Zitat von StayStrong27:Und nun sind wir wieder an dem Punkt, wie am Ende der Beziehung. Chaos, er will nicht mehr weil ich ihn wieder weggestoßen habe (wie in der Beziehung ungefähr) und das alles von vorne los geht.
Es hört sich skuril an, aber anders kann ich mir das nicht erklären. Ich nehme die Züge meinen Vaters an, wenn jemand nicht so tickt, wie ich es will.
So ist mein Vater auch. Er wird unzufrieden, mürrisch, teilweise auch böse, wenn es nicht nach seiner Nase läuft. Und genau so verhalte ich mich auch.
Alles ist gut, solange er mich seine Liebe zeigt, mich anhimmelt, mich bewundert. Ja, das ist ein Mangel an Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitskomplexe etc.
Und die kamen sicherlich auf, weil ich ja nie eine Wertschätzung von meinem Vater erhalten habe. Komischerweise verhalte ich mich auch immer nur Männern, mit denen ich eine Liebesbeziehung führe so.
Wisst ihr was mir auch aufgefallen ist? Auch wenn ich im Moment von ihm weggestoßen werde und er mir immer wieder zu verstehen gibt, er mag nicht mehr. Sobald ich anfange umzudenken, sprich keinen Groll oder Wut empfinde, sondern plötzlich wieder sachlich / rational die Situation betrachte und auch innerlich für mich festlege, Ok du bist auch ohne ihn glücklich und du schaffst das alles schon, dann geht es mir wesentlich besser und ich fühl mich erleichtert und frei.
hallo StayStrong
ja, du gibst das an deinen freund weiter, was du selbst schmerzhaft erfahren hast und deinem freund geht es damit wohl ähnlich wie dir damals und heute.
du arbeitest deine vatergeschichte bei deinem freund ab, er ist dafür aber nicht die richtige adresse.
unsere ersten liebesbeziehungen sind die zu unseren eltern und deshalb kann es dir später in anderen liebesbeziehungen ähnlich gehen sofern du dich nicht von deinen alten denkmustern und glaubenssätzen lösen kannst.
für mich zeigt o.g. verhalten einen mangel von eigenliebe, in den momenten, wo du wieder aufs alte pferd steigst. jedes problem ist ursprünglich mal aus einem mangelgefühl von liebe entstanden - alle probleme !
und wie du selbst festgestellt hast wenn es dir gelingt in der liebe zu bleiben und umdenkst gehts dir sofort besser.
anstatt zu glauben, er liebt mich nicht, ich fühle mich jetzt ungeliebt, und das macht mich rasend, dir einfach bewusst werden: ok, er hat gerade ein problem, ich habe mit meinen worten vielleicht in eine wunde von ihm gefasst und deshalb reagiert er jetzt so auf mich und ich trage meinen anteil daran. wenn du aus der verletzten kind-ebene herauskommst und auf die erwachsenen ebene gehst wandelt sich aggression in liebe und verständnis und mitgefühl, für euch beide.
liebe ist alles, sie beinhaltet auch selbstwertgefühl, selbstbewusstsein, selbstachtung, selbstschutz und selbstvertrauen und wenn es anfängt weh zu tun, bist du aus dem gefühl von liebe herausgetreten, dahin kannst du versuchen immer wieder zurückzukehren. bleibe in der liebe, atme tief durch bevor du spontan reagierst, werde dir immer wieder bewusst, dass du die absicht hast nicht mehr in alte muster zu verfallen, wie du erfahren hast, gehts euch dann besser.
bewusstsein ist der erste schritt, der zweite ist ein neues verhalten zu erlernen, damit es dir besser gehen kann und du den alten glaubenssatz : ich werde nicht geliebt - umwandeln kannst, z.b. in auch wenn er jetzt wütend auf mich reagiert, liebt er mich. ich bin davon überzeugt, dass auch dein vater dich liebt, auf seine eigene art und er gibt nur das weiter, was er selbst erfahren hat, genauso wie du es auch tust ... da kannst du aussteigen und deine gesunden anteile wirken lassen.