×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

267

Ich leide nur noch

A

Angel08
Mitglied

Beiträge:
26
Themen:
2
Danke erhalten:
36
Mitglied seit:
Hallo! Nun traue ich mich auch einfach mal, alles rauszulassen bei euch.

Ich bin 25 Jahre alt, er ist 28.
Fast sieben Jahre sind wir zusammen. Sieben Jahre, die sich anfühlen wie ein ganzes Leben. Wenn ich daran denke, wie jung ich war, als wir uns kennengelernt haben, wird mir klar, wie sehr meine Geschichte mit seiner verwoben ist. Es gibt kein „Davor“ ohne ihn, kein Erwachsenwerden, das nicht auch ihn einschließt.

Am Anfang war alles gut. Wirklich gut. Ich habe gelacht, mich sicher gefühlt, geliebt. Ich habe geglaubt, wir wachsen gemeinsam. Dass wir alles schaffen können, solange wir uns haben.

Heute weine ich fast jeden Tag.

Manchmal leise, nachts, wenn er schläft. Manchmal laut, verzweifelt, weil ich es nicht mehr zurückhalten kann. Die Tränen kommen einfach. Aus Erschöpfung. Aus Hilflosigkeit. Aus dem Gefühl, langsam innerlich zu zerbrechen.

Unsere Beziehung ist toxisch geworden, auch wenn es mir lange schwerfiel, dieses Wort überhaupt auszusprechen. Es wird beleidigt, herabgewürdigt, verletzt. Worte fallen, die man nicht mehr zurücknehmen kann. Und jedes Mal bleibt etwas in mir zurück, das ein bisschen mehr kaputtgeht.

Wir streiten ständig. Es gibt kaum noch ruhige Gespräche, kaum noch Nähe. Alles eskaliert. Besonders dann, wenn es um die Zukunft geht. Um Ehe, Kinder, Verantwortung. Um meinen Glauben. Ich bin katholisch, mein Glaube ist mein Halt – und gleichzeitig einer der größten Streitpunkte zwischen uns. Er ist Atheist und lässt mich spüren, dass er nichts davon ernst nimmt. Dass er mich dafür nicht ernst nimmt.

Wenn ich über Gott spreche, fühle ich mich dumm gemacht. Wenn ich über Werte spreche, werde ich ausgelacht oder als rückständig bezeichnet. Ich habe angefangen, meinen Glauben zu verschweigen, nur um Streit zu vermeiden. Aber jedes Mal verliere ich dabei ein Stück von mir selbst.

Ich lebe in ständiger Anspannung. Ich weiß nie, welches Wort den nächsten Streit auslöst. Ich laufe auf Eierschalen, versuche, alles richtig zu machen – und scheitere trotzdem. Am Ende bin ich die, die weint. Immer ich.

Und trotzdem… gehe ich nicht.

Sieben Jahre lassen sich nicht einfach abschneiden. Da sind Erinnerungen, gemeinsame Pläne, Gewohnheiten, Hoffnung. Da ist diese Stimme in mir, die sagt: Vielleicht wird es wieder wie früher. Vielleicht wird es besser. Vielleicht bin ich einfach zu schwach.

Die Angst vor der Trennung ist fast genauso groß wie der Schmerz des Bleibens. Ich habe Angst vor der Leere danach, vor dem Alleinsein, vor dem Gefühl, versagt zu haben. Angst davor, dass all diese Jahre umsonst gewesen sein könnten.

Aber während ich bleibe, verliere ich mich immer mehr.
Ich weine, ich zweifle, ich halte aus.
Und irgendwo tief in mir weiß ich: Liebe sollte nicht so aussehen. Liebe sollte nicht nur aus Tränen bestehen.

Doch loszulassen nach sieben Jahren fühlt sich an, als müsste ich mir selbst das Herz aus der Brust reißen.


Meinungen, Ratschläge und Anregungen sind gewünscht. Danke im Voraus!

x 9 #1


M
Zitat von Angel08:
Anregungen sind gewünscht



Trenn' Dich um Gottes Willen !
Trenn' Dich !
So schnell wie möglich !

x 9 #2


A


Ich leide nur noch

x 3


Blind-Meg
Zitat von Angel08:
Die Angst vor der Trennung ist fast genauso groß wie der Schmerz des Bleibens.

Nicht fast.
Noch ist sie größer.
Noch.

x 5 #3


Sonnenschein85
Das tut mir so Leid.
Ich verstehe dich so gut. Die erste Liebe loslassen tut so weh. Gerade wenn man sehr lange zusammen war.

Doch dieser Mann tut dir nicht ( mehr) gut. Du schreibst selbst wie sehr du leidest. Halte nicht mehr an ihm fest. Du kannst so nicht glücklich werden. Und du wirst sehen nach dem ersten Trennungsschmerz wirst du erleichtert sein und eine riesen Last wird von dir abfallen. Trau dich loszulassen um dir die Möglichkeit zu geben glücklich zu werden anstatt dich weiter kaputt machen zu lassen.

x 6 #4


Pippa
@Angel08
Wenn ich mir Deinen 1. Thread anschaue, frage ich mich, wie Du es noch weitere 4,5 Jahre mit ihm aushalten konntest.

Was hält Dich denn?
25 ist kein Alter, mit dem man Angst haben muss, für immer alleine zu bleiben.

x 5 #5


Lukrethia
Liebe @Angel08
Zitat von Angel08:
Vielleicht wird es wieder wie früher. Vielleicht wird es besser.

Es wird nicht mehr wie früher. Nichts wird jemals wieder wie es war. Alle Dinge verändern sich und das muss ja nicht zwangsläufig besser oder schlechter sein. Wo stündest du heute, wenn sich nie etwas verändert hätte? In schönen Momenten wünschen wir uns, dass die Zeit still steht. Das tut sie zum Glück nicht, weil dann würden auch die schlechten Momente nicht vorübergehen.

Zitat von Angel08:
Angst davor, dass all diese Jahre umsonst gewesen sein könnten.

Da waren sie nicht. Sie sind Teil deiner Vergangenheit und es gab viele schöne Zeiten, nicht wahr? Das kannst du mitnehmen, aber gleichzeitig musst du Abschied nehmen von einer Beziehung, die sich nun zum Schlechten verändert hat.

Du brauchst auch keine Angst haben vor dem allein sein. Das bist du ganz bestimmt nicht. Der bekannte Schmerz ist vielen lieber als der unbekannte, und deswegen verharren sie in einer unerträglichen Situation. Du solltest dir vor Augen führen, dass der Schmerz erstmal sehr schlimm sein wird, aber dann wird er vergehen - während er in deiner Beziehung bleiben wird.

Du hast einen großen Teil deines bisherigen Lebens mit deinem Freund verbracht. Da tut eine Trennung weh. Aber ständig zu weinen und dabei nicht getröstet zu werden - warum bist du noch da, warum ist er noch da? Er scheint den Absprung ebenso nicht zu schaffen, aus welchen Gründen auch immer. Aber er ist jedenfalls nicht mehr bei dir, weil er dich liebt - das wäre eine sehr verdrehte Form von Liebe. Hast du einmal mit ihm gesprochen, warum er noch in dieser Beziehung ist?

x 7 #6


HeavyDreamy
@Angel08 Hey

Ich kann aus deinen Zeilen herauslesen, wie sehr du leidest und mit deinen Gefühlen und deinem Verstand kämpfst.

Du siehst, dass du weg musst, gleichzeitig bist du mit ihm schon lange zusammen, auch jung zusammengekommen.

Eure Beziehungsdynamik hat sich aber verändert, auch akzeptierte er vermutlich nie deine eigene Religion.

Dich deswegen abwerten, erniedrigen, beleidigen, nein das darf aber nicht sein.
Er hat sich sehr zum negativen verändert, was dich betrifft.

Da ich weiss, wie schwer es ist, sich zu lösen, gerade wenn man einige Jahre zusammen war, habe ich einen anderen Vorschlag, als gleich Trennung.

Frage:
Ihr wohnt sicherlich zusammen?

Wie wäre es, wenn du dir erstmal eine eigene Wohnung suchst, damit zwischen euch etwas Abstand herrscht?
Somit wäre es nur eine räumliche Trennung, aber damit auch jeder Mal für sich überlegen und nachfühlen kann, ob das ganze noch einen Sinn hat oder nicht mehr.

Weisst du, ich bin jetzt schon seit 2018 alleine. Und ja, es gibt Momente, wo ich auch einsam bin, aber hey, lieber alleine sein und die Einsamkeit für einige Zeit aushalten, als mit jemand zusammen sein, der einem überhaupt gar nicht gut tut.

In einer Partnerschaft möchte ich gerne auf Augenhöhe sein und mich nicht wegen meinem Partner mies fühlen.

x 5 #7


alleswirdbesser
@Angel08 ich habe deinen Thread aus 2021 überflogen und bin wirklich sehr verwundert, dass du immer noch mit diesem Mann zusammen bist. Er hat dich schon damals so behandelt, wie niemand behandelt werden darf, das ist kein Zustand der letzten Zeit, sondern ist der vorwiegende Teil der Beziehung. Schön war im Grunde nur die Kennenlernphase, in der er sich offenbar verstellt hatte. Du weinst also schon seit mindestens fünf Jahren, weil du in dieser Beziehung bist. Damals haben dir so viele User zur Trennung geraten, aber offenbar war das Ergebnis der Beziehungspause die Fortsetzung deiner Qual. Bitte hole dir professionelle Hilfe, wenn du da nicht allein ausbrechen kannst. Das ist kein Leben, du musst da raus.

x 12 #8


alleswirdbesser
Zitat von HeavyDreamy:
Er hat sich sehr zum negativen verändert, was dich betrifft.

Ich schätze er war schon immer so, nachdem ich den ersten Thread gelesen habe. Nur beim Kennenlernen hat er sich verstellt.
Zitat von HeavyDreamy:
Wie wäre es, wenn du dir erstmal eine eigene Wohnung suchst, damit zwischen euch etwas Abstand herrscht?
Somit wäre es nur eine räumliche Trennung, aber damit auch jeder Mal für sich überlegen und nachfühlen kann, ob das ganze noch einen Sinn hat oder nicht mehr.


Zitat von Angel08:
Dazu kommt, dass er unglaublich respektlos mit mir redet und mich schon einige, sehr schlimme Dinge genannt hat. (H*re, F*tze, Stück Sche*ße, Ratte, etc.) mit der Begründung, dass ich ihn soweit gebracht hätte. Er sagt, er hätte kaum noch Gefühle für mich, und dass es bei jedem Streit weniger wird.

Ganz ehrlich, wenn ein Mann so mit seiner Partnerin umgeht, dann sollte man ihn auf den Mond wünschen Ähm schießen , damit der Abstand groß genug ist und bis auf Nimmer Wiedersehen 👋

x 7 #9


HeavyDreamy
Zitat von alleswirdbesser:
Ganz ehrlich, wenn ein Mann so mit seiner Partnerin umgeht, dann sollte man ihn auf den Mond wünschen, damit der Abstand groß genug ist.

Sie tut sich halt schwer, es ging mir früher nicht anderst.



Zitat von alleswirdbesser:
Ich schätze er war schon immer so, nachdem ich den ersten Thread gelesen habe. Nur beim Kennenlernen hat er sich verstellt.


Hatte nicht auf den 1. Thread von ihr geachtet. Ich überseh das immer Mal wieder, wie auch andere.

Ich schlag der FL Mal vor, ob man das nicht irgendwie hervorheben könnte, wenn jemand bereits nen Thread hat.

x 5 #10


L
Du warst so jung und jetzt 7 Jahre später bist Du immer noch z u jung um in solcher Situation zu leiden . Du musst das nicht aushalten.
Kommst Du aus einem instabilen
Elternhaus ?
Warum kannst Du Dich nicht Deinen Eltern anvertrauen die Dir den richtigen Rat geben ?
Jedes vernünftig denkende Elternteil würde zum eigenen unglücklichen Kind sagen : Trenne Dich
Wenn Du so religiös bist und Halt im katholischen Glauben findest, warum läst Du nicht den Pastor Dir Rat geben.
Vielleicht bewirkt er etwas

x 4 #11


Luto
Zitat von Angel08:
Es wird beleidigt, herabgewürdigt, verletzt.


Zitat von Angel08:
Es gibt kaum noch ruhige Gespräche, kaum noch Nähe. Alles eskaliert. Besonders dann, wenn es um die Zukunft geht.

Das ist keine Grundlage, noch nicht einmal für eine nicht.amouröse Beziehung.
Es liest sich für mich so, als wäre er emotional schon längst ausgestiegen.
Er will sehr sehr wahrscheinlich mit Dir keine Zukunft, und Dein Klammern an die ersten Tage turnen ihn eher ab.
Ich wünsche Dir viel Kraft!

x 3 #12


M
Zitat von alleswirdbesser:
Dazu kommt, dass er unglaublich respektlos mit mir redet und mich schon einige, sehr schlimme Dinge genannt hat. (H*re, F*tze, Stück Sche*ße, Ratte, etc.) mit der Begründung, dass ich ihn soweit gebracht hätte. Er sagt, er hätte kaum noch Gefühle für mich, und dass es bei jedem Streit weniger wird.



Vor allem könnte es sein,
dass er irgendwann auch handgreiflich wird !?
Vielleicht hat @Scheol noch einen guten Rat für Dich
liebe @Angel08 .
Es tut mir sehr leid für Dich,
dass Du in so einer Sch..ße drinsteckst! Aufmunternde Emojis

x 4 #13


A
@Multiversum das kam schon mehr oder weniger vor. Schubsen, packen…

x 1 #14


L
Ich lese gerade die Beiträge von @Angel08 aus 2021 ! und fasse es nicht warum ein so
junger Mensch solches freiwillig mitmacht Und jetzt bis 2026 immer noch in diesem traumatischem Umfeld sich aufhält.

x 2 #15


A


x 4