Zitat von Fussel999:Was meinst du mit dem bösen Wesen Hansl?
Ich bin zwar nicht @Hansl , aber ich versuche mal eine Erklärung aus meiner Sicht.
Nach einem Autounfall habe ich für mich einen Trick gefunden, mit der Angst vorm Autofahren umzugehen. Es gibt eine Liedzeile
Zitat von Gunter Gabriel: Er ist ein Kerl:und die Angst fährt mit ihm mit
Also habe ich mir vorgestellt, dass bei mir auf dem Beifahrersitz eine eklig-fiese Frauengestalt sitzt und sich weigert zu verschwinden. Diese Frauengestalt war meine Angst.
Und zu der habe ich dann gesagt: Okay, wenn du mich schon so hartnäckig begleitest, dann muss ich das wohl in Kauf nehmen. Aber der Kapitän hier bin ich, und du greifst mir nicht ins Lenkrad!
War ein guter Trick, denn die Angst fuhr zwar mit mir mit, aber ich hatte sie unter Kontrolle.
Abgesehen davon, neige auch ich zu depressiven Verstimmungen und Panikattacken. Meist hilft es mir dann tatsächlich, mir vorzustellen, dass in mir drin irgendwas Kleines, Böses sitzt, irgendein fieser Geist, genannt
"Es", der mal wieder aufmuckt, um mir den Tag zu vermiesen. Meist genügt es dann, mir zu sagen: Ruhe jetzt. Der tut nur so als ob. Das ist nur
"Es" mal wieder, und
"Es" ist nicht real. Real ist, dass ... <irgendwas Gutes, Schönes>
Zugegeben - es gibt Situationen, da hilft mir dieser Trick nicht. Dann sage ich mir: Jetzt so weit den Kopf klar behalten, dass ich es unfallfrei zum psychiatrischen Notdienst schaffe. Das hilft auch. Tatsächlich musste ich bisher nur zweimal wirklich hinfahren.
Das nur mal von mir als Tipp. Vielleicht kannst du damit was anfangen.