestaltungsmöglichkeit.
Solange Du wartest, ob jemand sich entscheidet, oder bedauert oder klärt oder oder...
Gibst Du Deine Macht ab. Vor allem wenn von Beginn an schon so vieles nicht zusammen passt.
Das würde ich als ernst zu nehmendes Alarmsignal sehen und nicht als Aufruf für ein Geständnis oder zu kämpfen.
Ich würde es als Aufruf mich zu distanzieren nehmen.
Weil die Frage ist ja nicht was diese Männer tun oder nicht tun.
Sondern wie findest Du einen Weg Dich a zu schützen, damit Dir nicht nochmal sowas passiert wie mit Deinem Ex und b,dem zu folgen, was Dir gut tut und nicht dem, was Dich am Ende und im Kern- trotz der "Schmetterlinge"verwirrt, verstört, oder wütend macht.

x 1 #305


M
Zitat von 123456789:
Einer dieser Typen war viele Jahre ein toller Partner. Er hat "nur" einen richtig blöden Weg genutzt um es zu beenden. Ich kann auch meinen Nochmann nicht nur schwarz oder weiß sehen.

Natürlich. Darum gehts ja auch nicht. Niemand ist nur gut oder böse.
Es geht eher darum, was Dir gut tut.
Und um einen realistischen Blick auf bestimmte Defizite oder Eigenschaften oder Dynamiken.

x 2 #306


Zitat von merretich:
Ja, das ist klar. Aber die entscheidende Frage ist doch nicht was diese Männer möchten sondern was Du möchtest. Ich persönlich zB habe ein ...

Auch das sehe ich etwas anders. Ich habe mich ihm nicht ausgeliefert. Ich habe ihm klar gesagt unter welchen Bedingungen ich mir vorstellen kann, dass es weitergeht. Da habe ich eine Grenze gezogen. Und dann bin ich gegangen
Aber Grenzen ziehe ich gegenüber bestimmtem Handeln, nicht per se gegenüber der Person (außer Grenzen werden wiederholt nicht beachtet und überschritten).

Weshalb genau er und ich keinen Kontakt mehr haben, weiß ich natürlich nicht. Es kann sein, dass es aufgrund meiner Aussage :"Dann ist es besser, wir haben keinen Kontakt mehr" ist oder zum Schutz seiner Ehe auf seinen oder ihren Wunsch. Oder beides. Ich weiß nur, er hat sich nicht getrennt und ich möchte si lange er den Ring trägt, keinen Kontakt mehr.


Letztlich kommen er und ich nur weiter, wenn er sich trennt. Das ist, was für mich zählt. Manch andere Frau mag da nicht ganz so strikt sein und die Affäre eingehen. Das verurteile ich nicht. Ich wahre aber meine eigene Grenze (ich möchte nicht die Affäre sein).

Ich habe aber auch erlebt, was die Auflösung einer Ehe bedeutet. Sehe daran, wie mein Umfeld über meinen Mann spricht, dass das auch nicht gerade ein Freudenfest ist. Da gehört schon ein gewisser Entschluss dazu. Gegen den Gedanken, daß derjenige der geht, es nur leicht hat, wehre ich mich auch. Das sehe ich bei Freundinnen, die gegangen sind. Wirklich auch nicht ohne, was die erleben.

x 1 #307


Und mal eine andere Frage: Welche Zeitspanne ist eigentlich angemessen zwischen dem ersten Gedanken an Trennung und der tatsächlichen Beendigung einer Ehe mit allem drum und dran (Haus, Kinder, usw)?

Die Frauen bei denen ich es mitbekommen habe, habe alle einen Anlauf von mehreren Jahren gebraucht ab dem ersten Gedanken, dass sie so nicht glücklich sind. Inklusive zahlreicher Versuche, mit dem Partner zu reden und etwas zu ändern. Bei Männern fehlen mir die Erfahrungswerte, da sie sich (zumindest die in meinem Umfeld) alle etwas schwer mit dem Reden getan haben.

x 1 #308


alleswirdbesser
@123456789 wie war es bei deinem Mann?

#309


Zitat von alleswirdbesser:
@123456789 wie war es bei deinem Mann?

Was war wie bei meinem Mann? Die Zeitspanne? Er sagt, er habe es erst mit dem Fremdgehen realisiert und da war es schon zu spät

#310


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Was war wie bei meinem Mann?

Wie lange hat er gebraucht?

#311


Zitat von alleswirdbesser:
Wie lange hat er gebraucht?

Ich dachte, ich hätte es bereits geschrieben. Er war ab dem Tag an dem er Sex mit der anderen hatte wie ausgewechselt (da hatte ich vermutlich schon keine Chance mehr) und ist dann nach 1 1/2 Monaten ausgezogen. Danach entspannte sich die Lage vermeintlich etwas und über Weihnachten wurde er nochmal sentimental und wir haben es nochmal miteinander versucht. Endgültig fallen lassen hat mich dann Mitte Januar und es kam raus, dass die beiden über die Wochen davor engen Kontakt hatten (aber wegen der Entfernung nur telefonisch/ per E-Mail/ WhatsApp).

Er hat angeblich vor ihr nicht bemerkt wie unglücklich er ist. Gesagt hat er jedenfalls nie etwas in die Richtung. Im Gegenteil: wir haben noch Bäume gepflanzt, Bäder renoviert und meinen Job gekündigt, damit ich weiter bei den Kindern bleiben kann. Also schön in die Zukunft geplant.


Wenn er nicht lügt, hat er einen Tag gebraucht zwischen erster Realisierung und mich aufgeben, 4 Monate (in denen er aber rückblickend null Einsatz gezeigt hat) bis wir so richtig richtig getrennt waren

x 1 #312


Ema
Zitat von 123456789:
Und mal eine andere Frage: Welche Zeitspanne ist eigentlich angemessen zwischen dem ersten Gedanken an Trennung und der tatsächlichen Beendigung einer Ehe mit allem drum und dran (Haus, Kinder, usw)?

Keine Ahnung, welche Zeitspanne angemessen ist. Ich kann nur von mir reden. Ich habe dreizehn geschlagene Jahre gebraucht.
Da hing vieles dran: Ein noch ganz kleines Kind, keine Hilfe von außerhalb (Großmutter oder so), kein Geld, weil ich noch im Studium war und so weiter.

Es war schwer. Geschafft habe ich es, als ein stetiger vernünftiger Verdienst in Aussicht und das Kind so groß war, dass ich nicht wegen jeder Erkältung der Kleinen eine Betreuungsmöglichkeit hätte suchen und finden müssen.

Es steht in den Sternen, ob ich den Absprung früher geschafft hätte, wenn mir in diesem langen Zeitraum jemand über den Weg gelaufen wäre, in den ich mich ernsthaft verliebt hätte und mit dem ich mir ein Leben hätte vorstellen können.
Ich weiß es einfach nicht. Aber ich halte das für möglich, so im Nachhinein.

x 3 #313


T
Zitat von 123456789:
Wenn er nicht lügt, hat er einen Tag gebraucht zwischen erster Realisierung und mich aufgeben, 4 Monate (in denen er aber rückblickend null Einsatz gezeigt hat) bis wir so richtig richtig getrennt waren


Wow, blitzverliebt. Auch das soll es geben. Mach dir keinen Kopf, das trifft, klar, aber genau genommen ist das eben Promiskuität. Die steckt in vielen Menschen.

x 1 #314


Promiskuitiv ist das nicht. So wie er damals durch den Wind war, bin ich mir eigentlich recht sicher, dass sie die bis dahin erste außereheliche Sexpartnerin war. Unverbindlich geht anders. Er hat ja gleich sein ganzes Leben für sie über den Haufen geworfen und Nägel mit Köpfen gemacht.

Ändert nichts daran, dass es nach der langen gemeinsamen Zeit ein Schock und unfassbar verletzend war.

x 2 #315


A


x 4