Zitat von Fussel999: Wie wäre denn eigentlich eine normale Reaktion? Das man die Dinge mit sich selbst ausmacht?
Das ist doch differenziert zu sehen.
In manchen Situtationen ist es mehr als sinnvoll um Rat zu fragen, in manchen kann man machen, kann man aber auch lassen, in manchen ist es total albern.
Ich überlege gerade, ob dir vielleicht eine klassische Verhaltenstherapie helfen könnte? Hier wird weniger gefragt, warum sich Menschen "merkwürdig" verhalten, sondern das Verhalten geändert, bzw. umgelernt.
Vielleicht als allerersten Schritt:
Das mit den Klamotten. Ich nehme an, da ist dir selber klar, dass es Blödsinn ist, da um Rat zu fragen?
Kauf dir ganz bewußt vielleicht erstmal wirklich jede Woche ein Teil, ohne irgendjemand um Rat zu fragen, ob es ihm gefällt. Und dann trag die Teile auch! Jeden Tag eines von deinen selber gekauften Teilen. Kannst ja erst mal mit der Unterhose anfangen...
Und dann überleg dir jeden einzelnen Tag etwas, wo du normalerweise um Rat fragen würdest, und mach es alleine. Führ Tagebuch darüber.
Zitat von Fussel999: In der Schulzeit hat mir auch meine Mutter sehr geholfen und im Studium war ich einfach gut im Auswendig lernen, darum habe ich das geschafft.
Das hier ist die Kehrseite der Medaille.
Um stark und unabhängig zu sein, muss man sich ja genauso auch seiner Stärken und Ressourcen bewußt sein!
Du darfst auch stolz darauf sein, ein Studium geschafft zu haben. Das schafft nicht jeder! Diszipliniert und strukturiert über eine lange Zeit zu lernen, ist eine ganz große Stärke!
Und was du während deiner Schulzeit geschafft hast, kann dir jetzt vielleicht auch weiterhelfen: Deine Mutter hätte dir sicher nicht helfen können, wenn du seit deiner Grundschulzeit wieder und wieder gefragt hättest: "Ist 2+2 wirklich 4? Kann ich mir da absolut sicher sein? Was ist, wenn ich für immer falsch rechne, weil 2+2 doch nicht 4 ist?"
Deine Mutter konnte dir nur helfen, weil du es geschafft hast, das zu glauben und dir helfen zu lassen.
Also du kannst es. Was ist hier anders?