LiebesGeflüster.
Gast
Ich möchte gerne mal etwas loswerden, ich lese schon eine Weile mit und mir fällt auf, dass es in jedem Thread immer 2 Lager gibt aber an der grundsätzlichen Problematik vorbeigeredet wird.
Wenn ich in einer Partnerschaft bin und meinen Partner aus reinem Herzen liebe gibt es keinen Grund für mich mir eine Affäre zu suchen oder dass ich in eine gerate, es tut jedem Menschen gut mal zu flirten, bis dahin aber nicht weiter. Denn rein das Wissen, dass ich den Menschen den ich glaube zu lieben betrügen würde, würde mich selbst zutiefst verletzten, deshalb würde ich es niemals tun wenn ich meinen Partner wirklich liebe. Wenn ich soweit bin meinen Partner zu betrügen ist mir dieser Mensch egal geworden und genau dann ist es Zeit zu gehen, sonst verletzte ich mich selbst, meinen Partner, der in den wenigsten Fällen selbst glücklich in der Partnerschaft ist und schlussendlich auch die Kinder denn für sie bedeutet dann eine Partnerschaft zu haben genau das was ich ihnen vorlebe, die erste grosse Lüge ihres Lebens die für andere aufrecht gehalten wird.
Viele handeln eine unglückliche Partnerschaft mit einer Flucht in eine Affäre, mit kompensieren und flüchten, damit sie das gewohnte zuhause doch noch irgendwie überleben und überstehen. Das ist der falsche Ansatz. Ich bin einer Meinung mit vielen, dass man dann den Mut haben sollte sich zu trennen bevor man sich eine Affäre sucht denn auch für Kinder gibt es nichts schlimmeres als Eltern die gegen aussen eine Scharade einer Glücklichen Familie spielen aber im inneren nicht glücklich und zufrieden sind, das schadet den Kindern viel mehr als glückliche getrennte Eltern zu haben.
Aber und hier kommt der grosse Punkt, der Druck der aufgebaut wird eine Familie nicht verlassen zu dürfen obwohl man unglücklich ist ist genau der Grund warum viele nicht gehen können, der Stress wäre zu gross, die Ehefrau und die ganze Familie dahinter, die eigene Familie, der Ruf, denn es ist ja wie in einem Märchen wenn man den Partner fürs Leben findet und glücklich ist, das ist das was der Traum vieler ist, den will man Leben obwohl er bei vielen nicht der Realität entspricht in der man lebt, niemand im Umfeld würde einem in dem Moment in dem man geht verstehen, denn gegen aussen hat man ja immer so glücklich ausgesehen, also ergibt man sich dem Schicksal und macht das beste draus mit flüchten.
Wenn eine Affäre auffliegt, wie sie es ja so oft tut, kämpfen meistens die Ehefrauen mit allen Mitteln ihn einzukärkern, die Geliebte ist der Sündenbock, der Eheman wird unter Druck gesetzt, "das kann er doch nicht machen" "er hat Verantwortung gegeüber den Kindern, gegenüber mir" "wenn du gehst wirst du die Kinder nie mehr sehen" "ich werde dir das Leben zur Hölle machen" was sie jedoch vergessen ist, dass sie einen Menschen mit allen Mitteln festhalten der eigentlich bereits die Segel gesetzt hat, man liebt diesen Menschen nicht, denn wenn man ihn lieben würde dann würde man ihn ziehen lassen, weil man sich nichts mehr wünschen würde als das er glücklich ist. Man liebt vielleicht das was man gegen aussen verkörpert oder der Besitz, das aufgebaute aber eigentlich bedeutet Liebe etwas anderes. Man sollte ihn ziehen lassen, auch wenn man selbst für eine Zeit traurig ist. Das ist Liebe, was bringt es mir jemanden zu nötigen bei mir zu bleiben der mich nicht mehr will aber mir dann seine Liebe aus Druck schwört und mein kleiner Skalve wird nur damit er dem ganzen Stress ausweichen kann, weil er dem Druck nicht standhält.
Die Verantwortung die man in einer Ehe hat, ist, dass man sich selbst, dem Partner und den Kindern nur das beste wünscht auch wenn man selbst manchmal einen anderen Lebensplan hat. Es ist niemandem geholfen jemanden zwanghaft festzuhalten und zu manipulieren damit er bleibt wenn er gehen will bzw. schon eigentlich gegangen ist mit der Entscheidung eine Affäre zu haben. Ich denke in den aller seltensten Fällen geht jemand fremd der glücklich ist sondern meistens sind es die die aus x beliebigen Gründen keinen Mut haben zu gehen weil das Drama zu gross werden würde. oder auch die die kompensieren und flüchen weil sie nicht wahrhaben wollen unglücklich festzustecken und denken dass sie durch Kraft im aussen ihre innere Leere wieder füllen können.
In meinem Freundeskreis beobachte ich seit Jahren ein Szenario:
Ehemann geht fremd und verliebt sich: ein riesen Drama, Druck aufsetzten, er darf die Familie niemals verlassen und er kann sie schlussendlich auch nicht verlassen weil er dem Druck und der Schuld die man ihm einredet nicht standhält, er stellt sich und das was er fühlt zurück um andere glücklich zu machen, die Ehefrauen halten an ihm fest obwohl er sie nicht mehr will und wie gesagt nicht aus reinem Herzen liebt - sie ist jedoch auch nicht glücklich denn der Betrug wird nie mehr aus dem Herzen verschwinden. will sich eine Ehefrau das wirklich antun? den sie liebt ihn nicht sonst würde sie ihm das beste wünschen auch wenn es heisst, dass sie getrennte wege gehen
Ehefrau geht fremd und verliebt sich: sie setzt die Segel und verlässt den Ehemann, es gibt zwar Diskussionen aber sie hat die Segel bereits gesetzt und segelt davon, egal ob sie ein Haus zusammen haben und 3 kleine Kinder, sie folgen ihrem Herzen.
Ich wünschte mir in der heutigen Zeit, dass sich die Menschen mit dem Wort und dem Gefühl Liebe auseinandersetzen würden, Liebe ist kein Besitz und wenn ich jemanden wirklich liebe dann wünsche ich ihm das beste und ich wünschte mir auch aus dem Umkreis der Familien dass sie sich nicht nur wünschen würden dass ihre Kinder der perfekten Norm entsprechen sondern dass sie glücklich sind.
Wenn aus einer Affäre Liebe wurde, dann haben sich in meinem Umfeld alle getrennt.
Ich habe es wohl auch verpasst.